Von frech bis feinfühlig: Frau Laufstrumpf im Interview


Frau Laufstrumpf ist eine, die meine Twitter-Timeline schöner, unterhaltsamer und besser macht. Und da ich oft auch ihre Sprüche weiter in anderen Kanälen teile, zum Beispiel bei Facebook… wollte ich auch den Menschen hinter dem lustigen Twitter-Account ein wenig kennenlernen. Also habe ich ihr Fragen gestellt und dabei Franzi entdeckt.

Lest ihre Antworten und amüsiert euch mit meinen Lieblingstweets von ihr zwischendrin:

Franzi, du bist eindeutig ein ewiges Kind… was hat dich so werden – oder besser gesagt so bleiben lassen?

Es ist eine Seite, ja. Und ich muss sagen ich mag diese Seite viel lieber, als meine schimpfende Mamaseite, deswegen lebe ich sie auch so oft es geht aus. Vielleicht ist es auch ein Stück weit dem geschuldet, dass ich meine eigene Kindheit schon sehr früh hergeben musste. Nachholbedarf quasi. Ich bin sehr froh diese Seite an mir entdeckt zu haben, denn es macht doch vieles einfacher im Leben. Und natürlich lustiger.

Was machst du so, wenn du nicht läufst? Ich habe mir einen Bürojob aus deinen Tweets zusammengereimt – was genau?

Was ich immer ganz witzig finde ist, dass alle denken ich laufe so viel. Dabei ist das insgesamt aufs Jahr verteilt gesehen auch nur durchschnittlich eine Stunde Sport am Tag. Da bleibt noch viel Zeit für andere Dinge, putzen zum Beispiel, oder Wäsche falten, Brote schmieren für die Chaoskäthenbande, ach ja, und die vielen Arzttermine aller Familienmitglieder nicht zu vergessen.
Aber um deine Frage zu beantworten, wie meine Jüngste so schön sagt: „Ich will mal Forscherin werden, wie meine Mama!“ Ich bin Chemikerin und dabei sitze ich auch viel im Büro, denn Papierkram gehört genauso dazu, wie das Experimentieren im Labor.

Du hast drei Töchter. Und einen Mann… stimmt’s? Wer ist sonst deine Familie?

Es sind sogar 4 Töchter und ein Hund. Nein, damit ist nicht der Mann gemeint, der kommt noch extra. Wir sind eine „kleine“ Patchworkfamilie und momentan sind wir auf der Suche nach einem passenden Heim für uns, in dem wir alle Platz finden. Gar nicht so einfach. Ansonsten gibt es hier und da Menschen die ich aus tiefstem Herzen als Familie bezeichnen würde, egal ob nun verwandt oder nicht.

Wer hat mehr Geduld: Du mit deinen Kindern oder deine Kinder mit dir?

Ich bin Ausdauersportler, Geduld ist quasi mein zweiter Vorname. Die Einzigen, die es regelmäßig schaffen meine Tiefenentspanntheit aufzuwühlen sind natürlich meine Kinder. Mir wurde aber mal gesagt, das sei ganz normal und deswegen habe ich mich damit abgefunden.

Was machst du am liebsten mit den Menschen zusammen, die du gern hast?

Am Schönsten finde ich es gemeinsam Zeit zu verbringen, in welcher Form auch immer. Ich bin für jeden Blödsinn zu haben, solange es allen Beteiligten Spaß macht und gut tut.

Dein eigenes Konzept von Paradies?

Berge, Meer, Natur pur, gesunde Körper, gesunde Seelen und viel Zeit für alles was man gern machen möchte. Das ist nämlich das größte Problem im ganz normalen Alltag, die fehlende Zeit. Im Paradies hat man immer Zeit.

Wenn du vor etwas im Leben weglaufen könntest, was wäre das?

Das Kuriose ist ja, dass es da nichts mehr gibt. Ich denke durch das Laufen habe ich so viel gefunden, auch in mir selbst, dass es nun keinen Grund mehr gibt vor irgendetwas weglaufen zu wollen.

Welche deiner Eigenschaften würdest du niemals eintauschen oder weg haben wollen?

Mein Freund sagt immer, er findet meinen Pragmatismus toll. Und vielleicht ist es genau diese Eigenschaft, so unspektakulär sie auch ist, die mir so vieles einfach macht im Leben. Ansonsten würde ich auch ungern auf meine Lebensfreude verzichten. Ich denke ohne wäre schon ziemlich doof.

Du hast getweetet:

  – magst du mehr dazu erzählen? Kannst du Menschen mit Panikattacken Mut machen?

Das ist eine lange Geschichte über Bindungsängste, die ihren Ursprung in frühester Kindheit hat. Auch über so etwas zu twittern, nicht immer nur die lustigen Sprüche, empfinde ich für mich als wichtig. Das gehört genauso zu mir und meinem Leben, wie der Spaß und die Stärke, die ich ansonsten zeige. Diese Ängste zu erkennen, die Gründe zu erforschen, mich damit zu arrangieren, das hat mir geholfen.

Wenn der Twitter-Terminator alle Accounts kaputt machen würde und du könntest (außer deinen eigenen) nur einen retten können – wer wäre das?

Gegenfrage: Was hat Twitter denn überhaupt für einen Sinn mit nur 2 Accounts?

Auf welche Erfindung der Menschheit könntest du gut verzichten?

Ich könnte bestimmt gut auf so einiges verzichten, aber primär fällt mir als erstes das Wort „Waffen“ ein, denn die braucht kein Mensch. Dafür würde ich niemals freiwillig auf Waffeln verzichten wollen. Glück und Unglück liegen eben oft ganz dicht beieinander.

Was habe ich nicht gefragt, was du gern erzählen würdest?

Alles was ich gern erzählen würde landet früher oder später auf Twitter in 140 Zeichen gepresst. Für jemanden mit vollem Tagesplan ist das eine bequeme Art sich mitzuteilen, Informationen zu erhalten und zu kommunizieren. Ich mag das sehr.

Vielen Dank, liebe Franzi, für dieses Interview!

beabeste
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