Lehrer- und Erzieher-Tricks 1 bis 4 – was gute Pädagogen tun


Mit euerer Hilfe eröffne ich eine neue Rubrik: Lehrer- und Erzieher-Tricks! Klingt ein wenig nach Hokus-Pokus, aber ich beabsichtige viel mehr als das. 

Zum Hintergrund: Vor einigen Jahren habe ich die Phorms Schulen mitgegründet und kann mit Stolz sagen, dass wir damals schon einen Ruck durch die Bildungsszene bewirkt haben. Ich kam dazu über Umwege, bin selbst keine Pädagogin. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen und Kommunikation studiert – und die Schulen habe ich zusammen mit einem Unternehmerteam gegründet und sechs Jahre lang gemanagt – aber natürlich nicht selbst pädagogisch geleitet. Dazu habe ich wunderbare Schulleiter, Lehrer und Erzieher eingestellt – die mir eine ganze Welt eröffnet haben. Und ich weiß, dass viele wunderbare Menschen in dieser Bildungsbranche sind, die tagtäglich mit Herz und Seele unsere Kinder – und somit unsere Zukunft! – betreuen, anleiten und liebevoll begleiten. Diese Menschen möchte ich hier ein wenig beleuchten.

Richtig gute Pädagogen sind in allem, was sie tun, gute Pädagogen – und sie auf Tipps und Tricks zu reduzieren wird ihnen nicht gerecht. Aber das, was Eltern von diesen „Life-Hacks“ erreicht und beeindruckt ist ein Teil ihres Könnens, der uns allen helfen kann – und deswegen will ich dem hier einige Beiträge widmen.

In meiner Tollabea Facebook-Community habe ich neulich die Frage gestellt: << Ich möchte im Blog eine neue Rubrik aufmachen, die gute Lehrer und Erzieher anerkennt und lobt und dazu brauche ich euren Input. Ich suche nach den „kleinen Dingen“, die große Wirkung haben. Beispiel: Die Erzieherin meiner Tochter hat nie gesagt „Hör auf zu weinen“ – sie hat immer gesagt: „Komm her, ich verstehe, dass du traurig bist, wenn Mama geht. Ich tröste dich und gleich geht’s dir besser.“ – das hatte eine wunderbare Wirkung auf alle Kinder. Habt ihr ähnliche Beispiele? Wer selbst LehrerIn oder ErzieherIn ist, darf gern auch seine eigenen Tricks verraten…>> – und ich freue mich, dass nicht nur Eltern, sondern Pädagogen selbst geantwortet haben.

Hier ist eine erste Auswahl aus den Antworten – ich starte mit einem sehr umfassenden Lob, das mir zeigt, dass gerade junge Lehrer frischen Wind mitbringen:

Anja Goritzka „Die Lehrerin meines Mittleren ist jung, es ist ihre erste Klasse. Am Anfang hat sie erstmal eingeführt, dass die Schulsachen in der Schule bleiben, damit die Kinder nicht so schwer tragen müssen. Hausaufgaben gibt es nur, wenn die Aufgaben in der Schule nicht geschafft worden sind. Es wurden im Unterricht Kleingruppen gebildet, in der gut lernende und weniger gut lernende Kinder zusammen arbeiten und sich gegenseitig helfen… Spielzeug (Lernspiele) sind in den Pausen sehr beliebt… alles für eine kommunale Schule eher außergewöhnlich aber sehr effektiv und entspannt!“

Und hier sind die weiteren Lehrer- und Erzieher-Tricks

1. Das Selbstbewusstsein von Kindern aufbauen – mit Freude und Humor

Astrid Binder : „Ich war mit meinem Sohn bei der Ergotherapie und bei einer Logopädin. Was mir bei beiden super gut gefallen hat – und was ich auch selbst übernommen habe: wenn etwas nicht funktioniert hat:  NIE ist das Kind schuld. Es hat immer nur geheißen: „Deine Hand macht das nicht richtig!“ oder „Deine Zunge macht das falsch!“ oder „Deine Hand/deine Zunge machen wieder nicht, was du von ihnen willst!“. Sohnemann hat dann auch wirklich mit seiner Hand/Zunge geschimpft! Fand ich total süß! Und dadurch, dass ER NIE schuld war, hat sich sein Selbstvertrauen enorm gebessert! Die beiden Therapeutinnen waren wirklich toll.“

Mona Polzin Mein Sohn sagt gerne „Das kann ich nicht!“ Die Ergotherapeutin sagt dann immer „Du kannst es NOCH nicht.“ Das finde ich sehr motivierend und positiv.

