#istmirnichtegal: Warum El Niño fies ist und wir der Kindernothilfe helfen können und sollen


Einfach zum Wasserhahn hin und sich etwas nehmen? Zum Trinken, Kochen, Waschen? Einfach so? In vielen Teilen der Welt ist das nicht selbstverständlich sondern ein Riesenproblem. Es herrscht schlimme Dürre. Und die Kindernothilfe braucht insbesondere durch Spenden für Äthiopien Hilfe, um helfen zu können. 
Ich muss ehrlich zugeben, ich hätte mich nicht mit diesem Thema befasst, sonder einfach ein leckeres Mineralwasser „mit Bitzel“ (wie meine Tochter sagt) auf Eis getrunken und mich anderem gewidmet – wenn ich nicht einen Auftrag für einen Blogpost hier erhalten hätte. Zu sehr bin ich, wahrscheinlich genau so wie ihr, mit anderen Themen beschäftigt und gerade gibt es auch bei uns vieles, was unser gesellschaftliches Engagement benötigt und herausfordert. Ha! Stop! Ich habe das jetzt gerade nicht hingeschrieben, damit ihr nickt und aufhört zu lesen!!! Bleibt noch einen Moment bei mir, bitte. Ist wichtig. Dankeschön.
Nun aber habe ich den Auftrag angenommen und mache gerade die Augen und Ohren auf für das Problem, was El Niño bringt.

El was?

Luxusgeständnis: Von El Niño habe ich vor Jahren zum ersten Mal erfahren, als ich tauchen gelernt habe. Da bedauerte die Tauchbasis auf den Malediven, dass manche Korallen recht grau und die Riffe nicht ganz so reichhaltig viel Fisch meinem sportlich-touristischem Vergnügen boten… Der El Niño im Jahr 97/98 soll damals sehr schlimm ausgefallen sein. Aha, werdet ihr sagen… Tauchen, ja? Tauchen ist nicht euer Ding? Bleibt bitte immer noch bei mir, es geht hier nicht ums Tauchen, ganz im Gegenteil. Doch für mich geht es gerade ums Eintauchen in eine Recherche, warum El Niño deutlich mehr Unheil anrichtet als verwöhnten Südseetauchern ein wenig von der bunten Sicht zu nehmen. Also noch mal:

El Niño

El Niño steht im Spanischen für „kleiner Junge“, auch das Christkind wird so genannt. Das erweckt nahezu niedliche, herzerwärmende Assoziationen – aber El Niño bezeichnet leider auch ein sehr bedrohliches Naturphänomen. Das sind Strömungen im Pazifik, die zunächst bewirken, dass bestimmte Fische rund um die Weihnachtszeit nicht mehr vorkommen. So kamen peruanische Fischer auch auf den Namen – indem sie das Geschehen mit Weihnachten in Zusammenhang brachten. Ach, das bisschen Fischen in Peru? Halt, immer noch da bleiben… erst sollten wir gemeinsam verstehen, was da passiert. Ein bisschen Erdkunde schadet nicht.

El-Niño ist nicht nett. Ganz im Gegenteil!

Normalerweise hat das Pazifik-Meereswasser vor der Küste Südamerikas so um die 24° C (ist also eher kühl), in Indonesien aber 28°C (also recht warm).  Südamerika hat diese Temperaturen durch eine kalte Meeresströmung, die von der Antarktis an der Westküste Südamerikas entlangfließt. Außerdem kann in den südamerikanischen Regionen kaltes Wasser vom Meeresgrund aufsteigen, weil das Oberflächenwasser durch starke Winde, die vom Land kommen (Süd-Ost-Passate), von der Küste weggetrieben wird.

Manchmal aber – und selbst die Wissenschaftler haben nicht herausgefunden, warum – hören die Winde plötzlich auf, so heftig zu blasen. Das Oberflächenwasser wird nicht mehr von der Küste weggedrückt. Dadurch steigt auch kein kaltes Wasser mehr auf, weil gar kein Platz dafür freigeweht wurde. Stattdessen kommt aus Asien sehr warmes Wasser bis zur Küste Südamerikas.  Den dortigen Fischen ist es zu warm, und sie ziehen in andere Gewässer – das macht den Fischern dort große wirtschaftliche Probleme. Aber noch schlimmer ist, dass alles sogar noch mit Überschwemmungen und sintflutartigen Regenfällen einhergeht, was enormes Zerstörungspotential für alle hat.

Noch schlimmer macht sich El Niño in anderen Teilen der Welt bemerkbar

Das kühle Wasser fehlt in anderen Ecken der Welt. Besonders in Afrika und in Brasilien bringt El Niño das Klima massiv durcheinander – vor allem durch Dürre. Klima-Fachleute erwarten in diesem Jahr einen extrem starken El-Niño. Die Ernten verdorren, es gibt Waldbrände, Menschen und Tiere verdursten, arme Familien und vor allem junge Kinder leiden.

