Muttertag 2019 – 2020 wird schöner – hoffentlich.


Mein Muttertag 2019 war für die Tonne! So richtig!

Und ich überlege, ob ICH zu hohe Erwartungen an diesen einen Tag gestellt habe, der von den Medien und der Wirtschaft aufgeputscht wird. Oder, ob es doch einfach ein Tag wie jeder andere ist, und Mütter generell weniger Wertschätzung erfahren und alles, was sie tagein tagaus für das Rudel leisten, einfach so hingenommen wird.

Grundsätzlich möchte ich sagen, dass ich nie das Gefühl in unserer Partnerschaft habe, dass ich irgendetwas mehr mache, als der Mann. Wir führen eine gleichberechtigte Beziehung – jeder von uns hat seine Aufgaben. Er kocht und räumt wenn er zuhause ist genauso, wie ich es tue. Er ist nicht das so oft beschriebene zusätzliche Kind. Er kann alles ebenso gut wie ich! Ok, vielleicht kocht er mit mehr Lust und damit auch besser, aber das ist ein anderes Thema!

Nun kommt hier erschwerend hinzu, dass mein Mann für sich keinen Wert auf Geschenke – auch keine Kleinigkeiten – legt. Wenn uns etwas gefällt, kann das mal schnell gekauft und geschenkt werden. Völlig unabhängig vom Tag im Jahr.

Die Masse der Reaktionen auf meine Instastory am Montag-Vormittag hat mir gezeigt, dass es ja eigentlich ganz Vielen von euch da draußen so geht.

Dass der Muttertag, der Frauentag (jetzt ganz neu Feiertag in Berlin!) und welche Tage auch sonst noch in euren Kalendern aufploppen, ganz normale Tage sind. Ohne Kaffee am Bett, ohne Blumen, ohne kleine Basteleien, ohne liebe Worte.

Und dabei sind genau diese Kleinigkeiten doch so erfüllend. So bereichernd. So herzerwärmend.

Wir alle predigen, dass wir liebe Worte unseren Kindern täglich auf den Weg geben sollen, das wahrscheinlich auch tun. Bei keinem Gute-Nacht-Gruß fehlt ein geküsstes „Ich hab Dich lieb, träum was Schönes!“ – und wo sind unsere verbalen Liebkosungen?

Ja, verdammt nochmal – Mütter brauchen so etwas auch!

Ich für meinen Teil war so von meiner Familie angefressen, dass ich einen Kuchen am Sonntagnachmittag – FÜR MICH – gebacken habe. Ok, in den MontagsBrotdosen hab ich dann bei allen Dreien ein Stück versteckt. Aber sie bekamen kein Stück Kuchen am Sonntag als Nachtisch!

Schon im Vorfeld des Muttertages hielt ich meine Erwartungen recht gering.

Aber dann an SonntagMorgen: nichts! Den ganzen Tag versuchte ich, meine Emotionen unter Kontrolle zu halten, sie nicht zu sehr hochkommen zu lassen. Die nette und liebende Mutter und Ehefrau zu sein. Aber ich war den ganzen Tag wirklich emotional sehr angespannt. Da tat die Sonne in Berlin und ein kleines Läufchen mit der Crew gut, aber heilte nicht vollständig. Unter Tränen habe ich sie zum Abendessen gefragt, wie es ihnen ginge, wenn sie an ihrem Geburtstag keinen Morgenkuss, keine Knuddelei, kein (Mini)Geschenk erhalten würden?

Ruhe.

Stottern. Viele Ähms.

Aber mal ganz ehrlich, genauso ist es doch!

Wir Mütter sind gut und toll, wenn wir die Familie am Laufen halten. Und, weil wir Dinge einfach immer tun, darum ist es ja völlig normal, dass wir sie tun. Warum also Wertschätzung und Worte?! Also bitte, das ist doch selbstverständlich!

Vielleicht ja, ABER:

Ein Punkt, der von Vielen von euch auch kam war, dass ja gerade bei kleineren Kindern die Väter ein wönzögös Böschen das Zepter in der Hand halten sollten. Denn die Kleinen basteln eventuell in Kita oder Hort, aber was, wenn nicht? Oder, wenn sie Wochentage noch nicht so gut auseinander halten können?

