Stempel: „Problemkind“ – Die Geschichte eines Integrationskindes – Gastbeitrag


Hier kommt die Geschichte einer Familie, die das Beste für ihr Kind wollte und feststellte, dass alles dazu führte, das Kind als Problemkind abzustempeln. Was für ein Alptraum:

Es begann alles damit, dass unser Sohn mit 3 Jahren einen Integrationsstatus in allen Bereichen erhielt.

Er hatte eine Sprachentwicklunsverzögerung, also erhielt er auch Logopädie ab seinem dritten Lebensjahr. Nach Logopädie, Sprachheilreha und auch Ergotherapie über das Sozialpädagogische Zentrum (SPZ) verblieb noch der I-Status im Bereich Sozial-Emotional (Em-Soz).


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Möglich, dass aufgrund seiner Sprachschwierigkeiten auch Fähigkeiten in diesem Bereich darunter gelitten haben. Er ist oft und schnell frustriert und hatte Probleme mit der Kontaktaufnahme bei anderen Kindern. Wenn der Tagesablauf nicht nach seinen Vorstellungen ablief, zog das einen eventuellen Wutanfall nach sich. All das gab sich dann im Laufe der Jahre, therapiebedingt? Entwicklungsbedingt? Wir wissen es nicht.

Eine Diagnose gab es nicht, laut SPZ sollten wir als Eltern gelassener werden.

Schwierig, wenn man in Gesprächen mit der Kita immer wieder feststellt, dass irgendwas nicht glatt läuft. Wir ließen ihn zurückstellen von der Schulpflicht, obwohl er kognitiv sehr wohl in der Lage war die Schule zu meistern, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) hätte von sich aus keine Rückstellung gesehen. Wir wollten ihm aber das eine Kitajahr geben für die Entwicklung seiner sozialen Kompetenzen.

In der Zwischenzeit unterschrieben wir 2015 einen Schulvertrag mit einer Privatschule, im Anmeldebogen wurde dort allerdings auch nicht explizit nach einem Integrationsstatus gefragt. Bei anderen Schulen ist das sehr wohl der Fall.

Bei der Schuleingangsuntersuchung das Jahr später wurden wir gefragt, ob der „I-Status“ (Integrationsstatus) zwei Monate nach dem Kitajahr verlängert werden sollte, wir bejahten, damit wir unserem Kind die bestmögliche Förderung zukommen lassen können, FALLS es denn notwendig werden würden und wir nicht dann erst die bürokratischen Hürden überwinden müssten.

Was sich nun daraus für einen Rattenschwanz entwickelte, war nicht absehbar und ist gleichzeitig unglaublich.

Wir wissen nicht, wie unser Kind sich in der Schule machen würde. Würde er seinen Freiraum brauchen? Würde er frustriert sein? Würde er seine Fähigkeiten aber vielleicht auch nur nutzen um die Anforderungen zu erfüllen, die an ihn gestellt werden? Die Ärztin des KJGD gab eine Empfehlung eines Schulhelfers. Für uns wiederum völlig unklar, was das bedeutete. Wir sandten das Schreiben in Absprache mit einer Lehrerin der Privatschule dorthin und wurden zum Gespräch gebeten. Schlussendlich wurde unser Privatschulvertrag seitens der Schule gekündigt, weil es angeblich keine geeignete Schule wäre.

Sie sahen nur noch die Warnlichter scheinbar aufblinken mit „Problemkind“ oder anderen netten Umschreibungen.

Unser Kind schlägt nicht auf andere Kinder ein oder macht sonstige Dinge, die man sich offenbar unter einem sozial-emotionalen Kind vorstellt. Er braucht einen klaren Rahmen, klare Absprachen, Ansprechpartner, jemanden dem ihm in der ersten Zeit Orientierung geben kann. Jemanden der eventuell die Kontaktaufnahme mit den anderen Kindern unterstützt. Oder vielleicht eben auch nicht? Wir wissen es doch nicht, wie es laufen wird! Keiner weiß das, aber scheinbar möchte auch keiner ihm und uns diese Chance geben. Wir hörten im Gespräch, dass die Schule das nicht leisten kann (und will), die Schule völlig ungeeignet für unseren Sohn wäre etc.

Wie war das noch mit Inklusion? Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz?
Die Schule kannte unseren Sohn nur vom Papier.

Nun gut… es gibt ein Lied das besagt, dass eine neue Tür aufgeht. Zum Glück war die Widerspruchsfrist nicht abgelaufen für das staatliche Anmeldeverfahren (Wunschgrundschule), welches wir zum Glück parallel angeschubst hatten. Dies ist wichtig zu erwähnen, da die Einzugsbereichsschule in keinster Weise eine Option ist.

Am Abend nach dem Gespräch mit der Privatschule schrieb ich direkt den Widerspruch gegen die Ablehnung der Wunschgrundschule und vereinbarte zur Beratung einen Anwaltstermin. Dann setzte ich mich in Kontakt mit dem zuständigen SIBUZ.

