Ihr habt mich nicht im Lotto gewonnen und FYI die Sklaverei ist abgeschafft! Mama-Befreiungsschlag – Gastbeitrag


Liebe Miteltern, hier macht sich eine Mutter Luft und braucht euren Zuspruch und eure Erfahrungen zum Thema: Mama-Befreiungsschlag.

Hallo Tollabea Community,


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ich lese hier schon seit Langem mit, kommentiere gelegentlich, und freue mich, wenn ich jetzt hier einfach anonym auf den Putz hauen kann und euch zu meiner Situation fragen darf. Ich wünsche mit viel Verständnis, bittebitte keine Belehrungen… aber gern Erfahrungen, falls das eine oder andere Elternteil sich schon mal „befreit“ hat.

Also, ich habe drei eigentlich wunderbare Wunschkinder, die jetzt alle im Teenie-Alter sind.

Sie sind mehr oder weniger pubertär, und da keine Zwillinge dabei sind, alle drei in unterschiedlichen Phasen des Gehirns- und Hormon-Umbaus. Ach so, und (um Ephraim Kishon zu paraphrasieren) habe ich auch noch den besten Mann aller Zeiten, Vater aller drei Kids, in mehr oder weniger harmonischer Ehe an meiner Seite. Wir haben beide gute Jobs, wohnen in einem ausreichend großen Dachgeschoss in der Innenstadt einer Metropole und…

…es ginge mir mega gut, wenn ich nicht am Rande der Verzweiflung wäre.

Und wenn mich nicht die Vermutung beschleichen würde, dass ich mir das selbst eingebrockt habe.

Na gut, wenn ich mir das selbst eingebrockt habe, kann ich mir das auch vielleicht „ausbrocken“. Dafür brauche ich Tipps!

Mein Problem ist, dass ich wahrscheinlich aus diesem unsäglichen Ding heraus namens Perfektionismus meine Kinder wahrscheinlich zu sehr gepampert habe. Alle fein lange gestillt, lange getragen und nach allen Bedürfnissen geschaut, immer Zeit für sie gehabt, immer geschaut, dass ihnen nichts fehlt. Nichts an Liebe, an Zeit von mir, an pädagogisch wertvollem Spielzeug, an gesunder Nahrung, an schön gestalteten Butterbrot-Tupperdosen für die Schule, an schönen Urlauben, an… Chauffeurdiensten zu Hockey, Tennis, Turnen und Tanzen. Von Frühschwimmen nichts zu schreiben.

Ich würde gern schreiben: Alles richtig gemacht. Das war der Plan.
Und nun fühle ich mich wie ein Looser!

Meine Kinder benehmen sich so, als wäre ich ihr Eigentum. Ihre Leibeigene. Ihre Dienerin. Meine älteste Tochter haut Sätze raus der Sorte: „Wenn du mich nicht fährst, bleibe ich halt zu Hause…“ oder „…ich muss den verdammten Sport nicht machen. Dir ist das wichtig, also fahr mich gefälligst hin.“


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Die Jungs sind ähnlich drauf. Der Jüngste ist noch ab und zu kuschelig und anschmiegsam, aber wehe ich rücke das Tablet nicht raus oder verbiete ihm Computerspiele oder Kartoffelchips. Dann beschimpft er mich regelrecht, hat auch schon Gegenstände aus dem Fenster geworfen, auf die Straße. Und sich geweigert, sie einzusammeln. Ich habe mich geschämt vor der Nachbarschaft und habe selbst alles eingesammelt, mit dem schlechten Gewissen gleichzeitig, dass ich das mit mir machen lasse. Dass ich es nicht geschafft habe, den Kleinen dazu zu bringen, das selbst zu tun. Was mir der Mittlere sogar noch aufs Butterbrot gestrichen hat: „Na du bist dir auch für gar nichts zu schade, der macht alles mit dir!“. Danke aber auch. Natürlich wollte er nicht helfen, nur „seine Ruhe haben“. Wumms, Kinderzimmer-Tür geschlagen. Da baumelt noch ein Schild dran „Eltern müssen draußen bleiben!“…

Was tut der beste Mann aller Zeiten in der Zwischenzeit? Nichts.

