Freundebuch für einen Verstorbenen – oder besser: Für seine Kinder


Dieser Blogpost ist für alle Menschen, die jemand Liebes verloren haben und etwas tun wollen, um die Erinnerung lebendig zu halten – denn es enthält eine wunderschöne Idee. Für alle, die Chris Pape alias Linsensicht, dem Blogger und Pareidolisten kennengelernt haben, ist dies ein Aufruf!

Lest bitte weiter und helft mir bitte dies zu verbreiten, damit möglichst viele davon erfahren und mitmachen.

Zum Hintergrund:

Chris, den ihr vielleicht in diesem Interview schon kennengelernt habt,  hat Anfang Juni den Kampf gegen den Krebs verloren. Er ist in Liebe gegangen nachdem er alles getan hat, um für seine Frau und seine drei Kinder am Leben zu bleiben. Wir – also die Mama- und Papa- Bloggerszene – haben ihm Mut gemacht und gebangt und gehofft für ihn. Zum Schluss blieb uns nur noch übrig, ein Licht zu suchen oder anzuzünden und ihn mit lieben Gedanken auf seiner letzten Reise zu begleiten – das habe ich dann unter seinem Interview auch festgehalten. Dann haben wir Geld für Chris Frau und seine Kinder gesammelt – mit besonders großer Unterstützung von Johannes Korten, den wir leider auch vor Kurzem verloren haben, an die schreckliche Krankheit Depression.

Jeweils 1078 Euro konnten wir auf jedes der drei Konten der Kinder nun überweisen, 3234 waren es insgesamt. Danke aus ganzem Herzen an alle, die sich an dieser Aktion beteiligt haben!

Nun konnte ich auch länger mit Silvia, Chris Frau, telefonieren – und möchten ihren Dank, einige ihrer Ansichten und noch eine kleine Aktion mit euch teilen!

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Silvia ist eine wunderbare Frau! Okay, das ist nichts wirklich Neues, das hat Chris uns so oft gesagt, getweetet, mitgeteilt mit so vielen kleinen Updates aus seiner Familie. Aber die Kraft, mit der sie jetzt nach seinem Tod alles bewältigt, war für mich unglaublich beeindruckend. „Ich bin so voll gepumpt mit Liebe – das reicht für ein ganzes Leben!“ sagt sie, und sie kann dies an die Kinder weitergeben, kann daraus zehren und weiterleben. Gut weiterleben, wenn auch bescheiden – aber gut im Sinne eines Aufgehobenseins in einer Gemeinschaft von lieben Menschen. Mit ihr zu reden hat sich angefühlt, als würde Chris immer noch da sein, bei ihnen. Sie nähen Patchworkdecken aus seinen Lieblingsklamotten, sie führen Rituale fort, die sie mit ihm zusammen hatten. Sie umgeben sich mit positiven Gedanken und Erlebnissen – so wie Chris das gern gehabt hätte.

Und jetzt kommt die Idee: Ein Erinnerungsbuch für Chris, oder besser gesagt für seine Kinder

Silvia möchte ihren Kindern noch etwas über ihren Vater mitgeben: Jeder, der ihn kannte, sollte ein DINA-Blatt mit drei Fragen ausfüllen – also schreiben, illustrieren, wie auch immer. Und das wird sie zusammenfassen zu einem großen Buch, das seine Kinder jetzt oder auch in Zukunft lesen und bewundern können: Das war ihr Papa – durch die „Linsensicht“ der anderen, die ihn kannten. Im Gespräch haben wir das scherzhaft „Freundebuch“ genannt und Silvia und ich waren uns einig, dass diese Bezeichnung auch Chris gefallen hätten. Wie wir das auch immer nennen: Ist das nicht wundervoll als Idee?

Da unsere Eltern-Blogger-Community ziemlich groß ist und ich nicht mehr genau weiß, an wen ich das gezielt richten kann, bringe ich diesen Aufruf als Blogbeitrag hier. Aber nicht nur deswegen: Ich glaube, diese Idee können auch alle, die jemand Liebes verloren haben, für sich und hinterbliebene Kinder auch adoptieren.

So, jetzt für alle, die mitmachen wollen und können, weil sie Chris kannten, im richtigen Leben oder nur virtuell: Bitte füllt ein DIN A4 Blatt aus mit lieben Worten, Bildern, etc. – alles was euch einfällt zu diesen 3 Fragen:

Wer bist Du?

Woher kennst du Chris?

Was verbindet Dich mit Chris?

Dann schickt mir bitte dieses DIN A4 Blatt an bea (at) tollabox (punkt) de – ich drucke das aus und schicke das gesammelt an Silvia. Oder ihr schreibt mir kurz eine Nachricht und ich gebe euch die Adresse von Silvia, dann könnt ihr das direkt schicken!

Ich finde das übrigens eine wunderbare Idee und denke, dass wir das auch für Hannes machen könnte – was meint ihr? Silvia fände das wundervoll! 

 


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Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

2 Kommentare

Martina Lohan
Antworten 6. August 2016

Liebe Bea,
welch wunderbare, herzerwärmende Idee!
Liebe Grüße, Martina

Birgit Renatus
Antworten 10. August 2016

Ich bin Frau Renatus von Caritas.
Ihr lieben. Ich war einige Monate bei euch so alle zwei oder drei Wochen. Ich bin so gerne bei euch gewesen weil euer Papa ein ganz besonderer Mensch war. Bevor ich mit meiner Arbeit loslegte hab ich mich viel mit euerm Papa unterhalten und er hat sich nie beschwert, nie gejammert. Drum war ich so gerne bei euch weil er so positiv war und immer noch an andere gedacht hat. An die Flüchtlinge und wo er sich noch einsetzen kann. Ganz stolz hat er mir noch das Bett gezeigt daß er für dich Hendrik gemacht hat. Und dass trotz der Krankheit. Und ich bin in meinen 19 Jahren Caritas bei vielen Familien gewesen. Aber euer Papa war anders. Ein ganz besonderer Mensch. Bis zum Schluss. Ihr könnt sehr stolz auf ihn sein.
Alles Liebe.
Burgit Renatus

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