Lima Liso Also ich bin ja Lehrerin und stets bemüht, meinen Schülern möglichst viel Wertschätzung zu geben. Für besondere Schüler hole ich bei Lernhemmungen immer ein Ass aus dem Ärmel. Das kommt aber auf die jeweilige Situation an. In Kunst sind es dann die „Zauberstifte“, mit denen die Ideen aufs Papier gezaubert werden und in Deutsch sind es dann Detektivaufgaben, die ich ihnen ja niemals geben würde, wenn ich nicht glauben könnte, dass in den jeweiligen Schülern besonderer detektivischer Geist schlummern würde. Im Grunde genommen sind es genau die gleichen Arbeiten wie sie alle anderen Schüler bekommen, nur das geheimnisvolle -also das, was ich zu den einzelnen Schülern mit Flüster- oder Zauberstimme sage, ist das Magische für die motivierende Weiterarbeit. Zutrauen in eigene Fähigkeiten stärken – das ist meine Devise!

Sabine Metzker Ich bin Hortpädagogin und das Wichtigste an diesem Beruf ebenso als Lehrerin ist es, Spaß mit den Kinder zu haben, sie anzunehmen wie sie sind und zu unterstützen. Sätze wie „Das ist falsch“ gibt es nicht,sondern: „Versuch es doch noch einmal.“ Kinder ermutigen und viel mit ihnen lachen, dann ist alles andere ein Kinderspiel… 

2. Wirkliches Interesse an den Menschen zeigen und leben, auch in Sondersituationen

Yvonne Süßkind „Die kleinen Dinge“, die die Erzieher meiner Kinder besonders macht, lassen sich mit echtem Interesse und Freundschaft zusammenfassen. Wenn Junior am Wochenende schon mault weil er zwei Tage ohne sie sein soll, oder die Große nach zwei Tagen Sommerferien jammert, warum die Ferien so lang sind, zeigt das wie gut das Team ist. Sie haben IMMER ein offenes Ohr für Elternsorgen, Kindersorgen und die vielen kleinen Geschichten. Eine rief Junior sogar in den Sommerferien an um zum Geburtstag zu gratulieren. Für uns waren die Erzieher bisher immer eine Erweiterung der Familie!

Birgit von Muttis Nähkästchen: Unsere Lehrerin hat unserem speziellen Sohn (Asperger) eine echte Chance gegeben – und intensiv gemeinsam mit uns an Lösungsmöglichkeiten gearbeitet, auch Rückschläge in Kauf genommen, nicht vorschnell aufgegeben … Andere Lehrer sagen da gut und gerne „Das geht mich nix an, dafür werde ich nicht bezahlt!“ und verabschieden das Kind in die Sonderschule. Sie hingegen hat die Herausforderung angenommen, geholfen, sich auch in älteren Jahren noch weitergebildet und Mehraufwand in Kauf genommen – obwohl sie tatsächlich keinen Cent dafür extra bekommt. Jetzt steht dem Kind sogar der Weg ins Gymnasium offen. DANKE!!!

Angela Kästner Meine Tochter hat eine Lese-Rechtschreib-Schwäche und es war ein Kampf für uns alle ihr genug Selbstvertrauen zu geben, dass sie versucht in der fünften Klasse freie Texte zu schreiben. Ihre Lehrerin unterstützt sie, fordert und motiviert sie indem sie nie die Fehler zählt, sondern die richtig geschriebenen Worte. Außerdem schreibt sie immer ganz persönliche Zeilen, was sie besonders gut gemacht hat und was WIR noch üben müssen. Das hat ihr soviel Motivation gegeben, dass sie neulich wirklich eine schöne Inhaltsangabe geschrieben hat
Unten waren wieder die persönlichen Worte, diesmal mit Flecken. Beim letzten Elterngespräch entschuldigte sich die Lehrerin dafür. Es waren ihre Tränen, weil sie so stolz auf die Kleine war. Ich will einen Thron für diese Frau!

