Babyshower – Gastbeitrag von Wencke von Ilma Pallo


Babyshower – wie geht das am besten? Lassen wir eine Spezialistin zu Wort kommen! Bei einem Mompreneur-Treffen lernte ich Wencke kennen – und sie macht Boxen mit schönen DIY Sachen für werdenende und frischgebackene Eltern unter dem Namen Ilma Pallo. Hier seht ihr sie auf meiner Terrasse mit eine ihrer Boxinhalte in der Hand:

Nachdem ich ihr meine unternehmerischen Erfahrungen aus der Tollabox-Zeit verraten habe, hat sie mir hier einen Gastbeitrag für den Tollabea-Blog geschenkt.

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Babyparty? Geschenkelisten? Brauche ich nicht! – Oder doch?

Warum veranstaltet man bzw. frau eine Babyparty? Einzig, um sich reich beschenken zu lassen – so mein gnadenloses (Vor-)Urteil. Mir kam es während meiner Schwangerschaft nicht ein einziges Mal in den Sinn, eine Babyparty (bzw. Babyshower, wie es im Original heißt) zu veranstalten. Für mich bedeutete diese Party schlichtweg, andere zu zwingen, mich mit Geschenken zu überhäufen, und so etwas liegt mir gar nicht! Ich wollte lieber allen die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, ob und was sie uns zur Geburt unserer Tochter schenken wollten.

Außerdem sahen wir Freunde und Familie regelmäßig, sie haben meine Schwangerschaft hautnah miterlebt. Warum also eine extra Party?

Schon während der Schwangerschaft und dann auch nach der Geburt haben wir tolle Willkommensgeschenke erhalten. Es war ganz wunderbar, wie viele liebe Menschen an unserer Freude teilhaben wollten. Sie haben sich Gedanken und Mühe gemacht – und das ganz ohne Aufforderung. Nein, eine Babyparty ist also wirklich nicht nötig.

Die Pflicht zu Schenken

Bis vor kurzem war ich noch überzeugt, dass auch in meinem Freundeskreis ähnlich gedacht wurde. Doch dann flatterten mir innerhalb weniger Monate gleich drei Einladungen zu Babypartys ins Haus, inklusive Wunschlisten mit Links zu konkreten Produkten. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Ich mag es nicht, aufgefordert zu werden, ein ganz bestimmtes Geschenk zu besorgen. Wo bleibt denn da die Überraschung? Warum darf ich mir nicht selbst Gedanken machen? Ich möchte keine Listen abarbeiten. Ich möchte auch nicht aus Pflicht schenken, sondern von Herzen!

Doch niemand sonst schien sich an den Listen zu stören: „Na ist doch super, dann bekommen sie, was sie wirklich brauchen, und nicht irgendetwas, das ihnen dann womöglich noch nicht einmal gefällt!“ Hm, das ist natürlich ein Argument. Dennoch, ich kann mich da nicht durchringen. Ich schenke lieber etwas Persönliches, etwas Handgemachtes, etwas Besonderes, statt einfach einen Haken zu setzen.

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Foto: Nastia Herzog, https://www.facebook.com/profile.php?id=100012686588671

Kinderparty mit Erwachsenen

Die Babypartys waren lustig, aber auch etwas peinlich. Wenn Erwachsene so schnell wie möglich eine Nuckelflasche voll Milch leeren sollen, hört für mich irgendwie der Spaß auf. Es kann schon amüsant sein, den Bauchumfang der Schwangeren zu schätzen und den ganzen Abend auf verbotene Worte wie „Schwangerschaft“, „Baby“ oder „Geburt zu verzichten“. Aber meinen Geschmack trifft das nicht so ganz. Muss es natürlich auch nicht, ich bin ja nur Gast. Die Schwangereren waren glücklich und zufrieden, das ist erst mal die Hauptsache. Ich für mich war mir trotzdem nach wie vor sicher, dass ich mit dem Verzicht auf eine Babyshower alles richtig gemacht hatte.

Dennoch kam ich ins Grübeln. Ich werde mich wohl damit anfreunden müssen, dass der Brauch aus dem angloamerikanischen Raum hierher geschwappt ist und immer beliebter wird. Und ich werde wohl auch meine Antwort auf die Frage, warum Babypartys organisiert werden, überdenken müssen.

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Fotografin: Nicole Mattinger, http://nicolemattinger.de/ Organisatorin: Nicole Flach, http://www.herzenszeit-events.de/

Die Schwangerschaft feiern

Ich habe meine Schwangerschaft sehr genossen. Es ist doch ein wahres Wunder, wie da ein Leben in uns Frauen heranwächst! In diesen meist 9 Monaten sind wir etwas ganz Besonderes, unsere Körper leisten Unglaubliches. Auch die Geburt ist ein fantastischer Moment, ein einzigartiges Erlebnis. Das alles darf doch eigentlich gewertschätzt und gefeiert werden?

Wenn ich jetzt so an die Sache heran gehe, gefällt mir der Gedanke an eine Babyparty schon gleich ein bisschen besser. Geburtstag feiern wir ja auch, und den haben wir sogar jedes Jahr. Ich bin jedenfalls nicht jährlich schwanger – Mist, hätte ich doch feiern sollen?

Ich werde neugierig und stöbere ein bisschen im Netz. Was ich finde, wird mir zum Verhängnis.

Ich will jetzt doch eine Babyparty. Aber bitte mit Stil!

Ich stoße auf zauberhafte Fotos und Berichte stilvoller Babypartys. Mir war gar nicht klar, wie wunderbar die Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt zelebriert werden können!

