Body-Positivity: Habt ihr schon mal von Ashley Graham gehört?


Wer jetzt im Frühjahr schlanker, sportlicher und fitter werden möchte, verdient unsere ganze Unterstützung – insbesondere, wenn es um die Gesundheit geht – wie zum Beispiel bei Sarah nach der Geburt ihrer Zwillinge. Aber ich möchte jede und jeden dazu ermuntern, sich ganz gut zu überlegen, welcher der Hintergrund seines Wunsches ist…

Ist es persönliches Wohlbefinden? Oder ist es Scham davor, von der Gesellschaft als dick abgestempelt zu werden?

Bei mir persönlich geht es um Mobilität, wenn es um Gewicht geht.

Wie steht es um meine Beweglichkeit? Mit Hilfe dieser Frage entscheide ich, ob ich mich mit meinem Gewicht wohl fühle… und übrigens auch, ob ich ein Paar Schuhe kaufe. Ich versuche, schnell vom Fleck zu kommen. Wenn mir ein kleiner Sprint problemlos und schmerzfrei gelingt, dann ist alles OK. Dann kann ich weiter futtern, wie es mir Spaß macht, oder das Geld für die Schuhe ausgeben. Wenn nicht, dann ist Schlemm- und Shopping-Stopp angesagt.

Bei der Body-Aktivistin und dem Super-Size-Model Ashley Graham geht es um Akzeptanz.

Ashley Graham ist Model, und wurde 1987 in Lincoln, Nebraska in den USA geboren. Sie wurde im Alter von 12 Jahren in einem Einkaufszentrum entdeckt. Ihre natürliche Schönheit und besondere Persönlichkeit führten dazu, dass sie im Alter von 13 Jahren mit einer berühmten, internationalen Modelagentur begann eine erfolgreiche, vielseitige Karriere zu starten. Ashley hat in zahlreichen Bereichen der Modeindustrie gearbeitet, darunter für Magazine, Mode, Werbung, Fernsehen und Film.

2015 startete sie mit dem Hashtag #CurvesinBikinis eine Kampagne mit Badeanzügen, die sie zu einem der ersten „Plus Size Models“ machte. Das offizielle Video zu dieser Kampagne ist hier zu sehen. Der Hashtag #CurvesinBikinis hat auf Instagram inzwischen absolute Selbstständigkeit erreicht.

Als Rollen- und Körperaktivistin wird Ashley regelmäßig eingeladen, an zahlreichen Gymnasien und in Mädchengruppen über Körperbild, Selbstakzeptanz und weibliche Ermächtigung zu sprechen. Auch einen TEDx-Talk gibt es von ihr und er ist ganz beeindruckend – allein wie sie beginnt: Mit einer Liebeserklärung an jeden Zentimeter ihres Körpers, mit Blick in den Spiegel.

In letzter Zeit zeigt sie sich auch in ihrem Instagram-Account zunehmend unretouchiert und ohne Photoshop-Effekte:

Mood for the weekend!!

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?☀?

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Jumping into 2016 like.. ??????#beautybeyondsize #lovetheskinyourein

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Me?? #sorrynotsorry

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Und an diesen Beispielen seht ihr, dass auch ein anderer Hashtag Frauen ermuntert und inspiriert, zu ihrem Körper zu stehen:

Wie findet ihr das? Sollten wir nicht auch mal mit unseren Kids darüber reden? Ist Body-Positivity nicht etwas, was längst fällig ist?

Update! Gerade kam über Facebook die Anregung, auch auf die Barbies hinzuweisen, die von solchen Models inspiriert sind. Bitteschön – das sind Affiliate Links, daher Werbung:

 

Liebe Grüße,

Béa

 

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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2 Kommentare

Flora
Antworten 2. Januar 2018

Hallo,
wenn es bei Bodypositivity darum geht, Liebe zum eigenen Körper zu entwickeln, körperliche Veränderungen durch Altern, Schwangerschaft/Geburt/Stillen, durch Krankheit oder natürliche Biodiversität als etwas Normales und zu Respektierendes zu betrachten, bin ich dabei. Auch die Denkrichtungen hinsichtlich der Infragestellung von genormten Lebensentwürfen, Familienkonstellationen finde ich begrüßenswert und wertvoll.
Warum ich jetzt aber durch Bodypositivity moralisch gezwungen werden soll, Fettleibigkeit als etwas ästhetisches wahrzunehmen, ist mir nicht klar. Denn Schönheit ist immer etwas subjektives. Und nein, ich finde Ashley Graham nicht schön. Und eine vehemente Lobpreisung von Cellulite ändert daran auch nichts. Und nein, auch stark untergewichtige Frauen finde ich nicht attraktiv, die Varianaten zwischen einem gesuden BMI von 19 bis 25 sind jedoch sehr groß, A. Graham befindet sich an der oberen Grenze, ist aber dennoch eines der "leichtesten" Plus Size Models. Der erste eingebettete Film von ihr ist stark bearbeitet und gibt damit auch ein verzerrtes Bild der Realität von Übergewicht wieder. Eigentlich wollte Graham ja das Gegenteil davon erreichen.
Besonders schade finde ich, dass solche Rolemodels die Legende verbreiten, dass Übergewicht angeboren sei und es kein Hilfsmittel gäbe, etwas daran zu ändern. Und Übergewicht ist nun mal die Ursache für Diabetes II, mit allen Folgekrankheiten, verschiedenen Krebsarten und einer viel zeitiger einsetzenden Invalidität/Hilfsbedürftigkeit/Bettlägrigkeit im Alter.

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