Kinder im Haushalt! Mithelfen? Das geht doch garnicht! Die stören doch nur!


Geht es euch nicht auch ständig so: Ihr müsst noch Wäsche machen, den Geschirrspüler auspacken und einkaufen gehen? Und am liebsten macht ihr das in aller Ruhe, wenn die Kids nicht um euch herum springen? Aber eines habe ich in meinem mittlerweile 10-Jährigen Muttersein gelernt: Es geht auch alles mit Kindern.

Ich habe euch einfach kurz mal aufgeschrieben, wie ich meine drei Kinder ihrem Alter entsprechend in die Hausarbeit einbeziehe.

1. Los geht es mit dem Mini:

Mein Mini ist ein super kleiner Hausmann! Er hilft, wo er kann – insofern er Lust hat, was momentan glücklicherweise noch sehr oft vorkommt.

Natürlich ist ein übereifriges Kleinkind, welches die bereits farblich sortierten Wäscheberge noch einmal nach seinem Gutdünken sortiert, etwas anstrengend. Aber steter Tropfen höhlt den Stein und wenn ihr die Farben immer wieder wiederholt, dann verseht Mini spätestens beim 3. Mal so mit 2,5 Jahren, auf welchen Haufen blau oder rot oder weiß kommt.

Und habt ihr schon einmal eure Kids die Waschmaschine ausräumen lassen? Also, mein Mini ist immer ganz doll bei der Sache. Er kommt richtig angerannt, wenn er mitbekommt, dass ich gerade gewaschene Wäsche von der Maschine in den Trockner buchsiere. Da will er dabei sein und ganz kräftig – wie ein gaaanz großer Mann – mithelfen.

Und wer bei uns in letzter Zeit Socken sortiert, ist auch klar! Ich sag nur: Sockenmemory!!

Natürlich werden die dann von mir zusammengelegten Socken auch mal als Eisenbahnwaggons verwendet. Aber, solange die Kids Spaß haben, habe ich überhaupt nichts dagegen. Übrigens, die Lokomotive ist hier eines der Stuhlkissen von Béa, sie hat sie hier erstanden:
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Sein Geschirr nach dem Essen räumt er toll in die Küche und will auch immer schon ganz fleißig in den Geschirrspüler einräumen. Das wird natürlich nicht von meiner Seite unterbunden! Ist ja klar!

Der Papa war letztlich total verdutzt: Unser Supermarkt hatte vor ein paar Wochen umgeräumt. Und weil der Mann ja selten einkaufen geht, konnte er keine Eier finden. Mini meinte zu ihm: „Ganz hinten, daaa!“ Der Mann war überrascht und entzückt über sein Wissen.

Für Mini ist alles noch eine Spielerei, aber selbst er mit seinen nun fast 3 Jahren kann auch schon seine getragene Wäsche am Abend vor dem Duschen in den Wäschekorb packen, seine Zahnbürste und seine Zahnpasta in den Becher packen und ja, er kann auch den Toilettendeckel runterklappen, wenn er fertig mit seiner Sitzung ist! Auch lernt er von uns, dass wenn alles immer gleich wieder weg geräumt wird, nach dem Spiel, sich einfach keine Haufen ansammeln.

Ich bin sowieso ganz großer Fan vom aufgeräumten Zimmer vor dem Schlafengehen. Gebautes darf stehen bleiben, aber Autos kommen in die „CARage“, Puzzles und Bücher ins Regal und Kuscheltiere (o.k. zumindest ihre Köpfe) in dieses Hängeding vom Schweden:

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Ich halte Spielsachen auch recht reduziert, Mini bekommt eigentlich nichts Neues. Vielleicht mal das ein oder andere neue Auto, welches den Bruder nicht überlebt hat. Aber das war es dann auch schon.

Eines ist für uns alle wirklich wichtig, dass alles seien Platz hat und alle z.B. wissen, wo Scheeren, Kopfhörer sind, aber auch, in welcher Box die Bauklötzer sind, die Jonglierbälle oder die Barbie-Strickkleider, an denen sich einst eine Oma verkünstelt hat.

Aber nun zurück zu den Aufgaben im Haushalt der Großen.

