YouTube – schützt eure Kinder im Netz #ElsaGate YouTube-Kids


Heute möchte ich euch warnen und vorweg – es wird Informationen geben, die nichts für schwache Elternnerven sind.

Aber das ist leider die Realität! Und ich sehe meine Rolle als Mutter und Bloggerin auch im Wissen verbreiten, was möglich ist und leider Alltag ist.

So möchte ich z.B. alle Apps verstehen, mit denen meine Kinder unterwegs sind! Und ich spreche ganz deutlich mit meinen Großen (9 und 12 Jahre) über eventuelle Gefahren im Internet. Nicht schwammig und rosig, sondern ganz direkt.

Ich habe die Möglichkeit und Pflicht, mit euch diese Themen anzusprechen, die einfach viel mehr ins Licht gerückt werden müssen, die auch viel mehr in die Medien kommen müssen.

Es gibt aktuell ein sehr interessantes, auch verstörendes, englischsprachiges Video von MattsWhatItIs. Welches ich euch sehr ans Herz legen möchte, dass ihr noch besser versteht, worum es geht.

Denn hier geht es nicht einfach um die alt bekannte Diskussion KINDERFOTOS IM NETZ. Hier geht es viel tiefer, um Manipulation und Sexualisierung unserer Kinder!

Denn anscheinend gibt es ein neues YouTube Deep Web, in das man mit wenigen Klicks in einen soft-Porno-Bereich gelangen kann.

Der YouTube-Algorithmus trägt leider genau dazu bei. Denn es werden angeschaute Videos gespeichert und euch später passende gezeigt.

Klar – darum gibt es bei uns auch stets und ständig die Gummibärenbande. Ok, nach dem heutigen Tag und der Recherche zu diesem Beitrag muss ich in den kommenden Tagen wohl etwas mehr Augenmerk auf das legen, was meine Kids schauen.

Aber zurück:

Das Verfängliche ist, dass ihr aus diesem Bereich selbst mit Hilfe der vorgeschlagenen Videos nicht mehr selbst heraus kommt.

Denn es werden euch wieder und wieder ähnlich passende Videos vorgeschlagen. Es ist ein Teufelskreis.

Aber das wirklich Schlimme ist, die vorgeschlagenen Videos sind monetarisiert, d.h. es wird Werbung drauf gespielt!

Holy Shit! Und danke, YouTube!

In den Kommentaren wird es wirklich widerlich – es werden Time Stamps (genaue Zeitverlinkungen) genannt, in denen die Mädchen z.B. ihren Bauch zeigen. Und die anderen Kranken springen drauf und kommentieren die sexualisierten Positionen.

Offensichtlich weiß YouTube davon, aber tut nicht genügend dagegen. Denn einige Videos haben mehrere millionen Views auf monetarisierte Videos. Und hey – das muss doch auffallen?!

Und meist sind es keine direkt in YouTube hochgeladenen Videos, sondern re-uploads – also von irgendwo her und dann hochgeladen – also aus welchen Apps auch immer.

#ElsaGate – das Spiel mit der Manipulation

Unter #ElsaGate wurde schon vor Monaten auf die profitgelenkte Manipulation von scheinbar kinderfreundlichen Videos aufmerksam gemacht.

Den Kindern bekannte Figuren machen Dinge vorwiegend auf der vermeindlich kinderfreundlichen App YouTube-Kids, die nun weiß Gott nicht kinderfreundlich sind.

Es werden Gefühle geäußert und Dinge getan, die so überhaupt nichts mit Kinderphantasien zutun haben. Die Gefühle von starker Liebe und starker Eifersucht, Hass kennen 4-Jährige kleine Elsa-Fans einfach noch nicht so ausgeprägt und sollten diese über derart befremdliche Videos schon gar nicht gelehrt bekommen – ganz abgesehen von massivem Alkoholkonsum und blutiger Gewalt!

Da fragt man sich, warum diese Videos im Zusammenhang mit den Kindervideos auftauchen, ganz zu Schweigen vom Lerneffekt.

Mein grundsätzlichen Tipps für alle Eltern im Umgang mit Kindern und dem Internet:

  • Lasst nie die Kids allein einfach vor einem Screen sitzen. Ihr könnt leider auf YouTube-Kids nicht 100%-ig vertrauen.
  • Falls verstörende Inhalte auftauchen, sofort das Bild schließen und direkt über das Gesehene sprechen.
  • Sorgt ständig für eine gute Vertrauensbasis zwischen euch!
  • Versucht – ihr Eltern – das Video wieder zu finden, zu melden!

Und das sind unsere ganz eigenen Regeln/ Bitten:

  • Meine Kinder spielen keine Videos oder Fotos ins Netz!
  • Sie nutzen keine Apps, mit denen sich leider auch die Freund*innen im Netz darstellen.
  • Freund*innen filmen sie nicht! Niemals! Das ist meine ganz große Bitte!
  • Kinder sollten immer nur Apps und Technik allein benutzen, die sie auch vollumfänglich einschätzen können.
  • Ich kenne alle Apps, in denen sie unterwegs sind.

Natürlich gibt es auch den Park oder den Schulhof, auf dem selbst schon jüngere Kinder mit Smartphones und dem weiten Internet in Berührung kommen. Das könnt ihr als Eltern garnicht unterbinden. Aber ihr könnt eure Kinder stets und ständig zu einem gesunden Umgang mit diesem Medium anhalten.

Wenn sie sich unwohl fühlen, dass sie dann ganz einfach wegschauen oder gar weggehen sollen. Natürlich können dann Hänseleien kommen, Beschimpfungen folgen. Aber euer Kind hat sich entschlossen, die Bilder nicht anzusehen, sich vor dem folgenden Kopfkino zu schützen. Und das ist ein Riesenschritt!

 

Leute, Leute – so habe ich mir das Muttersein nicht vorgestellt! Überall lauert ein neuer Mist. Das Elternsein ist wirklich nicht langweilig.

 

Alles Liebe und bleibt wachsam,

Eure Yvonne

 

Yvonne Petzke
About me

Berliner Mom of 3 * Sport (Marathon) * Reisen * Natur * Mode * Beauty * * Aktuelles und Persönliches über mich und mein Leben findet ihr auf Instagram unter @yvonne_tollabea

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2 Kommentare

Hannah
Antworten 1. März 2019

Vielen, vielen Dank für den Artikel! Es ist unglaublich wie viele Eltern den Umgang mit Sozialen Medien und auch den entsprechenden mobilen Geräten trivialisieren. Es müsste da eigentlich sowas wie einen „Führerschein“ geben. Eine gute, kindgerechte Anleitung. Und es dient wirklich nur ihrem Schutz! Finde die einzelnen Punkte, die du aufgeführt hast super, wobei es wohl nicht nur YouTube betrifft sondern (evtl etwas später) eigentlich alle Apps, die Foto- und/oder Videofunktionen integrieren.

Sabine
Antworten 1. März 2019

Das ist wirklich erschreckend und ich bin daher so froh, dass wir kein iPad und kein Smartphone für die Kids haben. YouTube schauen meine Kinder nie.
Grundlegend muss ich euren Tipps einfach recht geben: lasst Kinder nie alleine bei etwas, was sie zum ersten Mal machen. Sei es das Video oder beim Sport. Bei Sendungen oder Fernsehen limitieren wir auf maximal 40 min in der Woche. Jede Sendung schaut mindestens ein Elternteil von uns immer mit.

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