So langsam dämmerte es mir, dass wir scheinbar alles falsch gemacht haben, was geht?!

Unser Kind bekam einen dicken fetten Stempel aufgedrückt und keiner wollte sich mit diesem „Problemkind“ abgeben.

Dabei ist er ein freundlicher, zurückhaltender Junge mit ein paar Ticks. Welches Kind hat das nicht?! Oder gibt es nur noch gleichgeschaltete Roboter? Und ja unser Kind ist sehr wohl erzogen und nicht nach dem Prinzip, lass das Kind machen es will.

Er kennt Grenzen, das Wort Nein und hat sogar zwei Geschwister mit denen er auskommen „muss“.

Wir leiteten das Feststellungsverfahren ein, aber bekamen direkt den Hinweis dass bei Em-Soz (wie es gerne benannt wird) kaum Chancen auf einen Schulhelfer bestehen. Aber Moment mal? Die Ärztin vom KJGD empfahl dies doch? Ja… aber sie entscheidet das angeblich nicht und wieder stehen wir sprachlos da und fragen uns was das eigentlich soll? Der Sonderpädagoge der Einzugsbereichschule beobachtete unser Kind und stellt fest, dass er eventuell Autismus habe?!

Unser Sohn wurde schon bereits bis dahin allen möglichen Diagnostiken unterzogen, SPZ, Reha etc. Niemand stellte etwas fest, es gibt keine Diagnose, bis auf die Sprachentwicklungsverzögerung/störung. Eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung ließ ich ebenfalls in der Zwischenzeit ausschließen, kognitiv ist er aber sehr weit und entspricht mit seinen 6 Jahren teilweise in den Bereichen einem 8 oder 9 Jährigen.


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Eine Kleinklasse wäre eine Option, aber er kommt aus einer Kitagruppe von mehr als 35 Kindern und soll in eine Klassengröße von 6 Kindern? Außerdem wollen wir ihm dann nicht nochmal einen Wechsel zumuten, weil Veränderungen einfach schwierig sind für ihn. Ist es für uns als Eltern allerdings auch! Wir haben ebenfalls Probleme mit gravierenden Veränderungen.

Warum wird von Kindern immer etwas erwartet, was man als Erwachsener auch verhindern würde?

Auch viele Erwachsene möchten einen geregelten Tagesablauf, sind not amused, falls dieser gestört wird. Viele Erwachsene mögen keine Veränderungen, auch Erwachsene hinterfragen vieles, wenn sie wissen wollen, wie etwas funktioniert oder es verstehen wollen.

Aber unser Kind ist auf einmal „nicht normal“?

Natürlich ist es heftig, wenn er einen Wutanfall bekommt, weil jemand sein Bauwerk zerstört oder er ist traurig, wenn der versprochene Ausflug ausfällt. Er ist inzwischen 6 Jahre alt und er versteht sehr vieles wenn man ihm es einfach erklärt! Und dementsprechend nahmen auch diese „Aussetzer“ ab, indem er einfach entwicklungsbedingt verständiger wurde dazu würde ich sagen, dass auch die Geburt seiner beider Schwestern ihm entwicklungsbedingt einen enormen Schub gegeben haben.

Im Widerspruchsverfahren wurde uns dann der Wunschschulplatz zugesprochen, weil Plätze frei geworden waren.

Wir waren happy! Nun wird alles gut, dachten wir….

Falsch gedacht, das Gespräch in großer Runde, mit Schulleiter, SIBUZ und Integrationserzieherin unseres Sohnes fand statt. Wir fühlten uns zurückversetzt in das Gespräch mit der Privatschule. Motto: Wir können nicht, wollen nicht, nicht geeignete Schule, was sie als Schule erwarten würden und viele Worst Case Szenarien und Angstmacherei in diesem Gespräch. Und immer wieder die Worte „zu große Klassen (33 Kinder)“ „zu wenig Personal“ „politisch so gewollt“ „keine Räume für einen Rückzug“ und die Kleinklasse wäre die bessere Option.

Ich habe sehr wohl Verständnis für alle Seiten, aber es wurde als Elternteil in diesem Gespräch vermittelt, dass sofort die Reißleine (wortwörtlich) gezogen werden würde, wenn das mit unserem Sohn nicht klappen würde, außerdem sei es eine leistungsorientierte Schule.

Ähm soll das bedeuten, dass mein Sohn das Ziel der Schule gefährdet?

Und ja, mein Sohn ist dem Schulleiter nicht bekannt. Auf die Nachfrage hin, ob wir vielleicht darüber sprechen können, was die Schule überhaupt leisten kann und nicht immer darauf rumzureiten was die Schule denn nicht kann, habe ich keine wirkliche Antwort erhalten. Die Schule biete Bildungsangebote an….

