Geliebte Weggefährten verbleiben auf der Leinwand – Gastbeitrag von der Künstlerin Tamara Tavella


Unsere Haustiere sind meist mehr als nur Tiere für uns. Sie sind Freunde, Familie, Weggefährten. Ihr Ableben kann unheimlich schmerzhaft sein und ein gigantisches Loch in unserem Herzen hinterlassen. Umso schöner finden wir es, dass es Tamara Tavella gelungen ist, Haustiere auf Leinwand ästhetisch zu verewigen.

Tamara Tavella ist eine besondere Künstlerin. Sie malt nicht nur einfach Tierportraits, sie verewigt ihr Wesen und ihre Eigenarten und bietet uns damit eine visuelle Form der Erinnerung, die nicht nur schön, sondern auch herzerwärmend ist.

Wie es zu dieser Idee gekommen ist, erklärt sie euch selbst. Die Geschichte dazu ist ergreifend und wundervoll, und wir haben sie hoffentlich nicht zu voll mit dem wunderbaren Bildern gespickt…. aber wir wollten euch das alles zeigen!

Also, ab hier versucht Tamara zu euren Herzen durchzudringen:

Picasso und ich haben zwei Dinge gemeinsam:
Die Liebe zur Kunst und zu Hunden.

Jedoch ist dies kein Zufall, dass ich das Thema „Tiere und Kinder“ in meiner Kunst aufgriff. Ein unabwendbares Erlebnis, das fast jedem bevorsteht, der ein Haustier hält, hat dazu beigetragen.

Tiere und Kinder gehören zusammen.

Ein Haustier zu besitzen ist wunderbar. Für mich gehört es dazu, denn schon als Kind hatte ich Haustiere. Katzen, Vögel, Pferde, Schildkröten, Kaninchen, Hamster, Fische und Hunde begleiteten meine Kindheit. Ohne Tiere fühle ich mich unvollständig.

Und so halte ich auch heute noch Tiere und sehe nun meine Kinder mit ihnen aufwachsen. Ich sehe, wie sie voneinander profitieren, voneinander lernen und wie sie miteinander umgehen. Und das ist einfach schön und herzerwärmend!

Abschied vom geliebten Hund…

Doch da kam er, der Tag, an dem wir uns von unserem geliebten Golden Retriever Sammy verabschieden mussten. Er war alt geworden, er konnte nicht mehr laufen. Alle Schmerzmittel halfen nicht mehr. Und so entschied ich, sein Leid zu beenden und ihn zu erlösen. Mein Sohn war damals 4 Jahre alt. Er verstand sehr wohl, dass etwas nicht in Ordnung war.

Ich sagte ihm, dass es dem Sammy nicht gut geht. Dass er nun nicht mehr bei uns bleiben kann, weil er so große Schmerzen hat. Mein Sohn weinte etwas und fragte nach dem Warum. Ich versuchte ihm so gut wie möglich zu erklären, was der Tod ist. Doch wie soll ein 4-jähriger Junge das verstehen, wenn es sogar uns Erwachsenen schwer fällt den Tod zu begreifen?

Wenn Kinder um ihr Haustier trauern…

Mein Sohn reagierte unerwartet. Tagelang war es so, als ob es ihm egal wäre. Er lebte ganz normal weiter. Er weinte nicht, er fragte nicht. Ich fragte ihn mehrmals, ob er Sammy vermissen würde, doch das verneinte er. Ich dachte, dass die Bindung zwischen ihnen doch nicht so groß war wie vermutet.

Doch eine Woche später kam alles aus dem Gleichgewicht. Mein Sohn war auffallend aggressiv, immer wieder beschimpfte er mich. Er sagte, unser Haus sei hässlich. Er möchte nicht mehr bei uns sein. Auch entwickelte er extreme Verlustängste. Wirklich einordnen konnte ich sein Verhalten zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich dachte, es wäre eine Phase, Eifersucht auf seine Schwester. Ich versuchte ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken, doch es wurde nicht besser. Er war so wütend auf mich.

