Interview mit den Autoren von „Zehn Punkte für Anton“ – Lady Grimoire


Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind zwei Autoren aus München, die sich dreimal in der Woche nach der Arbeit in einem Café zum Schreiben treffen. Ich, Ago, arbeite als Schreibkraft bei der Polizei. Ich, Torsten, absolviere derzeit eine Ausbildung zum Altenpfleger, die ich nächstes Jahr erfolgreich abschließen werde. Wir haben uns im Jahr 2009 über „Lokalisten“ kennengelernt, da wir festgestellt haben, dass wir viele gemeinsame Interessen haben, und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Wir finden beide große Erfüllung darin, Kinderbücher zu schreiben, unsere schöpferische Fantasie in ihnen auszuleben und unsere „Inneren Kinder“ darin Purzelbäume schlagen zu lassen.

Wie kamt ihr zu eurem Autorenname Lady Grimoire?

Unser erstes Kinderbuch, das den Titel "Flocke und Schnurri" trägt, haben wir erst einmal als Indie-Autoren bei Amazon veröffentlicht. Als wir uns damals ein Pseudonym überlegt hatten, sind wir auf „Lady Grimoire“ aus folgendem Grund gekommen: Wir waren nämlich der Meinung, dass eine Autorin für Kinderbücher einfach besser bei den Lesern rüberkommt. Deswegen haben wir „Lady Grimoire“ gewählt, um uns sozusagen als eine Autorin auszugeben. Als wir einen Verlag gefunden haben, der „Flocke und Schnurri“ herausbringt, haben wir uns dazu entschlossen, uns auch weiterhin „Lady Grimoire“ zu nennen, da unsere früheren Leser uns unter diesem Namen kennen. Diesmal haben wir uns bei den Onlineportalen Amazon, Hugendubel, Weltbild, Thalia und anderen als zwei männliche Autoren zu erkennen gegeben.
Der zweite Band aus der Flocke-und-Schnurri-Serie wird im Herbst 2014 ebenfalls beim Verlag erscheinen. Der Titel heißt „Flocke und Schnurri – Verhextes Halloween“. Zehn Punkte für Anton ist unser drittes Kinderbuch, das wir im Selbstverlag bei Amazon anbieten.

Wie kamt ihr auf die Idee, Zehn Punkte für Anton zu schreiben? Habt ihr Kinder?

Nein, wir haben keine Kinder. Bei unseren Kindergeschichten legen wir großen Wert darauf, dass sie originell und kreativ sind. Die Idee zur Geschichte ist uns „aus heiterem Himmel“ zugeflogen, wie es bisher immer der Fall ist. Wenn wir Ideen haben, schreiben wir sie immer sofort auf, auch wenn sie nicht zur aktuellen Geschichte passen, und verwenden sie für eines der kommenden Bücher. Als wir die Geschichte geschrieben haben, wussten wir nicht, dass es tatsächlich Marienkäfer ohne Punkte gibt. Wir waren sehr froh darüber, denn es hat die Glaubwürdigkeit unserer Geschichte untermauert.

Worum geht es bei „Zehn Punkte für Anton“?

Das lässt sich am besten mit Hilfe des Klappentexts beantworten: In einem schönen Garten voller blühender Pflanzen lebt ein Marienkäfer namens Anton, der durch eine Laune der Natur keinen einzigen Punkt auf seinen Deckflügeln besitzt. Durch sein Anderssein wird er oft von anderen Insektenkindern beleidigt und geärgert, was ihn sehr traurig macht. Eines Tages lernt er die wissbegierige Raupe Henry kennen. Sie erzählt ihm von einem mysteriösen Gegenstand, der ihm zu Punkten verhelfen könnte, und bietet Anton ihre Hilfe an. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernen sie Freddy, die unmusikalische Grille, und Hubert, die Stubenfliege, kennen, die sie auf ihrer Reise begleiten. Ob die treuen Freunde Anton wirklich helfen können, sich seinen sehnlichsten Wunsch nach waschechten Punkten zu erfüllen?

Woher kam die Inspiration?

Wir wollten gerne einmal eine Kindergeschichte über Insekten schreiben und als wir die Idee zu Anton hatten, bot sich die Gelegenheit. Wir hatten sehr viel Spaß dabei, uns in die Insektenwelt hineinzuversetzen.

Was ist eure Lieblingspassage aus dem Buch?

Wir finden, dass das Happy-End sehr schön gelungen ist.

Wer hat euch bei dem Buch geholfen? (Eure Kinder?)

