Das Fest der Lichter


Alle erzählen sich die Geschichte von Sankt Martin. (Hier noch mal Sprechtext für die Kleinen, falls hilfreich: …also Sankt Martin, dem gütigen und bescheidenen Sohn eines römischen Offiziers, der vor ganz langer Zeit geboren wurde, im Jahr 316 n.Ch. Schon während seiner gesamten Armeezeit war Martin ein sehr hilfsbereiter Mensch. Als er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbeiritt, teilte er seinen weiten Mantel mit seinem Schwert und schenkte dem Bettler die eine Hälfte. Er blieb immer den Armen zugewandt und hat in seinem Leben vielen Menschen geholfen. Martin wurde Bischof und auch vom Papst heiliggesprochen.)

Für den Brauch mit dem Laternenumzug gibt es zwei Erklärungen:
Zum einen soll es am am Grab des heiligen Martin Lichterprozessionnen gegeben haben – daraus haben sich die Laternenumzüge entwickelt.
Eine andere Wurzel des Laternenbrauchs haben wir im Wissenslexikon des Bayrischen Rundfunks gefunden: „Um Martini, also um den 11. November herum, wurde das Licht und das Feuer für die Menschen wieder wichtiger. Es wurde wieder sehr früh dunkel und man hat zum ersten Mal den Ofen eingeheizt. Außerdem haben die Bauern Anfang November die Arbeit auf den Feldern beendet. Zum Dank für die Ernte hat man auf den abgeernteten Feldern Feuer entzündet. Die Kinder haben an dem Feuer Fackeln aus Stroh und Papier entzündet, oder sogenannte „Trullichter“, das waren ausgehöhlte Rüben und Kürbisse. Mit diesen Lichtern sind sie dann durch die Orte gezogen, um Obst und Gebäck zu erbetteln.“

Auch in Thailand, besonders in Chiang Mai, feiern Menschen ein besonderes Fest! Es nennt sich Loy Krathong und findet immer an einem anderen Tag statt, der sich nach dem Mond richtet. Auf Seen, Flüssen und Kanälen lassen die Menschen lotosfoermige Schiffchen aus Bananenblaettern, versehen mit brennenden Kerzen, glimmenden Raeucherstaebchen, Blumen und kleinen Muenzen als Opfergaben für die Wassergeister. Mancher Thai glaubt, dass damit seine Sorgen davon getragen werden! Umd zum Schluß, abends, in der Dunkelkeit, steigen Tausende von Laternen in den Himmel! Die warme Luft, die durch das Brennen der Teelichter entsteht, trägt die leichte Papierlaternen ganz hoch in den Himmel!

Wer das Thema Licht und Dunkelheit noch weiterhin spannend findet, kann sich dem Thema Lichtmalerei widmen. Mit einen einfachen Taschenlampe lassen sich Buchstaben und Symbole in der Luft malen. Hier zeigt der Designer Nir Tober wie das geht:

Ein Abend voller leuchtenden Kinderaugen wünsche ich Euch!

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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