Selbstfürsorge und Ernährungscoaching online – Wenn Körper und Seele im Eimer sind


Das letzte Jahr hat (ganz sicher nicht nur bei mir) Spuren hinterlassen. Ich bin müde, ausgelaugt und ich bin schnell gereizt: Kurz gesagt, mir platzt ziemlich schnell der Schlüppergummi! Und das nicht nur mental, sondern auch, weil ich 15 Kilo zugenommen habe. Pandemie, Homeschooling und hier auch Long Covid bei meinem Sohn.

Vor lauter: Mich um alles und andere kümmern, habe ich mich selbst vergessen.


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Meine Seele und mein Körper brauchen neue Nahrung.
Und weil ich dieses Bild so sehr mag: Mein Eimerchen ist fast leer.

Wie ich mir das vorstelle?

Jeder Mensch läuft mit einem Eimerchen durch das Leben, gefüllt mit Kraft, Licht und Liebe, allem was der Seele und dem Körper guttut. Es ist wichtig, dieses Eimerchen ausreichend gefüllt zu haben.

Und da wir nicht alleine auf der Welt leben, füllen wir auch die Eimerchen anderer Menschen und sie unsere. Die Idee kommt nicht von mir, darüber bin ich beim Erlernen der Gewaltfreien Kommunikation gestoßen.

Wie wir das auch unseren Kindern nahe bringen können, dazu dann ein anderes Mal.

Was ich nun für mich geändert habe bzw. wiederentdeckt: Mein eigenes Eimerchen zu füllen, so wie ich es für andere tue! Auch durch Selbstfürsorge kann ich mein Eimerchen auffüllen und vor allem ist es an mir, einen Deckel drauf zu machen, wenn ich merke, es geht zu viel ab. Das liegt auch in meiner Verantwortung: Grenzen setzen!

Wie ich nun mein Eimerchen wieder fülle?

1. Meditation

Das hatte ich wirklich schleifen lassen. Dabei ist Meditation ein Anker für mich und hat mir geholfen, Achtsamkeit und Mitgefühl in mir zu kultivieren, auch Selbstmitgefühl! Durch die Meditation konnte ich Reiz und Reaktion trennen, besser auf meine Gefühle und Bedürfnisse achten und war dadurch viel klarer, ruhiger, reflektierter und zufriedener. Das kommt mir und meinem Umfeld zu Gute.
Also: wieder ab auf die Yogamatte und meditieren, täglich 10 bis 15 Minuten. Zeit nur für mich und mein Eimerchen.
Hier auch: Meditation ist nicht für jeden etwas und still sitzen auch nicht. Meditieren geht auch in Bewegung! Oder ihr entdeckt Yoga oder Qi Gong für euch.

„Du kannst Gehmeditation bei jeder anderen Gelegenheit üben, auch zwischen Geschäftsterminen oder wenn du vom Auto in den Supermarkt gehst. Lass dir Zeit beim Gehen!“

Thich Nhat Hanh

2. Lange Spaziergänge mit Hörbuch auf den Ohren

Vor der Pandemie bin ich fast täglich laufen gegangen, wenn auch nur kleine Runden. Das hat sich drastisch geändert. Eigentlich kann ich froh sein, dass mir nicht mein Sofa im letzten Jahr am Po festgewachsen ist. Vor einiger Zeit habe ich also beschlossen, wieder täglich lange Runden zu drehen. Die Laufschuhe stehen noch in der Ecke und warten auf ihren Einsatz. Das wird noch eine Weile dauern. Ich habe Hörbücher und Podcasts für mich entdeckt und packe mir die für lange Spaziergänge auf die Ohren. Tut gut, schafft Platz im Kopf! Ich fülle mein Eimerchen mit Zeit nur für mich und Bewegung, die meinem Körper guttut.

3. Liebevoller mit mir selbst sprechen

Ich habe selbst aus meinem Eimerchen viel abgeschöpft, indem ich mich selbst beschimpft und verurteilt habe. Eigentlich weiß ich es besser! In der Traumatherapie habe ich gelernt, liebevoller mit mir umzugehen. Statt mir also im Selbstgespräch Dinge wie: „Reiß dich gefälligst zusammen! Du kriegst auch nichts auf die Reihe! Schau dich mal an, wie fett du geworden bist!“ Um die Ohren zu hauen und damit mein eigenes Eimerchen zu leeren, übe ich mich jetzt wieder in Selbstmitgefühl und Selbstrespekt.
Tägliche Mantras helfen mir hier, wie:


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Heute gehe ich wohlwollend und liebevoll mit mir um.
Ich bin es (mir) wert.
Ich möchte heute gut für mich sorgen.

