Was hat ein Sonnenstich mit dem Gehirn zu tun???


Einfach Sonne tanken, relaxen und etwas lockerer sein – eventuell mit Folgen wenn wir die “liebe Sonne” unterschätzen

Ihr kennt es, ihr verbringt einen wunderschönen Sommertag draußen mit euren Kids und genießt die gemeinsame Zeit. Doch was wenn sich euer Kind auf einmal unwohl fühlt oder ihr am Badesee eine solche Situation bei einer anderen Familie mitbekommt? Einfach als harmlos abtun oder doch genauer hinsehen?


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Ich möchte euch gerne einen kleinen Einblick geben, als wir einmal zu leichtsinnig waren und wie wir reagiert haben, als unser Sohn einen Sonnenstich hatte.

Wir haben die Situation einfach unterschätzt

Wir waren am Strand mit Freunden und unser Sohn (8 Jahre) hatte seit kurzem wieder eine Kurzhaarfrisur und keine Mütze auf. Die Kids tobten herum und ca.1 Stunde später klagte er über Übelkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Er war auf einmal heiß und sein Gesicht war gerötet. Mein Mann sagte: “Okay, dann hast Du wohl bisschen viel Sonne abbekommen.” Was auch stimmt, allerdings ist das nicht zu unterschätzen. Ich war 2 Jahre lang ehrenamtliche Sanitäterin in meiner damals noch kinderlosen Zeit und erinnerte mich wieder, was ein Sonnenstich zur Folge haben kann.

Das Gehirn ist betroffen und reagiert

Wenn sich vor allem Kinder zu lang ungeschützt in der prallen Sonne aufhalten, kann es zu Irritationen und Entzündungen der Hirnhäute kommen (Meningitis).

In schweren Fällen kann sogar zu einem Hirnödem (Flüssigkeitseinlagerung im Gehirn) kommen, welches wiederum zu einem Krampfanfall, Atemstillstand und Bewusstlosigkeit führen kann. Ihr seht also, dass Spielen ohne Kopfbedeckung böse enden kann. Oft treten Symptome auch erst Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf.


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Ein paar Handgriffe können schnell helfen

Also was war wichtig? Kopf und Oberkörper im Schatten erhöht lagern, dem Kind etwas zu trinken geben, Stirn, Hals und Nacken mit feuchten Tüchern oder mit Stoff umwickelten Eispacks kühlen und das Kind nicht allein lassen. Ihm ging es nach kurzer Zeit besser, wodurch wir zum Glück keine ärztliche Hilfe brauchten.

Eine Sonnenmütze aufsetzen? Aber die Schleife im Haar sieht doch viel niedlicher aus auf den Urlaubsbildern…

Besonders bei Babys und Kleinkindern ist die Schädeldecke noch ziemlich dünn und bietet wenig Schutz vor Sonneneinstrahlung, deshalb ist es so wichtig ihnen einen Sonnenhut aufzusetzen. Auch Personen mit einer Glatze oder Kurzhaarfrisur sind gefährdet, einen Sonnenstich zu bekommen.

Wir als Eltern haben beide die Situation unterschätzt und ihn ungeschützt herum rennen lassen. Als er noch längere Haare hatte, war das nie ein Problem. Nun sind wir vorsichtiger.

Ich wünsche euch einen wundervollen Sommer,

Katrin.

Katrin Mitrach Kimoka
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1 Kommentare

Evy Meißner
Antworten 28. Juli 2019

Mein Großer (fast 15) kam vor ein paar Tagen mit einem Sonnenstich aus dem Freibad wieder. Trotz des üblichen Mama-Monologes über trink viel, willst du nicht ein Cappy mit nehmen, halt dich im Schatten auf. Was war: nichts von dem tat er. Abends ging es ihm mehr als schlecht. Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit. Also ab in den Keller, kalte Wickel, kalter Lappen im Nacken. Paracetamol gegen das Fieber. Als er später gangunsicher wurde, hab ich es doch ärztlich abklären lassen. Aber es war „nur“ ein Sonnenstich. Nach zwei n ging es ihm wieder gut. Ich hoffe, dass es ihm eine Lehre war. Deswegen nicht nur bei den kleinen Kindern aufpassen, auch bei den Großen.

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