Kindernamen finden und entscheiden – süße Geschichten aus der Community


Wie können sich Eltern für Kindernamen entscheiden? Das ist eine große und wichtige Frage, denn der Nachwuchs muss lange damit leben. Wir haben in der Community gefragt…

…und hier sind einige der süßesten und bewegendsten Stories, die uns anvertraut wurden:

Klassisch – Vom Familienstammbaum inspiriert:

Silke Olah
Beim Großen haben uns zwischen zwei Namen entscheiden müssen und weil der Papa ungarische Wurzeln hat, haben wir seinen übersetzt und den Namen meines Bruders dran gesetzt (Alexander Rene). Weil der Name geschichtlich groß ist, wollte ich bei der mittleren auch wieder was Geschichtliches (Katharina Sofia). Und jetzt bin ich halt wieder am überlegen, weil die Familie ja immer größer wird!

Rewana Warkraft
Ich sehe zu meiner Uroma auf. Sie war eine großartige Frau, Mutter und Oma. Mein Mann und ich haben uns geeinigt, dass er bei einem Jungen den ersten und ich den zweiten Vornamen aussuchen darf und bei einem Mädchen andersrum.

Annett Reichenauer
Mein Sohn hat den Name meines 2000 verstorbenen Vaters bekommen, Max ist 2003 geboren und kennt leider seinen Opa nicht mehr.

Und noch eine ganz besondere Familiengeschichte hat uns über eine Privatnachricht erreicht: 
Unsere Tochter trägt einen ganz bestimmten Namen. Ich wusste eigentlich schon immer, dass ich mein Kind so nennen würde. Und ich hab auch schon immer gespürt, dass ich ein Mädchen bekommen werde.
Zu der Geschichte dahinter: Als ich ziemlich klein war, starb mein Vater und meine Mutter hatte das damals so aus der Bahn geworfen, dass sie sich nicht mehr um mich kümmern konnte. Allerdings gab sie das nicht zu oder nahm Hilfe in Anspruch und so begann eine, leider nicht sehr schöne Kindheit für mich. Meine Uroma und meine Oma haben es irgendwann bemerkt und alles daran gesetzt, mich so oft wie möglich raus zu holen. Ich bekam wieder regelmäßig essen, meine Wäsche wurde gemacht und sie waren beide immer für mich da. Meine Uroma starb zwar leider kurze Zeit später aber meine Oma war weiterhin mein Fels auf den ich mich verlassen konnte. Die beiden trugen den gleichen Namen. Es ist der Name, den jetzt meine Tochter trägt.
Meine Oma starb letztes Jahr und seit die Kleine da ist, wird der Kontakt zu meiner Mutter wieder mehr. Ich versuche mir selbst klar zu machen, dass sie als Oma anders sein wird (hoffentlich) als in ihrer „Mutter“-Rolle.  Das Beste aber: meine Schwiegermutter erinnert mich sehr stark an meine Ur-Oma und ihr Name ist genau der Gleiche!  Damit sind alle starken, klugen und tapferen Frauen geehrt worden und ich bin mir sicher, dass mein Kind den Namen mit Stolz tragen kann.

Ausgewählt – nach dem Besonderen gesucht und gefunden:

Mabecca Schreiber
Ich habe nach nicht alltäglichen Namen gesucht, die aber jetzt auch nicht voll abgefahren oder im englischsprachigen Raum gängig sind. Levi habe ich zufällig gesehen und geliebt, bei Juna das gleiche. Und Juna bedeutet ‚die Gewünschte‘, also passte es perfekt.

Anni Puccini
Mein Mann hat zig Vorschläge gemacht. Von Francesca über Ornella war alles dabei. Ich hatte Laura, Alessia und Allegra als Favoriten. Irgenwann sagte er Zoe. Der Einzige der mir spontan gefiel. Wir haben uns dann für Zoe Alessia entschieden. Der Name passt zu ihr. Und die Bedeutung passt, weil sie voller Leben ist. Wir haben sie am Anfang der Schwangerschaft fast verloren, aber sie hat sich für das Leben entschieden!

