Selbstfürsorge – Ein Geschenk an mich und für mich – nicht nur zum Muttertag!


Béa hatte eine Umfrage gemacht, welche Themen ihr euch von uns zum Muttertag wünscht. Da kam das Thema Selbstfürsorge auf.

„Ich würde alles für meine Kinder tun.“

Kennt ihr das? Habt ihr das schon mal gesagt oder gedacht?
Heute sage ich: Das Gleiche gilt auch für mich!
Ich möchte mir auch guttun! Auch das ist Selbstfürsorge für mich.
Denn eins ist klar: Ja, ich liebe meine Kinder! Und ich möchte für sie da sein. Das geht allerdings nur, wenn ich nicht im Leerlauf bin und auf mich selbst achte.


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Zum Muttertag möchte ich also mit euch teilen:

Ihr könnt euch selbst beschenken. Mit dem Geschenk eurer Selbstfürsorge, eurer Wertschätzung und der Erkenntnis: Ich bin auch wichtig!

“Self-care is giving the world the best of you instead of what’s left of you.” – Katie Reed


„Selbstfürsorge ist der Welt das Beste von dir zu geben, anstatt das, was von dir übrig ist.“

Bevor ich jetzt auf die Selbstfürsorge eingehe und wie enorm wichtig sie ist: Ja, ich habe auch die Bedürfnisse nach Anerkennung und Wertschätzung von den Menschen in meinem Leben. Ja, ich freue mich auch, wenn meine Söhne mir eine kleine Aufmerksamkeit am Muttertag zukommen lassen. Von einem Frühstück oder einem selbst geschriebenen Gedicht über ein Song aus ihrer Playlist, den sie mit mir teilen, weil er genau das ausdrückt, was sie mir sagen wollen. UND ich bin auch nicht traurig, wenn sie den Tag verschwitzen. Weil es mir nicht um den Tag geht, sondern ich diese Wertschätzung auch sonst spüren kann.

Wenn mir an diesem Tag eine gemeinsame Aktivität wichtig wäre oder ein ausgedehntes Familienfrühstück (gibt es hier nur selten): Dann würde ich mir das vorher wünschen.

Für alle Mütter mit Teenagern zum Muttertag: Das kann Teenagern schon durch die Lappen gehen.

Und wenn ihr euch freuen würdet, etwas mit euren Teenagern zu unternehmen, sagt das gerne an.
Dann haben sie es auf dem Radar.

Das Zitat: „Selbstfürsorge ist der Welt das Beste von dir zu geben, anstatt das, was von dir übrig ist.“

…gilt für mich auch! Ich möchte auch selbst gut für mich sorgen und mir mein Bestes geben.

Meine Bedürfnisse zählen auch.

Und das möchte ich euch als Geschenk an euch zum Muttertag ans Herz legen:

1. Selbstfürsorge, weil ihr wichtig seid: „Was brauche ich?“ Und nicht nur, um eure Rolle als Mutter zu erfüllen:

Ich weiß, für viele ist das schwer, sich das einzugestehen. Familie / PartnerIn stehen oft an erster Stelle.
Zugeben: Ich habe auch Bedürfnisse, Wünsche und Träume und sie dann auch aktiv aussprechen und ausleben, kann schwierig sein. Und hier meine ich nicht nur: Gönnt euch mal ein Schaumbad oder kauft euch was Hübsches. Das hat für mich mit Selbstfürsorge nur minimal etwas zu tun.
Hier gehört auch für mich rein: Ich stehe an der gleichen Stelle für mich, wie andere auch.

2. Achtet darauf, wenn ihr Pausen braucht. Schafft sie euch, statt darauf zu hoffen, dass sie sich ergeben:

Und ja, das klingt alles immer so einfach. Ich schreibe über das Bedürfnis der Ruhe. Und der Körper braucht Ruhe, das ist kein Luxus. Sondern ein Muss! Wie die Strategie für euch aussieht, mit der ihr euch das erfüllt, hängt von eurem Leben und euren Umständen ab.

Beispiel: To-do-Liste. Macht ihr so was?
Ich schon – und auf meiner To-do-Liste steht auch täglich: Zeit für mich.

Zeit für Meditation, für einen Spaziergang etc. und ich packe mir den Tag nicht bis zum Anschlag voll. So schaffe ich mir vorher schon aktiv Zeitfenster für mich selbst.
„Aber dann wird xy ja nicht fertig und das ist mir wichtig!“ könnte an dieser Stelle als Gedanke kommen. Hier spielt die Sache mit der Priorisierung rein. Und die Erkenntnis: Die Welt geht nicht unter, wenn ich manche Dinge verschiebe oder einfach liegenlasse.

Für diese Erkenntnis habe ich lange an mir gearbeitet. Es bedeutete nämlich anfangs auch: mir selbst etwas zu gestatten.


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Heute erlaube ich mir das nicht nur. Heute gehört das für mich einfach dazu. Und es fühlt sich verdammt gut an! 

Eine To-do-Liste ist für mich eine Erinnerung, kein Masterplan. Und ich weiß,  auf dieser Liste werden jeden Tag neue Punkte kommen. Und das sage ich mir nicht, um mich unter Druck zu setzen, sondern für das Bewusstsein: Es ist wichtig, dass auf dieser Liste auch immer Platz für mich selbst ist!

Nein sagen können, Grenzen setzen, schließt auch mich mit ein.

Lernen zu erkennen: Wann rutsche ich in eine Überforderung?

Frühzeitig die ersten Zeichen erkennen. So wertvoll. Nur funktionieren entspricht nicht meinen Bedürfnissen. Hier musste ich mich auch von alten Gewohnheiten und vor allem von Glaubenssätzen verabschieden, die ich mein Leben lang mit mir getragen hatte.

