Blasenentzündung – auch hier kann eine Impfung langes Leiden stoppen


Starten wir hier zunächst mit der Transparenz: Dieser Beitrag ist keine Werbung! Ich bringe das, weil mich etliche Blasenentzündungen im Laufe meines Lebens ziemlich lahm gelegt haben und ich seit genau zwei Jahren mein Problem nachhaltig gelöst habe.

Ja, ich werde gleich die Impfung auch mit Namen nennen, und niemand bezahlt mich, es zu tun. Ich sage auch nicht, dass jedes Blasenentzündungsleiden damit gestoppt werden kann. Sondern dass das bei mir und anderen gut funktioniert hat und, dass ihr vielleicht eine(n) ÄrztIn darauf ansprechen könnt, wenn ihr wollt und wenn das für euch eine Lösung erscheint.


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Wem das nicht passt, oder Impfen generell nicht akzeptiert: Bitte ab hier nicht mehr weiter lesen.
Beleidigende Kommentare im Blog schalte ich nicht frei, bzw. bei FB blende ich aus.
Kritik und andere Ansichten sind OK. 

Meine Blasenentzündungs-Geschichte in a Nutshell (naja, eher Kokosnuss-Schale eben):

Ich habe schon als kleines Kind Blasenentzündungen gehabt. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mitunter auch deswegen lesen gelernt habe: Ich saß als 5-6jährige auf dem Klo. Viel. Mit Buch war’s netter. Musste viel Wasser trinken, um „durchzuspülen“. Ab der Pubertät schien es vorbei zu sein, bis ich meinen ersten Freund hatte und mit ihm schlief, da war ich 17. Meine erste „Honeymoon-Cystitis“ ging nur mit Antibiotika weg, vom Frauenarzt verschrieben.

Und beim Rezept-Überreichen sagte er noch: „Ich habe ja in der Akte gesehen, Ihre Mutter ist ja nicht mehr unter uns…“ (ich hatte im Erfassungsbogen als Erkrankungen in der Familie ihre Todesursache Plasmozytom ja angegeben)… „wahrscheinlich hat Ihnen niemand das gesagt: Unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr ist es besser, direkt aufs Klo zu gehen und Wasser zu lassen. Und selbstverständlich nie nach Analverkehr ohne Säuberung auf Vaginalverkehr zu wechseln.“

Ha! Letzteres habe ich mir ja schon selbst gedacht, nicht umsonst habe ich als Mädchen die Richtung des Klopapier-Wischens mehrfach gepredigt bekommen. Aber das mit dem Aufs-Klo-Springen statt postkoitales Kuscheln wäre mir im Traum nicht eingefallen. Bäm. Hab mal doof gefragt, warum. „Naja, der Urin spült alle möglichen Bakterien weg, die in Ihre Harnröhre gelangen könnten. Dadurch verhindern Sie den Ausbruch einer Blasenentzündung oder anderer Infektionen.“, so die Antwort. Aha. Gebt’s einfach weiter an eure Mädchen….

Seitdem habe ich mit dieser Strategie das Thema mehr schlecht als Recht in den Griff gehabt. Alle Jahre wieder kam eine Reihe von Infektionen, so immer ca. 3-4 hintereinander weg. Immer musste ein Antibiotikum als Keule drauf. Das letzte Mal Antibiotika war’s nicht so schön mit dem Magen, aber die Story erspare ich euch an dieser Stelle.

Meine Tochter bekam auch Entzündungen als sie immer älter wurde… und kam irgendwann zu mir mit dem Thema (sie war da schon im Studium):

„Mama hast du schon von der Impfung gegen Blasenentzündung gehört?“

Hatte ich nicht. Wir recherchierten zusammen, gingen zur Urologin und bekamen beiden die Impfung.
Nennt sich Strovac. Ende der Geschichte.
Ende meiner Geschichte mit Entzündungen und Antibiotika.

Denn hier möchte ich noch Jorinde Wiese zu Wort kommen lassen. Jorinde Wiese ist Aktivistin und klärt auf Instagram und Twitter aktiv über Tabuthemen wie die Klitoris, Blasenentzündung und sexualisierte Gewalt auf.

Jorinde tweete neulich über das Thema Blasenentzündung und Strovac und ich darf ihren Thread hier einbetten:


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Was sind eure Erfahrungen mit Blasenentzündungen?

Liebe Grüße,

Béa

P.S. Insta-Post zu diesem Thema ist auch von Jorinde:

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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