Niemand hat uns bei der Verwirklichung des Buches geholfen, wir haben es zusammen ohne fremde Hilfe geschrieben. Die einzige Quelle, die wir hinzugezogen haben, war das Internet, um zu recherchieren, wie zum Beispiel eine Raupe spinnt oder dass zum Beispiel Libellen zwischen ihren Facettenaugen sogenannte Punktaugen besitzen, die als Gleichgewichtsorgan
dienen.

In eurem Buch geht es auch um „Glück“ – was macht euch glücklich?

Wenn wir ehrlich sein sollen, das Schreiben macht uns glücklich, weil unsere Geschichten uns selbst zum Lachen bringen. Es bietet uns einen Ruhepool gegenüber unserer Arbeit. Und wenn unsere Bücher den Lesern auch gefallen, dann ist das das pure Glück für uns.

Was war euer Lieblingskinderbuch?

Mein (Torstens) Lieblingsbuch ist „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler.
Ich (Ago) mag das Buch „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

Womit habt ihr als Kind am liebsten gespielt?

Ich (Torsten) habe mit einem Zauberkasten sehr gerne gespielt, den ich mal zu Weihnachten von meinen Eltern geschenkt bekommen habe.
Ich (Ago) habe mich jedes Mal bei dem Brettspiel „Mensch ärgere dich nicht“ geärgert, wenn ich mal verloren habe, dennoch hat mir das Spielen sehr viel Spaß gemacht. „Monopoly“ habe ich auch sehr gerne mit Freunden gespielt.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Wir planen, weitere Bände von „Flocke und Schnurri“ zu veröffentlichen und wünschen uns, dass es bald auch in Buchhandlungen ausliegt. Das wär unser allergrößter Wunsch als Kinderbuchautoren. Übrigens, man kann unseren Buchtrailer bei YouTube sehen (Flocke und Schnurri – Buchtrailer).
Unser nächstes Kinderbuch, das wir schreiben, ist ein Roman, in dem es um eine Junghexe geht, die eine Hexenschule in London besucht. Ihr dürft gespannt sein, denn es wird auf jeden Fall magisch und spannend …

Abschließend würde mich noch interessieren, was ihr von der Tollabox haltet?

Wir finden die Idee von der Tollabox großartig, dass Kinder zum Basteln und Spielen angeregt werden und somit ihre Kreativität gefördert und ausgelebt wird. Jeden Monat kommen neue anregende, abwechslungsreiche Ideen für die Kinder komplett ins Haus geliefert, was auch für die Eltern eine Entlastung bietet, da sie die Utensilien zum Basteln et cetera nicht erst besorgen müssen.

Vielen Dank für das Interview!

Sarah

Jetzt kommt’s: Ago und Torsten alias Lady Grimoire verlosen drei signiert Exemplare von "Zehn Punkte für Anton". Um bei der Verlosung mitzumachen, teilt bis zum 20.06.2014 unseren Post auf Facebook und kommentiert etwas Nettes dazu oder teilt via Twitter @Tollabox und @Lady_Grimoire. Wer nicht so gern Social Media nutzt, teilt am besten über Email und lässt es uns mit einer Email an info@tollabox.de wissen! Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Die Gewinner geben wir Ende nächster Woche bekannt.
Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

Monsterweihnacht – eine Minutengeschichte von Cally Stronk und Christian Friedrich für kleine, große und ewige Kinder
05. Dec 2018
Der größte Adventskalender der Welt – Kurzgeschichte von Cally Stronk und Christian Friedrich für kleine, große und ewige Kinder
07. Nov 2018
„Wie der Tiger seine Streifen bekam“ – ein vietnamesiches Märchen in zwei Sprachen – mit Verlosung
14. Oct 2018
Jetzt mal ganz ehrlich, Mama! Das etwas andere Bloggerinnen-Interview mit Laura Fröhlich von „Heute ist Musik“
30. Jul 2018
Eltern-Blogger-Trends mit Jessi Schonk: Mein Kind wird groß und das fühlt sich wunderbar an.
13. Feb 2018
Eltern-Blogger-Trends mit Sabine Ponath: Kinder haben es verdammt nochmal verdient, dass wir uns anstrengen und politisch aufwachen!
29. Jan 2018
Mit Kindern über den Tod reden – ein Tipp von Béa und Buchempfehlungen aus der Community
20. Jan 2018
10 Tipps wie ich meine Kinder zum Lesen motiviere – Gastbeitrag von Kinderbuchautorin Cally Stronk
24. Nov 2017
Verlosung * Die Trotzphase ist kein Ponyhof – das neue Buch von Christina, Einerschreitimmer * Empfehlung
20. Sep 2017

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem Stern (*) markiert.