Selbstfürsorge ist also auch: Arbeiten an mir selbst!

Vielleicht denkt besonders die eine oder alleinerziehende Mutter an dieser Stelle: „Die Frau hat gut labern. Ich muss das alles ganz alleine rocken. Job, die Kinder.“ Ja, auch um Hilfe bitten oder sie suchen gehört zur Selbstfürsorge dazu. Nicht jeder hat ein großes soziales Netzwerk und manchen Menschen ist es auch möglicherweise unangenehm, um Hilfe zu bitten. Nachbarn, Freunde, Großeltern, andere Eltern aus der Kita oder Schule, Gruppen von Alleinerziehenden im Internet. Strategien dafür, Zeit nur für sich selbst zu schaffen: Vielleicht mag der eine oder andere in den Kommentaren Ideen oder Erfahrungen teilen. Brainstorming! Manchmal braucht es Ideen und Strategien anderer Menschen, um selbst welche für mich zu finden. Auch wenn ich sie nicht 1:1 für mich übernehmen kann.

Wenn ausgehen, sich mit Freunden treffen, einfach partout nicht geht: Auch ein Telefonat kann Zeit für mich selbst sein oder / und das Bedürfnis nach Verbindung mit anderen Menschen erfüllen. Und für dieses Telefonat kann ich mir einen Tee vorbereiten, mir meinen Lieblingsplatz in der Wohnung dafür suchen. In dieser Zeit mache ich nichts nebenbei: Kein Multitasking. Mich ganz auf das Gespräch einstellen.

3. Mir selbst etwas gönnen:

Ob das nun eine schöne Seife ist (ich liebe handgefertigte Seifen und erfreue mich täglich daran!) oder ein Massageöl, ein schöner Tee, ein Diffuser für Aromaöl, eine neue Pflanze im Wohnzimmer, mir den Balkon in eine kleine Oase verwandeln oder, oder, oder: Ich kann mir das selbst schenken.

Kleiner Self-Care Tipp für einen Moment der Ruhe: Selbstmassage.

Ja, Massagen sind toll und mich massieren lassen, genieße ich sehr. Nur manchmal ist das eben nicht drin. Körper und Seele tut es auch gut, wenn ich das selbst übernehme: Kokosöl oder ein anderes Öl, Bürsten oder ein Tennisball für die Stellen am Rücken, wo ich alleine nicht rankomme. Nach einem harten Tag für mich perfekt zum Abschalten.

“Talk to yourself like you would to someone you love.” – Brené Brown

„Rede mit dir selbst, wie du mit jemandem reden würdest, den du liebst.“

Auch das gehört für mich dazu. Nachsichtig mit mir selbst sein, mich nicht mehr mit anderen vergleichen, Mitgefühl mit mir selbst haben.

Meinem inneren Kritiker auch mal zu sagen: „Ich habe dich verstanden. Und jetzt tanke ich erst mal auf.“ Selbstliebe ist ein Wort, mit dem ich nichts anfangen kann. Mit mir selbst liebevoll umgehen, das habe ich mittlerweile gelernt. Und nicht „nur“ das ist für mich wichtig. Selbstfürsorge und Selbstmitgefühl sind etwas, was ich den Jungs (mittlerweile) vorlebe. Auch eine ordentliche Portion Selbstrespekt gehört für mich dazu.

Wie ich mit mir umgehe, setzt auch ein Zeichen für die Jungs.
Mich für andere aufreiben, mich selbst vergessen: Ist weder für mich noch für die Kinder gut.

Am Ende fällt mir noch eins ein, kennt ihr vielleicht: „Ich würde ja gerne mal wieder xy essen. Aber meine Familie mag das nicht und deswegen koche ich das nicht mehr.“ Warum eigentlich nicht?

Ich koche auch mal Gerichte für mich, die meine Jungs überhaupt nicht mögen. Auch hierfür gibt es unterschiedliche Strategien: Sie essen dann ein Brot, ich koche etwas anderes für sie, sie bekommen dann ’ne Pizza, etc.

Wenn ihr ein Gericht habt, was ihr schon lange mal wieder essen wollt und die Familie mag es nicht: Gönnt euch das zum Muttertag. Und dann auch gerne immer mal wieder.

Selbstfürsorge, Selbstmitgefühl, an euch selbst arbeiten, eure Bedürfnisse anerkennen: Das sind Geschenke, die ihr euch machen könnt. Nicht nur am Muttertag.

Ich wünsche mir in den Kommentaren viele verschiedene Beispiele wie Mütter (und ja auch die Väter sind natürlich herzlich eingeladen, auch wenn es ein Muttertag Artikel ist) gut für sich sorgen. Vielleicht kann es den einen oder anderen dann inspirieren. Austausch, gute Verbindungen und Kommunikation zählt auch zur Selbstfürsorge.

mindfulsun

PS: Auch ein Blick in den Spiegel (oder im Gespräch mit mir selbst): „Ja, es ist gerade scheiße schwer und du rockst das.“
Oder auch: „Ich bin stolz auf dich!“ sind für mich unendlich wertvoll geworden. Meine Gefühle zulassen und anerkennen.

mindfulsun
About me

Mensch, Mama zweier Jungs, die versucht ihre Werte zu leben und die innere Balance zu halten. Ich schreibe über Achtsamkeit, vegane Ernährung, Nachhaltigkeit und verbindende Kommunikation von Herzen. Was ich mir wünsche? Einander mit mehr Mitgefühl und Empathie zu begegnen, überall auf der Welt.

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