Kennt ihr schon die neue NETFLIX Serie SEX EDUCATION? Echt empfehlenswerte Serie! *werbung weil Marke genannt*


So, vorneweg, das ist keine bezahlte Werbung, dennoch kennzeichnen wir vorsichtshalber mit #werbungweilmarkegenannt. Anmerkung Béa: Wir erhalten NICHTS dafür, dass wir darüber schreiben. Mounia war es ein Bedürfnis, darüber zu schreiben – und ich fand es gut, dass die Jüngste aus der Redaktion sich des Themas annimmt.

Vielleicht kennt ihr den Namen bereits oder habt die Serie bereits bei Netflix entdeckt. Die Rede ist von der Serie „Sex Education“.  Warum ich sie äußerst empfehlenswert finde, verrate ich euch hier!

Die Serie“ Sex Education“ ist eine relativ neue Sendung aus dem Jahr 2019 und hat bisher eine Staffel. Sie wurde mit dem Anbieter Netflix produziert und zählt trotz seiner kürzlichen Veröffentlichung bereits zu den beliebtesten Netflix Serien des Jahres!

Sex Education/ Sexualkunde ist bei uns etwas liegen geblieben…

Aufklärung in unserer Generation? Najaaa, würde ich da sagen und das „a“ besonders langziehen. Klar, in Sexualkunde lernen wir eine Menge über die Anatomie des Körpers, wie Babys entstehen, und wie man sich verhüten soll – aber das Thema Sex, der Sex an sich und seine einhergehenden „Probleme“ sind nach wie vor etwas, über das nicht allzu viel geredet wird.

Dabei ist es unheimlich wichtig darüber zu reden, denn gerade bei heranwachsenden Jugendlichen schlummern viele Hemmungen, sozialer Druck oder Ängste in diesem Thema. Sie wünschen sich Antworten, aber trauen sich nicht nachzufragen.

Aber worum geht es überhaupt in der Serie?

Ohne zu viel zu ’spoilern‘ kann ich kurz und knapp sagen, dass es um den jungen Schüler Otis geht, der, obwohl er selbst sexuell unerfahren ist und einige Schwierigkeiten in diesem Bereich hat, er durch seine Mutter als Sextherapeutin eine Menge Wissen parat hat und versucht seinen Mitschülern als durch Geld Sex Ratschläge zu geben. Klingt zwar skurril, ist aber echt tiefsinnig und witzig!

In jeder Folge wird ein typisches Thema über Sex aufgezeigt – über echten Sex! Nicht die klassischen Hollywood Dinger, in dem der Sex bei Kerzenschein und romantischer Musik einfach „magisch“ ist! Ha, sag ich da nur…  und muss dabei die Augen verdrehen. Denn so läuft es nicht immer ab, zumindest nicht im „echten Leben“.

Allerdings vertritt die Serie „echte“ und authentische  Situationen sowie Probleme – den Orgasmus faken, nicht wissen, was einen erregt oder Blockaden haben…

Und allem voran ist die Message der Serie folgende:
Es hilft mit jemandem darüber zu reden!

Natürlich geht es nicht nur um Sex, sondern auch um Freundschaft, Liebe und dem Mut dazu man selbst zu sein! Jugendliche können sich darin wieder erkennen!

Mein Highlight: Sex Education hat tolle Aspekte

1. Die Repräsentation von gesunden Körperbildern

Die eine Figur ist eher schlaksig, die andere etwas pummelig. Doch anders als in klassischen Hollywoodproduktionen ist das Körperbild sehr vielseitig und nicht bloß spargeldünn! Der Protagonist Otis Milburn ist als männliche Figur eher unmuskulös und dünn, was wie ihr wisst nicht dem starken „männlichen“ Ideal entspricht.

Andere wiederum haben mehr auf den Rippen. Mir scheint, als gehe es in der Serie nicht zwangsläufig um die Verbreitung des sogenannten „Schönheitsideals“, sondern darum, authentischen Content nahezubringen. Und dazu gehören auch Darsteller, die wie „echte Menschen“ aussehen!