Doch irgendwann ging das Lichtlein auf. Vielleicht hatte es doch mit Sammy zu tun? Vielleicht war Sammy doch mehr für ihn, als nur ein Hund? Also begann ich wieder regelmäßig nachzufragen.Und irgendwann brach es aus ihm heraus: „Du bist eine böse Mami. Du hast den Sammy weggebracht! Warum hast du das getan!? Unser Haus ist hässlich ohne Sammy! Ich will nicht mehr hier wohnen!“

Ich weinte, er weinte. Ich versuchte es ihm zu erklären. Es dauerte aber einige Tage, bis er mir verziehen, und wir uns wieder zusammengerauft hatten.

Wie der Tod unseres Hundes meine Kunst beeinflusste:

Auch ich musste den Tod unseres Hundes verarbeiten. Sammy war ein Familienmitglied, das wir 13 Jahre lang tagtäglich um uns hatten. Er gehörte dazu.

Und immer, wenn ich um die Ecke lief, dachte ich, er läge da auf seinem Platz.
Doch der Platz war nun leer. Es war auch schwer für mich.

Ich male und zeichne schon seit meiner Kindheit.

Seit 2008 setze ich mich sehr intensiv mit der Acrylmalerei auseinander und arbeite immer wieder an meiner Technik. Ich malte immer schon was ich besonders liebte. So waren es als Kind Tiere, vor allem Pferde. Nachdem ich Mama wurde, wurden meine Kinder zu meinem Lieblingsmotiv. Um den Verlust zu verarbeiten, begann ich zu reflektieren. Welche Rolle spielte Sammy in unserem Leben, im Leben meiner Kinder? Welche Momente waren so wunderbar, dass man sie nie vergessen möchte?

Die Erinnerung auf Leinwand – Tiere und Kinder in der Kunst

Ich lernte die Anwesenheit meines Hundes erst nach seinem Tod richtig zu schätzen. Es war einfach selbstverständlich, dass er da war. Ich durchwühlte mein Fotoarchiv. Jedoch waren es immer nur die schnell aufgenommenen Schnappschüsse, die diese besonderen Momente fingen. Das perfekte Foto fand ich nicht.

Und so malte ich eben.

In der Malerei kann ich Dinge weglassen, ich kann zwei Fotos miteinander verbinden.
Habe alle Möglichkeiten und Freiheiten. Und kann durch Farbe Stimmung erzeugen. Dies war der Anfang, indem ich mich intensiv mit der Beziehung zwischen Tieren und Kindern auseinandersetzte.

Und so konnte ich durch Auftragsarbeiten auch andere Menschen glücklich machen. Menschen, die Tiere und Kinder haben, und diese Momente zwischen ihnen, festhalten wollen. Menschen, die sich ihre Kindheitserinnerungen zurückholen und dieses warme Gefühl durch die Kunst in ihren vier Wänden, immer wieder auslösen möchten. Menschen, die sich in meinen Bildern wiederfinden, sich damit identifizieren können und sich deshalb eines meiner Kunstwerke kaufen.

Habt ihr Interesse an Tamaras Kunstwerken?

Dann schaut doch einfach auf ihrer Website Tamaratavella.com rein. Dort könnt ihr ihren kostenlosen Katalog herunterladen und findet alles über die Hintergründe, Fotos der Bilder mit Detailaufnahmen und Preise!

Liebe Grüße,

Tamara

und auch

Béa & Mounia

Zur Transparenz, wie immer: Dieser Blogpost ist nicht gesponsort, Tamara hat mit ihrem Ansatz unsere Herzen ergriffen und so haben wir diesen Beitrag gänzlich ohne Gegenleistung gebracht. 

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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2 Kommentare

Sabine
Antworten 17. Juli 2019

Vielen lieben Dank für diesen Beitrag - unser Hund hat mehrere gesundheitliche Leiden und jede Narkose könnte die letzte sein. Daher ist sein möglicher Tod seit längerem immer wieder Gesprächsthema in unserer Familie. Nun weiß ich aber, wie ich ihn - abgesehen von den obligatorischen Schnappschüssen - bei uns behalten kann

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