Die französischen Aprilfische statt Aprilscherze für Kinder: Poissons d’Avril


Unsere Aprilscherze für Kinder… oder besser gesagt: Aprilstreiche fanden nicht alle in unserer Tollabea Community lustig. Deswegen schicken wir nun hinter noch eine super liebevolle Tradition aus Frankreich, die eure Kinder vielleicht mögen werden:

Aprilfische, die „Poissons d’Avril“, die in Frankreich sehr beliebt sind! 

Der Streich ist einfach und absolut harmlos: Es geht darum, sich gegenseitig schöne Papierfische auf dem Rücken anzuhängen oder aufzukleben, ohne dass der Andere es merkt. Das Schönste ist eigentlich das Basteln: Am 31. März ist große Papierfisch-Herstellung in Schulen und Kindergärten angesagt, alle malen, zeichnen und schnippeln!

Und so werden die schönen Fische als Alternative für Aprilscherze für Kinder gemacht:

Ihr braucht bunte Papiere, Buntstifte, Büroklammern, ggf. auch etwas Nylonfaden, und wir finden, dass die Fische mit Wackelaugen noch cooler werden… aber de facto könnt ihr die Augen auch aufmalen.

So, jetzt aber: Fische malen!!! Startet mit einigen Umrissen… klein, groß… wie es euch beliebt!

Und dann könnt ihr sie ausmalen und schick machen. Einfach nach Lust und Laune bunt bemalen.

Je bunter und verrückter, desto besser! Und dann könnt ihr sie schon mit Wackelaugen versehen – oder, wie gesagt, ihr malt die Augen einfach drauf.

Jetzt einfach ausschneiden.

So, jetzt muss eine Aufhängevorrichtung her. Ich bin noch „alte Schule“ (war im französischen Kindergarten früher, ist lange her…) und deswegen muss es für mich noch das System mit der aufgeklappten Büroklammer sein. Aber ganz ehrlich, man kann die Fische auch mit einem Klebeband auf die Rücken von Menschen pappen… Wenn man sie etwas länger baumeln lassen will, kann man auch ein Stückchen Nylonfaden zur Hilfe nehmen.

Und jetzt gehr es an Scherze machen: Die Fische werden auf unschuldige Rücken angehängt… einfach den Haken unauffällig in den Kragen platzieren.

Klasse, oder? Und eigentlich hat sich die Sache so entwickelt, dass möglichst viele Fische auf dem Rücken zu haben eher ein Zeichen von Beliebtheit ist. Deswegen werden die Fische gern auch als eine Art Trophäen behalten.

Es gibt viele Theorien, warum der Brauch in Frankreich mit den Aprilfischen so ist, wie er ist. Die wahrscheinlichste Theorie ist, dass im 16. Jahrhundert König Karl IX den Jahresbeginn vom 1. April auf den 1. Januar verlagerte. Fische und Essen allgemein waren aber beliebt als Neujahresgeschenk und -gabe. Die Franzosen mussten sich nun aber drei Monate früher auf Gaben für die Lieben einstellen. Das sprach sich nicht sofort überall herum, Mancher fand das auch nicht schön…  und so beschenkten sich Viele weiterhin zum 1. April. Mit der Zeit gewöhnte man sich an die neue Sitte und diejenigen, die sich noch zum 1. April beschenkten, wurden als rückständig angesehen. Man machte sich einen Spass daraus, ihnen «falsche Fische» aus allen möglichen Materialien unterzuschieben.

Na, wollt ihr auch Jemandem einen  Fisch anhängen? Bonne Chance!

Liebe Grüße,

Béa mit Blogkind und vielen Fischen

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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