Hassliebe in Berlin – 10 Punkte, die ich an Berlin liebe und ganz und gar nicht liebe


Berlin, du bist so wunderbar… Na ja. Mal so, mal so würde ich sagen. Ich liebe Berlin und könnte mir oft nicht vorstellen wo anders zu leben. Aber dann habe ich Tage oder spezielle Momente, in denen ich die ganze Stadt am liebsten auf den Mond schießen würde!

Vielleicht teilt ihr meinen Frust vielleicht auch nicht. Falls ihr auch hier wohnt oder demnächst mal eine Reise hierher plant, könnt ihr euch ja meine 10 Punkte, die ich an Berlin liebe und ganz und gar nicht liebe durchlesen und mir eure Meinung geben!

Aber fangen wir zunächst mit dem Schlimmsten an:

Was ich an Berlin ganz und gar nicht liebe:

1. Der Lärm!

Es ist so laut in Berlin! Natürlich nicht überall, aber innerhalb des Rings braucht es eine ganze Weile, um sich ein ruhiges Örtchen zu suchen. Ich mag den Lärm oft, aber manchmal wünsche ich mir auch ein bisschen Stille.

2. Die Hektik!

Berlin ist eine typische Großstadt mit dem üblichen Trubel und der Hektik. Jeder muss irgendwo hin, jeder ist spät dran und überall sind Menschen. Auf den Straßen, in den Bussen, in den Bahnen, überall. Obwohl es in Berlin gar nicht so ungefährlich ist mit dem Fahrrad zu cruisen, fahre ich oftmals lieber damit, als mich in die überfüllte U-Bahn zu quetschen. Was mich zu dem nächsten Punkt bringt.

3. Der Dreck!

Berlin ist toll, aber bei weitem nicht die sauberste Stadt. „Dreckig“ ist manchmal sogar übertrieben. Einige U-Bahnhöfe vermeide ich aus Prinzip. Auch hier gilt, dass das nicht für überall gilt, aber gerade das „hippe“ Berlin, in dem ich wohne, hat eine Menge Chaos und Dreck zu bieten.

4. Die Unhöflichkeit!

Kommen wir zum nächsten Punkt und das Paradebeispiel, an das man denkt, wenn man nach Berlin zieht. Ich selbst bin erst mit 10 nach Berlin gezogen. Damals als Kind erschient mir der Wechsel von NRW nach Berlin wie ein regelrechter Kulturschock. Irgendwie waren alle etwas lauter, pampiger. Und als ich einen Berliner bestellen wollte, wurde mir nicht gerade höflich gesagt, dass ich wohl Pfannkuchen meine.

Jap, die gute alte Berliner Schnauze. Manchmal gefällt mir diese direkte Art, aber manchmal finde ich sie auch einfach nur unhöflich, um nicht zu sagen super ätzend!

5. Die Armut!

Jetzt, wo ich erwachsen bin und nicht mehr in meiner Kinderblase lebe, sehe ich mehr. Sehe die Armut, die bettelnden Menschen, die verzweifelten Versuche etwas Geld aufzutreiben. Dazu höre ich immer verschiedenes – dass Drogenjunkies selbst schuld sind, oder es die eigene Entscheidung ist auf der Straße zu leben. Dennoch sehe ich dahinter Menschen, denen es nicht gut geht. Ihnen gilt mein Mitgefühl und der Wunsch irgendwas tun zu können. Aber da inzwischen bei fast jeder U-Bahnstation ein Bettler einsteigt und um Geld bittet, fühle ich mich unendlich hilflos, weil es einfach zu viel gibt. Zu viele Menschen, zu viel Armut.

Traurig, traurig, ich weiß. Aber jetzt möchte ich den Fokus mal auf die schönen Dinge legen.

Was ich an Berlin liebe:

1. Tolle Netzwerkverbindungen!

Ja, die Bahnen sind nicht gerade das, was man hygienisch nennt, aber sie transportieren mich trotzdem von a nach b! Von Bussen, Bahnen, Trams ist alles dabei. Trotz ihrer häufigen Verspätungen kommen sie oft hintereinander, was ich so von keiner anderen deutschen Stadt kenne! In Berlin braucht man definitiv kein Auto!

2. Trotz Großstadt sehr grün!

Viele sagen zu mir, dass Berlin sie nicht reizen würde, weil es ihnen an Natur fehle. Dazu kann ich nur sagen, dass Berlin etliches grün zu bieten hat (nicht falsch verstehen)! Von Parks bis hin zu Wäldern mit Seen gibt 2500 grüne Orte! Dazu zähle ich vor allem die Randbezirke Berlins, wie den Wann-und Schlachtensee, aber auch die schönen Parks wie das gigantische Tempelhofer Feld und den Treptower Park!

3. Kostenlose Aktivitäten!

Berlin ist zwar arm, aber dadurch auch recht günstig. Hier in Berlin gibt es so viel für Menschen, die nicht gerade viel in ihren Taschen haben. Kostenlose Ausstellungen, Open Airs, sogar Freiluftkinos sind manchmal kostenlos. Gerade im Sommer macht Berlin unheimlich viel Spaß, weil es so viel zu erleben gibt, ohne sich dabei ins Verderben zu zahlen!

4. Internationale Küche!

Berlin besteht aus vielen multikulturellen Einflüssen. Demnach gibt es hier so  viel gutes Essen aus so vielen Küchen! Neben den „Standartrestaurants“, mit italienischen, chinesischen oder griechischen Einflüssen findet ihr hier auch marokkanische, ägyptische, taiwanesische oder sudanesische Restaurants. Klingt das ungewöhnlich? Ist es auch! Aber trotzdem ist es super lecker!!!

5. Sei, wer du willst!

Ich sage oft, dass Berlin anders ist als das restliche Deutschland und ernte viel Zustimmung. Das liegt nicht primär an ihrem historischen Hintergrund oder den vielen unterschiedlichen Menschen.

Nach all den Städten, die ich in Deutschland besucht habe, kann ich sagen, dass Berlin ganz klar die Stadt ist, an der Menschen sich frei entfalten können. Ob es nun ein gewagter Style ist, oder eine sexuelle Orientierung, niemand wird verurteilt, niemand wird ausgeschlossen. Jeder findet seinen Platz! Mehr oder weniger zumindest!

Das waren meine 10 Punkte, die ich an Berlin liebe und ganz und gar nicht liebe!

Wart ihr schonmal in Berlin? Teilt ihr meine Meinung oder seht ihr das ganz anders? Und was mögt/mögt ihr nicht so gern an Berlin?

Liebe Grüße, Mounia

Mounia
About me

Ich - 24 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten. Und durch ein Praktikum bin ich nun bei Tollabea gelandet und werde hoffentlich weiterhin viel lernen und den Blog damit erweitern. :)

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