4. Gegenseitig Eimerchen füllen – Bereichernde zwischenmenschliche Beziehungen

Wie ich eingangs schrieb: Wir leben nicht alleine auf der Welt und füllen unsere Eimerchen gegenseitig. Hier achte ich auch wieder darauf, dass die Balance stimmt. Ich gebe gerne und aus Freude heraus, das füllt mein eigenes Eimerchen und das anderer Menschen. Wenn es allerdings auf Dauer mehr einseitig ist, tut mir das nicht gut. Hier ist es an mir, den Deckel zu schließen und nichts mehr zum Abschöpfen freizugeben. Beziehungen, in denen meine Gefühle und Bedürfnisse gleichwertig sind, mit denen des anderen Menschen: Nur das tut mir gut. Und ich bin dankbar für die Menschen in meinem Leben, mit denen das möglich ist.

Wann habt ihr eigentlich das letzte Mal Menschen, die euch bereichern, gesagt, dass ihr dankbar seid, sie in eurem Leben zu haben?

„Everybody here has a bucket. (Yes!) Everybody’s bucket holds light. (Right!)

Add a little light here, add a little light there till everybody’s bucket shines bright“

© 2014 Smilin‘ Atcha Music, Inc. – Written by Red Grammer

5. Gesunde Ernährung

Vor der Pandemie habe ich mich gesund und ausgewogen ernährt. In der Pandemie dann viel Netflix. Schokolade und Fast Food. Die Quittung habe ich bekommen in Form von mehr Kilos, Müdigkeit, Verschlimmerung meiner chronischen Schmerzen.
Es war an der Zeit, etwas zu ändern! In der Therapie habe ich gelernt, um Hilfe zu bitten, wenn ich etwas nicht alleine schaffe. Und ich habe es nicht mehr gepackt, mich mit meinen Werten zu verbinden und auf meine Ernährung zu achten. Ich brauchte also Hilfe, mich selbst zu motivieren. Und die habe ich mir geholt: Bei einem Ernährungscoach online, mit persönlicher Betreuung. (Zur Transparenz: Das ist keine bezahlte Werbung. Ich empfehle den Coach als Selbstzahlerin und aus Überzeugung)  

Und ja, ich habe mich geschämt für meinen Körper und dafür, dass ich meine Ernährung so vernachlässigt habe. Heute bin ich froh und dankbar, dass ich so mutig war, mich hier verletzlich zu zeigen und in dieses für mich wertvolle Coaching zu investieren. Denn die empathische und auch humorvolle Begleitung dieses Menschen hat mir geholfen, wieder auf meinen Körper und meine Ernährung zu achten. Wenn Scham auf Empathie trifft, sind Veränderungen möglich. Ich habe mein eigenes Wissen aufgefrischt, viel Neues dazu gelernt. Und ich habe die Freude wiederentdeckt, mit gesunder Ernährung meinem Körper gutzutun. Was meinem Körper guttut, tut meiner Seele gut. Eimerchen füllen!

6. Social Media Balance

Zeit auf Social Media zu verbringen, mich da mit Menschen zu verbinden, die ich mag, füllt mein Eimerchen. Und ich fülle das Eimerchen von anderen Menschen. Füreinander da sein, ist auch im Internet möglich. Seien es empathische Worte, eine virtuelle Umarmung, miteinander lachen oder das Angebot zuzuhören, wenn es ein anderer Mensch braucht. Die Kehrseite ist der Überfluss an Informationen und Themen, die ich manchmal nicht verarbeiten kann, weil ich keine Kraft habe. Und wenn mein Eimerchen leer ist, ich gereizt bin, begegne ich Menschen nicht mehr so, wie es meinen Werten entspricht. Also auch hier: Deckel drauf! Die Zeit auf Social Media limitieren und bewusst schauen, mit wem ich interagiere.

Mit diesem Artikel fülle ich auch mein Eimerchen: Ich hoffe, hier anderen Menschen Anregungen geben zu können und zu helfen. Anderen guttun können, bereichert auch mich selbst.

Füllt eure Eimerchen und die der anderen Menschen jeden Tag!

eure
mindfulsun

mindfulsun
About me

Mensch, Mama zweier Jungs, die versucht ihre Werte zu leben und die innere Balance zu halten. Ich schreibe über Achtsamkeit, vegane Ernährung, Nachhaltigkeit und verbindende Kommunikation von Herzen. Was ich mir wünsche? Einander mit mehr Mitgefühl und Empathie zu begegnen, überall auf der Welt.

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