Eine Journalistin will Haustiere fürs Klima abschaffen und mein Kind ist verunsichert – Frage an die Community von Farine


Habt ihr mitbekommen, dass sich eine Journalistin gegen Haustierbesitzer stark macht? Haustiere fürs Klima abschaffen? Eine Leserin hat mir diese Zeilen geschickt und interessiert sich für euere Meinung dazu.

Ich habe selbst etwas recherchiert und am Ende sind einige ganz unaufgeregte Fakten und Empfehlungen für euch.

Wie jetzt, „Köter abschaffen“???

<< Ich bin Mutter, ‚Landfrau‘ und versuche wie viele andere ebenso etwas für den Umweltschutz zu tun, die Region zu unterstützen und versuche nach bestem Wissen und Gewissen die Dinge anzupacken. Zum Beispiel bringe ich meinem Kind bei, dass Lebewesen etwas sind, was man gut behandelt – nicht nur füttern und sauber halten, sondern richtiges versorgen, Verhalten, Faires Verhalten vom Käfer bis zu Großtieren.

Aber manchmal ist es wirklich nicht leicht, gerade in Zeiten sozialer Medien, allem gerecht zu werden.

Jetzt kam mein Kind zu mir und zeigte mir einen Bericht von einer gewissen Katharina Schwirkus, in dem es um Klimawandel geht und das Abschaffen von Hund und Katze.

(Anm. Béa: Das mit dem „Köter abschaffen“ stammt aus dem Originaltitel des Beitrags. Etwas weiter im Text ist die Rede davon, dass „das romantische Bild von Haustieren endlich dekonstruiert werden“ müsse.) 

Wir haben beides und mein Kind war wirklich am Boden zerstört…  und fragte mich, ob unsere Tiere dafür verantwortlich sind, was mit dem Wetter los ist.

Natürlich habe ich mich sehr lange mit dem Kind unterhalten und ihm versucht zu erklären, dass dies so nicht korrekt ist.  Ebenso die Forderung der Person, dass die ‚Fridays-for-Future‘-Anhänger genau dies fordern sollen. Sie will die Kids dazu bekommen, für so etwas einzustehen.

Dabei ist doch bekannt, dass Tiere den Kindern und allgemein dem Menschen gut tun.

Was täten wir ohne Blinden-, Rettungshunde, ohne die Tierheimvorlesestunden, in denen Kinder sich verbessern können ohne den Druck der Klasse zu spüren? Natürlich läuft nicht alles rund in unserer Welt. Aber ist es das Wert, dass man Lebewesen verbannt? Nur weil man der Meinung ist, dass diese den CO2-Wert erhöhen? Warum wird nicht aufgerufen, mehr Bäume zu pflanzen?

Erst seit mein Kind mich auf den Beitrag aufmerksam gemacht hat, habe ich diesen überhaupt wahrgenommen und bin wirklich sprachlos. Mich hat es sehr bewegt und beschäftigt.

Ich sehe einfach nur mein Kind, was Angst davor hat, dass ihm sein Seelentier weggenommen wird, weil es deswegen nicht mehr regnet.
(Was absoluter quatsch ist… aber diese Angst wird geschürt und es geht vielleicht nicht nur meinem Kind so!) >>

Eine Mama
aka Farine

So, jetzt ich, Béa:

Bevor ihr euch darüber erhitzt darf ich euch erst mal Recherchieren mit den Kindern ans Herz legen!

Denn Angst lässt sich durch Fakten und sich selbst eine Meinung bilden besiegen. Googelt mit eurem Kind. Findet heraus, was wirklich zählt. Redet gemeinsam über Statistiken, und über Vor- und Nachteile der Tierhaltung. Vergleicht verschiedene Artikel. Und lasst euch nicht von provokativen Überschriften blenden… 

In der Tat ist es so, dass die Klimabilanz der geliebten Haustiere (die naturgemäß nicht vegetarisch veranlagt sind…) nicht so dolle ist.

Allerdings haben Haustiere laut Utopia sehr viele Vorteile:

„Hundehalter beispielsweise bewegen sich durch die täglichen Gassi-Runden viel an der frischen Luft, was gut für die Gesundheit ist. Außerdem spenden Haustiere Trost – viele Menschen wären ohne sie einsam. Kindern helfen sie, einen wertschätzenden Umgang mit anderen Lebewesen zu lernen. Haustiere ganz „abzuschaffen“, ist also keine Lösung. Trotzdem ist es berechtigt, über ihre Ökobilanz zu sprechen – und zu überlegen, wie man diese Bilanz verbessern kann. Einige Ideen:

– Bio-Tierfutter kaufen – damit unterstützt du zumindest keine industrielle Massentierhaltung. Mehr Infos: Besseres Tierfutter: Bio, vegan oder selbstgemacht?

– Womöglich ist auch Tierfutter aus Insekten eine Option. (Empfehlenswerte Produkte findest du in unserer Bestenliste Bio-Hundefutter)

– Alternativen zum Hundekotbeutel aus Plastik nutzen.

– Hunde- und Katzenzubehör nicht aus Kunststoff, sondern aus Naturmaterialien kaufen – oder aus alten Textilien und Materialien selber machen. (Zum Beispiel: Kratzbaum selber machen)“

Wie geht ihr als Vorbild für euere Kinder damit um? Ich hätte gern respektvolle Ideen, geht das?

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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