Miriam Wallerius Ich versuche mir immer Zeit für die Sorgen meiner Schüler zu nehmen und nutze jede Möglichkeit, kurze, persönliche Gespräche zu führen. Die Schüler schätzen das. Außerdem sage ich selbst in Vertretungsstunden, dass mir die Schüler beim Drannehmen ihren Vornamen nennen sollen, damit sie nicht irgendeine Nummer sind.

3. Ruhe spielerisch verschaffen

Madeleine Wolf Die Lehrerin meines Sohnes hat einen Trick, wenn sie möchte, dass die Kinder still sind und zuhören. Sie sagt dann „Und jetzt: Die Hände ins Versteck!“ und alle verschränken die Arme hinter dem Rücken und finden es ganz lustig. Klappt immer.
(1. Klasse)

Übrigens, bei Phorms wurde das so gemacht: Wenn eine Lehrkraft, oder aber auch ein Kind, sich Ruhe erbitten wollte, hat es einfach nur die Hand in die Luft gestreckt. Abgemacht war, dass alle daraufhin ruhig werden und ebenfalls die Hände nach oben strecken. Wirkungsvoll – und non-verbal. 

4. Liebevoller Umgang und Herzlichkeit pflegen – auch unter den Kindern

Caroline Lehmann Mein Sohn darf, wenn es ihm mal besonders schwer fällt, zu seiner Erzieherin fliegen – dieses Ankommen in „herzlichen Armen“ lässt allen Kummer schnell vergehen, auch bei mir als Mutter.

Christin Reichel In der Kita meiner Kinder sagen die Erzieher jeden Morgen (und nicht nur so daher gesagt, sondern genau so gemeint) zu jedem Kind: „Guten Morgen xy, schön dass du da bist“. Das finde ich toll.

Jennifer Hoffmann Ich finde schon die kleinen Dinge so schön – wenn ich meinen Sohn abhole und die Erzieherin auf dem Boden sitzt mit einem Buch in der Hand und die Kinder alle um sie herum oder auf ihrem Schoß und gespannt der Geschichte lauschen… Solche Gesten und Rituale schaffen Nähe…

Thera Pierbar Letztens hatte ein Kind (1 Jahr 11 Monate) es sehr schwer bei der Verabschiedung des Vaters. Zuerst bin ich mit ihm raus aus dem Raum, damit es zur Ruhe kommt. Es hat sich auch etwas beruhigt. Wir sind wieder rein in den Gruppenraum und es fing wieder ganz herzzerreißend an zu schluchzen. Dann hab ich es fast eine Stunde auf dem Schoß gewogen. Dann stand er irgendwann auf, guckte mich an und wollte sich ein Buch anschauen. War für das Kind sehr ungewohnt, dass es sich so verhält. Aber es tat ihm glaube ich gut, dass er seinem Gefühl nachgehen bzw. es ausleben konnte und dabei noch gehalten wurde. Meine Kollegin wollte ihn „ausbocken“ lassen. Ich kann so etwas nicht. Die Kinder sich einfach ihrem Schmerz selber überlassen.

In diesem Zusammenhang muss ich auch noch etwas von Phorms erzählen: Gerade die Lehrkräfte aus dem englischsprachigen Ausland sprechen Kinder in Kindergarten und Grundschule sehr liebevoll an, oft ist „Darling“, „Sweetheart“ und „Hey gorgeous!“ an der Tagesordnung. Die Kinder lieben diese Anreden!

Da ich noch viel mehr Antworten habe, werde ich diesen Artikel und diese Rubrik „Lehrer- und Erzieher-Tricks“ fortsetzen. Ich freue mich auch außergewöhnlich über euere Kommentare weiter unten – mit neuen Ideen, Fragen, und Tricks. Egal ob ihr Eltern, Pädagogen oder beides seid! Ich finde das Thema wichtig – und mir liegt es am Herzen, die Sache positiv anzupacken und nicht nur ständig über doofe Lehrer und Erzieher zu meckern – sondern den guten die Anerkennung damit zu geben, die sie verdienen. 