Einige Stunden in festlicher Atmosphäre, farblich und kulinarisch abgestimmt, im Vordergrund das Beisammensein, die gemeinsame Freude und eine gelungene Zeit. Klingt doch recht verlockend, oder?

Seit meiner Schwangerschaft bin ich süchtig nach Pastell und wenn ich jetzt ganz ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich mich in einem pastelligen Nachmittag umringt von meinen Liebsten auch wohlgefühlt hätte. Wenn eine Babyparty zu einem besonderen Event wird, und weit über das bloße Beschenken hinaus geht, kann ich mich jetzt sogar direkt damit anfreunden! Im Geiste gehe ich gerade die Deko durch, die meine Babyparty hätte schmücken können. Ich werde sogar etwas traurig, dass ich keine hatte. Das überrascht mich selbst!

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Fotografin: Nicole Mattinger, http://nicolemattinger.de/ Organisatorin: Nicole Flach, http://www.herzenszeit-events.de/

Der AHA-Moment

So langsam wird mir klar, was an einer Babyparty toll und an Wunschlisten praktisch sein kann:

  • Eine Babyshower verspricht lustiges Beisammensein in größerer Runde. Das ist gut, denn nach der Geburt passiert das sobald nicht mehr.
  • Freunde und Verwandte zelebrieren mit den werdenden Eltern gemeinsam ihre Freude über die bevorstehende Geburt und das neue Menschlein. Gute Gefühle verbinden und bringen Kraft und Energie.
  • Die werdende Mama darf im Mittelpunkt stehen und sich verwöhnen lassen – genau das Richtige vor einer Geburt!
  • Eine Babyparty in geselliger Runde ist ein guter Anlass, um sich auszutauschen und den Erfahrungen und lustigen Geschichten Anderer zu lauschen.
  • An den Fotos dieses Events wird auch das Kindchen später Freude haben: Guck mal, Tante Sarah war schon damals an deiner Seite!
  • Wenn alle Partygäste z.B. gemeinsam einen Babybody gestalten oder vorher gehäkelte Miniquadrate zu einer Babydecke zusammenfügen, wird etwas Besonderes mit viel Erinnerungswert geschaffen.
  • Geschenke vor der Geburt sind praktisch: So haben die werdenden Eltern einen Überblick, was fehlt und noch organisiert werden muss. Eine Babyparty passt also am besten zwischen den 6. und 8. Schwangerschaftsmonat.
  • Großer Vorteil der Wunschlisten: Wenn jemand fragt, hat man direkt eine Antwort parat. Bestenfalls halten sich alle an die Wunschvorgaben und es bleibt einem erspart, gequält zu lächeln und sich für den schrillbunten Strampler mit der Aufschrift „Mamas Liebling“ zu bedanken.
  • Noch ein Vorteil der Listen: Es nimmt den vielbeschäftigten Freunden und Verwandten etwas Stress und Arbeit ab, wenn sie genau wissen, was sie besorgen sollen.
Foto: Nastia Herzog, https://www.facebook.com/profile.php?id=100012686588671

Foto: Nastia Herzog, https://www.facebook.com/profile.php?id=100012686588671

Wir hatten das Glück auch ohne Liste nur tolle Sachen von unseren Freunden geschenkt zu bekommen (außer erwähnter Strampler, räusper). Besonders in Erinnerung bleiben dabei die selbstgemachten Geschenke, z.B. die selbst gehäkelten Babyschuhe. Dass diese nie passten ist egal, sie kommen trotzdem in die Babyerinnerungsbox, denn sie sind ganz besonders und einzigartig. Einzigartig wäre auch eine Babyshower gewesen… Ach, ich reise jetzt einfach mal ein bisschen in der Zeit zurück, so ca. 2,5 Jahre, und bin mental Gast auf meiner eigenen pastelligen Party. Ich lehne mich kugelrund mit einem Cupcake in der Hand zurück, schlürfe Limmo und bin glücklich.

Übrigens, ein wenig Werbung in eigener Sache:

Wer zu einer Babyparty ein ganz besonderes Geschenk mitbringen möchte, hat es mit ilma pallo leicht: Mit den liebevoll zusammengestellten DIY-Kits können auch vielbeschäftigte Freunde und Verwandte ein einzigartiges und unvergessliches Willkommensgeschenk für ein Baby selber machen – und das ohne den ganzen Vorbereitungsaufwand! Einfach Lieblings-DIY-Projekt im Shop aussuchen und sich das fertig verpackte Bastelpaket direkt in die kreative Stube schicken lassen. Alle benötigten Materialien und eine ausführliche bebilderte Anleitung sind im Kit enthalten. Ein mit Liebe handgemachtes Geschenk – was gibt es Schöneres?

Das Sortiment reicht vom Kuscheltier…

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…über Mobilé…

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bis zum Wickelset
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Übrigens, das Titelbild ist von Theresa Povilonis, http://www.theresapovilonis.de

 

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Zur Transparenz, wie immer: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert. Ich unterstütze Wencke weil ich das, was sie macht und wie sie sich ins Zeug legt bewundernswert finde. Liebe Mompreneurs, die ihr euch denkt: „Ich auch!“ – leider kann ich das nicht für alle machen… Aber wenn ich besondere Connections verspüre, ist nichts unmöglich! 

Übrigens, wir veranstalten selbst eine Babyshower-Party für eine Freundin am Montag und brauchen noch Tipps für Spiele!!! Kommentiert ihr bitte? 

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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