Resilienz – warum ich nicht zerbrochen bin


Ihr Lieben, erst mal einen ganz großen Dank an euch! Ich hätte nie mit so viel und so schöner Resonanz zu meinem Blogpost von neulich  „Ich bin ein Flüchtling“ gerechnet. Ihr seid klasse! Ihr habt in den Kommentaren und auch in persönlichen Nachrichten an mich auch so viel von euch selbst erzählt. Ich durfte bewegende Geschichten lesen und ich merke, dass es so viele harte Schicksale gibt, die aber auch gute Wendung genommen haben. Wir haben uns dann gegenseitig zur Stärke, zum Mut, zum Durchhalten gratuliert!

…und dann gab es auch noch eine Frage: Warum zerbrechen manche Leute an bestimmten Situationen, und andere wiederum gehen durch die schwierigsten persönlichen Herausforderung gestärkt hervor?

Warum bin ich nicht zerbrochen?

Nun, ich will euch jetzt den tiefsten Punkt erzählen der damaligen Situation – an dem ich nicht mehr wusste, ob es eine Zukunft für mich gibt – und wie ich mich bewusst zum Überleben entschieden habe.

Dass ich mit nur 12 Jahren den Tod meines Vaters gut verkraften und auch verarbeiten konnte, habe ich ihm selbst zu verdanken. Das habe ich euch bereits erzählt. Mein Vater war 27 Jahre älter als meine Mutter, und deswegen dachte ich nach seinem Tod, dass meine Mutter sich schnell erholen würde und sich zu einem neuen Leben aufraffen würde. Ich liebte meine Mutter,  für mich Ma, für meine Freunde Mabéa. Meine ganze Kindheit über hielt ich sie für die coolste Socke auf Erden. Sie begegnete mir und meinen Freunden auf Augenhöhe, hatte mega Humor, brachte uns bei zu pfeifen wie ein Kutscher, kochte grandios – auch in einer Küche voller Kinder.  Mit ihr zusammen zu sein bedeutete immer maximalen Spaß und maximale Liebe. Deswegen dachte ich sowieso, ich sei das Wichtigste in ihrem Leben und jetzt würde der Spaß weitergehen – nur halt ohne meinen Vater.

Ich lag falsch.
Mein Vater ist im April gestorben, mitten in der orthodoxen Osterwoche, die in Rumänien sehr groß gefeiert wird. Ein wenig wie Weihnachten in westlichen Ländern. Freunde, Verwandte und auch ganz viele Studenten oder Ex-Studenten von meinem Papa scharten sich um uns, trösteten uns, gaben uns Halt. Wir weinten und lachten, wir erzählten uns Geschichten von früher, und sie brachten wie immer in solchen südländischen Kulturen ganz viel Essen mit. Tonnenweise. Mehr als wir jemals alle zusammen essen konnten. Wir brachten es zum Friedhof und gaben es den Armen dort. Es herrschte eine nahezu ausgelassene Atmosphäre. Dass inmitten dieser Atmosphäre meine Mutter unglaublich traurig war wurde für sehr normal gehalten. Dass sie auch die darauf folgenden Monate, den ganzen heissen Sommer hinweg nur schwarz gekleidet und mit verweinten Augen anzutreffen war, besorgte auch niemanden – das entsprach auch der Kultur in unserem Land. Es gehörte sich so. Ansonsten ging sie ganz normal zur ihrer Arbeit als Architektin, kümmerte sich liebevoll um mich, und das Leben schien weiterzugehen.

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Meine Mutter 1983 bei ihrer Arbeit

Ich hätte es cool gefunden, wenn es einen neuen Partner in ihrem Leben gegeben hätte. Ich guckte schon etwas genauer die Männer im Freundeskreis an, die keine Frauen hatten und in Ihrem Alter waren… Aber jegliche Bemerkung meinerseits in dieser Hinsicht blockte sie ab. Sie bräuchte „so was“ nicht, sagte sie, und schwärmte von meinem Vater, von früheren Zeiten. Und wurde trauriger dabei. Na dann eben nicht, dachte ich… ich war eine recht unbeschwerte Zwölfjährige, dann Dreizehnjährige, die viele Freunde hatte, viel draußen spielte, in einer top Basketball Mannschaft war und sich sonst mit dem normalen Pubertätskram beschäftigte. Pferde und so.