Natürlich nur in Sache Kinder. Klar tut er was! Er arbeitet viel, ist aber nicht viel weg, sondern bei uns in der Wohnung. Danke Pandemie: Natürlich am Laptop, mit Kopfhörer. Er versucht ab und zu mal ein Machtwort zu sprechen… oder besser gesagt ein Ohnmachtswort. Die Kinder zucken alle mit den Schultern und tun: NICHTS. Dann tut er auch: NICHTS. Alles bleibt an mir hängen. Vom Haushalt über alles an Orga, Arztbesuche, Reparaturen, Klamotten für die Kids kaufen… ihr kennt den Begriff: MENTAL LOAD. Ich sage: Der ist nicht nur mental, ich renne auch die ganze Zeit rum, und wer mich mit Einkaufstüten sieht, streicht schnell mal das „mental“ und bleibt nur bei LOAD.

Achso, und klar doch, Lerncoach bin ich auch.

Die schulischen Leistungen sind mehr schlecht als recht, bei allen drei. Wenn ich anfange auch das zu erzählen, wird’s ellenlang…
Nur so viel: Auch die Lehrer in den jeweiligen Schulen der Kinder haben festgestellt, dass die drei (in unterschiedlichen Ausprägungen) so eine „Feudalherren-Mentalität“ draufhaben. Der Mittlere soll einmal sogar einer Lehrerin gesagt haben, dass sie „für den Schuldienst untauglich“ sei, einfach so, weil er etwas nicht verstanden hat.

Also, die brutale Wahrheit ist: Irgendwas habe ich falsch gemacht.
Aber: Ich habe noch eine Chance. Noch sind sie alle minderjährig und ich kann, ich will etwas ändern. Wahrscheinlich fange ich mit mir selbst an!

Aber wie?

Daher meine Frage an die anderen: Welche Mutter, welcher Vater hat sich mal aus einer ähnlichen Situation befreit? Was hat dabei geholfen?

Zu allem bereit, auch zur Therapie,
eine verzweifelte Mama

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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7 Kommentare

Michaela Averdung
Antworten 18. Mai 2022

Hallo,
Beim lesen hat’s in meinem Kopf geklingelt. Vielleicht beschreibst du es drastisch- in abgemilderter Form gab und gibts das bei mir auch.
Ich stand am Rande meiner Nerven und dachte nur, dass reicht. Vielleicht hilft es Dir bewusst zu machen, wer für was die Verantwortung trägt, wer kann was selber ? Wo bin ich zwingend notwendig? Sport muss dann nicht sein.. Busse, Bahn und Fahrrad gibts auch.. Wäsche wird nur gewaschen wenn sie in der Waschküche liegt… ich hab mir ein eigenes Limit gesetzt Dinge auszuhalten- 1 x in der Woche wird das Zimmer aufgeräumt; Tisch decken, abräumen… jeder ist mal dran- und wenn nicht geholfen wird, streike ich auch.
Das es mir reicht und ich nicht mehr konnte, wurde beim Abendessen ruhig von mir benannt. Familie als sozialer Ort funktioniert nur miteinander.
Bei mir sind es immer wieder kleine Dinge die ich lasse, weil ich es mir wert bin und hoffe, dass die Kids selbstständig sind, wenn sie mal ausziehen.
Viel Kraft und atmen nicht vergessen 😉
Deine Michaela

Astrid
Antworten 19. Mai 2022

Ich kann mich Michaela nur anschließen. Wenn das Kind keine Lust mehr auf den Sport hat - dann ist das so. Sie hat ja Recht mit der Aussage, dass es dir wichtiger ist als ihr. Ich hatte das auch und hab das Aufhören noch ein Jahr lang hinausgezögert, aber ewig geht das nicht.
Mit den Söhnen - schwierig.

