„Das Flüstern des Himmels“ – ein Buch von einer ehemaligen Studienkollegin


Julia Benkert hat das „Das Flüstern des Himmels“ geschrieben – und über die Buch-PR habe ich Julia wiedergefunden, denn sie ist eine Freundin aus der Studienzeit. Hier mehr zum Buch – mit Verlosung für euch!

Zu Studienzeiten waren wir „TriOH!“ – eine Projektgruppe, die damals vieles auf die Beine gestellt hat: Meine beste Freundin und Trauzeugin Wiebke, Julia und ich. Über unser Studium hinaus sind Wiebke und ich immer in Berlin zusammen geschweißt geblieben, Julia haben wir ein wenig aus den Augen verloren…

Julias Weg führte nach München und sie wurde dort Dokumentarfilmerin. Sie realisierte zahlreiche Dokumentationen für ARTE und die ARD, beschäftigte sich mit Künstlern wie Jonathan Meese, Schriftstellern wie Patrick Süßkind und drehte auch eine Doku über das Leben von Romy Schneider. Seit 2009 führt sie Gespräche mit Schriftstellern für die Sendung Lesezeichen, BR. Bei ihren Recherchen in Nepal stieß Julia an die Grenzen des dokumentarischen Erzählens… Sie merkte, dass sie dem Land näher kommt, wenn sie eine fiktive Geschichte selbst erzählt und schrieb ein Buch. So entdecke ich Julia wieder: ich sah einen Facebook-Post zu dem Buch und dachte: Die Frau kennst du doch! Wir telefonierten und hatten uns eine Menge zu sagen!

Nun aber zurück zum Buch „Das Flüstern des Himmels“

Julia hat damit ihr Augenmerk auf einen bewegenden Frauenschicksal in Nepal gelegt: Die junge Daya muss miterleben, wie ihre Eltern zu Beginn des nepalesischen Bürgerkriegs grausam ermordet werden. Von ihrer Zwillingsschwester Leela fehlt seitdem jede Spur. Daya verstummt. Erst in einem buddhistischen Kloster findet sie ihre Stimme wieder und entdeckt ihre Gabe: Wenn sie singt, berührt sie die Herzen der Menschen. Bald erobert sie mit ihren Liedern die Welt. Doch ihr steht der Sinn nicht nach Ruhm und Reichtum, sie will der Welt das Schicksal ihres Landes vor Augen führen – und sie will ihre Schwester wiederfinden. Doch als sie Leela endlich gegenübersteht, wird Daya mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert… Mehr verrate ich euch nicht. Ich bin ja selbst noch am Lesen – es ist ein echter Schmöker-Roman für verregnete Sonntage! Ich genieße noch.

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Hier kommt sie selbst zu Wort:

Julia, woher kommt dein Bezug zu Nepal?

Alles begann mit meiner Recherchereise nach Nepal. Ich wollte einen Dokumentarfilm über die singende Nonne Ani Choying Drolma machen. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Denn Nepal hatte einen verheerenden Bürgerkrieg hinter sich, der von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. 2010 befanden sich die Soldaten der Rebellenarmee bereits unter Hausarrest in großen, von der UN bewachten Lagern. Ich war irritiert, dass so viele junge Frauen unter den Rebellen waren. Dazu muss man wissen, dass Nepal ein extrem Männer dominiertes Land ist. Vielerorts werden Frauen noch immer wie Sklavinnen gehalten, häusliche Gewalt ist an der Tagesordnung. Nur in der Rebellenarmee und im Kloster werden sie respektiert und haben eine Chance für eine gerechtere Gesellschaft zu kämpfen – wenn auch mit sehr verschiedenen Mitteln. Diese erstaunliche Parallele der Emanzipation wollte ich erzählen.

Wie wurde daraus ein Roman?

Je länger ich recherchierte, desto klarer wurde mir, dass ich mit dokumentarischen Mitteln diesmal nicht weiterkam. Denn wie viel besser ließe sich die Realität dieses mystischen, gleichzeitig so zerrissenen Landes fiktiv erzählen… Als Roman hatte ich die Möglichkeit, die Geschichte mitten im Bürgerkrieg beginnen lassen. Ich konnte Orte und Ereignisse zum Leben erwecken, zu denen es kein Filmmaterial gab und all mein Wissen einbauen, ohne jemanden zu gefährden. Und das Beste: meine Hauptfigur, die Nonne Daya, hätte nicht nur eine maoistische Rebellin zur Gegenspielerin, sondern sie wäre dieser Person auch auf geheime Weise verbunden.

Du hast als Filmemacherin schon viele Künstler porträtiert – warum ist die singende Nonne Daya anders?

Im Westen fühlt sich ein Künstler, wenn er auf der Bühne steht, wie ein kleiner Gott. In Nepal dagegen gibt es diese ausgeprägten Künstleregos nicht – noch nicht zumindest. Wer dort als Sängerin oder Tänzerin arbeitet, gilt nicht viel mehr, als eine Prostituierte. Sich selbst auszudrücken, die eigene Individualität zu entfalten, das ist eine sehr westliche Idee. In Asien fühlt man sich mehr als Teil eines Kollektivs. Egal ob man malt oder singt, man folgt einer Tradition und versucht das zu kopieren, was schon Generationen vor einem gemacht haben. Auch Daya ist Selbstverwirklichung zunächst fremd. Erst ihr Londoner Musikproduzent hält sie dazu an, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dadurch klingt ihr Gesang auch so besonders. Trotzdem, wenn Daya auf der Bühne steht und singt, fühlt sie sich nicht als Künstlerin sondern sie betet.

Julia_benkert_fluestern_des_himmels

Und das Beste kommt jetzt: Unter allen LeserInnen, die bis zum kommenden Wochenende – also Sonntag den 31. Januar 2016 den Post bei Facebook teilen, liken und nett kommentieren bzw. diesen Blog Post über Twitter und andere Social Media verbreiten (bitte @TOLLABEA taggen, damit wir es mitbekommen), verlosen Julia und ich zwei Exemplare von „Das Flüstern des Himmels“. Beim Kommentieren solltet ihr sagen, warum ihr das Buch haben wollt und warum euch das interessiert. Wir nehmen nur ernst gemeinte Begründungen in die engere Auswahl, so was wie „dabei“ und „haben wollen“ fliegt raus. 

Dann entscheidet das Los. Die Glücksfee ist acht Jahre alt und achtet sehr auf Gerechtigkeit. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner gebe ich über Facebook und Twitter bekannt.
Viel Glück!

Wie immer, die euch bekannte Transparenz: Für diesen Beitrag ist kein Geld geflossen – ich mache das für Julia und weil ich das Buch gut finde. ich verdiene lediglich kleine Beträge über den Affiliate Link, wenn ihr euch das Buch kauft.  Aber ich drücke euch die Daumen zum Gewinnen!

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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