Und dann kam etwas, das meine ganze Realität veränderte.
Es war ein regnerischer Herbstabend im Jahre 1983, zu dem Zeitpunkt war ich 14 1/2 Jahre alt und ging gerade frisch in die 9. Klasse. Ich saß im Wohnzimmer, es war abends und ich wartete auf meine Mutter. Sie sollte bei einem Arzt-Terimn gewesen sein, es dauerte und dauerte und sie kam nicht zurück. Die Telefonleitung war tot – aber das war öfters so, man konnte sich eh nicht darauf verlassen, dass eine Telefonleitung immer funktionierte. Irgendetwas stimmte nicht: Meine Mutter ging oft zum Arzt in letzter Zeit. Auch eine kleine OP hatte sie gehabt, sie hatte erst eine Nagelinfektion am großen Zeh, die eine größere Entzündung mit sich brachte, die nicht heilen wollte… Nach etlichen Tinkturen, Verbänden und sonstigen kleinem medizinischen Eingriffen wurde der ganze Zeh amputiert. Sie hatte mir das als „keine große Sache“ beschrieben, und so hatte ich das auch als „keine große Sache“ empfunden. Es war bloß ein Zeh. Oder? An dem Abend fing ich an mich zu fragen: Moment mal, an so einem Zeh ist ja ein ganzer Knochen dran. Warum würde man das abmachen? Und warum war meine Mutter so oft bei Ärzten? Ich fing an, durch die Schubladen ihrer Arbeitskommode zu wühlen: Lauter Röntgenbilder, Krankenhauspapiere mit unleserlicher Schrift. Ich scheiterte schon am Entziffern… Ich schnappte mir den Kram und rannte damit rauf, in den 8. Stock, wo ein Nachbar und Freund meiner Mutter wohnte: Andrei war pensionierter Arzt und ich wußte, dass er mich richtig gern mochte. Ich fuchtelte vor seiner Nase mit den Aufnahmen und den Zetteln und nötigte ihn, sich das anzuschauen. Ich sah, wie sich sein Gesicht verdusterte. In dem Moment kam meine Mutter auch, die mich sowieso bei ihm und seiner Frau vermutete, weil ich oft Abends mit ihnen gern mal eine Partie Scrabble gespielt hatte. Sie verstand sofort, was gerade los war. Wir setzten uns alle zusammen hin und sie beichtete mir, dass sie eine Art Krebs hatte, aber das dieser besiegbar sei. Sie müssen nur einige Lymphknoten heraus operiert bekommen, und anschließend eine Art Bestrahlung… dann würde alles wieder gut werden. Ich nickte und glaubte es…

Wie kam es eigentlich dazu, dass noch im gleichen Winter der Mann meiner Halbschwester aus Deutschland angeflogen kam, um mich zu adoptieren?
Nach zwei längeren Krankenhausaufenthalten meiner Mutter stand die bittere Wahrheit fest: Ihre Krankheit schritt fort. Und wenn sie sterben würde, würde ich Vollwaise werden – und mein Schicksal war bedroht von der Securitate, der rumänischen Stasi.  Ihr Wunsch war: Ich sollte von meiner Halbschwester und ihrem Mann adoptiert werden und nach West-Deutschland ziehen. Ich weiß nicht mehr genau, was zu dem Zeitpunkt durch meinen Kopf ging. Ich wollte mich nicht von meiner Mutter trennen – aber die ganze Situation war so unwirklich, dass ich mich zu dem Zeitpunkt einfach nur freute, den Mann meiner Schwester einmal nur kennenzulernen. Sonst hatte ich Angst vor der Securitate und schätzte West-Europa als ein Paradies an Freiheit und vielen bunten, leckeren und gut duftenden Sachen. Ich glaube, mit 14 Jahren denkt man nicht so richtig strukturiert. Meine Mutter und meine Schwager absolvierten einige offiziellen Termine und als er wieder abflog, war es nicht klar, ob es jetzt mit der Adoption klappen würde oder nicht.

