Modernes Familienleben in der digitalen Welt – Work-Life-Balance für Eltern (Kooperation & Werbung für Ergo Direkt)


Arbeiten und ein richtig gutes Familienleben haben, mit einer erfolgreichen Arbeit und genügend Freizeit… geht das? Und  helfen die digitalen Medien – oder sind sie der Grund für mehr Stress? Wie geht die Sache mit der Vereinbarkeit eigentlich? Wie regeln wir als Eltern die vermaledeite Work-Life-Balance? Spannende Fragen…

Ich habe die Community befragt, habe dazu auch nachgedacht und hier sind meiner Meinung nach einige gute Erkenntnisse plus noch Tipps von einem Experten auf Video.

Vorweg möchte ich bekennen, dass ich ein totaler Gegner des Begriffes „work-life-balance“ bin.

Ich sehe mich dabei mit so einem Gestänge auf dem Rücken, wie die vietnamesischen Reispflücker… zwei Schalen, rechts und links… In einer Schale stecken all die Sache, die Spaß machen und sich gut anfühlen, bei denen ich lache, mich wohl fühle und juchzen will: „Mehr davon!“ In der anderen wiegen dagegen die schnöde Arbeit, all das, was ich als lästig und nervig empfinde und bei denen ich mich wie Sisyphus fühle, schwer am Schwitzen, fluchend und wartend, dass es vorbei geht, schnell, damit ich in die anderen Schale tunken kann. So weit, so gut. Aber nehmen wir eine Lupe und schauen wir genauer hin: In welcher Schale steckt so eine durchwachte Nacht mit einem Kind, das von einem Magen-Darm-Virus geplagt wird? Und in welcher hingegen der Moment, wenn man ein richtig cooles Blog-Projekt für einen klasse Kunden mit einem sozial sinnvollen Produkt realisiert hat? Na?

Ist ein Berg voller Kinderwäsche inklusive versandete, feuchte Drecks-Socken und Hosentaschen voll unidentifizierbarer Snack-Resten „life“? Und ist eine spannende Konferenz in einer Weltmetropole voller Sonnenschein das schlimme „work“? Oder ist es umgekehrt? Was balancieren wir eigentlich?

Daher meine Anregung: Lasst uns lieber von Balance zwischen An- und -Entspannung reden oder von Will-Machen vs. Muss-Sein-Balance. Ich bin überzeugt, wenn wir in unseren Köpfen klar haben, das Arbeit Freude machen und Life auch mal anstrengend sein kann, fühlen wir uns anders und leben auch unseren Kindern etwas besseres vor. Denn wie sollten wir erwarten, dass sie gern Lernen oder andere Dinge anpacken, wenn wir ihnen vorleben, dass „Arbeit“ etwas ist, was das Gegenteil von Leben ist?

So, Ende dieser Béa-Predigt. Wie auch immer ihr es handhabt, laut Experten sollt ihr nicht multitasken sondern immer ganz einer Sache widmen. Dazu ist dieses Video entstanden als Kooperation von ERGO Direkt und den Bloggerkollegen von vonguteneltern.de und das ich sehenswert finde:

Wenn ihr euch das noch mal genauer durchlesen wollt, hier ist das komplette Themenspecial der Ergo Direkt zum Stöbern und Nachlesen.

Natürlich sind das Anregungen und keine Gebote – ich selbst habe mir das durch den Kopf gehen lassen und finde manches sinnvoll und manches nicht. Beispiel: Fokus auf Gespräche und menschliche Interaktionen finde ich wichtig auch wenn mir das nicht immer gelingt. Auch die Idee mit den bewußten Pausen finde ich klasse – also zehn Minuten nichts tun, kein Smartphone nutzen, sondern seinen Gedanken nachhängen. Denn „Müßiggang und Faulenzen ist eine aktive Form der Regeneration, die wichtig ist, um danach wieder produktiv sein zu können.“ – findet auch Daddylicious. 

Hingegen finde ich unterschiedliche Geräte für Arbeit und Privates der pure Horror. Ich bin immer dankbar, wenn ich ein Smartphone wieder finde, wenn ich es auf lautlos gestellt und dann verlegt habe!

Widmen wir uns mehr dem Thema Vereinbarkeit und digitale Medien. Ich habe in der Community gefragt und die meisten Eltern machen sich lauter digitale Helfer zunutze:

1. Kommunikationshelfer wie Whatsapp und Messaging

Die schnelle Kommunikation via Messenger, Whatsapp und Co hat sich stark durchgesetzt – und das auch bis in die ältere Generation. Gerade die liebevolle Versorgung mit Foto- und Bildmaterial macht die Sache schön und emotional erfüllend: „Um Großeltern und Paten am Alltag teilhaben zu lassen“, schreibt zum Beispiel Christina Schalk.