Systematisch – mit Buch, Listen und Abstimmung

Helene Weinzettl
Stundenlang, zuerst jeder für sich, in einem 40 Jahre alten Namensbuch nach persönlich ansprechenden Namen mit netter Namensbedeutung, nach Namenstag und wenig unnetten Abkürzungsmöglichkeiten gestöbert. Dann partnerschaftlich Unstimmigkeiten geahndet und schrittweise eliminiert. 3-4 Favoriten behalten und gewartet, bis das Kind das Licht der Welt erblickt und wie er so ausschaut. Die Top 2 sind es dann als 1. und 2. Vorname letztendlich geworden und der erste Spitzname kam gleich direkt vom Papa: „Little John“, weil er bei der Geburt nur knapp über 2 kg gewogen und 41 cm groß war.

Spontan – einfach Eingebung:

Nicole Sabionski
Wir dachten erst, es wird ein Mädchen. Wir haben laaaange über einen Namen diskutiert und waren mit allem irgendwie nur halb zufrieden. Dann sagte der Arzt es wird ein Junge… Als wir aus der Praxis raus sind hab ich meinen Mann angeschaut und den ersten Namen genannt der mir einfiel. Er war gleich ganz begeistert und hat zugestimmt.

Katrin Reichl
Den Namen für unsere Tochter hat ganz spontan mein Mann entschieden! Für mich stand der Name fest, und dann kam ganz plötzlich ein Notkaiserschnitt … da war sie, die kleine Maus. Mich konnte keiner fragen und der Mann hatte wohl Black-out… und somit heißt meine gewünschte Anna Marie heute Alexandra! Und der Name passt viel besser zu ihr. Also, alles richtig entschieden.

Geschickt – Baby den Namen auswählen lassen:

Nadine Brinkmann
Bei unserem Jüngsten konnten wir uns auf keinen Namen einigen. Wir hatten drei Namen in der engeren Auswahl und hatten dann beschlossen, uns erst im Kreissaal zu entscheiden, wenn der Kleine da ist. Und dann war es soweit und die Hebamme wollte den Namen wissen, da hatte mein Mann unseren Kleinen auf dem Arm und schaute ihn ganz lange an. Dann fragte er heißt du Heinrich? Und er fing an zu weinen (also Nein). Heißt du etwa Tom? Da schüttelte er den Kopf als ob er Nein sagt (also auch nicht). Heißt du Johann Nepomuk? Und da öffnete Johann das erste Mal seine Augen und schaute meinen Mann lange an. Und so kam Johann zu seinem Namen.

Überraschend – Eingebung von Außen:

Tanja Antilles Die Idee für den Namen unserer 2. Tochter kam uns noch im Krankenhaus kurz nach der Geburt unserer 1. Tochter. Da lief „Ella elle l’a“ im Radio und ich dachte sofort: „Das klingt doch auch prima!“. 2,5 Jahre später kam dann auch unsere Ella.

Da Na W
Wir saßen im Auto und es kam eine Sendung über Etienne Gardé… als dieser Name so wohlkingend durchs Radio schallte, schauten wir uns an und wir waren uns sofort einig. Es sollte nämlich kein Doppelname werden und übersetzt heisst Étienne im Deutschen Stefan.

… oder von Innen:

Kathrin Steininger
Ich habe im der Schwangerschaft an Hyperemersis gelitten und mich noch im Kreißsaal mehrere Male übergeben müssen. Das Einzige, was immer drin geblieben ist, waren Himbeeren.
So haben wir unsere Tochter dann „Malina“ genannt. Was polnisch für Himbeere ist.
Und bis jetzt habe ich noch keine weiteres Mal diesen Namen gehört, obwohl ich auch Erzieherin von Beruf bin und somit viele „Kindernamen“ höre…

Lustig – Stechen unter Eltern:

Ann Katrin Lemke
„Schnick Schnack Schnuck“ – und mein Mann hat gewonnen! Ich war für Ole aber da meine Familie auch „platt schnackt“ hab ich mit „der ole Bock“ dann verloren. Es wurde ein Ben… dafür hat mein Mann dann bei der Hochzeit meinen Namen angenommen! Wir haben nie Bücher oder Listen geblättert. Also war ich dann doch überrascht, als meine Schwester nach Bens Geburt erwähnte, dass Ben auf Platz 1 ist. Merken wir auch immer wieder.

Anna John
Beim 1. hatte Jeder einen Namen mit in den Kreißsaal genommen und es ist dann meiner geworden.
Bei der 2. haben wir uns vorher auf einen Namen geeinigt und bei der 3. war mir von Anfang an klar, wie ich eine Tochter nennen würde. Und als es dann ein Mädchen wurde, hatte mein Mann keine Chance mehr, dagegen anzukommen. Er sagte aber schon kurz nach der Geburt, dass der Name wie die Faust auf’s Auge passt.