In Januar wurde es klar: Es klappte nicht. Doch dann kam ein neues Problem auf uns zu.
Eines Morgens vor der Schule wachte ich auf und hörte Schreie aus dem Zimmer meiner Mutter. Zu dem Zeitpunkt ging sie nicht mehr arbeiten, sondern hatte tägliche ambulante Chemo-Termine. Besorgt sprang ich zu ihr und fand sie im Bett aufrecht sitzend vor, mit einem recht wirren Blick. Sie starrte den Schrank an, und erst, als ich sie schüttelte, blickte sie mich an und sagte, sie habe schlecht geträumt.

Dabei blieb es nicht: Als ich einige Tage später von der Schule fast Abends nach Hause kam, fand ich sie im Bett wieder, schreiend. Wie ein weidwundes Tier. Markerschütternd. Diesmal gab sie mir keine Begründung mehr. Sie war an dem Tag gar nicht mehr aufgestanden, hatte sich nicht gewaschen, nichts gegessen… und ihr war es nach Schreien. Ich nahm sie in Arm und sie beruhigte sich. Ich machte uns etwas zu essen und sie würgte das einfach nur runter. Für die Nacht beschloss ich, bei ihr im Bett zu schlafen, um sie nicht alleine zu lassen. Am darauffolgenden Tag wurde ich wieder von Schreien geweckt. Das ging einige Tage so. Was sie zum Schreien brachte, war ein Mix aus Schmerzen, Verzweiflung und Dinge, die sie vor sich sah, als wären sie real: Zum Beispiel Würmer im Brot oder Todesmonster im Erbsentopf.

Mit Mühe und Not überzeugte ich meine Ma, mit ihrem Arzt darüber zu reden. Ich glaube, die Sache war uns beiden peinlich. Was los war, konnte ich zu dem Zeitpunkt weder meinen Freunden erzählen, noch den Erwachsenen um uns herum. Ich hatte Angst, dass man sie wegnehmen und einsperren würden. Und irgendwie schämte ich mich auch, eine geistesgestörte Mutter zu haben. Der behandelnde Arzt bliebt ruhig und meinte, dass schizophrene Erscheinungen bei den Cytostatika, die meine Mutter bekam, durchaus als Nebenwirkungen auftauchen konnten. Es würde mit der Behandlung aufhören. Wir sollten uns nicht so viele Sorgen machen.

Die nächsten vier Monate wurden die Hölle.
Ich hielt irgendwie durch. Wenn meine Mutter die Chemotherapie bekam, hatte sie Schreianfälle und Halluzinationen, mit denen ich völlig überfordert war. Wenn die Medikation nicht wütete, realisierte sie, was eigentlich los war und wurde depressiv. Am liebsten wollte sie sterben – und um mich nicht in Stich zu lassen, schlug sie mir einmal vor, gemeinsam zu sterben.

Das ist der Kern meiner Resilienz.
Ich kann mich an vieles von damals nicht erinnert, aber bei diesem Vorschlag weiß ich genau noch, was ich dachte: Nein, auf keinen Fall. Egal, wie schlimm alles noch wird – und selbst wenn ich bei der Securitate lande: Mir steht noch ein ganzes Leben bevor, ich will es – egal ob hart, oder mit Hürden. Ich. Will. Leben. Ich will Liebe erfahren, ich will mich verlieben, ich will irgendwann vielleicht Leben in mir spüren, ich will ganz viel sehen von dieser wunderbaren Welt. Ich will schwitzen und frieren, ich will Gerüche wahrnehmen. Ich will in Meeren und Seen schwimmen und Sonnenuntergänge bestaunen… Ich will arbeiten, ich will etwas in dieser Welt hinterlassen, ich will Freunde haben und eine gute Zeit. So lange wie es geht. Und zur Not: Alleine.

Ich glaube, es war die ersten ganz bewusste Lebens-Entscheidung, die ich traf: Ich habe mir selbst Lebensfähigkeit versprochen. Ich habe mir vorgenommen, glücklich zu werden. Wenn ich zurückdenke, sehe ich mir selbst beim Heranreifen zu. Und ich glaube, dass ich an der ganzen Situation und dem, was danach kam, deswegen nicht zerbrochen bin, weil ich beschlossen habe, nicht daran zu zerbrechen.

