Kommunikation in Zeiten von Social Distancing – Die Körpersprache darf bei Zoom, Skype und Co. trotzdem nicht fehlen


In Zeiten von Social Distancing ist die Kommunikation auf Medien wie WhatsApp, Zoom und Face Time übergegangen. Mir ist dabei eine Sache klargeworden: Dass ausgerechnet jetzt die Körpersprache besonders wichtig ist.

Wir sprechen mit dem Mund, aber auch mit dem Körper.

Irgendwie klingt es obszön, wenn man das sagt, dabei ist es das Natürlichste auf der Welt. Wenn wir reden, dann tut unser Körper es mit Mimik und Gestik auch. Unser Gesicht redet, unsere Hände reden, unsere Arme und Beine – einfach alles.


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Mimik

Wir können vom Gesicht vieles ablesen. Ob jemand eher fröhlich oder traurig, oder ernst oder nachdenklich gestimmt ist, aber auch, ob jemandem etwas schmeckt oder nicht. Einige können ihre Mimik gut verbergen, aber es gibt dennoch Menschen, die einen trotzdem durchschauen können.

Immer, wenn ich mit meiner Mutter „facetime“… sprich videotelefoniere, fällt mir auf, wie viel lebendiger das Gespräch ist, wenn ich ihr Gesicht sehe. Ihre Augen, die sich immer schließen, wenn sie lacht. Ihre Stirn, die sich runzelt, wenn sie sich über etwas ärgert. Ihre großen Augen, wenn sie geschockt ist. Trotz der Distanz schwingen unzählige Emotionen mit.

Gestik

Ein weiterer Aspekt der Körpersprache ist die Gestik. Wenn ich nervös bin, spiele ich zum Beispiel immer an einer Locke – das würde mein Gegenüber in einem Telefonat nicht sehen. Wenn ich mich freue, klatsche ich in die Hände. Die Gesten sind in Gesprächen bei vollem Einsatz und machen die Kommunikation umso vertrauter.

Der Körper transportiert Gefühle!

Manchmal drückt er sogar etwas aus, das wir gar nicht in Worte fassen können. Wenn wir lachen, tut unser Körper es auch, genauso, wie wenn wir trauern, weinen, jubeln und feiern. Und das merkt das Gegenüber auch.


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Körpersprache in Zeiten von Social Distancing

Wir sehen uns zwar nicht so häufig, aber manchmal spricht der Körper auch durch die Kameralinse. Deshalb finde ich die Kommunikation „mit Bild“ auch so wichtig. Ein Zoom Gespräch wird zwar niemals ein reales physisches ersetzen können, aber jetzt sehe ich darin den einzigen Weg, um ein so viele Gefühle wie möglich zu transportieren.

Fakt ist nämlich, dass die Körpersprache schnell vergessen wird.

Irgendwann gewöhnen wir uns an die Form des Chattens oder der kurzen Sprachaufzeichnungen. Wir vergessen die kleinen Signale des Körpers, weil wir sie schlicht und einfach nicht mehr wahrnehmen.

Überhaupt ist die Körpersprache ein Thema, das dem ollen Smalltalk frischen Wind verleiht. Redet über eure Mimik und Gestik, tauscht euch darüber aus, was euch bei der*dem anderen auffällt und denkt daran, dass das Gespräch so viel emotionaler und gefühlvoller wird.

Was ich damit sagen will, ist Folgendes: Unser Körper ist zwar gerade „eingesperrt“, aber wir können ihn trotzdem sprechen lassen. Ich würde euch dazu motivieren, viel mehr per Video zu chatten. Mir fiel es anfangs schwer, aber inzwischen liebe ich es. Achtet dabei auch gern auf die Körpersprache eures Gegenübers. Und tauscht euch aus…

Lass uns sammeln, was ist euch besonders bei Videocalls aufgefallen?

Liebe Grüße
Mounia

P.S. von Béa: Eines der genialsten Bücher über Körpersprache ist der absolute Klassiker von Sammy Molcho, und da haben auch schon Kinder ab ca. 10 Freude daran, zu stöbern und sich schlau zu machen.

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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