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

Top 10 lustige Elternabend-Erfahrungen der Tollabea Community
15. Nov 2017
Verdrehte Pubertät – Hilfe mein Kind ist komisch!
19. Oct 2017
Der Elternabend: Fluch oder Segen? – Überlebenstipps der Tollabea Community
16. Oct 2017
Knetet lokale Köstlichkeiten & gewinnt den Play-Doh Kindergartenpreis *WERBUNG*
28. Jun 2017
Mathe-Angst nicht einpflanzen und nicht züchten bitte!
21. Jun 2017
Große Kinder, große Schulrucksäcke – satch pack Verlosung: Yvonne’s Wahl für die weiterführende Schule (Werbung)
11. May 2017
Hausaufgaben sind nicht lustig – Nachlese der Blogparade #Hausaufgabenhilfe mit Studienkreis – Werbung
09. May 2017
Hausaufgaben – die Eltern sind der Buhmann, es reicht!
03. May 2017
Elternstories rund um Hausaufgaben gesucht! Blogparade #hausaufgabenhilfe und Werbung für Studienkreis
17. Apr 2017

13 Kommentare

Angela
Antworten 11. Februar 2016

Ich arbeite im Jugendamt und mache Erziehungsberatung. Ganz oft habe ich verzweifelte Eltern im Büro sitzen, die sich darüber beklagen, dass ihre Kinder nicht auf sie hören. Ein ganz einfacher Tipp, der bei ganz vielen Eltern für ein Aha-Erlebnis sorgt ist dieser: Aufforderungen nicht als Frage formulieren. Also nicht sagen: "Holst du mir bitte die Butter?", sondern: "Hol mir bitte die Butter!". Die zweite Frage ist genauso freundlich formuliert, nimmt dem Kind aber die Chance, die Frage mit Nein zu beantworten. Für diesen Tipp habe ich schon viele dankbare Rückmeldungen bekommen!

    beabeste
    Antworten 11. Februar 2016

    Lieben Dank! Das ist genau die "Zauberformel", von der ich hier auch predige - eine tolle Bestätigung, die ich beim nächsten Mal wieder aufgreife.

Mama 2.0
Antworten 11. Februar 2016

Ich bin selber (Instrumental-)Pädagogin und finde den Grundsatz wichtig, jedes Kind immer nur mit sich selbst zu vergleichen, um so das Selbstvertrauen zu stärken. Auch mit kleinen Schritten kommt man vorwärts.
Außerdem: Eine gute Pädagogik begründet sich nicht über die Defizite, sondern sie stellt die Potentiale in den Mittelpunkt. Das ist für mich - gerade im Instrumentalunterricht - oberste Regel. Die Kinder merken, ob ein Lehrer das, was er macht, gerne tut oder eben nur "Dienst nach Vorschrift" macht.
Man kann in anderen nur entzünden, was in einem selbst brennt. Ich liebe und lebe für die Musik und habe in den Jahren als Lehrerin schon oft erlebt, wie der Funke übergesprungen ist. Das sind so wundervolle Momente! Lehren heißt, ein anderes Herz für immer zu berühren. Nicht zuletzt deshalb für mich der schönste Beruf der Welt <3

P.S. Einen Trick habe ich mir von meinen polnischen Kollegen abgeschaut. Wenn es laut ist, riefen die immer irgendetwas und alle Kinder antworteten im Chor, danach war Ruhe. Ich fragte nach und wurde aufgeklärt. Der Lehrer ruft "Schumm" (poln., = "Lärm", in Lautschrift) und die Schüler rufen als Antwort: "Stopp!". Das laute Stopp-Rufen lieben alle Kinder! Es funktioniert und ist sehr effektiv. Notfalls auch 2-3x direkt hintereinander, bis es wirklich still ist. Liebe Grüße, Vivi von hexhex

    beabeste
    Antworten 11. Februar 2016

    Ganz wunderbarer Kommentar, liebe Vivi! Danke dir aus dem ganzen Herzen!

Bettina
Antworten 12. Februar 2016

Bin mir jetzt nicht so sicher ob es hier her passt, aber selbst wenn unser Kleiner (3,5Jahre) mal sehr trotzig war, sage ich ihm am Tagesende vor dem Schlafen gehen immer wieder, das ich ihn trotz Wutausbruch sehr lieb habe und froh bin das es ihn gibt und er so wie er ist ein tolles Kind ist. Ist er traurig, weil er z. Bsp. lieber Zuhause wäre als in der Kita, dann sage ich immer :"du darfst heute in die Kita zum Spielen und Spaß haben" , nicht "du musst". Auch im Alltag ist das "du Darfst" an der Tagesordnung. Damit gibt es weniger Streit. Und anstatt dem Wort "Aber" besser" Und" verwenden. Bsp. (Kind:" Ich möchte jetzt nicht aufräumen"! Ich:" Wenn wir gemeinsam aufräumen geht es gleich viel schneller, Und ich habe danach noch Zeit für ...." Wenn er mal was nicht möchte und es aber gerade nicht anders geht, stelle ich immer 2 Möglichkeiten zur Auswahl vor. Bsp. fertig machen zum Schlafen gehen: "du kannst entweder die Zähne putzen oder schon mal den Pullover ausziehen. Klappt meist auch super, statt zu bocken überlegt er was er lieber zuerst möchte, hat eben das Gefühl eine Wahl zu haben .