Ich habe mich entschieden zu leben.
In jedem späteren Augenblick, als es mir in meinem weiteren Leben nicht so gut gegangen ist, habe ich mich an diese Entscheidung erinnert. Sie ist ganz tief eingeprägt, und ich glaube, dass ich grundsätzlich deswegen ein optimistischer und glücksfähiger Mensch bin, der an vielen anderen Situationen auch nicht zerbrochen ist, weil es diesen entscheidenen Moment in meinem Leben gab.

Und zudem glaube ich, dass eine so schlimme Zeit auch stets einen Vergleich bietet: Alles, was nicht so schlimm wie damals ist, ist nicht so schlimm wie damals…

Wollt ihr mehr wissen? Soll ich weiter erzählen? 

beabeste
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44 Kommentare

Sarah
Antworten 16. August 2015

Liebe Béa,
ich finde keine Worte für deine Geschichte, möchte mich aber bedanken, dass du uns teilhaben lässt. Du warst / bist so tapfer und zu den familiären Umständen (ich finde wirklich kein besseres Wort) kommen auch politische. Als kurz vor der Wende Geborene interessieren mich auch die politischen Dinge, in die ich auf der Ostseite Deutschlands reingewachsen bin, denn trotz Mauerfall hört das Drumrum ja nicht plötzlich auf.
Ich freue mich sehr, noch mehr zu lesen. (( ))

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    Lieben Dank, Sarah, das ermuntert mich. Es tut mir ja auch gut, diese vergangenen Erlebnisse in Worten zu fassen. Über die politischen Umstände werde ich auch mal etwas verfassen...

Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)
Antworten 16. August 2015

Liebe Béa,
Herzlichen Dank für's Teilen Deiner Erlebnisse und Gedanken dazu. Sie sind eine Bereicherung und helfen mir gerade sehr.
Alles Liebe aus der Schweiz!

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    Lieben Dank für diese Rückmeldung, liebe Katharina! Bei was auch immer: Ganz viel Kraft dir!

Andrea
Antworten 16. August 2015

Bea!!!
Ich habe schon beim ersten Teil DeinerGeschichte "an Deinen Lippen gehangen" und tue es weiterhin! Du schreibst wunderbar, offen, spritzig, fesselnd... Und Deine Geschichte ist es wert, aufgeschrieben zu werden. Mehr!

Christine Heilig
Antworten 16. August 2015

Liebe Bea,
Vielen vielen Dank für deine offenen und so ehrlichen Worte! 'Mit ihr gab es immer maximalen Spass und maximale Liebe...' Das klingt so wunderbar und es ist so wunderbar, dass du dies mitgenommen und dir bewahrt hast!
Wie hart dein Schicksal klingt und auch gewesen sein muss, wie schön dass du dich für das Leben entschieden hast!
Natürlich würde es mich interessieren wie deine Geschichte weiterging...hat dich der Mann deiner Halbschwester doch noch adoptiert?
Liebe Grüße Christine

Antje
Antworten 16. August 2015

Liebe Bea,
bitte erzähl weiter.Du hast so eine tolle Art von deinem Leben zu berichten. Es macht Mut, denn so schlimm manche Dinge auch sind, irgendwie kann man es schaffen/ertragen.Dazu gehört viel Kraft,Mut und Willen.Wenn ich versuche mich als 14-jährige in deine damalige Situation zu versetzen, oh graus.Aus der Heimat weg, sterbenskranke Mutter zurück lassen müssen, um in einem fremden Land neu zu starten.Ich hab zum Glück noch meine Eltern, sie sind mir mit 44 Jahren mein Rückhalt, mein familiärer Hafen, unvorstellbar wie es mal ohne sie sein wird.Mein Vater kämpft seit Jahren gegen Leukämie, meine beste Freundin habe ich innerhalb eines halben Jahres an einem heimtückischen Krebs verloren, ohne Chance auf Heilung, ohne Vorwarnung.Jedoch hatte ich schon etwas Lebenserfahrung, stehe mit beiden Beinen mitten im Leben und trotzdem ist es schwer verkraftbar.Wie muss es dir erst ergangen sein mit 14 Jahren.Wenn ich dein Foto sehe, strahlst du eine Fröhlichkeit aus, deine Augen lachen.Keine Spur von Traurigkeit.
Ich wünsche dir, das du dein Lachen behältst!
Viele Grüße von der Antje

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    Lieben Dank Antje, ich glaube du brauchst eine ganze Portion Kraft gerade jetzt! Fühle dich umarmt. Und: Danke dir für diese Rückmeldung! Bon courage + Liebe Grüße, Béa

Sylvia
Antworten 16. August 2015

Liebe Bea,
Danke dass du uns teilhaben lässt.
Bitte schreibe weiter, Natürlich nur wenn es dir dabei gut geht.