Ich stellte in dem Gespräch auch dar, dass ich kein Elternteil wäre, welches das Kind einfach abgeben würde und die Erziehung der Schule überlassen würde, aber auch das brachte nicht wirklich ein Umdenken. Wir arbeiten seit Jahren gut mit der Kita zusammen, um das bestmögliche für unseren Sohn zu tun. Und trotzdem wird in Frage gestellt, dass wir mit der Schule gut zusammen arbeiten würden? Wiederum eine Unterstellung ohne uns weiter zu kennen, allerdings könnte man einem Schulleiter auch Menschenkenntnis unterstellen, sowie anhand der Fakten (Unterlagen, Diagnostiken etc.) feststellen, dass wir keine Eltern sind, denen das alles egal wäre. Alleine, dass wir zu diesen Gesprächen erscheinen, sollten das Gegenteil bedeuten. Es solle keine Schuldzuweisungen geben, weder von der Schule an uns, oder andersherum wenn. Das Gefühl wird einem aber gegeben, denn die Entscheidung gegen die Kleinklasse wird eindeutig negativ ausgelegt.

Ich fragte mich tatsächlich ob ich tatsächlich im Bildungsland Deutschland lebe?!
Was wird mit Kindern gemacht die wesentlich verhaltensauffälliger sind?

Ich mag es mir überhaupt nicht vorstellen… Hat mein Sohn keine Chance verdient und wird vorher direkt abgestempelt? Genau das was wir niemals wollten! Wir haben uns sehr wohl mit den Optionen auseinandergesetzt. Unser Wunsch und es soll vermutlich beim Wunsch bleiben war, dass unser Sohn für die erste Zeit eine Unterstützung im Rahmen eines Schulhelfers erhält, falls er diesen benötigen würde. Danach könnten weitere Schritte überlegt werden sofern weitere Hilfen benötigt werden, allerdings scheitert das ganze angeblich schon bereits an der Finanzierung, da nur begrenzte Mittel und zum anderen gibt es angeblich kein Personal hierfür.

Er hat eigentlich nicht die Voraussetzungen für diesen gewissen §35a aber natürlich könnte jemand wohlwollend das ausstellen, damit Hilfen beantragt werden können. Ich muss meinem Sohn irgendwas andichten, damit er eine Unterstützung erhält, die eigentlich nur als Sicherheitsnetz gedacht ist.

Wir wollten mit offenen Karten spielen, und dachten eigentlich, dass dann jemand sagt: „Kommen Sie, wir probieren es und werden sehen was wir für ihren Sohn tun können. Und Danke, dass Sie uns vorher auf eventuelle Schwierigkeiten vorbereitet haben.“

Doch diese Hoffnung blieb aus und wird uns auch nicht mehr ereilen. Sobald auch eine Kleinigkeit passieren wird, werden vermutlich überzogene Maßnahmen eingeleitet, weil unser Sohn das Kind ist, was am leichtesten loszuwerden ist um die Klasse zu verkleinern. Die Kinder, die seit Jahren auffällig sind, dessen Eltern sich weigern einen Integrationsstatus zu beantragen, oder dann in der Schule auffällig werden, von denen ist dann nicht die Rede.

Wir sind bei weiteren Diagnostiken über den Psychologen, der über die Vermutung Autismus allerdings erstmal Schmunzeln musste. Er schloss das direkt nach einem kurzen Gespräch bereits aus, wird dies aber natürlich nochmal abtesten, genauso wie ADS. Ich vermute, dass wir auch dort keine Diagnose erhalten werden. Ein Erziehungsproblem bestünde allerdings nicht gab uns der Psychologe zu wissen, das war die erste positive Rückmeldung in einer langen Zeit gewesen, die mir persönlich sehr gut getan hat.

Unser Sohn wird in einigen Tagen seine Schule besuchen dürfen, in Rücksprache mit dem dortigen Sonderpädagogen.

Ich bin gespannt und hoffe unser Sohn wird ihm zeigen können welches liebenswerte, wissbegierige und vor allem auf die Schule freuendes Kind er ist!

Liebe Grüße,

von der Mutter eines wunderbaren „Probemkindes“

Habt ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennt ihr das mit dem Stempel „Problemkind“?

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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19 Kommentare

Cat
Antworten 22. Mai 2018

Das mit dem Integrationsstatus, unklarer Diagnose, AVWS Verdacht etc klingt alles so nach meiner Tochter. An allen Schulen die wir uns ansahen wurde aber vermittelt, auch ohne I-Status solle man vor der Einschulung eventuelle Besonderheiten mitteilen, damit sich zum Schulbeginn bereits das Team optimal darauf eingestellt haben kann hier eine bestmögliche Lernsituation zu schaffen. Hoffen sehr es klappt mit unserer Wunschschule..

