Die St. Martins-Geschichte für Kinder – zum Vorlesen – leicht erklärt


Liebe Kinder, viele von euch basteln ganz bestimmt im Herbst St. Martins-Laternen in der Kita und ziehen singend durch die Dunkelheit. Aber habt ihr euch schon einmal gefragt, warum ihr das macht? Vielleicht haben Mami und Papi oder auch die Kitaerzieher mit euch bereits über den Martinstag gesprochen. Vielleicht aber auch nicht.

Ich möchte euch heute von einer Legende erzählen, die ich seit Jahren meinen Kindern erzähle. Immer wieder, weil sie so schön ist und uns zum Nachdenken bringt. Ja – auch uns Erwachsene.

Wisst ihr überhaupt, was eine Legende ist? Eine Legende ist eine Geschichte, die sich die Menschen immer wieder erzählten, irgendwann aufgeschrieben wurde und so bis heute erhalten blieb.

Seid ihr bereit? Dann passt mal auf, hier kommt die St. Martins-Geschichte:

Es war einmal ein Soldat namens Martin, der vor vielen, vielen Jahren im römischen Reich lebte (Rom ist ja die Hauptstadt von Italien, das römische Reich war damals aber viel größer, ging bis Frankreich, ja selbst Teile Deutschlands gehörten dazu – es war also riesig).

In einer bitter kalten NovemberNacht traf Martin auf einen sehr armen Mann.

Da Martin aber weder Geld noch etwas zu essen bei sich hatte, überlegte er kurz, wie er dem Bettler helfen konnte.

Er hatte ja einen kuschelig warmen Mantel an! Und unter seiner ganzen Soldatenrüstung ist ihm so warm gewesen, dass er den Mantel eigentlich nicht so nötig hatte, wie der arme Bettler.

Er nahm sein Schwert, teilte den Mantel in der Mitte durch und schenkte dem Bettler eine Hälfte des Mantels. (Darum gibt es die MARTINSHÖRNCHEN an diesem Tag. Wollt ihr die auch backen? Dann findet ihr hier das Rezept.)

Weil diese erzählte Geschichte vielen Einflussreichen Menschen so sehr gefiel – auch dem Bischof von Tours, wurde Martin viele Jahre heilig gesprochen und ist seitdem als Martin von Tours bekannt.

Kennt ihr die Geschichte zur Martinsgans?

Soldat Martin wollte aber nicht so geehrt werden, denn er fand sein Verhalten völlig normal und versteckte sich in einem Stall voll mit Gänse. Die aufgescheuchten Gänse gackerten aber so laut, dass man Martin entdeckte. Seitdem gibt es die MARTINSGANS.

Und warum laufen wir mit Laternen?

Als Martin von Tours auf einer seiner Reisen starb, geleitete man ihn zur Grabstätte mit Pechfackeln. Daher auch der Brauch, dass wir LATERNEN für St. Martin basteln und singend durch die Dunkelheit laufen.

Warum laufen wir am 11. November?

Das kommt daher, weil in früherer Zeit das Wirtschaftsjahr am 11. November endete, die Knechte und Mägde nach Hause wanderten und für ihren langen Weg um Essen und Trinken baten.

An St. Martin – dem 11. Tag im November denken wir also einmal mehr an die armen Menschen, an die, die weniger haben, als wir. Und wir überlegen, ob wir nicht etwas mit ihnen teilen könnten.

Findet ihr nicht auch, dass das eine ganz wunderbare Geschichte ist? Und, sollten wir vielleicht an mehr Tagen als nur an diesem speziellen LaternenTag Zeit miteinander verbringen und teilen?

Ich wünsche euch einen ganz wunderbaren St. Martin.

Eure Yvonne mit ihren Kindern

P.S. Und, wenn ihr zukünftig ein Pferd vor dem Laternenumzug entdeckt, dann stellt euch doch vor, dass auf diesem Pferd Martin, der römische Soldat, reitet.

Und hier gibt es auch noch ein paar kleine Inspirationen, wie ihr schnell und einfach Leuchtlaugen-Laternen zaubern könnt:

die Recycling-Varianten

die Variante für Grobmotoriker

und Ideen von Kolleginnen

 

Yvonne Petzke
About me

Berliner Mom of 3 * Sport (Marathon) * Reisen * Natur * Mode * Beauty * * Aktuelles und Persönliches über mich und mein Leben findet ihr auf Instagram unter @yvonne_tollabea

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