Kinder-Knigge oder eher… Kinder-Anti-Knigge – die Sammlung


Auf Wunsch einiger Leser kommt hier die komplette Sammlung unserer Listen „Kinder-Knigge“ oder  besser gesagt „Kinder-Anti-Knigge“!

Kinder-Knigge: Am Tisch

1. Gegessen wird im Vorbeigehen. Zu lange am Tisch bleiben ist uncool.

2. Stühle sind nur zum Kippeln da.

3. Als Besteck ist besonders die Hand geeignet, die gerade kein Spielzeug hält.

4. Wozu Gläser, wenn es Trinkflaschen gibt?

5. Wenn schon Gläser, dann für jeden Schluck ein Neues.

6. Nachtisch zuerst!

7. Speiseregel: Wenn es grün ist, ist es igitt.

8. Wenn einer mehr Nutella hat, muss laut geschrien werden.

9. Mit Servietten kann man prima Schiffchen basteln.

10. Nur etwas abgeben, wenn es nicht schmeckt.

Kinder-Knigge: BEKLEIDUNG

1. Es gibt kein Wetter. Nur Lieblingsklamotten.

2. Lieblingsklamotten müssen nicht gewaschen werden.

3. „Zu groß“ und „zu klein“ werden überbewertet.

4. Der beste Kleiderschrank der Welt ist der Fußboden.

5. Nutella-Flecken sind eine Kleidungszierde. Tomatensoßenspuren auch. Bei Schuhen reicht Schlamm.

6. Hosenböden sind zum Händeabtrocken besser geeignet als Handtücher.

7. Die besten Taschentücher der Welt sind Pullover-Ärmel.

8. Ausgezogene Schuhe müssen sich unbedingt an zwei verschiedenen Orten aufhalten.

9. Taschen und Socken müssen Sand und Steine beinhalten.

10. Das Sockenmonster gibt es wirklich.

Kinder-Knigge: WÄSCHE

1. Dreckige Lieblingsklamotten müssen nicht in die Wäsche. Niemals. Nie.

2. Saubere Klamotten, die wir gerade nicht mögen, schon.

3. Alles, was ausgezogen wird, muss wie eine zusammengekrempelte Ziehharmonika aussehen. 

4. Am besten auf Links.

5. Nicht nur Hosen- und Jackentaschen, sondern auch Kapuzen, Socken, und umgeschlagene Hosenbeine müssen mit Sand gefüllt sein.

6. Stellt sicher, dass Unterhosen immer mit den Hosen zusammen ausgezogen werden.

7. Unterhemden und Pullover müssen auf links gedreht gemeinsam ausgezogen werden.

8. Ausgezogene Klamotten gehören auf den Kinderzimmerboden oder höchstens vor die Waschmaschine. Niemals in die vorgesehenen Sammelkörbe. 

9. Sollte ein Elternteil gegen Paragraf 1 verstoßen, geht die Welt unter und dem gilt es vorzubeugen mit ganz großem Geschrei und Geheule. 

Kinder-Knigge: EINKAUFEN

1. Wer im Wagen sitzt, muss laut singen und mit den Füßen gegen die Gitter schlagen.

2. Wer den Wagen schiebt, muss Anlauf nehmen und damit surfen und Leute anrempeln.

3. Wer nicht gegen Regale stößt ist uncool.

4. Wer ein bestimmtes Lebensmittel will, muss es auch so laut wie möglich bekunden.

5. Wer ein bestimmtes Lebensmittel „Bäh“ findet, auch.

6. Mütze, Schal und Handschuhe müssen entlang der Gänge in Supermärkten den Weg markieren

7. Für alle Sachen an der Kasse muss man ordentlich quengeln. Oder schreien. Und sich dabei winden.

8. Beim Bezahlen: Wenn man klein bist, reicht es zu schreien. Wenn man größer bist, stellt man Fragen zur Frisur der Kassiererin. Oder zu ihren Fingernägeln, wobei man die Bezeichnung „Porno-Schaufeln“ nicht verstehen muss, solang man das laut und deutlich sagt.