Liam, Amelie und Melia. ❤️

Demokratisch – mit Input der Schwarmintelligenz:

Nina Julius
Wir haben bei beiden Kindern Listen ausgehängt, die alle Freunde und Familienmitglieder befüllen konnten. Wir sind dann mit jeweils 2 Favoriten in den Kreißsaal gefahren und haben erst entscheiden, als wir das jeweilige Kind in den Armen hielten. Unsere Große erzählt heute noch gerne die Geschichte ihrer Namenswahl: Als sie mir nämlich auf den Bauch gelegt wurde, hat sie mich erstmal angepinkelt und da hab ich zu ihrem Papa gesagt: „Das ist eine Alexa; denn eine Nora würde das nie machen!“

Geplant – erst Name, dann Kind:

Sonnen Blume
Als ich und mein Mann uns damals kennenlernten und das Thema Kinder irgendwann zur Sprache kam, waren wir uns sofort einig beim Namen – das blieb dann auch so.

Tine Koepnick
Schon sehr früh stand für mich fest, dass ich immer einen Gabriel haben mag. Da hatte mein Freund auch kaum Mitspracherecht.
Ich bin jetzt 12+1 und sollte es ein Mädchen werden, gibt es eine Mia-Sophie. Der Name hat uns auf Anhieb beiden gefallen.

Michaela Wied
Der Name vom Großen stand schon Jahre vor der dazugehörigen Schwangerschaft fest. Beim Zweiten hat mein Mann im Kreißsaal entschieden. Da war ich zu unschlüssig zwischen zwei Möglichkeiten…

Myriam Rousil
Wir haben den Namen für unsere Kleine schon ausgesucht, bevor sie überhaupt entstanden ist. Es war eine Eingebung von uns beiden gewesen. Zum Glück wird es nun auch wirklich ein Mädchen, Jungennamen haben wir uns gar nicht erst überlegt.

So, leider können wir hier nicht alle Stories bringen, sonst wird der Beitrag zu lang – aber ihr könnt in den Kommentaren mehr Geschichten schreiben, die hoffentlich von werdenden Eltern zur Inspiration verhelfen!

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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3 Kommentare

Mamafuer4
Antworten 18. Februar 2017

Ich war erst ganz am Anfang der SS mit meiner Tochter . Da kam meine Mutter und erzählte sie hätte entfernte bekannte getroffen und deren Kind hieß Jette . Mein Mann und ich waren so begeistert von dem Namen , den wir vorher noch nie gehört hatten das es dieser auch wurde.

Sonja Raab
Antworten 4. Mai 2017

Meine drei Kinder heißen: Sibylle- Jo, Björn Dorian und Finn-Loris. Ich bind er Meinung, dass nicht wir die Namen für die Kinder finden, sondern das Kind bringt den Namen mit. Ich habe mich immer sehr intensiv mit der Namenssuche beschäftigt, auf die Bedeutungen geachtet und letztendlich habe ich immer gemeinsam mit dem Mann einen perfekten Namen gefunden, der ganz individeull und persönlich war. Ich wollte nie, dass meine Kinder so alltägliche, normale Namen haben. Es sollte immer etwas sein, das 100%ig zu diesem individuellen Wesen passt. Die Sibyllen dsind die Weissagerinnen, Björn ist der Bär, er hatte 4400 g bei der Geburt. Dorian bedeutet "Geschenk Gottes" Finn ist der Lichte, Helle, Loris der Lorbeergekrönte...

Miriam
Antworten 4. Mai 2017

Wir haben uns jeweils mit dem Geschlecht überraschen lassen und sind also mit Jungen- und Mädchennamen ausgestattet in die Geburt gegangen. Beim ersten Kind waren wir uns bis zum Ende mit dem Jungennamen nicht einig, der Mädchenname (eine spontane Idee) stand dafür fest. Heraus kam ein Mädchen. Beim zweiten Kind stand der Jungenname sicher (übrigens keiner der beim ersten Kind zur Wahl stehenden Namen), beim Mädchennamen war ich nicht zu hundert Prozent zufrieden. War aber auch egal, wir haben einen kleinen Jungen bekommen.

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