Anke
Antworten 31. Mai 2018

Unser Sohn, jetzt 9, im Kiga "leicht" auffällig, weil es ihm zu laut, zu viel dort war... dann kleinere Aussetzer, gefolgt von Einsperren durch Personal im Waschraum oder aussperren draussen bei Regen - gefolgt von größeren Aussetzern. Schuluntersuchung soweit ok, Vermerk jedoch "evtl. Begleitung". 1. Schuljahr vollkommen ok, dann Mobbing durch 4.-Klässler, keine Reaktion der Schule. Danach Ablehnung seitens Sohn bei denjenigen, die eigentlich da helfen sollte. Größere Aussetzer, Klassenkonferenz - nie jemanden verletzt.... Umschulung von unserer Seite gewünscht, 6 Wochen Probe, alles gut - alte Schule wollte ihn jedoch nicht abgeben. Er musste zurück, weiter Aussetzer. Nach 2 Jahre erneute Diagnostik, wieder keine Diagnose, nur unklare Wahrnehmungsstörung, auditive Störung ausgeschlossen, Autismus ausgeschlossen. Schulverweigerung, Androhung von seiten Schulamt, ihn in Förderschule umzuschulen, wenn wir nicht mitspielen.Schweren Herzens dazu entschieden, jedoch erst 4 Monate später möglich. Weiter Schulverweigerung + Schulausschluß bis Untersuchung durch Amtsarzt erfolgte, nach Aussetzer, ausgelöst durch Fixierens durch eine Lehrerin. Schulersetzend bis zum Wechsel in eine Gruppe für Schulverweigerer und Angstschüler. Dann Wechsel - Kind mittlerweile recht depressiv und teilnahmslos. Nochmals, diesmal in Klinik getestet - Ergebnis ADHS - jedoch nur als Diagnose, richtiges ADHS ist es nicht, Impulskontrollstörung - Kind braucht jedoch einen Namen. Für Medikamente entschieden, Kind geht es besser, lacht wieder, Schule läuft anfangs, bis neue Zusammenstellung der Klassen (Änderung der Strukturen, neue Lehrer). Jetzt Begleitung beantragt, Schule möchte nicht, weil schon 2 in der Klasse, jedoch nicht für ihn zuständig. Sohn gehört zum Personenkreis 35a. Warten jetzt auf Nachricht Schulamt, ob Begleitung genehmigt oder nicht. Ich habe stark das Gefühl, dass durch den Vermerk bei der Schuleingangsuntersuchung hier ebenfalls der Stempel auf dem Kind war....

Nibu
Antworten 20. Juni 2018

Oh ja, auch wir kennen diesen unsäglichen Rattenschwanz mit Eiertanz. Unser Kind, bekam nachdem er in einer anderen Schule( anderes Bundesland) gemobbt wurde , in der neuen Schule Schwierigkeiten. Ehe , wir uns als Eltern versahen, hatten wir die Auswahl zwischen Wechsel auf eine andere Grundschule mit I Klasse oder einer Förderschule E . Nach etlichen , durchweinten Nächten, entschieden wir uns für die Förderschule ... Er schloss diese 2 Jahr später als Klassenbester ab mit uneingeschränkter Empfehlung für das Gymnsium. Ich stand dem skeptisch gegenüber, aber bei allen Elterngesprächen wurde mir immer wieder vermittelt, das ich ihm Steine in den Weg legen würde, wenn er dies nicht probieren dürfte...Unser Gymnasium vor Ort wollte ihn nicht, das Wunschgymnasium, dieses schauten wir uns gem. an ...hatten dort bei der Anmaldung auch ein pers. Gespräch hätte ihn sofort genommen. Aber das Kind hat noch immer einen I Status, das Schulamt, sagte uns, das Gymnasium dürfte ihn nicht nehmen, da wir nicht in dem Einzugsgebiet wohnen und sie auch nicht ausgerichtet wären auf Kinder mit I Status...Die Zeit lief uns davon, man stellte uns ein Ultimatum, entweder Gesamtschule oder Förderschule. Schweren Herzens entschieden wir uns für die Gesamtschule. Mein Fazit, was da teilweise auf den Rücken der Kinder und Eltern ausgetragen wird, ist eine bodenlose Frechheit! Inklusion ist zwar gesetzlich schon längstens verankert worden, jedoch in den wenigsten Köpfen und herzen angekommen und umgesetzt. Ich wünsche jeder betroffenen Familie von Herzen, eine Bildungslandschaft, in der sich Kinder frei entfalten können...

Claudia Lázár
Antworten 20. Juni 2018

Ich arbeite seit sieben Jahren als Integrationsfachkraft und tatsächlich sind diese Art von Berichte auch Realität. Zur Motivation und zur Klarheit habe ich mir auch mal meine Gedanken dazu gemacht. Gerne sende ich diese auch hin und wieder an Betroffene, an Eltern und andere Pädagogen...

Gedanken zur Integration/Inklusion ... 💭

Als das Stiefkind der Pädagogik begegnet es mir,
gefordert wird vom DU zum WIR.