2. Intelligente Kalender und Koordinationstools

Viele synchronisieren die Kalender innerhalb der Familie, damit sie sich nicht ständig fragen müssen, wo sie sind und wann sie Zeit haben, wie z.B. Antje Fue: „Hier auch der online Kalender von Google, der auf die gemeinsame Familien-eMail-Adresse läuft und von allen Familienmitgliedern mindestens täglich synchronisiert wird.“

Auch Anja Averesch betont:  „Wir benutzen Wunder-List auf dem Handy. Das ist eine virtuelle Einkaufsliste, die mein Mann und ich gleichzeitig benutzen können. Wer auch immer dann einkaufen geht, hat die Liste aktuell.  Außerdem benutzen wir den gleichen Kalender auf unseren Handys. Egal wer welchen Termin einträgt, wir bekommen diese dann beide angezeigt. Wir haben im Internet ein Cloud-Laufwerk, wo wir alle Dokumente, Fotos, Rechnungen und andere wichtige Sachen gespeichert haben, auf die wir immer und jederzeit an jedem Rechner oder Handy zugreifen können (nennt sich One-drive). Das ist wirklich sehr hilfreich!“

Für Jörn Wagner ist Siri auch ganz toll: „Im Auto nutze ich gerne Siri mit Bluetooth, z.B. ‚Siri, erinner mich morgen um 11 daran, den Arzt anzurufen‘. Dann ist das erstmal aus dem Kopf und ich kann über schönere Dinge nachdenken, ohne Angst zu haben, etwas zu vergessen. Weniger Stress.“

3. Ecommerce und Online-Banking um Zeit und Nerven zu sparen

Es gibt zwar einige, die lieber in Läden gehen, aber ganz viele Eltern nutzen die digitalen kommerziellen Angebote ziemlich ausgiebig: „Kleidung etc. wird fast nur im Internet bestellt. A) fehlt mir die Zeit durch Geschäfte zu streifen und B) ist mir das mit zwei Wirbelstürmen zu anstrengend… Hin und wieder mal essen online bestellen, Urlaub buchen, Ausflüge planen usw.“ schreibt Cristina Schalk. Und auch Stephanie Holstein schätzt die Bestellmöglichkeiten, insbesondere für eine entspannte Zeit vor dem Abendessen: „Ich bestelle Essen, das finde ich eine Riesenerleichterung und ansonsten wird die Zeit Nachmittags nur für die kids genutzt… Im Moment klappt das sehr gut!“

Auch Haushalt entrümpeln auf die digitale Art wird geschätzt: „Kauf und Verkauf von gebrauchtem über eBay (Kleinanzeigen) anstelle vom Flohmarkt, besonders beim VERkauf.“, schreibt Nadja Hamann

4. Information und Austauschmöglicheiten des Internets

Last but not least ist die Informations- und Austauschquelle Internet eine sehr große Erleichterung für viele Eltern, wie Ulrike Harreuter ausführt: „… ohne Smartphone hätte ich ehrlich gesagt nicht gewußt wie ich die ersten Monate mit Schreibaby überstanden hätte: Ich habe mir Rat und Zuspruch in Foren und Gruppen gesucht, mich über Attachment Parenting informiert, hab Kontakt zur Außenwelt gehalten (Telefonieren wegen fortwährendem Gebrüll unmöglich) und beim stundenlangen Einschlafstillen im abgedunkelten Zimmer gab es wenigstens was zu lesen…“

Und ihr? Wie handhabt ihr alles, so? Was kam hier nicht zur Sprache?

Zur Transparenz, wie immer: Dieser Blogpost ist von ERGO Direktversicherungen gesponsert und ich habe den Auftrag angenommen, weil ich das Thema sinnvoll finde. Es wird Eltern nicht immer einfach gemacht zu arbeiten und sich der Familie zu widmen, und jeden Gedankenvorstoss, der das Thema ins Bewusstsein rückt, finde ich gut. Ich arbeite gern mit Ergo, weil ich komplette Freiheit habe, meine eigenen Gedanken – und die der Community – zu äußern. 

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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3 Kommentare

Laura
Antworten 6. September 2016

Liebe Béa, vielen Dank für die guten Tipps. Auch bei uns ist ein synchronisierter Kalender sehr wichtig. Leider vergisst der eine gerne mal, hinein zu sehen, während die andere fleißig Termine eintippt. Liebe Grüße von Laura

Anja Averesch
Antworten 20. September 2016

Danke Beá, dass du auch mich erwähnt hast. :-)

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