2. Die Repräsentation von Homosexualität

Meine absolute Lieblingsfigur der Sendung ist Eric Effiong, ein dunkelhäutiger homosexueller Junge, der große Freude daran hat sich bunt zu kleiden, extravagant zu schminken und viele bunte Kleidungsstücke trägt. Er ist ein loyaler Freund und findet viel Kraft in seinem christlichen Glauben. Die Serie gewährt einen eindeutigen Einblick in sein Leben und die Strapazen, die er aufgrund seiner sozialen Stellung Tag für Tag ertragen muss. Zwischendurch blieb bei mir kein Auge trocken, weil bestimmte Serienmomente sehr „heftig“ waren.

Und auch sonst gibt es noch weitere schwule und lesbische Figuren, ohne dann deren Sexualität zunehmend im Vordergrund steht und wie immer thematisiert wird. Nach dem Motto: „Das ist meine Freundin Anna. Sie ist übrigens lesbisch.“ Bei heterosexuellen Personen sagen wir das schließlich auch nicht immer, oder?

3. Die Repräsentation von starken Frauen!

Besonders mag ich die Vertretung von den weiblichen Figuren, die anders als oft nicht nur aus den schüchternen und niedlichen kleinen Mädchen bestehen, sondern es faustdick hinter den Ohren haben. Eine offene Mutter als Sextherapeutin, eine toughe Schülerin als Protagonistin, eine etwas quirlige „nerdige“, die unbedingt jemanden zum Sex haben sucht… Mag ich!

Was ich an der Serie nicht so gut fand:

Natürlich gibt es auch immer etwas zu kritisieren und eine Sache hat mich in den letzten Folgen besonders gestört. Gegen Ende der Sendung entsteht eine sexuelle Spannung zwischen zwei Jungen. Und obwohl ich die Repräsentation von homosexuellen Paaren außerordentlich wichtig finde (!!!), mochte ich dennoch die Umsetzung nicht. Denn: Der Mobber, der die ganze Staffel über den homosexuellen schwarzen Jungen schikaniert hat, beginnt eine unerwartete körperliche „Beziehung“ mit ihm. Und der Schikanierte macht sofort mit!
Ich finde es „gefährlich“, wenn Gewalt unter zwei Menschen im Nachhinein romantisiert wird… egal ob das Männer oder Frauen sind.

Dennoch, im Großen und Ganzen – oder auch gerade um solche Themen ins Gespräch zu bringen:

Ich finde, Jugendliche sollten diese Serie unbedingt schauen!

Im Jugendalter werden wir erstmals mit dem Thema Sex konfrontiert. Mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen stehen sie oft noch bei null. Sie haben unheimlich viele Fragen und wissen kaum, wo sie suchen sollen. Deshalb ist eine Serie ohne Klischees von Sex ein guter Anfang!

Als ich selbst ein Teenager war, gab es die Sendung leider noch nicht, aber selbst heute musste ich beim Schauen der Episoden immer wieder nickend zustimmen und konnte mich mit vielen Gedanken identifizieren. Ich hätte eine Sendung wie diese schon früher gern geguckt und es hätte mir viel gebracht.

Deshalb kann ich die Serie besonders Teenagern sehr gut empfehlen!

Was haltet ihr von „Sex Education?“ Habt ihr die Serie gesehen? Könnt ihr sie auch empfehlen oder findet ihr sie nicht so toll?

Hier der Trailer, falls ihr mal reinschnuppern und euch einen ersten Eindruck verschaffen wollt!

Abschließend noch mal zur Transparenz: Das ist kein sponsored Post, sondern eine persönliche Empfehlung von mir!
Aber zur Sicherheit schreiben wir hier: *Werbung wegen Namensnennung*!

Liebe Grüße,

Mounia

Mounia
About me

Ich - 24 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten. Und durch ein Praktikum bin ich nun bei Tollabea gelandet und werde hoffentlich weiterhin viel lernen und den Blog damit erweitern. :)

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