Manchmal hilft schreiben...

Alles Gute für dich !

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    Genau: Schreiben hilft, mir einiges bewusst zu werden und auch weiter zu geben... Lieben Dank!

schimpfmalmama
Antworten 16. August 2015

Ich bewundere dich für deinen Mut und deine Stärke, diese Geschichte aufzuschreiben und zu teilen. Es ist nicht in Worte zu fassen was du als junges Mädchen durchmachen musstest. Daher mein größter Respekt für deine Lebenseinstellung!!! Und natürlich möchte ich noch ganz viel mehr von der Geschichte hören.
Viele Grüße,
Julia alias schimpfmalmama

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    Liebe Julia, diese Worte geben mir viel! Danke dir. Ich werde mit kleinen Schritten immer wieder etwas erzählen... Liebe Grüße, Béa

Simone
Antworten 16. August 2015

Hallo Béa,
vielen Dank.
Deine Erzählung ist so unglaublich ermutigend.
Ich habe mich schon oft gefragt, was ich mache, wenn ich mich von meiner Mutter verabschieden muss. Bis jetzt stellte ich mir ein weiteres Leben sehr schwierig vor, weil meine Mutter auch meine beste Freundin ist... und ich sie unendlich vermissen werde.
Deine bewusste Entscheidung für das Leben und für das Glücklich sein, ist eine Inspiration und die ersehnte Lösung für mich, wenn dann (hoffentlich noch lange hin) der Tag kommt.
Vielen lieben Dank.
Ich bin ein Fan von dir- dickes Like :)
Viele Grüße Simone

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    liebe Simone, ich glaube am wichtigsten ist, jeden Tag mit ihr als dickes fettes Haben auf das Guthaben des Lebens zu sehen - und dann bist du stark. Für immer.
    Lieben Dank für den Dank! Es tut mir gut.

Vivi
Antworten 16. August 2015

Liebe Béa,
die letzten Artikel über deine Vergangenheit zu lesen, ist ein bisschen, als wenn viele einzelne Puzzleteile plötzlich zusammengesetzt werden und man die Person Béa plötzlich mit ganz anderen Augen sieht. Natürlich wussten die, die schon das Glück hatten, dich persönlich kennenzulernen, dass du ein durch und durch glücklicher und positiver Mensch bist, der vor Ideen, Kreativität und Leben nur so sprudelt. Aber ich bin mir sicher, dass deine persönliche Geschichte einen großen Teil dazu beigetragen hat, dass du heute bist, wie du bist. Ich finde stark und sehr mutig, dass du öffentlich darüber schreibst und kann nur immer wieder sagen, dass ich dich sehr schätze, nicht zuletzt, weil du mit deiner Art einfach inspirierst; weil du brennst für das, was dir wichtig ist. Ich hatte Gänsehaut und Tränen in den Augen beim Lesen und das Bedürfnis, dich fest in den Arm zu nehmen. In diesem Sinne - fühl dich gedrückt und schreib bitte weiter!

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    Oh ja, die Umarmung nehme ich - hoffentlich ganz bald in Echt! <3 Ganz vielen lieben Dank, dass du mir so ein schönes Feedback gibst. Ist sehr ermunternd!

Saskia
Antworten 16. August 2015

Liebe Béa,
wenn ich lese, dass das Zusammensein mit Deiner Mutter "maximale Liebe und maximalen Spaß" bedeutete, dann kann ich beides noch heute sehen, wenn ich Fotos von Dir sehe.

Ich finde, sie lebt dadurch in Dir weiter - sie scheint so viel hinterlassen zu haben. So viel Lebensfreude und Liebe.