Die Kindernothilfe setzt alles daran, Soforthilfe zu leisten

In vielen Teilen Äthiopiens herrscht gerade aktuell die schlimmste Dürre seit mehr als 30 Jahren. Über 10 Mio. Menschen, inzwischen geht man von 15. Mio, droht eine verheerende Hungersnot, besonders betroffen sind Kinder und schwangere Frauen. Die Kindernothilfe leistet 300.000 Euro Soforthilfe – und allein diese Bilder hier sprechen Bände, warum Spenden für Äthiopien nötig sind.

Bildrechte: Kindernothilfe

Bildrechte: Kindernothilfe

Auch im Nordosten Brasiliens, in der Region Sertão hat es in den letzten vier Jahren praktisch nicht mehr geregnet, das ist dort die verheerendste Dürre seit hundert Jahren. Ganze Waldflächen im Amazonas-Becken sind zerstört, die Menschen dort können faktisch keine Landwirtschaft mehr betreiben. Dort versucht die Kindernothilfe Wasserzysternen zu errichten, vorhandene Brunnen effizient zu nutzen und vor Austrocknung zu bewahren und die Menschen vor Ort über landwirtschaftliche Methoden unter Extrembedingungen weiter zu bilden.

Kindernothilfe

Auf der Homepage der Kindernothilfe könnt ihr euch schlau machen… und vor allem spenden! Jeder Betrag hilft, auch ein kleines!

Wie kommen aber Menschen dazu, zu spenden? Ich habe in der Tollabea Community bei Facebook gefragt…

Die meisten Menschen spenden recht spontan und „aus dem Bauch heraus“, wenn sie eine Sache überzeugt. Kinder und Tiere sind große Themen! Natürlich ist das Naheliegende oft überzeugender als etwas, was ganz weit weg ist – außerdem ist es für die meisten klasse, etwas direkt beizutragen: Eine helfende Hand, Kleidung oder essen, und zu erleben, dass die betroffenen Menschen direkt etwas davon haben. Doch viele bringen auf ganz viel Verständnis für die Regionen der Welt, die wir nicht tagtäglich im Blickfeld haben – und die „dennoch zu unserer Welt gehören“, wie ein Fan schrieb. Wenn Spenden über Organisationen gehen, ist es den meisten wichtig, dass möglichst viel von dem gespendeten Betrag auch die Notleidenden wirklich erreicht und dass Transparenz darüber herrscht.

Ich habe mir die Seite der Kindernothilfe daraufhin genauer angeschaut

Unter dem Thema Transparenz legt die Kindernothilfe Wert auf Korruptionsschutz und eine effiziente Nutzung der Spendengelder. Die Gesellschaft Phineo AG, die ich schon mal im Bildungskontext besucht habe, hat die Top 50 großen deutschen Spendenorganisationen unter die Lupe genommen (googelt: „Die Rangliste der 50 Top-Spendenorganisationen“) und dort hat die Kindernothilfe mit 4.4 von 5 erreichbaren Punkten dem Platz 6 erreicht. Sofern ich das Netz innerhalb meiner Recherche durchforsten konnte, scheint diese Organisation sauber und gut zu operieren. Natürlich ist Werbung immer wieder vonnöten, um Menschen schlichtweg zu erreichen – ich fand, dass sie mit solchen Videos, die von lokalen Künstlern stammen, einen neuartigen und besonderen Weg finden, unsere Aufmerksamkeit einzufangen: 

Deswegen mache ich nun auch mit bei der Aktion #istmirnichtegal und bringe sie unter euch. Ihr könnt spenden, ihr könnt aber auch helfen, indem ihr in euren social media Kanälen diesen Artikel teilt – oder schlichtweg ein Foto von euch macht mit einem Blatt, auf dem #istmirnichtegal steht. Helft mit!

Zur Transparenz, wie immer: Dieser Artikel wurde gesponsert von Kindernothilfe. Ich habe bereits einen guten Teil meines Honorars selbst gespendet – und zwar ganz direkt für Äthiopien. Und für jeden von euch, der mir im Kommentar hier versichert, dass er oder sie gespendet hat, lege ich noch etwas drauf, versprochen!

Kindernothilfe_spende_Bea_Beste

Also es wäre klasse, wenn ihr auch einige Euros für diese Aktion übrig habt… Hier lang, bitte:

ElNino_CTA

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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2 Kommentare

Petra
Antworten 25. März 2016

Danke für den Artikel - ich habe 30€ gespendet...

    beabeste
    Antworten 26. März 2016

    Liebe Petra, danke dir, dann spende ich auch noch mal 30 dazu! Wenn mehr mitmachen, schaffen wir mein ganzes Honorar weg! Und das ist auch ganz in meinem Sinne!

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