Was tun wir, damit Weihnachten für unsere Kindern nicht nur eine Geschenkeschlacht wird


Ende Oktober und ich habe den Eindruck, die Jagd nach den Weihnachtsgeschenke hat definitiv begonnen! Kinder legen los mit Listen, Eltern suchen die besten Schnäppchen, Großeltern bunkern schon. Ist das der Sinn der Sache? Geschenkeschlacht?

Vor etwas längerer Zeit habe ich mich in Bloggerkreisen umgehört und ich würde gern das Thema auch mit euch weiter diskutieren:

Was macht ihr, damit für Kinder Weihnachten nicht nur mit Geschenken gleichsetzen?

Und hier sind die damaligen Antworten der Blog-Community:

Etwas mehr Ruhe und Besinnlichkeit wäre prima

Momentan finde ich es noch sehr einfach, denn die beiden kleinen Kinder (6 Monate und 2 Jahre) verstehen noch gar nicht so recht, was Advent und Weihnachten bedeuten. Selbst der Bub fordert das tägliche Päckchen seines Adventkalenders noch nicht ein, so spannend ist alles andere in seiner Welt als Zweijähriger.
Mit meiner Großen (5 Jahre) lese ich aktuell die bebilderte Weihnachtgeschichte vor dem Schlafengehen. Dass es dabei um die Geburt des Jesuskindes und damit um die Feier eines Geburtstages geht, versteht sie so richtig erst dieses Jahr. Sie ist fasziniert vom Stern und sowieso noch sehr in dieser magischen Phase. Um einer Geschenkeflut an Heiligabend vorzubeugen, gibt es stattdessen bereits im Adventskalender viele Kleinigkeiten und am 24. nur noch wenig dazu. Mit der übrigen Verwandtschaft wird im Vorfeld abgesprochen, was bei den Treffen am 1. & 2. Feiertag ausgepackt werden darf.
Was mir hier zu hause noch fehlt, sind mehr Ruhe und Besinnlichkeit. Der Alltag in einer 5köpfigen Familie ist dann doch sehr durchgetaktet. Aber an den freien Tagen vor Heiligabend wird auch das hoffentlich noch klappen!

Frl. Null.Zwo von www.nullpunktzwo.de

Wie Weihnachten erklären ohne das es zu sehr religiös gefärbt ist?

Mir geht es fast wie Frl. Null.Zwo: Meine Töchter sind allesamt noch zu klein um zu verstehen was Weihnachten eigentlich ist. Sie freuen sich zwar jeden Tag über ihren Adventskalender (spannenderweise die Zwilliinge (1,5 Jahre) mehr als Motti (2,5 Jahre).) aber was das ganze mit Weihnachten zu tun hat, das verstehen sie noch nicht.
Wie wir das später machen, damit es nicht in eine Geschenkeschlacht ausartet weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Zumal mein Mann und ich auch nicht religiös sind und für uns daher die Erklärung “Da feiern wir Jesu Christi Geburt” wegfällt. Vielleicht hat da ja jemand einen Tipp für uns? Wie Weihnachten erklären ohne das es zu sehr religiös gefärbt ist?
Katarina Fiebelkorn von Blogprinzessin.de

Der Baum ist der Star

Ich vergleiche die Schenkerei gerne mit der Wursttheke: Da sage ich immer, es ist nett, wenn man eine Scheibe Wurst bekommt, aber das ist nicht der Grund, wieso wir einkaufen gehen!

Im Vorfeld dreht sich bei uns wenig um Geschenke. Wir unterhalten uns wenig darüber, weil auch uns das nicht so wichtig ist, und wenn, dann so, dass unser Sohn begreift, dass schenken etwas Schönes ist. Andere zu beschenken macht uns auch außerhalb der Weihnachtszeit Freude, und er hat schon durch zusehen und auf Geburtstagen gelernt, dass man dabei nicht unbedingt etwas zurück erwartet. Die Geschenke von unserer Seite sind keine Haufen an Krempel, wir finden eine Sache völlig in Ordnung und ausreichend.

Mein Sohn (2,3) ist so fasziniert und begeistert von den Lichtern, “Weinbaum” und “Weinbaumdudeln”, dass die Geschenke von sich aus nicht im Vordergrund stehen. es ist ihm noch gar nicht so bewusst. Der Sinn hinter Weihnachten ist bei uns noch kein Thema. Ich lege Wert darauf, auch die für uns ganz wichtigen Hauptsachen zu betonen: “Da wird die ganze Familie zusammensitzen und feiern, wir werden schön essen und Weihnachtslieder singen! Dass es Geschenke geben wird, ist auch schön, aber viel wichtiger ist, dass wir alle beisammen sind.”.
Michelle von kamikazefliege.de