>> Ironie on <<

Spätestens, wenn die lieben Kleinen in den Sozialen Medien unterwegs sind, werden sie schon im Vorfeld der wichtigen Tage mit geschönten Bildern überschüttet, die sie an den bevorstehenden Tag erinnern sollten. Dann werden hoffentlich die allerschönsten Muttertags-DIYs nachgebastelt und die pastellfarbenen Kuchen nachgebacken.

Also richte ich gleich für alle drei Accounts bei Pinterest, TikTok, Facebook und Instagram ein, dass sie zukünftig wissen, wie sie mein Herz zum hüpfen bringen.

>> Ironie off <<

Wenn etwas mehr Wasser die Spree runter geflossen ist, werde ich nochmal das Thema aufgreifen und meinen Standpunkt klar machen. Dass es nicht um große, teure Geschenke geht, sondern um Kleinigkeiten. Diese gern geballt an diesem Tag. Aber eigentlich auch täglich. Denn den Gute-Nacht-Gruß gibt es ja auch täglich.

Ich danke euch fürs Lesen. Ich weiß, es gibt ganz Viele da draußen, die ebenso einen so beschrubbten Tag hatten – IHR SEID NICHT ALLEIN!

Habt euch lieb!

Eure Yvonne

 

Yvonne Petzke
About me

Berliner Mom of 3 * Sport (Marathon) * Reisen * Natur * Mode * Beauty * * Aktuelles und Persönliches über mich und mein Leben findet ihr auf Instagram unter @yvonne_tollabea

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3 Kommentare

Alexandra Kröger
Antworten 14. Mai 2019

Ich denke, dass wir als Eltern zuviel Wert auf ausgerechnet diesen einen Tag legen. Mir ist wichtiger, dass mein Kind mir regelmäßig hilft, als nur an einem Tag im Jahr mal den Müll rauszutragen. Wir sollten unser Augenmerk mehr auf den Alltag legen - auf die kleineren Dinge.
Ich habe mir und meinem Kind dieses Jahr einen Ausflug gegönnt, Zeit zu zweit - für uns beide. Das war schön.

Martina
Antworten 14. Mai 2019

Ich verstehe Dich komplett. Und nachdem ich das auch thematisiert habe war dieser Muttertag dann schön. Liebe Gesten, extra Kuscheln und nett sein... Herrlich. Und ja: sonst reiße ich mir auch die Beine für alle die ich liebe raus. Und ja, auch sonst versuchen wir, nett miteinander zu sein.

Dani
Antworten 15. Mai 2019

Ich kann dich total verstehen, mein Mann tickt wohl ähnlich wie deiner und er sagt immer, es ist Muttertag, da müssen schon die Kids was für dich machen.
Meine wurden in der Schule sehr auf den Muttertag sensibilisiert (und hier an den amerikanischen Schulen wird echt viel für die Eltern gemacht) und toll gebastelte Sachen nach Hause gebracht. Meine Große hat dem Papa dann auch doch ein paar Blumen aus dem Kreuz geleiert, sogar meine Lieblingsblumen, die Kids haben den Tisch gedeckt, ich war versöhnt.
Und gleichzeitig hab ich mich schlecht gefühlt, denn ehrlich, ich habe meine Mutter nur mit einem Anruf "beglückt", ihr nichts geschenkt, nichts geschickt, nicht mal eine Karte. Dabei stehen wir uns im Moment nicht so nah und oft genug habe ich als Kind unter den Erwartungen meiner Mutter gelitten, gerade in der Weihnachtszeit. Und gerade diese Erwartungen hinterlassen bei mir immer einen komischen Beigeschmack und ein schlechtes Gewissen, nicht genug zu tun und manchmal löst das auch in mir hohe Erwartungen aus. Sind es diese vielen Bilder, die man schon Wochen davor sehen muss, die eine heile Welt spiegeln und andeuten, dass man nur durch Geschenke an diesem Tag glücklich sein kann? Ich weiß es nicht, ich versuche, meine Erwartungen an diese Tage so gering wie möglich zu halten, aber manchmal ist es schön, wertgeschätzt zu werden. Und ich glaube, dass war doch letztlich, was dir fehlte, die Wertschätzung deines Mannes und deiner Kinder!

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