Hilfe, mein Mädchen ist jetzt eine Frau! Heute: die Tage.


Heute gibt es von mir für euch ein paar erprobte Tipps für (vor allem) MädchenEltern zum Thema: die Tage!

Denn die Zeit können wir nicht anhalten, aber wir können die kleinen Ladies auf das vorbereiten, was kommt!

Vorweg: meine Tochter hat den Beitrag gelesen und ihr Einverständnis für die Veröffentlichung gegeben. Denn ich möchte hier im Internet nichts publizieren, womit sie sich unwohl fühlt, fühlen würde, fühlen könnte!

Ja, mein kleines, gerade erst geborenes Mädchen ist jetzt eine Frau. So richtig, mit allem Drum und Dran, mal laut, mal leise – wie es sich für ein Weibsbild gehört!

Mittlerweile sind die Tage ihrer Menstruation für alle Familienmitglieder völlig ok, aber wie es so normal – auch für den großen Bruder (der Kleine hat noch keinen Schimmer) – wurde, dafür habe ich ein paar Tipps.

#1 Lesen bildet!

Wir Eltern haben ihr mit ca. 9 Jahren das Buch Ja, ich habe meine Tage! So what? geschenkt. Dieses Buch sehr lange recherchiert und die Sprache und den Inhalt für sie als passend empfunden. Geschrieben wurde das Buch von einem jungen Mädchen, welches alles Beschriebene selbst erst vor ein paar Jahren erlebt hatte. Also keine alte Frau, die alles wissenschaftlich aufbereitet hat, sondern einfach frisch von der Leber weg in ihrer Sprache.

Klar war die Große erst etwas pikiert. Aber sie verschlang das Buch innerhalb einer Woche klamm und heimlich.

#2 Gemeinsames BindenShopping

Darauf aufbauend habe ich mir die Große ein paar Wochen später geschnappt und ab ging es in den Drogeriemarkt.

Vor dem Regal wurde es interessant, denn auch für mich ist diese Riesenauswahl an Binden und Tampons unüberschaubar.
Wir entschieden uns für ein Pack in cooler schwarz-neon-Verpackung.

Die Ernüchterung kam zuhause! Denn leider sind die einzelnen Binden in steril-langweiligem Weiß verpackt, dass die Coolness ganz schnell flöten geht. Für junge Mädchen ist das wirklich ein Thema und ich hoffe, dass das irgendwann ein paar Hersteller erkennen!

#3 Private Schublade im Bad

Endlich war es für unsere Große an der Zeit für eine eigene Lade im Bad. In die sie – *hüstel* – aus Mutti’s Sicht noch viel zu viel reinstopft. Aber so hat sie wenigstens einen bestimmten Fleck, nahe zur Toilette und Dusche und muss nicht erst quer durch die Wohnung wandern.

#4 NotfallTäschli für die Schule

Für die Schule packten wir ein kleines, unscheinbares Täschlein mit Inhalt: Wechselschlüpfi und 2 Binden.

 

Das war es dann erst einmal für ein paar Monate.

Meine Tochter war damit auf den Tag der Tage vorbereitet.

Gespräche zwischen den Mädchen zur Regel gab es zu dieser Zeit (ca. 4. Klasse) keine.

Aber wir Mütter tauschten uns untereinander aus. Wir sprachen auch mit der jungen, sehr tollen Klassenlehrerin, die sich des Alters gar nicht bewusst war und dankbar unseren Tipp entgegennahm, ein paar Pack im Lehrertisch zu deponieren.

#5 Codewort für Privatsphäre im Bad

Mittlerweile haben wir familienintern ein Codewort für die geschlossene Badtür unserer Tochter entwickelt.

Bei „Durchfall“ ist sie allein zu lassen! Da haben keine Brüder ins sonst offene Badezimmer zu stürmen! Es sei denn, sie gewährt ausdrücklich Einlass.

#6 Mutti kauft ein – noch!

Für den Nachschub ist Mutti zurzeit noch zuständig – mit konkret-korrekter Ansage von der Tochter. Dafür muss sie ihr Taschengeld natürlich nicht verwenden. Aber in nächster Zeit darf sie sich selbst vor dem Regal austoben. Jetzt mit 12,5 Jahren schafft sie das schon allein.

 

Und dann kommen die Gefühlsausbrüche und die ersten Liebeleien. Aber das ist Stoff für andere Texte.

 

Es bleibt spannend – haltet die Ohren steif,

Eure Yvonne

Yvonne Petzke
About me

Berliner Mom of 3 * Sport (Marathon) * Reisen * Natur * Mode * Beauty * * Aktuelles und Persönliches über mich und mein Leben findet ihr auf Instagram unter @yvonne_tollabea

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