Was wir in der Corona Zeit für uns gelernt haben…


Ein hartes Jahr liegt hinter uns, eines, das uns aber trotzdem mit den ein oder anderen Erkenntnissen bereichert hat. Wir haben euch gefragt, was ihr in der Corona Zeit für euch gelernt habt und möchten heute einige der unterschiedlichen Ergebnisse mit euch teilen…

Vorneweg noch mal kurz was von Béa: Die ganze Idee, euch zu fragen, entstand im Zuge der Kooperation mit der Bildungsprämie. Vielleicht ist diese staatliche Förderung auch was für euch? Wir verlinken den Beitrag am Ende… 

Was ich an der Liste mag, ist, dass die meisten Dinge, die ihr gelernt habt, keine Hobbies oder dergleichen sind. Klar haben einige von mit mehr Hefe gebacken als sie essen können und sogar eine neue Sprache gelernt, aber die meisten Erkenntnisse bezogen sich auf das Leben selbst und die kleinen, fast schon unscheinbaren Dinge.


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Was wir in der Corona Zeit für uns gelernt haben:

1. Gelernt, das Leben zu entschleunigen

Diana Schwebach
Unser Leben hat sich entschleunigt. Ich bin sehr viel gelassener geworden und dadurch hat sich auch die Beziehung zu meinem Abkömmling sehr gefestigt. Wir haben alle gelernt, dass es sich mit Humor viel leichter lebt.

2. Gelernt, dass Zeit wichtiger ist als Geld

Carina Wagner
Trotz der Kurzarbeit von meinem Mann und mir haben wir es geschafft, mit noch weniger Geld zu leben, als wir es eh schon gemacht haben. Wir genießen die gemeinsame Zeit, denn Zeit ist wertvoller als Geld!

3. Gelernt, wie sehr das Herz für die Natur schlägt

Anna Becker
Ich bin demütiger vor der Natur geworden und habe erkannt, was für eine Kraft sie eigentlich hat. Außerdem habe ich gelernt, wie wenig es braucht, um glücklich zu sein.

Sandra Bock
Also ich habe das Wandern für mich entdeckt. Da bin ich ganz allein und habe eine Auszeit vom wilden Alltag mit 7 Kindern. Ich hab mich auch schon für einen Megamarsch nächstes Jahr in Hamburg angemeldet.

4. Gelernt, dass Zusammenhalt das Wichtigste ist.

Brina Stolle
Ich habe gelernt, dass es sehr wichtig ist als Ehepaar zusammenzuhalten, wenn es mal schwer wird. Das man auch stolz auf sich sein kann etwas erreicht zu haben, und gemeinsam durch schwere Zeiten zu gehen. Hand in Hand und immer füreinander da zu sein. Trotz Corona haben wir uns nicht unterkriegen lassen und weiter unseren Alltag geschafft.

5. Gelernt, Selbstfürsorge zu betreiben

Anna Blümel
Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, sich um sich selbst zu kümmern. Achtsamkeit spielt dabei für mich mittlerweile eine tragende Rolle.

6. Gelernt, wie stark man eigentlich ist…

Birgit Stubbe
Meine Lehre: Man erträgt mehr, als man denkt – auch wenn man glaubt, nie wieder aufstehen zu wollen… Aber es geht… für meine Kinder, für meine Familie, für meine Schüler, für mich…

7. Gelernt, nein zu sagen

Eva-Maria Heyland
Ich habe gelernt, nein zu sagen. Davor konnte ich das ganz schlecht. Aber durch die Überbelastung (sowohl beruflich als auch zu Hause) musste das kommen, sonst wäre ich daran kaputt gegangen.


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8. Gelernt, die Dinge zu akzeptieren, die nicht änderbar sind.

Sabine Barthel
Gelassenheit. Es kommt eh alles wie es kommt und man kann es nicht ändern. Wir machen aus allem das Beste. Was nicht wird, wird nicht. Wir lassen uns nicht mehr so stressen…

Zum Abschluss noch zwei Punkte, die zwar etwas aus der Reihe tanzen, ich aber als ebenso wichtig empfinde. Die Pandemie verlangt sehr viel von uns ab und einige finden gar nicht die Zeit um Muße, um etwas Neues zu lernen. Und wenn, dann nichts Gutes…

9. Leider gelernt, die Signale des Körpers zu ignorieren.

Rowena Bulfone
Wie man es schafft seine Limits zu ignorieren. Die Firma ist total im Stress, die Kinder im Homeschooling, der Mann im Home Office. Das Chaos zu Hause ist verdreifacht, da alle außer mir die ganze Zeit da sind. Noch dazu lässt die Bahn jede Menge Züge ausfallen, sodass man noch früher los muss und noch später heimkommt…

10. Gelernt, nichts gelernt zu haben

Alexandra Nadja
Wenn ich hier lese was für tolle Dinge andere gelernt und gemacht haben, wird mir ganz schlecht.
Ich habe nichts gelernt. Ich funktioniere seit einem Jahr praktisch nur noch für meine Familie. Wobei doch. Ich habe gelernt was Neid ist. Hab ich vorher nie so empfunden wie seit Beginn der Pandemie. Vorher habe ich versucht ein positiver Mensch zu sein und das Gute in allem zu sehen. Mittlerweile sind meine Gedanken so erdrückend, dass ich manchmal das Gefühl hab zu ertrinken.

Nicht jede:r hatte in den letzten Monaten das Privileg, etwas Zeit für sich gehabt zu haben.

Für einige war die Zeit so hart, dass man selbst zu kurz gekommen ist. Ich verstehe das und finde es wichtig, das zu benennen. Natürlich finde ich es großartig, was für kleine und große Dinge man in dieser Zeit geschafft und gelernt hat. Aber es ist auch völlig okay, zuzugeben, dass man einfach nur froh ist, die Zeit irgendwie überlebt zu haben. Jedes Gefühl ist menschlich – Freude, Trauer, und ja, auch Neid. Wir müssen uns dafür nicht schämen, denn wir können ja nichts dafür. Wichtig ist, immer ehrlich mit sich zu sein.

Trautes Heim, Glück allein!

Was ich persönlich für mich gelernt habe, ist, wie wichtig es ist, mich in meinen eigenen vier Wänden wohlzufühlen. Da ich so viel Zeit zu Hause verbringe, zwinge ich mich selbst dazu, es immer sauber und ordentlich zu halten. Ein paar Fotos von den Liebsten können auch nicht schaden. Auch meine Weihnachts-Lichterketten hängen hier noch, weil das Licht eine sehr beruhigende Wirkung auf mich hat.

Was habt ihr in der Corona Zeit für euch gelernt? Habe ich irgendwas Essenzielles vergessen?

Liebe Grüße
Mounia

Wie gesagt, checkt bitte auch den Beitrag und die Kriterien für die Bildungsprämie

Erfolgserlebnisse durch Lernen im Corona-Jahr – Teil 1 – mit Werbung für die Bildungsprämie

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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