Bei uns gibt es dann eine Familienkonferenz. Da will dann keiner das A-loch sein, und alle sind kompromissbereit und machen Zugeständnisse. Wird auch schriftlich festgehalten.
Haltbarkeit: 2-4 Wochen...
Ich bin aber auch schon Mal ausgebrannt und hatte eine heftige Depression, vorher hab ich es nicht gelernt.
Du musst dir Grenzen setzen und - was viel schwieriger ist, dann aushalten, wenn sich deine Bande nicht dran hält. Aushalten, das es chaotisch aussieht in den Zimmern - das geht, aber je perfektionistischer du bist, umso schwieriger.
Aber.wenn es schon soweit ist, dass du beschimpft wirst - du weißt selber, dass hier die Grenzen des Zumutbaren längst erreicht sind. Das geht nicht, und da muss meiner Meinung nach auch eine Strafe sein. Also Entzug der gewünschten Geräte. Ganz ehrlich, was sollst du sonst machen? Er muss dringend lernen, das ihm aggressives Verhalten nicht weiterbringt. Und da wird es jetzt auch höchste Zeit.
Und du darfst dir selber erlauben, nicht für alles Verantwortlich zu sein. Du gehst einkaufen, aber eben nur die wichtigen Sachen - die 'Leckerlies' können sie sich auch gut selber holen.
Und noch was - wenn sie in der Schule schlecht sind, dann liegt das ja vermutlich nicht an Doofheit, sondern an Faulheit :)
Und da bist du auch nicht für verantwortlich. In ruhigem Ton sagen, dass sie gerne auch auf die Realschule/Mittelschule wechseln können, wenn sie es nicht schaffen. Das hat in meinem Freundeskreis Wunder gewirkt. Die Schule wechseln und damit die Freunde zu verlieren ist nämlich keine angenehme Vorstellung.
Du und dein Mann müssen ihnen klarmachen, das sie selber für ihre Zukunft und ihr Leben verantwortlich sind. Du bist keine Hängematte, auf der sie sich ewig ausruhen können.