Kinder-Knigge: REISE

1. Es gibt kein Verkehrsmittel, in dem man nicht rumrennt.

2. „Ich muss Pipi!“ verleiht der Frage „Wann sind wir endlich da?“ eindeutig mehr Glaubwürdigkeit.

3. Die beste Reiseunterhaltung ist immer noch Törööö und tut allen Mitreisenden gut.

4. Der Vordermann schätzt sehr die wohltuende Massage, die sich durch Tritte in seine Sitzlehne ergibt.

5. Flaschen und Becher sind zum Umkippen da. Oder über die Sitze werfen.

6. Biologisch nachhaltige mitgenommene Nahrung ist stets abzulehnen und es gilt, auf die nächste Fast-Food-Station mit Nachdruck zu bestehen.

7. Auf Reisen verlorene Lieblingssachen wie Schnuller oder Kuscheltiere sind Grund für den sofortigen Weltuntergang.

Kinder-Knigge: SONNTAGMORGEN

1. Egal, wie müde man unter der Woche morgens war, am Wochenende ist ab 5:30 Action angesagt.

2. „Aufstehen, Mama!“ bzw. „Bist du endlich wach, Papa!“ muss man mit Nachdruck und juchzend mindestens 30 Mal schreien.

3. Ggf. Stampfen mit dem Fuß ist auch überzeugend.

4. Es gehört sich, laut polternd in der Küche schon mal so zu tun, als würde man Frühstück zubereiten.

5. Dabei sollten unbedingt Omelette und Ketchup die Wände verzieren.

6. Friedliche Geschwister gehören drangsaliert, bis sie heulen. Es geht ja nicht, dass sie schlafen oder am Ipad daddeln.

7. „Ruhe bitte, wir wollen noch ausschlafen!“ ist kein verständlicher Satz, mit dem Kinder etwas anfangen können.

Kinder-Knigge: MONTAGMORGEN

1. Egal, wie früh man am Wochenende morgens putzmunter war, Montag früh hat man sehr, sehr müde zu sein.

2. Wecker sind blöde. Sie klingeln immer, wenn man schläft.

3. „Ich will nicht in die Kita!“ bzw. „Ich mag nicht in die Schule!“ muss man mit Nachdruck und nöliger Stimme mindestens 10 Mal sagen.

4. Ggf. Stampfen mit dem Fuß ist auch überzeugend.

5. Es gehört sich, lustlos im Müsli herumzurühren und seinen Kakao auf das frische T-Shirt gleichmäßig zu verteilen.

6. Friedliche jüngere Geschwister gehören drangsaliert, bis sie heulen. Es geht ja nicht, dass sie gute Laune verbreiten.

7. „Beeilung, wir kommen zu spät!“ ist kein verständlicher Satz, mit dem irgendein Kind etwas anfangen kann.

Kinder-Knigge: KONVERSATION

1. Die wichtigsten Fragen müssen gestellt werden, wenn ein Erwachsener redet. Oder telefoniert.

2. „Bitte“ ist wirklich das Zauberwort. Aber es muss schon mit empörter Stimme gebrüllt werden.

3. „Warum?“ muss immer mindestens sieben Mal in Reihe gefragt werden, sonst bringt das Unglück.

4. Duzen ist völlig altersgerecht, auch wenn dein Gesprächspartner über 70 ist.

5. Es ist nicht nötig, Sätze zu beenden, wenn man sie

6. Die Erwachsenen haben es gern, wenn man über ekelige Sachen am Tisch redet. Klarsprache ist dabei angebracht.

7. Man kann jedes Gespräch mit einem Wutanfall beenden.

8. „Doch“ ist das schönste Wort in der deutschen Sprache und das beste Argument der Welt.

9. Nein. Einfach so. Grundsätzlich. Egal für was. 

Na, für welche Bereiche sollten wir Kinder-Knigge noch aufsetzen? 

Liebe Grüße,

Béa

(Titelfoto ist von Ben White auf Unsplash)

P.S. Hier sind alle Listen auch für Pinterest, wenn ihr sie euch merken wollt! 

 

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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