Das 2014+ Blogger Interview: Heute mit Renate von „Mamis Blog“


Das sagt Renate von "Mamis Blog" über sich: Seit Februar 2013 bin ich Vollzeitmama einer Tochter mit Teilzeitjob. Direkt nach dem Mutterschutz habe ich mit einem Tag pro Woche wieder angefangen zu arbeiten. Das fiel mir sehr schwer – viel schwerer, als ich mir vorher gedacht habe. Seit die Kleine 1 Jahr alt ist, gehe ich mit 50 % arbeiten an 3 Tagen pro Woche. Das funktioniert alles nur dank meinem verständnisvollen Chef und unserer Tagesmutter, bei der sich die Kleine sehr wohl fühlt, mit der ich auf einer Wellenlänge bin. Das war mehr als ein schöner Zufall, dass wir uns kennen gelernt haben. Da passt echt alles – sie ist wie eine Seelenverwandte für mich. Entschieden hab ich mich für die Teilzeittätigkeit schon vor der Geburt. Wenn das alles nicht so problemlos klappen würde und ich nur die geringsten Zweifel hätte, wäre ich umgedreht – koste es, was es wolle! Ich bin froh und dankbar, dass es so klappt – dank aller Beteiligten.

2  Deiner hervorstechendsten Eigenschaften?

Man sagt mir nach, dass ich sehr organisiert bin. Das hängt wahrscheinlich mit meinem vorherigen Job als Assistentin zusammen, bei dem ich nicht nur mich sondern auch mein Chef und manchmal auch viele Mitarbeiter organisieren musste. Das färbt auch viel zu oft auf mein Privatleben ab. In den Tag hineinleben ohne Tagesplanung funktioniert bei mir einfach nicht. Es ist aber schon viel besser geworden, seit unsere Kleine auf der Welt ist. Sie steht nun mal ganz oben auf meiner To-Do-Liste und wenn dann noch Zeit übrig bleibt, folgt der Rest. Und wenn nicht, dann ist morgen auch noch ein Tag. 🙂
Ach – da fehlt ja noch eine Eigenschaft. . .ich wollte schon zur nächsten Frage. Hmm… (grübel). Ich setze mich sehr ein für das, was ich erreichen möchte – notfalls auch in mehreren Versuchen, wenn es nicht beim ersten Mal klappt. Aufgeben ist nicht so meine Stärke. Damit gehe ich manchen Leuten ziemlich auf die Nerven. Wenn es mir wirklich wichtig ist, dann kämpfe ich so lange, bis dass ich es erreicht habe. Mit guten Argumenten klappt das meistens, auch wenn ich mir damit nicht immer Freunde mache. Aber so ist das Leben nun mal. Das Auszuhalten fällt mir nicht immer leicht, wenn mich jemand nicht mag, daran muss ich noch etwas arbeiten. Ich nehme mir vieles sehr zu Herzen, bin emotional (seit die Kleine da ist noch mehr als vorher). Das nervt manchmal, mich selbst auch. Härter und weniger emotional zu werden, kann ich mir nur schwer vorstellen. Manchmal wäre es zwar einfacher, da Gefühle zeigen auch verletztlich macht – aber ich bin nun mal ich – mit meinen Gefühlen, Tränen und Lachen! Und wer damit nicht umgehen kann, geht einen anderen Weg, was ich dann leider akzeptieren muss. Ich bin ich und ich möchte mich nicht verstellen.