Viele Gutenachtgeschichten von Liebe und Dankbarkeit

Wir fangen in diesem Jahr damit an der Motte die Weihnachtgeschichte in den vielen Gute-Nacht-Geschichten immer näher zu bringen. Irgendwie habe ich den Drang dazu und es fühlt sich richtig und wichtig an. Wir lesen die Geschichte, erzählen sie gegenseitig. Wir besprechen Wörter wie “Liebe” und “Leben” und “sich lieb haben”, aber auch “Dankbarkeit” (die Motte ist sehr wissbegierig). Wir intensivieren auch die weihnachtliche Zeit mit backen und basteln und schmücken. Eben allem was dazu gehört. Kerzenschein und die Stimmung der Gemütlichkeit versteht eine dreijährige auch schon. Den Kampf mit der Geschenkeflut nehme ich dann auf – das muss das Kind nicht austragen. Das darf sich freuen, aufgeregt sein und mit stahlenden Augen alles bewundern.
JesSi Ca von feiersun.de

Die Stimmung ist am wichtigsten

Klar, das Runzelfüßchen ist noch viel zu klein um bei Weihnachten an Geschenke zu denken. Auch wenns kitschig klingt, für sie ist einfacher jeder Tag ein Geschenk. Sie freut sich jeden Tag über ihre Kuscheltiere, die Katze, die Mütze. Um aber zukünftig darauf zu achten, dass Weihnachten nicht nur “Geschenke” heißt werde ich diese ganz besondere Weihnachtsstimmung viel mehr betonen. Das gemeinsame Kekse backen, der Kerzenschein, die Weihnachtsdeko. Daran erinnere ich mich aus meiner Kindheit mehr als an alle Geschenke. Das will ich meinem Runzelfüßchen auch schenken.
Andrea von Runzelfuesschen.blogspot.de

Beispielgeburt aller Geburten

Meine Tochter ist in der magischen Phase, Feen, Engel und Christkind sind ganz groß und geheimnisvoll. Sie weiß, dass an Heilig Abend das Christkind kommt und Geschenke bringt. Und ich erkläre ihr, dass wir die Geburt eines Kindes feiern. Als Atheistin erkläre ich das nicht als “der Messias ist geboren”. Für mich ist Weihnachten das Sinnbild für die Freude über das Leben, die Geburt eines Kindes und die Liebe, die stark macht und Hoffnung gibt. Das Weihnachtswunder für Atheisten? Ja, gibt es. Ich habe mal darüber gebloggt.

Noch ist das alles etwas viel für meine 5jährige. Aber Freude über Babys und Geburt kennt sie! Und das ist eben die Beispielgeburt aller Geburten. Die Geschenke sind Ausdruck der Freude. Zusammen mit unserem chaotischen Plätzchenbackaktionen, den Weihnachtsgeschichten, Kerzen und der Stimmung, die wir ausstrahlen, kommt das Weihnachtswunder bei ihr an. Das spüre ich.
Sonja von mama-notes.de

Nach dem Krippenspiel beginnt die innere Ruhe

Wir beginnen am ersten Advent mit Weihnachtsstimmung. Süßes, Backen und viel zusammen sein. Wir erinnern uns im Advent uns der Mann besucht mit den Kindern die Kirche. Da K2 im Dezember Geburtstag hat, sowie ALLE aus meiner Familie ist Weihnachten eher so der Gipfel des Dezembers, an dem dann endlich alle in Ruhe zusammen sinken können. An diesem Tag lassen wir uns durch das Krippenspiel immer wieder neu inspirieren, dann beginnt die innere Ruhe. Geschenke gibt es bei uns nur wenige und immer welche die wir auch gemeinsam mit den Kindern nutzen können, wie Spiele, oder Bastelsets. Weihnachten erscheint mir Anfang Dezember immer wie ein Berg und dann wenn ich da bin, auf dem Gipfel, dann strahlen Alle von innen.
Alu von grossekoepfe

Weihnachtszauber überwiegt Geschenkeflut

Für uns als Großfamilie mit  – mit inzwischen großen Kindern und einem Enkel –  ist Weihnachten immer ein bewusstes Zusammenrücken mit gemeinsamem Musizieren, gemütlichem Schlemmen und wir versuchen ganz bewusst uns gegenseitig einen besonderen Gefallen zu tun.

In jedem Jahr machen wir von der Familie ein Krippenbild mit verteilten Rollen und dabei entstehen oft die schönsten Diskussionen über die Weihnachtsgeschichte, je nach Alter auch mal kontrovers, aber spannend. Jeden Einzelnen ein wenig zu verzaubern ist meine persönliche Herausforderung.
Gaby von MOTHERBOOK

Und ihr? Wie geht ihr mit dem Thema Geschenkeschlacht um?

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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