Liebe Grüße..

    beabeste
    Antworten 12. Februar 2016

    Das passt wunderbar hierher! Eltern haben gute Tricks auf Lager.

Anja
Antworten 22. Juni 2016

Hallo,
ich bin Quereinsteigerin im Hort. Ich betreue zwei Kinder die in Förderklassen gehen.
Ich merke wie gut es den Kindern tut, wenn man sie ernst nimmt und zuhört.
Leider sehen das nicht alle meine Kollegen so.
Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Hoffentlich folgen noch viele weitere.

Liebe Grüße

Annabell Müller
Antworten 23. Juni 2016

Zja dann haben wir definitiv die falschen pädagogen. Meiner Tochter ihre Lehrerin schreit die meiste zeit. Und meine Tochter 1. Klasse hat jetzt schon keine Lust mehr auf die schule. Ich Find es schade das es so ist. Und man merkt es dann eben auch daheim. Ich wünschte lehrer würden einfach mal wieder so sein wie in meiner schulzeit. Da waren sie noch lieb. Und nein die kinder sind alle lieb in der Klasse. Und man hört niemanden schreien nur die und das bis vor die schule. Sie schreit schon wenn sie frühs in die klasse kommt. Und das schulamt sagt kann man nix machen lehrer unterbesetzung. Also bitte. Sowas geht nicht. Und nun sagt mir was man da tun soll.

    Aliena
    Antworten 8. Juli 2016

    Erst das Gespräch mit der Lehrerin suchen, am besten stellvertretend für alle Eltern der Klasse die Klassenelternsprecher.
    Wenn das nichts hilft, an die Schulleitung wenden!

Christa Haider
Antworten 12. Januar 2017

Ich arbeite in einer sonderpädagogischen Tagesstätte und betreue Grundschüler in Förder- und Regelschulen mit unterschiedlichen Auffälligkeiten (ADHS, Autismus, Verhaltensstörungen, Lernschwächen, Entwicklungsverzögerungen,..). Wir arbeiten viel mit Verstärkersystemen.
Hier eine kleine Auswahl:
- wenn Kinder Buchstaben/ Zahlen neu zu schreiben beginnen, male ich grüne Krönchen über jeden schön geschriebenen Buchstaben (wurde mit den Lehrern abgesprochen). So animiere ich das Kind, schön zu schreiben (gemessen an den Fähigkeiten des Kindes)
- Unsere Arbeitsblätter heißen "Schlaumeierblätter"
- Wir vermeiden "Nicht-Wort-Sätze" und sagen den Kindern, was sie stattdessen machen sollen (zB.: NICHT: "nicht rennen", SONDERN: "langsam gehen" oder: NICHT: "fall` nicht runter", SONDERN: "halt dich fest".
- Kinder brauchen viel LOB. Allgemeines Lob (z.B. du bist super) bringen nicht immer den gewünschten Erfolg. Besser, gezielt zu loben (z.B. du kannst gut klettern, du malst so schön bunte Bilder,..)
- Kinder brauchen Struktur und klare Regeln. Wir haben, gemeinsam mit den Kindern, unsere Gruppenregeln (natürlich positiv) aufgestellt und waren verblüfft, wie viel Regeln die Kinder selbst einforderten (z.B.: wir sind freundlich zueinander, wir hören zu,..)
....
LG

    beabeste
    Antworten 13. Januar 2017

    Vielen lieben Dank für diese guten Ansätze, sie sind eine echte Bereicherung! Gerade das Thema "Wie lobe ich richtig" verdient eigentlich einen Extra-Blogpost. Und das mit den Regeln habe ich ja unter Schülern und Lehrer auch selbst erlebt, sie tun gut! Liebe Grüße und einen besonderen Dank, Béa

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem Stern (*) markiert.