    Béa Beste
    Antworten 20. Mai 2022

    Vielen Dank für dein Kommentar - die Mama liest alles mit! Liebe Grüße, Béa

Franz Keiser
Antworten 19. Mai 2022

Hallo
Der Artikel überrascht mich nicht. Es ist leider so das wir das echte verloren haben.
Es geht mir nicht um belehren. Ich möchte einfach für alle erklären was es heisst Kinder aufs Leben vorzubereiten. " Sobald ein Kind zur Familie kommt. Haben die Eltern einen rohen Diamant. Die Eltern werden automatisch zum Schleifstein. Man kann einen Diamanten wertvoll schleifen oder ihn Kaput schleifen" Das richtige Werkzeug heißt echte Liebe. Echt Liebe beinhaltet auch nein sagen. Immer nachgeben und alle Materiellen wünsche erfüllen ist das falsche Werkzeug.
Es braucht das Wechselspiel zischen Strenge und Liebe. Wer immer nachgibt. Erntet Tyrannen. Ein Kind wird zwischen 1 - 5 Jahr Programmiert. Ab 5 - 10 Jahren kann man noch formen. Sobald die Pubertät einsetzt. Ist es gelaufen. Zwischen 13-25 Jahren ist der natürliche Ablösung Prozedere von den Eltern. Da hat man keine Chance wen man noch erziehen will. Klar ist der Prozess immer individuell. Keiner ist gleich. Kinder die extrem Pubertät an den Tag legen sind nicht verloren. Mein Vater sagte immer "Ein guter Most muss Gären" Wichtig ist das die Kinder die echte Liebe kennen. Und die müssen sie spüren. Der Satz "Du bist mein Glück Du bist mein Stern auch wen Du Spinnst ich hab Dich Gern" hat meine Kinder zur weiss Glut getrieben. Sie wissen eigentlich selber nicht was mit ihnen los ist. Wen die Leitplanken die ersten 5 Jahre gesetzt wurden muss man sich keine sorgen machen. Sie finden ihren Weg. Wen ich nur das Materielle geboten habe. Das heisst "Ich habe alles gemacht was das Kind wollte. Ohne je mal nein zu sagen. Ja dann ist es zu Spät alles nachzuholen zu wollen. Aber wen ich die Kinder spüren lasse "Hey ich hab Dich gern So wie Du bist. Kann noch viel gerettet werden. z.b. "Ich fahre Dich zum Sport weil ich stolz bin das Du ihn machst" Tönt anders als wen das Kind sagen muss "Du musst mich fahren Du wolltest ja das ich Sport mache". Da sind schon zu viele Machtkämpfe verloren gegangen. Liebe Eltern man darf keinen Machtkampf mit dem Kind anfangen wen ich weiss das ich ihn verliere. Ein Nein muss ein nein bleiben. Lieber sofort nachgeben als nach Zehn Minuten aufgeben. Dan ist das Kind der Gewinner und es wird immer schwieriger.Darum für alle die Kinder möchten macht sie zu wertvollen Diamanten. Im Wechselspiel Strenge und Liebe. "Weil ich Dich gernhabe muss ich nein sagen" Muss das Kind spüren. Ohne das ich es immer sagen.
Alles gute an alle Eltern. Eine tolle Familie ist das schönste das es gibt. Aber die kommt nicht mit Materiellen Geschenken. Sonder mit echter Liebe.Was das ist habe ich erklärt. Sonst beobachtet die Natur da kann man viel lernen.
Franz

.

Tine
Antworten 20. Mai 2022

Liebe anonyme Mama, ich finde es sehr!! mutig von dir (die selbst gegenüber), dass du selbst schon gemerkt hast, das wohl ein paar Dinge unbemerkt schief gelaufen sind. Das ist eine bittere Erkenntnis und tut echt weh, vor allem, da du ganz sicher nur das Beste wolltest...

Manchmal hilft nur "raus" aus dem Geschehen. Vielleicht kannst du ja für eine Mutterkur kämpfen? Dann müssen sie erstmal allein klarkommen. 🙂 Einfacher ist es, wenn du zunächst mal zu einer Erziehungsberatungsstelle gehst. Das haben wir auch gemacht als Kind 2 sich endgültig als absoluter Herrscher aufgespielt hat (obwohl ich meinen Mann dazu zwingen musste mit in die Beratungsstelle zu kommen ...) und dort fängt man euch auf, bis ihr einen Platz bei einer Familientherapie bekommt. Dazu würde ich euch ebenfalls raten. Das ist keine Schande, sondern echt hilfreich. 🙂

Es klingt so, als hättest du noch Kraft. In Deutschland muss man ja leider für jede Hilfe ordentlich kämpfen - deswegen fang jetzt an, neue Wege für eure Familie zu finden. Es wird dauern, bis du Hilfe bekommst...

Im Übrigen kenne ich die Story mit Männern im Home-Office genau so wie du es beschreibst... Sie sind dann irgendwie für den Arbeitgeber dauerverfügbar und immer, wenn sie mal bei den Kindern ein Machtwort sprechen und durchsetzen sollen, klingelt wieder das Telefon und -leider, leider, - können sie sich dann nicht mehr um die Kinder kümmern... *Ironie aus*

Auch dafür müsst ihr irgendwie eine Lösung finden. Daran kann man echt als Mutter kaputt gehen (selbst erlebt, sag ich nur). Rede mit deinem Mann darüber! Es kann sehr gut sein, dass er noch gar nicht gemerkt hat, wie schlecht es dir wirklich geht. Rede mit ihm über dein Befinden, Lösungsansätze, die du dir schon vielleicht überlegt hast und bitte ihn, mit dir an einem Strang zu ziehen. 🙂

