Aus dem Leben: über Vorschüler, Taschengeld und Kinderkonto.


Ich wurde schon öfter von Bekannten und auch im Netz gefragt, wie wir das mit dem Taschengeld für die Kinder halten. Und ich verrate euch: das ist immer gleich. Da muss kein kleiner Bruder Diskussionen beginnen, dass er irgendetwas unfair findet. Das war die vergangenen Jahre so und wird auch für die Brüder nicht geändert.

Für alle unter euch, die nicht das genaue Alter meiner Kinder kennen: es gibt eine Große mit 12 Jahren, den Großen mit 9 Jahren und dann gibt es Mini mit 5 Jahren, der jetzt Vorschulkind ist. Was auch der Grund für diesen Beitrag ist.

Denn nicht mit irgendeinem Geburtstag beginnt bei uns das Thema „wöchentliches Taschengeld“, sondern mit dem Beginn der Vorschule.

Ab sofort bekommt Mini jeden Sonntagabend 1 Euro hingelegt, den er in sein schon vorhandenes Sparschwein wandern lässt. Wie? Es gab schon ein Sparschwein VOR dem Taschengeld? Ja! Denn die Großeltern dachten sich in den vergangenen Monaten und Jahren hin und wieder, ihm auch eine kleine Gabe geben zu müssen. Sodass sich im Bauch vom Schweinchen der ein oder andere Euro angesammelt hat.

Aber es gibt nicht nur Taschengeld für den Vorschüler.

Er hat auch ab sofort ein kleines Kinderkonto bei der Sparkasse auf dem Kiez.

Wir sind da noch total old-school, dass alle Kinder ein Konto bei der Sparkasse (keine Werbung, nur Nennung!) auf dem Kiez haben. Und das im Jahr 2019! Béa kann es garnicht verstehen und beim näheren Nachdenken finde ich das in der heutigen Zeit auch etwas merkwürdig. Aber der reale Bezug zur Geldeinzahlung „Wir BRINGEN Dein Geld aufs Konto!“ ist uns wichtig. Was für uns Alltag ist, ist für kleine Kinder überhaupt nicht nachvollziehbar. „Wie? Ich gebe jetzt hier mein Geld hin – bekomme ich dann das gleiche Geld, wenn ich es brauche?“ Oder unsere Große war eine ganze Zeit als Kitakind davon überzeugt, das unsere Chefs bei der Bank arbeiten würden, denn wir holen ja unser Geld vom Automaten und die sitzen dort drin.

Das sind Fragen, auf deren Beantwortung ihr gefasst sein müsst. Und Erklärungen dazu sind und bleiben eine spannende Angelegenheit. Eine Kontoeröffnung ist eine magische Angelegenheit für kleine Vorschüler.

Wenn ihr das Thema mit euren Kindern näher erarbeiten möchtet, dann empfehle ich euch das Buch UNSER GELD UND DIE WIRTSCHAFT von WIESO, WESHALB, WARUM (affiliate Link, also Werbung).

Die Prozedur der Kontoeröffnung war nicht lustig (kurz: 2 verpflichtend anwesende Erziehnungsberechtigte; ein Kind; alles dauert 1,5 Stunden und findet am Tresen statt) – das kann aber Stoff für einen anderen Beitrag sein.

Fakt ist: Mini hat jetzt ein Kinderkonto, auf das wir mindestens einmal im Jahr (bestenfalls zum Weltspartag im Herbst) das Sparschwein leeren und aufs Konto einzahlen.

Aber wie ist nun die Taschengeldgabe bei unseren Kindern gestaffelt?

Das ist bei uns ganz einfach – und immer gleich:

Vorschule & 1. Klasse: 1 Euro

ab 2. Klasse: 2 Euro

ab 5. Klasse: 5 Euro

ab 7. Klasse: 30 Euro – aufs Konto überwiesen.

Denn unsere Große hat jetzt ein Jugendkonto. Dieses gibt es ab 12 Jahren – inkl. EC-Karte. Momentan gehen dazu sämtliche Unterlagen ein – ein neues, spannendes Kapitel ist hiermit eröffnet. Fortsetzung folgt!

Und jetzt kommen wir zu der spannenden Frage:

Was dürfen die Kinder mit dem Geld anstellen?

Dafür möchte ich euch schnell und einfach an eine Juristin verweisen: Sandra Runge alias Smart-Mama hat ausführlich darüber geschrieben.

„… Der Dreikäsehoch mit Zahnlücke, der gerade mit Hundeblick neben dir steht, weil er die Teigschüssel ausschlecken möchte, nimmt jetzt richtig offiziell am „Rechtsverkehr“ teil. Er kann Verträge abschließen. Ganz ohne mich. Ganz in echt. Nicht nur bei Monopoly …“

Sie hat den Rahmen sehr gut erklärt, in dem sich eure Kinder mit ihrem Taschengeld bis zum 12. Geburtstag bewegen dürfen.

Alles Liebe,

Eure Yvonne

Yvonne Petzke
About me

Berliner Mom of 3 * Sport (Marathon) * Reisen * Natur * Mode * Beauty * * Aktuelles und Persönliches über mich und mein Leben findet ihr auf Instagram unter @yvonne_tollabea

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