„April April“ – Ab wann sind diese Scherze zu viel des Guten?


Aprilscherze – die meisten fallen nicht mehr darauf rein, trotzdem hält sich die Tradition. Aber ab wann sind diese „April April“-Scherze doch zu viel des Guten?

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich damals frisch bei Tollabea angefangen habe, und wir gemeinsam im Team einen Beitrag mit Aprilstreichen angelegt haben. Wir tauschten uns aus, und lachten beim Zusammentragen herzlich über die Einfälle. Das das Feedback auf den Post fiel jedoch sehr zwiegespalten aus. Einige fanden die Witze überhaupt nicht lustig, sondern regelreicht fies und way over the top! Und ich verstehe es auch. Scherze und Streiche sind so eine Sache. Meistens sind sie nicht böse gemeint, aber zum Lachen ist uns oft nicht. Auch nicht am 1. April.


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„April April!“

Wenn wir über Aprilscherze sprechen, dann unterscheiden wir einmal in den einfachen verbalen Witzen, und richtigen Streichen. Beide haben unterschiedliche Level – einige sind eher flach, und manche stoßen an unsere Grenzen.

Zum Beispiel der „Ich habe im Lotto gewonnen Witz!“ (Und ja, ich bin drauf reingefallen!)

Oder richtige Pranks, bei denen man jemanden tatsächlich einen Streich spielt. Zahnpasta auf die Türklinge schmieren oder eine SMS über eine Internetnummer abschicken, in der Ashton Kutcher einem einen verfrühten Geburtstagsgruß schickt (und ja, auch darauf bin ich kurz reingefallen, und nein, Papa, es war nicht lustig!)

Wer nicht lacht hat keinen Humor?

Nun muss ich aber sagen, dass es in meiner Geschichte der Aprilscherze auch Momente gab, bei denen am Ende beide Parteien traurig waren. Zum Beispiel war einer meiner Mitschülerin damals wegen ihrer starken  Kopfschmerzen im Krankenhaus, und als ich sie fragte, was rauskam, sagte sie, es wäre ein kleiner Tumor. Ich war so erschüttert, fing an zu weinen, und schrieb ihr in einem halben Roman, dass ich immer für sie da wäre und noch nichts entschieden wäre. Am Ende fühlte sie sich wegen dieses Scherzes so mies, dass sie mir ein paar Tage lang nicht in die Augen sehen konnte. Und ich war sauer, denn darüber machte man doch keine Witze!?

War ich die Humorlose, die keinen Spaß versteht? Oder gibt es irgendwo wirklich eine Grenze?

Ich glaube ja, das ist die Toleranz von Scherzen und Streichen von Mensch zu Mensch untershciedlich ist. Einige sind immer für einen guten Scherz zu haben, andere mögen sie überhaupt nicht. Ich für meinen Teil finde sie okay, solange sie nicht zu gemein sind. Das gilt auch für Pranks. Wenn ich danach duschen muss, weil irgendwas über mich gekippt wurde, ist mir eher weniger zum Lachen mute.


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April April – Wo ist die Scherzgrenze bei Kindern?

Ich glaube, dass das auch hier jede Familie für sich selbst herausfinden muss. Mein Papa hat immer sehr viele Witze gerissen, und ich konnte immer gut einschätzen, wann er ernst war und wenn nicht. (Außer, als ich ihn das erste und einzige Mal in meinem Leben betrunken erlebte – da dachte ich wirklich, er tut nur so!)

Meine Mutter hingegen ist immer so ernst, dass ich ihr wirklich alles abkaufe. Als sie einmal einen „Wo warst du?“-„Häuser angucken, wir ziehen um“- Witz gerissen hat, dachte ich wirklich, sie meint es ernst. Das Schlimme war, dass sie es auch viel zu spät aufköste. Daraufhin stritten wir uns ganz schön doll, sodass ich am Ende auf ewig den Stempel „empfindlich“ bekam, und sie sich nie wieder an einem Witz versuchte.

Ich finde aber auch, dass die Grenzen in der Kita und Schule gewahrt werden sollten. Weniger ist mehr. Lieber kleine, einfache Späße machen, als jemanden unbewusst verletzen. Mein Erzieher hat auch mal einen blöden Spruch („Der Hort wird schließen“) gebracht, auf den ich als Einzige einfiel, weil ich nicht wusste, welcher Tag war. Später schloss der Hort wirklich – ob das das Aprilkarma war?

Was haltet ihr von Aprilscherzen? Und wo ist bei euch die Grenze bei solchen Witzen?

Hier der Beitrag zu den Aprilstreichen:

TOP SECRET: Aprilscherze für Kinder… pardon, Aprilstreiche!

Und hier die französische Verison von Aprilscherzen – mit Fischen!

Die französischen Aprilfische statt Aprilscherze für Kinder: Poissons d’Avril

Liebe Grüße
Mounia

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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