Gemeinschaft wird künstlich konstruiert,
als Geburtsrecht die Zugehörigkeit deklariert.

Doch der Idealismus stößt sich den Kopf an der Realität.
Selten es in dem Fall um den „zu Integrierenden“ geht.

Integration und Inklusion werden heiß diskutiert,
was alles schief läuft und nicht richtig funktioniert.

Dabei fängt es doch schon mit den Definitionen an,
was man unter beidem wohl verstehen kann?! Beides scheint vermeintlich dasselbe zu meinen,
es geht wohl darum, Menschen zu vereinen.

Die Rahmenbedingungen und Förderungen werden als Allheilmittel dessen gesehen,
es soll hier vor allem um‘s „Dabeisein“ gehen.

Doch sieht man einmal genauer hin, macht allein das „Dabeisein“ auch keinen Sinn.

Gelebte Gemeinschaft findet nur dort tatsächlich statt, wo der einzelne wohlwollende und echte Freundschaften hat.

Eine inklusive Gesellschaft ist das übergeordnete Ziel!
Ein Anliegen, was man mit Integration erreichen will.

Wenn man allein das erstmal alles versteht,
wird einem klar, dass dieser Weg nur gemeinsam geht.

Dabei darf man Gemeinschaften und Allianzen nicht einfach nur konsumieren; und auch nicht zweckgerichtet und ansprüchlich in Gruppen agieren.
Denn so kann man Isolation und Anderssein keinesfalls kompensieren.

Integration beruht also immer auf Gegenseitigkeit!!!
Es ist eine entscheidende Frage, die dabei offen bleibt:

Nämlich zu welchen Investitionen ist auch der „zu Integrierende“ bereit?

Und daran knüpft sich sofort auch die nächste Frage:

Zu welchen Investitionen ist er überhaupt in der Lage?

Und wenn man das dann tatsächlich verinnerlicht hat,
erst dann findet echtes pädagogisches Handeln statt.

Die Bestandsaufnahme hilft,
die Situation jedes einzelnen zu sehen und dann gezielt auf alle Beteiligten einzugehen.

Mit Förderung, Therapie und Training ist das nicht zu erreichen,
sondern diese Ansprüche müssen einem gezielten Beziehungsmanagement weichen.

Gelegenheit zum Schmunzeln, zum Spielen, zum Lieben und Lachen,
das sind die Maßnahmen, die echte Zugehörigkeit entfachen.

Einzelnen helfen, sich engagiert, nach eigenem Vermögen in Gruppen einzubringen,
ihr Herz zu öffnen, sich zu zeigen, zu tanzen, zu singen.

In Vereinigung mit anderen eindrucksvolle Erinnerungen zu kreieren,
nicht, einfach dabei zu sein, um zu funktionieren!

Ein jeder möchte Teil einer erfüllenden Gruppe sein, sich integriert wissen,
niemand ist und bleibt gerne allein.

Das Verstehen, Beantworten und Bearbeiten der zwei genannten Fragen, hilft dabei, den Blick in die richtige Richtung zu wagen.

Mein Fazit und da setzt die eigentliche pädagogische Arbeit an,
wo man dem EINZELNEN realistisch helfen kann,
sich wirklich, wahrhaftig, mit echtem Interesse und Gefühl einzubringen?

Denn dieses Anliegen lässt die Integration auch in der Wirklichkeit gelingen!

    Béa Beste
    Antworten 21. Juni 2018

    Liebe Claudia, herzlichen Dank für diese wunderbar lange und sinnvolle Antwort. Ich würde am liebsten einen neuen beitrag daraus machen. Hättest du vielleicht eine konkrete Geschichte, die das illustriert, was du mit uns geteilt hast? Liebe Grüße, Béa

Jasmin Naumann
Antworten 11. Juli 2019

Bei uns ähnlich. Mein Sohn hat den i status aufgedrückt bekommen, obwohl der Arzt immer gesagt hat, dass alles ok ist. Nun wollte die Kita sogar dies bei unserem jüngsten machen. Als wir du es verweigerten, wurde sogar der Kita Platz für unsere 2 gekündigt 😡.

Paula
Antworten 8. März 2020

Uns steht es bevor ..und ich habe jetzt schon Angst...

Veronika
Antworten 23. Mai 2020

Ohhh Gott wir machen gerade des absolut gleiche durch. Des könnte ich gewesen sein die dies alles schreibt.
Unser Sohn ist gerade 6 geworden und wurde zurück gestellt in der Schule.

