„Erlaubt euch, auch mal etwas nicht zu schaffen.“ – Tipps von Susanne Johannsen


Gestern Abend habt ihr den ersten Teil des Gastbeitrages von Susanne Johannsen über Genervtheit und Überforderung in der Corona-Zeit gelesen. Ich bin beeindruckt, wieviele schöne Antworten und Kommentare dazu gekommen sind.

Nun geht es weiter mit einigen Anregungen von ihr:


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Akzeptanz & Ehrlichkeit

Was kann man denn nun tun? Denn die Situation ist wie sie ist und alles was ich beschreibe ist irgendwie doch auch normal… Als allererstes steht immer die Akzeptanz! Versucht die Situation wie sie ist zu akzeptieren und nicht mit ihr zu hadern. Wir können daran nichts ändern, aber wir können unseren Umgang damit ändern.

Was ist jetzt wirklich wichtig in dieser Zeit? Harmonie! Was braucht es dafür?

Weniger Ansprüche und Erwartungen

Was bringt euch Entspannung? Erlaubt euch, auch mal etwas nicht zu schaffen. Lasst Erwartungen einfach mal fallen, wenn ihr merkt, dass es eurer Familie gerade nicht guttut. Egal was bisher war – jetzt zählt, was ihr als Familie braucht, um in einigermaßen friedvoller und harmonischer Art und Weise, diese Zeit durchzustehen.

Ihr seid eine Einheit. Ein System, das sich neu aufstellt und sich der Herausforderung stellen muss, über Wochen 24h miteinander zu verbringen.

Kinder dürfen sich als gleichwertiges Mitglied dieses Systems fühlen und verstehen. Wir können sie mit einbeziehen, uns erklären, ehrlich sein und auch verlangen, dass sie ein Stück weit Eigenverantwortung übernehmen müssen. Das jeweilige Ausmaß entscheidet natürlich das Alter der Kinder, aber bereits sehr kleine Kinder können verständiger sein, als wir es ihnen oft zutrauen.

Bitte denkt immer daran. Kinder sind unsere Spiegel!

Wenn du nervös, angespannt, gestresst oder gar ängstlich bist, werden sie es auf ihre Weise ebenfalls sein! Solltest du Angst verspüren oder dir große Sorgen machen, dann nimm das ganz bewusst wahr und sprich es an. Es ist in Ordnung, dass du so empfindest! Du musst nicht immer stark sein!

Wenn du in dieser Gefühlslage nicht so funktionierst wie sonst, dann darfst du dich selbst in den Arm nehmen, dir Mitgefühl und Verständnis entgegenbringen. Du bist ein Mensch und dich gegen deine Gefühle zu stellen, macht es nur schlimmer. Es hat auch was mit ehrlich sein zu tun, wenn du dich nicht hinter einer Maske versteckst, sondern auch mal sagst, wenn es dir nicht so gut geht und du kurz einen Moment für dich brauchst.

Ich weiß, das ist mit kleinen Kindern nicht so einfach. Aber wie schon gesagt, verstehen sie mehr als wir glauben und sind in der Lage uns sehr schnell wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Wenn vorhanden und anwesend, darf in diesen Momenten auch gern dein Partner mit einbezogen werden. Dann muss das Home Office kurz in die Kinderpause gehen und Mama bekommt ein paar Minuten frische Luft oder Zeit für ein heißes Bad.


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Fordere es ein. Du darfst das!

Gelassenheit & Urvertrauen

Ich habe mich für mehr Gelassenheit entschieden. Das gelingt mir natürlich nicht immer und das ist auch in Ordnung. Ich habe (meistens) Verständnis für mich und mein Verhalten, weil ich erkannt habe, warum es manchmal so ist, wie es ist.

Schule, Aufräumen, essen, fernsehen, … bei all dem habe ich mir Gelassenheit verordnet und Harmonie an die erste Stelle gesetzt. Meine Familie soll glücklich sein. Ich mache auf die positiven Dinge aufmerksam und genieße, die vielen schönen Momente, die wir gerade erleben dürfen.

Ich weiß nicht, was kommen wird. Aber ich habe mein Urvertrauen wieder – ich weiß, dass Krisen aus heiterem Himmel kommen, die einen überraschen und drohen aus der Bahn zu werfen.

Damit kann ich umgehen – ich kann darin sogar Stärke zeigen und Chancen erkennen.

Das kannst du auch! Sieh Dir die Situationen an, die Dich belasten und frage Dich, warum das gerade so ist. Du wirst erstaunt sein, wie schnell du Antworten bekommst, wenn Du fragst. Manchmal genügt dieses Bewusstsein um in der Lage zu sein, die Situation für dich zu drehen.

Es grüßt Dich,

Deine Susanne

Frage von Béa: Lasst uns sammeln:
Wann und womit habt ihr euch in den letzten Tagen erlaubt, auch mal etwas nicht zu schaffen?

(und morgen erzähle ich auch noch, was ich alles derzeit nicht schaffe!)

P.S. von Susanne (keine Werbung, alles, was ich bekomme ist dieser Gastbeitrag für euch, den ich anregend und wertvoll finde!)

Bemerkst Du, dass Dich die Herausforderungen der aktuellen Zeit sehr belasten? Ich biete aktuell einen „Calm Call“ an.
Dabei handelt es sich um ein kostenloses und unverbindliches 30 Minuten Gespräch mit mir via Zoom oder Skype. Darin gebe ich Dir Kraft und Mut, unterstütze Dich dabei wieder Perspektiven und Chancen zu erkennen und bin auch für Dich da, wenn Du einfach nur jemandem zum Reden brauchst.

Und auch: Wenn ihr mehr über mich oder meine Arbeit erfahren wollt, freue ich mich auf euren Besuch auf meiner Homepage (www.susanne-johannsen.de) oder auf Facebook und Instagram. Höre auch gerne mal in meinen Podcast (Erkenne die Heldin in Dir) rein. Du findest ihn neben meinem Blog auch auf iTunesSpotifyYoutube und anderen Podcast Apps wie z.B. Overcast.

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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