Trotz dass sie recht viel mit Schule und Training beschäftigt sind, können sie den Müll zur Mülltonne bringen. Jawohl! Wir haben kein Haustier, um das sie sich kommen könnten. Aber jetzt wäre dies das Alter von 7 bzw. 10 Jahren, in dem sie sich komplett um Hase oder Spatzi kümmern könnten und auch sollten.

Der Abendbrottisch wird immer von uns allen zusammen gedeckt und jeder räumt seinen Platz auf. Wenn die Großen aus der Schule kommen, ist das Erste nach dem Händewaschen, dass sie ihre Trinkflaschen ausspülen und ihre – hoffentlich leeren – Vesperdosen auspacken. Das klappt bisweilen recht gut. Wir arbeiten dran 🙂

Aber im Grunde könnten die Großen noch mehr mithelfen. Sie KÖNNTEN nach Vorgabe einkaufen gehen oder sie KÖNNTEN auch jeden Morgen ihre Betten aufschütteln. Oder sie KÖNNTEN ihre Wäsche selbst zusammenlegen. OK, das nun lieber noch nicht, wir wollen doch alle, dass die lieben Großen nicht allzu zerknittert früh morgens in die Schule stapfen.

FAZIT: Da geht noch was. Aber im Grunde bin ich mit der Mitarbeit meiner Gang schon recht zufrieden!

Wie ist es bei euch so? Ab welchem Alter bezieht ihr eure Kinder in die Hausarbeit ein und was machen sie ab wann? Oder bin ich zu streng? Oder etwa zu lasch?

Ich wünsch euch einen total entspannten Tag!

Eure Yvonne

Yvonne Petzke
About me

Berliner Mom of 3 * Sport (Marathon) * Reisen * Natur * Mode * Beauty

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3 Kommentare

Lydia
Antworten 2. August 2017

Ich finde es furchtbar, selbst kein Vorbild sein zu können, mit meinen fast 30 Jahren. Leide unter wiederkehrenden Depressionen, trotz jahrelanger Therapie usw. usw. Auch im Elternhaus habe ich nicht viel übers Haushalten gelernt und Tagesstruckturen einzuhalten, fällt mir sehr schwer. Über das Jugendamt habe ich mir Hilfe geholt in Form einer Familienhelferin, das ist sehr hilfreich und auch psychologisch und pädagogisch total wertvoll. An guten Tagen klappt es auch mal die Kinder in die Hausarbeit einzubeziehen, doch oftmals fehlt meine Kraft generell für Alles. Deine Einbindung der Kinder ist evtl. etwas übertrieben, doch absolut vorbildlich und später in Leben vorteilhaft! Ich habe es allerdings nie verstanden, warum ich wöchentlich Zeitungen zum Altpapier tragen musste, obwohl ich selbst diesen Abfall nicht verursacht habe. Deshalb würde ich soetwas in der Form von meinen Kindern nie verlangen. Grüße!

    Béa Beste
    Antworten 2. August 2017

    Liebe Lydia, bei Depressionen ist das eine völlig andere Betrachtung. Mit einem kaputten Arm oder einem Gipsbein funktioniert das alles auch nicht! Und der Punkt mit den Zeitungen ist völlig valide... lieber den mitgebrachten Sand wegschaffen lassen!
    Liebe Grüße,
    Béa

D. Mann
Antworten 13. August 2017

Meine Kids sind 8 und 11 und dürfen gerne im Haushalt helfen. In der Woche kommt es ein wenig kurz, da sie ganztags in der Schule sind, da bleibt es bei gemeinsamem Tisch decken/abräumen und Spülmaschine ausräumen. Meist ist Samstagvormittag 2 Stunden Haushalt für alle - wir schreiben die anfallenden TODO auf unser großes Whiteboard und dann rödeln wir ca. 1,5 bis 2 Std. Das Beste daran ist, wenn die Liste so nach und nach mit Haken versehen werden...ToDos sind u.a. Wäsche auf-abhängen, Klos/Waschbecken putzen, saugen, Müll, Kochen, Geschenk einpacken, Karte an Oma schreiben, Hausaufgaben kontrollieren, etc.

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