Generation Papa – Väter verbringen dreifach so viel Zeit wie ihre eigenen Väter!


Papa arbeitet und Mama kümmert sich um die Kinder? Falsch! Wir haben gute Neuigkeiten, denn inzwischen verbringen Väter dreifach so viel Zeit mit ihren Kindern, als ihre eigenen Väter früher.

Jetzt heißt es: Generation Papa!

Veränderung ist mehr als nur voranschreitende Technik oder ein Bewusstsein für den Klimawandel. Unsere Kultur und die damit verbundenen sozialen Strukturen verändern sich ebenfalls. Blicken wir auf unsere Eltern, Groß- und Urgroßeltern zurück, ist der Unterschied oftmals deutlich sichtbar. Das, was früher als „üblich“ galt, ist es heute nicht mehr.

Und wie sieht das mit der Familie aus?

Im Grunde ist „Familie“ ebenfalls nur ein Konstrukt, wohl aber eins, das bereits eine Weile lang existiert. Die Mutter-Vater-Kind Konstellation ist nach wie vor üblich, aber nicht mehr die Regel. Jetzt gibt es nämlich so viel mehr: Ein geschiedene Eltern -Kind Konstellation, eine Patchwork-Kind Konstellation, eine Regenbogen-Kind Konstellation,…Das Wort Familie hat mehr Facetten erhalten und ist um einiges vielfältiger, als es damals üblich war.

Und wie sieht es beim Vater aus?

Nun, auch die Rolle des Vaters befindet sich in einem stetigen Wandel. Zwar galt er immer als festes Bestandteil der Familie, und doch war die Beziehung zu dem Kind eine andere, als die zwischen Mutter und Kind. Damals galt der Vater als Haupt-und Alleinverdiener. Frauen durften bis zur Wende des 20. Jahrhunderts kaum studieren bis in die Neunziger oder ohne die Einwilligung des Mannes arbeitenAls immerzu arbeitender Vater hatte dieser natürlich um einiges weniger Zeit, um eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Heute ist das wie gesagt anders.

Der moderne Vater der Zeit verbringt ganz bewusst mehr Zeit mit seinem Kind, als sein Vater oder sein Großvater es taten.

Er stammt aus der Generation der „Millenials“ und möchte gleichberechtigt sein und Aufgaben übernehmen. Aufgaben wie das Kleiden, Baden oder Windeln wechseln des Kindes sollen nach Angaben von Studien sogar immens wichtig für die spätere Vater-Kind Beziehung sein.

Auch nehmen immer mehr Väter ihre Elternzeit wahr, sobald sie Zuwachs bekommen – nicht mehr nur die Mütter.

Überhaupt finde ich es verrückt, dass es erst jetzt im „Trend“ ist, da die Anfangszeit als Elternteil mehr als nur überfordernd ist und Hilfe sowie Unterstützung dringend gefragt sind. Meine Mutter holte sich zu Beginn meiner Geburt abwechselnd meine beiden Omas zur Hilfe, weil es inmitten der Neunziger „Elternzeit für den Vater“ als Fremdwort galt. Ich mache meinem Papa daher überhaupt keinen Vorwurf! Er konnte sich diese Zeit nicht nehmen, denn sie wurde ihm überhaupt nicht zugestellt.

Auch heute ist Elternzeit nach wie vor ein Privileg.

Viele Familie können es sich nicht leisten, wenn beide Eltern in Elternzeit gehen, denn Elternzeit ist unbezahlt. Natürlich kann Elterngeld beantragt werden, doch auch das kann ziemlich knapp werden. In Deutschland werden daher häufig 2 Monate Elternzeit vom Vater beantragt, da sich für diesen Zeitraum das Elterngeld von 12 Monate auf 14 Monate erhöht, insofern sich auch die Mutter in Elternzeit befindet.

Doch es lohnt sich, denn Familienzeit fördert die Partnerschaft!

Studien besagen, dass eine gleichberechtigte Ehe oder Partnerschaft das Leben erleichtern. Wenn der Haushalt nicht an der Frau und die Arbeit an dem Mann hängen bleibt, bekommt jeder ein Stück von allem. Und vor allem ganz viel vom Kind! Allerdings bedeutet das nicht, dass das die „Regel“ ist. Nach wie vor ist es so, dass der Haushalt eher an der Frau hängen bleibt. Das Bewusstsein entwickelt und verändert sich eben nur langsam.

Und doch, Generation Papa ist laut und aktiv!

Generation Papa wechselt Windeln und nimmt sich Elternzeit! Generation Papa ist ein gleichberechtigtes Mitglied der Familie und packt mit an. Generation Papa bringt sich ein! Obgleich es noch sehr viele zurecht kritisierende Geschlechterverteilungen gibt, lässt sich eine Veränderung nicht leugnen! Und das ist der erste Schritt in die richtige Richtung!

Was ist eure Meinung dazu? Nehmt ihr die Veränderung auch wahr? Wer von euch ist in Elternzeit gegangen? 

Liebe Grüße,

Mounia

P.S. Und noch eine Mini-Werbung, unbezahlt: Wer von euch die neue Men’s Health DAD in den Händen hielt, hat gesehen, dass Béa dort in einem kleinen Abschnitt der lieben Lisa von Stadt, Land, Mama erzählt hat, was sie sich damals von ihrem Papa mehr gewünscht hätte:

 

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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1 Kommentare

Helena
Antworten 24. Oktober 2019

Das kann ich auch nur bestätigen. Schon vor der Geburt unseres Sohnes war klar, dass mein Mann sich gerne mit einbringen möchte. Wir haben daraufhin beschlossen, dass ich nach einem halben Jahr Elternzeit zu Hause wieder in Teilzeit arbeiten gehen. Er hat dann auch die Arbeitszeit auf Teilzeit reduziert und wir haben uns die Kinderbetreuung aufgeteilt. Morgens ging er zur Arbeit und ich war mit dem Kinde alleine. Mittags gemeinsames Mittagessen und danach bin ich zur Arbeit gefahren. Mittlerweile arbeiten wir beide in Vollzeit. Heute ist es so, dass ich unseren Sohn morgens in die Kita bringe und mein Mann ihn nachmittags abholt. Die beiden haben dann noch 1 bis 2 Stunden alleine für sich bis ich von der Arbeit zurück bin. Sie haben ein tolles Verhältnis. Unser Sohn lässt sich von seinem Papa genau so gerne ins Bett bringen, umziehen oder auch trösten, wie von seiner Mama. Die beiden haben eine tolle Bindung zueinander aufgebaut. Ich bin froh, dass wir das so geregelt hatten. Ich glaube, ich hätte sonst Schwierigkeiten gehabt los zu lassen und meinen Mann auch mal alleine machen zu lassen, wenn ich dabei gewesen wäre. Männer haben ihre eigene Art mit den Kindern umzugehen. Diese ist nicht besser oder schlechter als die von Frauen. Es ist nur manchmal schwer das zu akzeptieren, dass auch ein anderer Weg zum gleichen Ziel führen kann.

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