    Béa Beste
    Antworten 23. Mai 2020

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Liebe Grüße, Béa

      Juliane
      Antworten 15. Juni 2020

      Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Auch wir gehen gerade diesen schwierigen Weg mit unserem Sohn und es bringt uns an unsere Grenzen.
      Gibt es denn ein Update von der Gastautorin? Hat sie Tipps für Betroffene? Wir überlegen gerade den I-Status unseres Kindes wieder aufzugeben und die Förderung umzustellen (Komplexleistung Frühförderung koordiniert durch uns als Eltern). Es gestaltet sich schwierig, Ärzte zu überzeugen und Unterstützung zu erhalten, damit unser Kind wieder auf einen Regelplatz im Kindergarten zurückwechseln kann und wir nicht den Betreuungsvertrag gekündigt bekommen.
      Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen.
      Viele Grüße

Marco Arndt
Antworten 11. Juni 2020

Danke für deine Geschichte da wissen wir wenigstens, dass wir nicht alleine sind. Unser Kleiner ist gerade erst 4 aber deine Geschichte entspricht auch unseren Erfahrungen. Ich hoffe natürlich für unseren kleinen dass der Übergang in die Schule besser verläuft. Alles gute für euch VG Marco

Kaps Carmen
Antworten 17. Juli 2020

Auch wir überlegen ob wir für unseren Sohn, 5, den I-Status beantragen sollen. Mittlerweile hat er die Diagnose ADHS und Verdacht auf Asperger, allerdings auch nicht so richtig, eben dass das Kind einen Namen hat und wir ihm mit Ergotherapie wenigstens ein bisschen helfen können. Seit seiner Geburt haben wir gespürt, dass er anders ist als andere, mittlerweile sagen wir besonders. Doch leider ist dieses Anders-/Besonders-Sein in der heutigen Gesellschaft immer noch ein Problem. Wer nicht nach Schema F funktioniert fällt unten durch... und wenn ich all diese Berichte hier lese, bin ich einerseits wahnsinnig froh, dass wir nicht alleine sind mit den besonderen Herausforderungen (so fühlt es sich meist nämlich an) und gleichzeitig macht es mich wahnsinnig traurig welche Hürden und Hinternisse Eltern und Kinder überwinden müssen, welch Kraft und Enttäuschung damit verbunden ist... da sollte sich dringend was ändern! Warum zum Beispiel wird das Personal in Kita und Schule nicht explizit geschult, um mit solchen Besonderheiten umgehen zu können?
Ich wünsche allen Eltern und Kindern viel Kraft und glaube, dass ich das mit dem I-Status doch besser sein lasse.
Liebe Grüße

San Dra
Antworten 12. August 2020

Hallo,
ich leite einen Hort an einer Grundschule und kenne diese Geschichten leider auch zur Genüge. Auch unsere Schule musste und muss auch weiterhin noch viele Schritte im Inklusions-Verständnis machen. Oft sind Fronten aus der Kita schon verfestigt, Eltern sind nicht mehr transparent, weil sie genau die hier beschriebenen Erfahrungen gemacht haben, dabei ist genau diese Transparenz das Allerwichtigste, um für die Kinder einen guten Weg zu ebenen. Sie muss aber auch auf offene Ohren stoßen.

Das pädagogische System in Deutschland ist an vielen Stellen noch nicht auf Inklusion ausgelegt, aber es wurde schon so benannt. Inklusion fängt in den Köpfen an, aber die Köpfe wurden nicht darauf vorbereitet oder aufgeklärt und es wurde unterschätzt, wie lange eine solche Aufklärung und Umdenkung dauern kann. Außerdem gibt es in vielen Schulen keine Konsequenzen für Un-Inklusives Denken.
Schulen können nicht alles schaffen und es gibt Kinder, für die die gängigen Klassengrößen und der gängige Personalschlüssel nicht gut ist, die in Schulen mit sonderpädaogogischen Schwerpunkten besser aufgehoben sind und dort schnellere und größere Fortschritte machen können.
Aber in vielen Fällen können auch in den allgemeinen Schulen Bedingungen geschaffen werden, die einen Einstieg für alle Kinder erleichtern. Hier sind zusätzliche Stunden und Gespräche über §35 natürlich hilfreich.

Ich kann euch allen nur ans Herz legen, nicht zu verzagen, nicht zu denken, dass Transparenz der falsche Weg ist und wünsche euch allen, dass ihr damit auf jemanden stoßt, der bereits erlebt hat, dass Inklusion zumindest im Ansatz bereits möglich ist und eure Offenheit gewertschätzt wird.

LG

Josephin
Antworten 16. September 2020

Hallo,
unser Sohn soll nächstes Jahr eingeschult werden. Ich kontaktiere derzeit alle Grundschulen der Umgebung an und bin sehr offen mit den Fakten. Hörbehindert, GdB 100 mit zwei Cochlea Implantaten und I-Kind in der KiTa. Super Entwicklung in allen Bereichen! Dennoch habe ich Angst vor dem schweren Weg des Schulbeginns. Ich hoffe, genug Kraft bereit zu haben für den Marathon!
Mich interessiert, wie es mit deinem Sohn weiter gegangen ist in der Wunschschule. Hatte er eine Begleitung und wurde akzeptiert, ja sogar gut integriert?