Resilienz ist der Wille zum (Über-)Leben. Und man entscheidet sich irgendwann dafür. Man marschiert weiter, immer in Richtung Leben. Ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Ich habe nach Deinem ersten Artikel, in dem Du im Rahmen des Themas "Flüchtlinge", von Deiner Geschichte erzähltest, viel daran denken müssen. Und Einiges davon auch meinem Mann erzählt, weil es mich berührte und nachdenklich machte. Daher fände ich es sehr schön, wenn Du mehr erzählen würdest, falls sich das für Dich gut und richtig anfühlt.

Ganz herzliche Grüße

Saskia
(vom Familienblog Essential Unfairness)

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    Liebe Saskia, Danke dir für diese tolle Rückmeldung - es tut mir gut. Und es ist schön, dabei auch deinen Blog zu entdecken! :-)

Katarina
Antworten 16. August 2015

Aber natürlich sollst du weiterschreiben, weitererzählen! Wahnsinn das alles! Du bist so unglaublich Béa!

Mama notes
Antworten 16. August 2015

Bitte weinterschreiben, ganz unbedingt. Und vielen Dank für das Teilen. Du bist ein ganz besonders optimistischer und postiver Mensch, das bewundere ich sehr an Dir. Für das, was Du in Deiner Jugend erlebt hast, fehlen mir die Worte. Ganz ganz tiefen Respekt habe ich vor Deinem Weg und ja, ich möchte wirklich gerne mehr erfahren. Resilienz ist die Starke gewonnen aus Liebe und Lebenslust.... Oder?

Ute
Antworten 16. August 2015

Liebe Bea, DANKE, dass du deine Lebensgeschichte mit uns teilst. Danke für deinen Mut, deine Kraft, deine Liebe, deine Stärke, Ehrlichkeit und Kreativität .... Ich würde mich sehr freuen, mehr von dir zu lesen. Herzliche Grüsse, Ute ... Schustehrusstrasse

    beabeste
    Antworten 16. August 2015

    liebe Ute - du weißt gar nicht wie schön es ist, wenn ich merke, wer aus meinem Leben hier noch liest... DANKE DIR für diese Rückmeldung!

Anne
Antworten 16. August 2015

Liebe Béa, bitte, bitte schreibe weiter! Zur Zeit gibt es einiges, was mich ziemlich belastet. Diese Woche war ich an einem so tiefen Punkt, wie schon sehr, sehr lange nicht mehr. Doch als ich nun deine Worte las, dachte ich: "Deine Probleme sind doch eigentlich winzig gegenüber dem, was die liebe, unglaubliche Béa da durch- und erlebt hat." Natürlich kann man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Jeder wächst in seinem Umfeld auf und geht anders gestärkt (oder eben nicht) hinaus ins "echte", eigenständige Leben. Aber deine Geschichte macht mir Mut. Es geht immer irgendwie weiter. Man muss nur daran glauben!
Liebe Grüße, Anne

Niggelo
Antworten 16. August 2015

Liebe Béa,
bitte scheib weiter! Viele wären nach einer solchen Jugend zusammengebrochen...und wer weiß irgendwo gelandet.
LG Niggelo

naz
Antworten 16. August 2015

liebe Bea,

ich war mi 6 ins Internat geschickt, mit 21 ging ich 1992 ganz allein nach Baku-Azerbaijan ein abenteuerliche Business zu beginnen. Dabei dachte ich mein Leben ist etwas besonderes. Wenn ich deins lese, es toppt meins definitive:-)
denkst du nicht ein Buch schreiben: dein Leben und Lessons Learned als Inspiration und Guidance für Junge Frauen?