0 Verständnis hast Du für?

– Morgenmuffel. . . Leider ist mein Mann (manchmal) einer – hat er mir aber nicht beim ersten "Date" gesagt 🙂 Das hat sich schon etwas verbessert, seit die Kleine da ist. Sie akzeptiert halt auch morgens keine schlechte Laune und will beschäftigt werden, sobald sie wach ist. Und da sie selbst oft lacht, steckt sie damit einfach jeden an.
– Menschen, die Stillen in der Öffentlichkeit nicht akzeptieren oder sogar kritisieren. Das ist das Natürlichste der Welt – nämlich Nahrung und Nähe. Wenn eine Frau den Ausschnitt bis zum Bauchnabel trägt, beschwert sich auch keiner. Warum dann, wenn ich mein Kind stille?! Das wird mir für immer ein Rätsel bleiben. Ich stille da, wo mein Kind es verlangt und verstecke mich nicht. Ich wünsche mir, dass ich andere damit anstecke, um Stillen in der Öffentlichkeit zu etwas ganz Normalem zu machen.
– Eltern, die ihre Kinder schreien lassen. Ich könnte es nicht und habe kein Verständnis dafür, wie man sowas einem kleinen hilflosen Wesen antun kann. Sie brauchen uns und unsere Nähe, egal zu welcher Uhrzeit. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man Kinder bekommt. Diese ganzen Publikationen und Bücher zum "schreien lassen" und "schlafen lernen" sollten verboten werden.

1 Dein Ein & Alles?

Unsere Tochter – an allererster Stelle. Ich kann es mir ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Dazu gehört natürlich mein Mann, unsere 3 Kater und unsere Familien. Vor 3 Jahren hätte ich diese Frage wahrscheinlich ganz anders beantwortet. Jetzt ist Familie für mich das Wichtigste! Zeiten ändern sich. . . 🙂

4 Dinge, mit denen Du am liebsten (mit Deinen Kindern) spielst?

– Unsere Kleine liebt schwimmen – das muss sie wohl von mir haben.  🙂 Deshalb gehen wir mindestens einmal pro Woche schwimmen, seit sie 3 Monate alt ist.
– Sie spielt gern im Sand und beschäftigt sie dort allein. Ich beobachte sie und staune, wie sie sich immer weiter entwickelt. Das geht stundenlang. . .
– Auch als Mädchen mag sie Bauklötze: ich baue (einfach ein paar Klötze auf einander), damit sie sie umwerfen kann. Mein Mann zaubert regelrechte Meisterwerke und versucht, tolle Türme und Burgen zu bauen. Ein bisschen enttäuscht ist er schon, wenn sie sie vor Fertigstellung umwirft. 🙂
– Die Kleine liebt Bücher! Ihre Bücher kann ich inzwischen auswendig.
Auf einmal krabbelt sie los, holt ein Buch, setzt sich auf meinen Schoß und blättert durch. Ich bin fasziniert, wie viel sie sich schon merken kann und wie sehr sie auf Details achtet. Sie findet den kleinsten Käfer auf der Seite, auch wenn etwas ganz anderes im Vordergrund steht.

Was möchtest Du anderen (werdenden) Eltern gern von Deiner bisherigen Erfahrung preisgeben?

Das ist ganz einfach – und doch schwierig: Lasst Euch nichts erzählen, vertraut Euren Kindern und auf Euer Bauchgefühl. Lehrbücher und sogenannte Fachleute kennen Euch und Euer Kind nicht. Und egal was diese Profis kritisieren, muss es nur zu Euch und Eurer Familie passen. Spätestens als Teenies werden Eure Kinder weder gestillt noch die Flasche nehmen oder im Familienbett schlafen. Den Schnuller brauchen sie dann auch nicht mehr (wobei ich finde, dass es meistens auch ganz ohne Schnuller geht). Trocken sind sie dann auch und schlafen durch – wahrscheinlich länger als wir es dann wollen. 🙂 Deshalb macht Euch keine Sorgen und überlasst Euren Kindern das Tempo. Wir als Eltern können sie unterstützen, aber nicht zwingen, egal wie konsequent und streng wir sind! Kinder sind Kinder und brauchen Zeit und Nähe – diese Bedürfnisse sollten wir ihnen erfüllen, Tag und Nacht!
Alles andere kommt von allein!

Vielen Dank für das Interview!

Béa

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P.S. Warum diese Interviews? Mir macht es so einen Spaß, mit den Blogger Müttern und Vätern über Twitter und anderen Social Media in Verbindung zu sein. Sie inspirieren mich und bringen das ganze Team auf tolla Ideen für Box und Blog. Wenn du bloggst und auch Teil davon sein willst, melde dich unter bea(at)tollabox.de oder über Facebook und Twitter! Hier schonmal die Fragen im Überblick 

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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