Karin
Antworten 30. Oktober 2020

Hallo ihr Lieben
Tolle Plattform!
Unser Sohn, 5 Jahre alt hat ein sozial, emotionales Defizit.(Befund)
Seine Frustations- Toleranzgrenze ist sehr gering.
Er redet ununterbrochen, lässt sich schnell verunsichern und setzt sich selbst schnell unter Druck.
Zudem ist er äußerst freundlich, höflich und intelligent.
Ihm fällt es schwer sich in Gruppen einzubringen.
Er nimmt soviel wahr in seinem Umfeld, dass er es nicht richtig verarbeiten kann.
Im Juni 2020 war die Frühförderstelle im Kindergarten, Empfehlung -> Ergotherapie
Haben ihn auf Hochsensibel testen lassen, auch da Empfehlung Ergotherapie.
Haben wir unmittelbar gestartet, ihm gefällt es sehr gut und er hat die Therapeuten sehr gern.

Nun hat die Kita Leitung aufgrund einer Konfliktsituation ihn auf den Popo gehauen
Zum Wohl unseres Sohnes haben wir uns eigentlich entschieden, den Kindergarten nicht zu wechseln.
Er geht gerne dorthin und die größere Problematik stelle ich dar, da das Vertrauen erloschen ist und ich alles in Frage stelle.

Nun hat mich die Bezugserzieherin angesprochen, ob nicht evtl. ein I Status eingefordert werden soll?
Die Kita Leitung hat mir gegenüber geäußert, dass sie unseren Sohn nicht fördern können!
Der Aufwand wär zu groß, da er im Kita Alltag oft Unterstützung benötige.
Er besucht einen Waldkindergarten mit 19 Kindern.
Dieses Thema mit dem I Status wurde nun 2 Wochen nach dem ersten Vorfall thematisiert, an einem Tag, wo die Kita nur mit 2 Erziehern da war.
Unterbesetzt!
Er wurde aus Überforderung geschlagen!
Jetzt soll ihm etwas auferlegt werden, nur weil die Erzieher überfordert sind?
Der Personalstand ändert sich nicht, Corona bleibt, der Winter kommt, bedeutet Mehraufwand im Wald....
Auf mich macht es den Eindruck, dass alles gemacht wird, dass bloß die Leitung nicht wieder sie Kontrolle verliert!
Völlig überfordert mit der Leitungsposition, Kita Gegebenheiten usw
Somit hätten sie schließlich eine erneute Kraft, die hilft!
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ausschließlich bei unserem Sohn ist und ihn unterstützt.
Desweitern ist der Elternbeirat nicht auf unserer Seite.
Für ihn war es oberste Priorität, die Leitung zu schützen und ich wurde unter Druck gesetzt, keine Anzeige zu erstatten. Jedes Kind hat ein Recht auf Gewaltfreie Erziehung.
Auf die kann ich nicht zählen.
Manche haben ihm sowieso schon einen Stempel aufgesetzt....kein Kind von Traurigkeit usw
Problemkind.....?
Er ist so liebenswert, hilfsbereit und einfach sehr sensibel.
Oh man!
Es kommt einfach keine Ruhe rein.
Hab nun gestern und heute geschafft ihn abzugeben, ohne zu weinen...
Und nun das mit dem I Status.
Das fördert gerade nicht, ein Vertrauen wieder aufzubauen und die Aussage, dass sie ihn nicht fördern können und für ihn da sein können, auch nicht...
Entschuldigung, bestimmt furchtbar lang gerade, bin total überfordert...

Ich schreibe gerade das Erste mal in eine Plattform.
Bitte unterlässt blöde Kommentare....
Aber ich meine mich zu erinnern, dass ich hier so etwas nicht gesehen zu haben.

Liebe Grüße

    Manu
    Antworten 25. November 2020

    Ich kann es Dir so nachfühlen!

    Hier hat das komplette Kollegium im Sommer gewechselt und weil mein Kind dann Nach zwei Monaten fünf Wochen lang völlig durch den Wind war, weil gleichzeitig noch seine ganze restliche Welt aus den Fugen geraten war, durfte er nicht mehr kommen und es war gleich von Schulbegleitung etc die Rede.
    Hinter unserem Rücken wurde auch gleich ohne irgendein Gespräch mit allen möglichen Stellen gesprochen.

    Ich bin so enttäuscht und gerade diese Berichte hier bestätigen nur, dass ich meinem Kind definitiv keinen I-Status aufdrücken lasse. Der die Ursachen ja auch nicht beseitigen würde.

    Zumal da andere Kinder im Kiga ständig gewalttätig werden, randalieren und teils mein Kind mobben, ohne dass da Konsequenzen folgen.

