Hitzewelle – was tun? Wie wir einander und der Natur helfen können


Hitzewelle. Das heißt für viele Urlaub, Badesee und Freibad, Erholung und Entspannung… Mit kalten Duschen, eingekühlten Getränken und auch gerne mal ein Eis geht es vielen auch in den Städten gut. Die Natur als Rückzugsort und zur Entspannung ist wunderbar, wir können die Beine baumeln lassen und die Jahreszeit in vollen Zügen genießen.

Nur ist die Hitze nicht für jeden gut und unter der anhaltenden Trockenheit leidet die Natur, besonders in den Städten.

Hier können wir alle was tun, auch mit unseren Kindern!


„Die Natur ist kein Ort, den man besucht. Sie ist unser Zuhause.“

Hitzewelle. Was können wir konkret tun?

1. Bäume und andere Pflanzen gießen

Den eigenen Garten bewässern, das tun sicher alle. Bäume spenden Schatten und kühlen die Umgebung ab. Aber alle Bäume brauchen Wasser!
Hier ist es an uns zu helfen, wenn kein Regen in Sicht ist. Eimer und Gießkannen schnappen, mit Wasser füllen und den Bäumen das lebensnotwendige Nass verschaffen. Besonders junge Bäume brauchen diese Unterstützung, um zu überleben.

Ein Liter Trinkwasser kostet in Berlin 0,5 Cent. Ein Wassereimer gefüllt mit 10 Litern: 5 Cent. Das Gefühl etwas Gutes für die Natur zu tun, sie uns zu erhalten: unbezahlbar. Gerade auch Kinder werden Freude daran haben, die Pflanzen zu gießen.

Ich habe mir gestern meine Jungs geschnappt (ein Teenager und ein junger Erwachsener) und nach anfänglichem Murren haben wir dann gemeinsam die Bäume auf dem Hof gegossen. Die Aussage meiner Kinder danach: „Mama, das war nicht genug.“ Heute werden wir Straßenbäume bewässern, weil sie besondere Zuwendung brauchen. Geschädigt durch Urin von Hunden und den verdichteten Boden am Straßenrand.

Die beste Zeit zum Gießen von Bäumen ist morgens und am Abend, wenn die Hitze nachgelassen hat. Bitte erst angießen und warten, bis das Wasser langsam einsickert. Sonst fließt der Großteil einfach ab und es gelangt nicht genügend an die Wurzeln. Pro Baum ein bis zwei 10-Liter-Eimer Wasser sind eine große Hilfe!

Wir wurden gestern von Nachbarn beobachtet, sind mit einigen ins Gespräch gekommen und auch sie haben sich, teilweise gemeinsam mit ihren Kindern, beteiligt.

2. Wasser für Tiere bereitstellen

Wild lebende Tiere haben bei diesem Wetter auch Durst, besonders den Vögeln in der Stadt fehlt die Pfütze als natürliche Wasserquelle. In den Gärten, auf dem Balkon Wasserbäder aufstellen, ist eine enorme und willkommene Hilfe. Gern eine Schale oder ein etwas tieferes Gefäß mit einem Stein darin. Dann können kleine Vögel auch baden. Das Wasser natürlich täglich wechseln und die Gefäße reinigen.
Hier können auch die Kinder wieder helfen und sogar zusehen, wie sich die Tiere an dem kühlen Nass erfreuen. In den Gärten werden sicher auch Igel und Eichhörnchen dieses Angebot nutzen.

Nicht nur Pflanzen und Tiere brauchen bei dieser Hitze und Trockenheit dringend unsere Hilfe. Nicht jeder Mensch ist in der Lage, sich durch eine Dusche Abkühlung zu verschaffen und ausreichend Wasser zu sich zu nehmen, um nicht zu dehydrieren. Obdachlose brauchen auch im Sommer dringend Unterstützung! Jemandem Wasser zu schenken oder mit einer Geldspende zu helfen, ist etwas, was wir alle tun können. Bei älteren und kranken Nachbarn klingeln und fragen: „Haben Sie ausreichend Getränke? Soll ich vom Einkaufen etwas für Sie mitbringen?“

3. Menschen Wasser anbieten und sie ans Trinken erinnern

Auch Postboten und Lieferanten freuen sich über ein Glas Wasser. Gerade ältere Menschen vergessen oft zu trinken. Mit einer netten Geste können wir sie alle daran erinnern!

Wir alle können unseren Beitrag leisten und uns gegenseitig durch diese Hitzeperiode bringen.

Die Natur, die Tiere und unsere Mitmenschen sind dafür dankbar. Unseren Kindern Vorbild sein, ihnen die Werte vermitteln und sie mit einbeziehen. Gerade wenn Kinder etwas für die Natur und andere Menschen tun, übernehmen sie etwas Verantwortung und sind stolz auf sich. Auf andere Menschen und die Umwelt achten ist wichtig und wertvoll. Achten wir einander und die Natur, geben wir das an unsere Kinder weiter.

Liebe Grüße,

eure mindfulsun

P.S. von Béa:

Danke an mindfulsun für diesen klasse Beitrag. Habt ihr noch mehr Tipps und Ideen für die Hitzewelle – was können wir noch tun?

P.P.S. auch von Béa, Update 2019:

… und ganz wichtig, Liebe Leute: Grillen im Wald – einfach lassen! Dickes Nein!

Reblog von 2018. Die Hitzewelle ist wieder da!

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

Am Anfang kann sich Meditation sehr merkwürdig anfühlen. Jetzt muss ich nicht meditieren – ich möchte.
17. Oct 2019
Selbstregulation funktioniert nicht mit: „Geh in dein Zimmer und komm erst wieder raus, wenn du dich beruhigt hast.“
02. Sep 2019
Kindern Wahrnehmung und Gefühle nicht absprechen
17. Aug 2019
Brief an alle, die denken wegen ihrer Depression keine gute Mutter zu sein
03. Aug 2019
Humor? Ja, bitte! Mit Einfühlungs-Vermögen und Feingefühl
31. Jul 2019
„Was gibt es denn daran nicht zu verstehen? Kannst du nicht lesen?“
23. Jul 2019
Das Teenagerzimmer – unendliche Unordnung? Unsere Erfahrungen zum Thema „Aufräumen“
20. Jul 2019
Warum manche Menschen absolute Mückenmagnete sind
17. Jul 2019
„Mama wir wollen einen Hund“! – Nein! Jein! Ja!
13. Jul 2019

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Werbung

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem Stern (*) markiert.