Suse
Antworten 16. August 2015

Liebe Béa, als ich Dich das erste Mal sah, dachte ich noch bevor Du ein einziges Wort sagtest: "Wow! Was für eine Frau!"
und mit jedem Detail, das ich über Dich erfahre wird dieses Gefühl stärker. Noch nie habe ich jemanden kennengelertn, der so mit Schwierigkeiten und (Lebens-)Schlägen so positiv umgeht. Bei vielen Menschen habe ich oft den Eindruck, das alles nur Fassade ist. Nicht so bei Dir.
Bitte erzähl mehr von Deinen Erfahrungen und Erlebnissen.
Danke.
Liebe Grüße Suse

Katrin
Antworten 17. August 2015

Ein ganz herzliches Danke für deine Geschichte! Sie tut mir gerade heute sooo gut. Unser Sohn ist vor reichlich 2 Wochen plötzlich krampfend ins Koma gefallen. Er ist inzwischen wieder zeitweise wach, kann sich aber nicht mitteilen. Da wir auch noch einen 2-Jährigen haben, der nicht mit auf die ITS darf, ich aber gern den ganzen Tag dort sein möchte und die Klinik 2 Autobahnstunden entfernt liegt, gestaltet sich unser Familienleben sehr schwierig. Dazu kommt, dass mein Mann überhaupt nicht mit der Situation umgehen kann, obwohl ich mir gerade jetzt seine Unterstützung mehr wünschen würde.... Nochmals Danke, Danke, der Artikel hat mir heute echt gut getan :)

    beabeste
    Antworten 17. August 2015

    Dir ganz viel Kraft, deiner ganzen Familie! Ich hoffe, dass es euerem Sohn bald besser geht, dass er aufwacht.

Gabriele Patzschke
Antworten 17. August 2015

Liebe Bea,
du solltest auf jeden Fall weiter schreiben – deine faszinierende Biographie, geladen mit positiver und kreativer Energie, aus der dir eine starke Resilienz erwachsen ist, ist wegweisend für den Umgang mit dem "Schicksal"... Auch für dich selbst wird der Prozess des Schreibens sicher sehr wertvoll sein.
Es gibt zu diesen Themen ein wunderbares Buch für den medizinisch/psychologischen Hintergrund von Glück: http://www.amazon.de/Die-Neurobiologie-Glücks-Psychologie-verändert/dp/3131661127/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1439757965&sr=8-1&keywords=neurobiologie+des+glücks
Du bist ein Held!
Liebe Grüße
Gaby

    beabeste
    Antworten 17. August 2015

    Danke dir liebe Gaby! Und dem Buch gehe ich mal nach - toller Tipp! Danke und liebe Grüße, Béa

Bimbi
Antworten 17. August 2015

Vielen Dank fuer's Teilen Deiner Geschichte und ich würde gerne mehr lesen.
Es ist immer wieder erstaunlich mit was man fertig wird - irgendwie gibt es einen Weg. Das war auch meine Erfahrung.
Herzliche Grüße
Bimbi

Nicole
Antworten 17. August 2015

Deine Geschichte geht unter die Haut. Und sie zeigt, was ein starker Geist schaffen kann. Bitte schreib weiter! Es ist sehr beeindruckend und inspirierend! Liebe Grüße, Nicole

Sandra Runge
Antworten 17. August 2015

Liebe Béa, du solltest ein Buch darüber schreiben. Deine sehr bewegte Sandra 💜

Karolin
Antworten 17. August 2015

Liebe Bea, ich würde gerne noch viel mehr von dir lesen. Deine Worte haben etwas magisches und sind doch so real zugleich. Danke... Karolin

Shynarja
Antworten 18. August 2015

Liebe Bea,
da fehlen mir doch tatsächlich die Worte. Es ist eine unfassbare Geschichte, die nur das Leben so schreiben kann.
Ich kann mir nicht im geringsten vorstellen, was du durchgemacht haben musst. Das alles in diesen jungen Jahren. Auch wenn das schon einige Zeit zurück liegt, habe ich doch das Bedürfnis dich ganz doll in den Arm zu nehmen.

Ich hoffe ganz stark, dass dein Artikel vielen anderen Menschen da draußen Mut machen wird.

Sonnige Grüße,
Shy

    beabeste
    Antworten 18. August 2015

    Lieben Dank Shy, das ist so ein schöner Gedanke! Das hoffe ich auch! Liebe Grüße, Béa

Marmeladenschuh
Antworten 19. August 2015

Liebe Béa, danke für das Teilen Deiner Geschichte! Schreiben ist heilsam, ruhig mehr davon! Ich werde gerne weiterlesen.

Melanie Raabe
Antworten 19. August 2015

Danke für diesen wunderbaren Text.

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