    Ich kann verstehen, dass es schwierig ist mit Personalmangel, aber wegen fünf Wochen Probleme (wo die anderen Kinder das schon wesentlich länger haben) wird mein Kind nicht abgestempelt.
    Schon gar nicht bevor er ganz neutral zur Einschulung begutachtet wurde und in die Wunschschule kommt.

    Noch mehr Termine kann weder er noch ich gebrauchen.

    Danke für die Berichte, die mich in meinem Gefühl bestätigen, dass ein I-Status doch nicht so unproblematisch und ohne Konsequenzen ist.

Emma
Antworten 12. März 2021

Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Unserem 2jährigen Sohn wurde aus Gründen, die ich bis heute noch nicht ganz verstehe oder nachvollziehen kann (kann sich schwer in eine Reihe stellen, macht Quatsch beim Umziehen, wirkt manchmal desorientiert und braucht mehrmalige Ansprache (das Letzte kenne ich von meinem Mann auch....) ein I-Platz im Kindergarten empfohlen. Das war nicht nur ein ziemlicher Schock, sondern hat auch zu vielen Diskussionen geführt. Bin ich ein Egoist, der nicht wahrhaben will, dass sein Kind von Behinderung bedroht ist (Definition von I-Kind) oder ist es eine berechtigte Angst, dass einem etwas anstrengenden aber ansonsten völlig normalen Kind ein Stempel aufgedrückt wird? Gerade als wir es aus letzterem Grund abgelehnt hatten und die Erzieherin mir deswegen ein unglaublich schlechtes Gewissen gemacht hat, habe ich diesen Artikel gefunden. Er hat mich darin bestärkt das Richtige getan zu haben. Deswegen Nochmal VIELEN DANK

Denise
Antworten 16. August 2021

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und auch die weiteren Kommentare! Man fühlt sich nicht mehr so allein.
In Ihrem Artikel könnten Sie den Namen meiner 9-jährigen Tochter einsetzen (Störung im sozial-emotionalen Breich). Wir haben ein uns dasselbe erlebt! Jetzt besucht sie nach einem gescheiterten Grundschulstart und anschließendem ambulanten Aufenthalt in einer psychiatrischen Kinder- und Jugendklinik eine sonderpädagogische Einrichtung. In der kleinen Klasse ist sie super aufgehoben und Klassenbeste! Aber wir haben schon jetzt Angst vor der weiterführenden Schule! Eine Schulbegleitung kommt, genau wie oben geschrieben, aufgrund fehlender Diagnose nicht in Frage!
Ich drücke Ihnen und Ihrem Kind die Daumen!!
Unsere Tochter hat übrigens einen Zwillingsbruder - selbe Grundschule, Klassenbester, überdurchschnittlich intelligent. Oft gelangweilt und stellt viele Fragen, wenn es für ihn Ungereimtheiten gibt. Wir wurden aufgefordert eine Antrag zu stellen! Stigmatisierung nennt man das…einem Schulwechsel (wir wohnen dörflich) lehnt die Schule jedoch ab und sein Zeugnis wurde in allen Bereichen top geschrieben…

Stefanie
Antworten 3. September 2021

guten Abend bzw ehr späten Abend ich habe den Artikel sowie die Kommentare aufmerksam gelesen .

mein Sohn 5 Jahre hat gerade das gleiche Problem schon am ersten Tag der Eingewöhnung in die kita nach nicht mal 1 Stunde fing die Kitaleitung mit statussen an nach dem er versucht hat über den ( bei einer erwachsenen Frau etwas über die Hüfte hohen ) Zaun zu klettern ( mein Sohn liebt es zu klettern und ich hatte von Anfang an bei so einem für meinen Sohn niedrigen Zaun bedenken und habe sie auch geäußert). Heute am 7 eingewöhnungs Tag( davon 3 mit Schnupfen und Fieber zuhause krank) fing sie wieder damit an morgen soll eine andere Integrations Erzieherin ihn beobachten und bewerten .

ich werde mich gegen einen status wehren den der Artikel hat mich über die Abstempelung der Kinder in meiner Vermutung bestärkt .

mein Sohn ist ein kleiner Satansbraten der leider sehr verwöhnt ist er hört nicht immer aufs Wort aber ein Kind was 5 Jahre komplett von Mama betreut wurde braucht meiner Meinung nach eine Chance durch eine liebevolle eingewöhnung und die findet überhaupt nicht stat obwohl ich von Anfang an gesagt habe mein Sohn möchte überhaupt nicht in die Kita . Die Erzieherin wirkt auch ziemlich überfordert nicht mal die Kita räume wurden meinem sohn gezeigt das er mal sieht was es überhaupt alles gibt dort.

ständig fährt mir die kitaleitung über den Mund sie wäre ja die Pädagogin schön für sie und ich bin die Mutter und kenne mein Kind das zählt gar nicht.

ich danke auf jedenfall für diesen Artikel und entschuldige mich für diesen langen text es tat gut es sich von der seele zu schreiben lg aus Berlin

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