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Sanne
Antworten 20. Mai 2022

Zum Glück ist die Zeit bei meinen Zwillingen (Junge und Mädchen, fast 4) noch "weit" weg. Aber wenn es soweit ist, aber auch die werden obwohl gleichen Alters in unterschiedlichen Phasen des "Gehirn- und Hormon-Umbaus" sein - da wird nichts einfacher.
Wahrscheinlich gehört es dazu, dass man in der Phase denkt das alles verloren sei. Ganz bestimmt werden sie aber als Erwachsene wissen auf wen sie sich immer voll und ganz verlassen können.

Martina
Antworten 21. Mai 2022

Hallo hilfesuchendes Mami
Ich finde Hut ab, schaust du jetzt nicht weg und suchst all die Verhaltensgründe an anderen Instutitionen wie Schule etc. zuzuschreiben. Das machen so Viele.
Ich denke umerziehen ist eher schwierig aber du kannst dich ganz bestimmt neu finden. Indem du für dich andere Prioritäten setzt. Neue Familienregrln aufstellst. Deine Kindern brauchen das Konsequente sein von dir und werden es vielleicht zuerst mal recht doof finden. Aber wenn sie spüren du bist immer noch dieselbe und auf dich kann man sich verlassen werden sie früher oder eher später dankbar sein den Halt bei dir zu finden aber auch einsehen, dass es nötig war gewisse unangenehme Erfahrungen zu machen. Wie zum Beispiel: Den Sport aufgegeben zu haben oder in der Schule nicht immer Erfolg gehabt zu haben. Sie müssen lernen, dass du sie höchstens beraten und mässig unterstützen kannst. Deinen Kindern musst du Verantwortungen schenken. Egal was die Nachbarn, dein Umfeld denkt. Die Kinder müssen auch die Möglichkeit bekommen das Leben ihr Handeln im vollen Masse mit allen Konsequenzen zu erfahren. Früher mir Kleinkindern und Kindern ist es die Aufgabe von Eltern die Kinder vor Leichtsinn zu beschützen, da sie ja den fehlenden Weitblick haben. Aber deine Kinder könnten dies nun selber. Einzig bei den Beleidigungen würde ich nachsichtig bleiben. Also nicht mit krasser Traurigkeit reagieren. Schon nicht jede Aussage kommentarlos abschmettern aber stark bleiben. Sie brauchen nicht Eltern mit gefühlschaos die zu tiefst verletzt sind, damit denke ich, könnten sie überfordert sein. Einmal hat mir ein Junge berichtet, dass er, nachdem er ne schlechte Note nach Hause gebracht hatte von seinem Vater extrem zusammen gepfeift wurde. Aber das war schon in Ordnung für ihn, denn er hätte es verdient. Danach sei das Thema auch erledigt gewesen. Schlimmer war für ihn die Reaktion der Mutter. Die hat nicht so geschimpft. Sie war enttäuscht und das hätte sich dann über Tage hingezogen. Der Junge konnte die Enttäuschung der Mutter fast nicht mehr aushalten. Da sei ihm die Reaktion des Vaters viel lieber! Diese Erzählung hat mir damals eine neue Sichtweise gebracht. Ich stimme dem Junge bei. Verstehst du was ich meine?
Zu deinem Ehemann; nur kurz, ihn würde mal ich fragen, ob er denkt, dass er mit seiner Art viel Sexappeal gedenkt zu haben? Denn ich denke, er möcht dir doch bestimmt immer noch gefallen, aber mir persönlich würde da sowas auf der Strecke bleiben. Bei allem Verständnis für Beruf etc.
Liebe Grüsse und viel Geduld und Ausdauer und noch was, fühl dich nicht als Versagerin. das denk ich bist du sicher nicht.

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