Die Ostergeschichte kurz für Kinder nacherzählt


Auch wenn ihr nicht religiös seid, kann das interessant sein! Passend zu den bevorstehenden Tagen findet ihr hier die Ostergeschichte kindgerecht nacherzählt. Viel Spaß beim Vorlesen und der Vorfreude schüren auf das Osterfest.


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Damals, als Jesus lebte – also vor etwa 1991 Jahren….

(Rechnung: Wir rechnen die Zeit seit seiner Geburt, haben jetzt inzwischen 2021, gestorben ist er mit ungefähr 30 Jahren… )

… also vor RUND 2000 Jahren fand jedes Jahr das jüdische Paschafest statt.

Dafür reisten viele Menschen des jüdischen Glaubens in die Stadt Jerusalem. Dort feierten sie mehrere Tage gemeinsam ihren Glauben.

Da Jesus auch Jude war, reiste er auch nach Jerusalem, um zu feiern. Am Sonntag, eine Woche vor Ostern – am Palmsonntag, ritt Jesus auf einem Esel nach Jerusalem. Viele Menschen kannten ihn und seine heilenden Kräfte. Sie freuten sich sehr, ihn zu sehen und jubelten ihm zu. Um Jesus ihre Ehrerbietung zu zeigen und, dass er mit seinem Esel nicht auf dem staubigen Weg reiten musste, legten die Menschen Palmzweige auf den Boden. Die Menschen hofften außerdem, dass Jesus sie von den Römern befreien würde. Denn zu dieser Zeit wurde Jerusalem von den Römern besetzt und die Bewohner Jerusalems in ihrem Leben stark durch die Römer eingeschränkt.

Die Römer aber hatten Angst vor Jesus und waren auch eifersüchtig und neidisch auf ihn. Denn sie befürchteten, dass das Volk Jerusalem Jesus als König haben wollte und sie, die Römer, damit an Macht verlieren würden.

Einige Tage später – am Gründonnerstag – aß Jesus gemeinsam mit seinen Begleitern – den Jüngern – zu Abend.

Dieses Essen am Gründonnerstag nennen wir heute das Abendmahl.

Bereits an diesem Abend wusste Jesus genau, dass er von einem seiner Jünger in dieser Nacht verraten werden würde. So geschah es auch. Der Jünger Judas verriet den Römern, wo sich Jesus aufhielt. Als Belohnung bekam Judas einen Sack voll Silbermünzen von den Römern.

Vom Statthalter Pontius Pilatus wurde Jesus aus Neid, Eifersucht und Angst vor Machtverlust zum Tode am Kreuz verurteilt. (Als Statthalter wurde damals der mächtigste und einflussreichste Mann einer Stadt bezeichnet.) Zur Strafe musste Jesus das schwere Holzkreuz durch die engen Straßen von Jerusalem bis hinauf auf einen Berg tragen. Dort oben sollte er gekreuzigt werden. Die römischen Soldaten machten sich über ihn lustig und flochten ihm aus stacheligen Dornenzweigen eine Krone.

Viele Menschen waren sehr traurig, als Jesus gekreuzigt wurde und starb.

Die Frauen wickelten den toten Jesus in Tücher ein und legten ihn in eine Höhle in der Nähe. Vor den Eingang der Höhle rollten sie einen großen Stein, dass niemand hinein klettern konnte.


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In Gedenken an die Leiden von Jesus am Kreuz ist es Tradition, dass am Karfreitag kein Fleisch, sondern nur Fisch gegessen wird. Im christlichen Glauben ist der Fisch deswegen ein wichtiges Symbol.

Am Karsamstag – dem Tag der Grabesruhe – wird den Verstorbenen gedacht.

Drei Tage nach dem Tod von Jesus – also am Ostersonntag – geschah etwas Außergewöhnliches.

Der schwere Stein, der den Höhlenausgang versperren sollte, war zur Seite gerollt worden. Die Höhle, in der der tote Jesus abgelegt worden war, war leer. Die Frauen und Männer wunderten sich – was das bedeuten sollte. Da erschien ihnen ein Engel und verkündete, dass Jesus auferstanden sei. Die Frauen rannten gleich zu den Jüngern von Jesus und berichteten ihnen von der Auferstehung. Da das aber so merkwürdig war, glaubte niemand so recht daran. Erst als ein allen unbekannter Mann in weißer Kleidung beim Essen das Brot brach, erkannten die Jünger schließlich Jesus. Jetzt war ihnen klar, Jesus war auferstanden.

Seitdem feiern am Ostersonntag und –montag alle Menschen des christlichen Glaubens die Auferstehung von Jesus.

Viel Spaß beim Vorlesen wünscht

Yvonne

P.s.: Bei diesem Text handelt es sich um eine kindgerechte Nacherzählung der Ostergeschichte aus der Bibel.

Wer das ganze auch noch mit Bildern haben will, dem können wir folgende Bücher empfehlen
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Die Ostergeschichte – von Anselm Grün

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erzähl mir was von Ostern: Das kleine Sachbuch Religion für Kinder 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titelbild: http://de.wikipedia.org/wiki/<wbr />Das_Abendmahl_(Leonardo_da_<wbr />Vinci)

 

Yvonne Petzke
About me

Berliner Mom of 3 * zert. PersonalTrainer * Laufcoach * Beckenbodenkursleiter (M/W) * * noch mehr Sport-/ BewegungsThemen und Persönliches über mich und mein Leben auch als UltraLäuferin findet ihr auf Instagram unter @yvonnepetzke

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10 Kommentare

Christiane Herrmann
Antworten 14. April 2017

Liebe Dank und gesegnetes Osterfest!

mone
Antworten 15. April 2017

Danke für die kurze, kindgerechte Zusammenfassung der Ostergeschichte... Ich lese sie gleich morgen früh meinen Jungs vor! Ein frohes Osterfest im Kreise eurer Familien...

    beabeste
    Antworten 16. April 2017

    So lieb, dass du dich bedankst! Euch allen ein wunderschönes Fest! Liebe Grüße, Béa

Peter Peter
Antworten 15. März 2018

Danke liebe Yvonne, dass du uns viel Spaß beim lesen gewünscht hast. Wir hatten sehr viel Spaß (mehr als ein Blockbuster am Freitag-Abend). Vorallem die Szene als er gekreuzigt wurde, war sehr amüsant und ich würde mir gerne ein Buch mit Bebilderung kaufen.

    Betti Betti
    Antworten 18. März 2018

    Zu Peter Peter
    " Vorallem die Szene als er gekreuzigt wurde, war sehr amüsant "
    Du würdest wohl auch gerne mal an ein Kreuz genagelt werden, um zu sehen, wie amüsant das ist?!

    Was für ein blöder und unverschämter Kommentar! :(

Köchin
Antworten 27. März 2018

Hallo.
Leider sind einige wirklich unschöne Fehler im Text. Ein Statthalter ist kein Stadthalter und Pontius Pilatus sollte in dieser doch sehr wichtigen Geschichte richtig geschrieben werden. Es war übrigens auch kein Gold, das Judas erhielt, sondern 30 Silberlinge. Mal abgesehen von einigen Schreib- und Grammatikfehlern. Schade.

    Béa Beste
    Antworten 27. März 2018

    Liebe Köchin, wir sind für Feedback immer dankbar und schauen uns das Ganze noch mal kritisch an und verbessern es! Danke! Herzlich, Béa

Peter Thomas
Antworten 28. März 2018

Lieben Dank für die Kurzgeschichte!
Die Fehler sind verzeilich.
Ich bin auf jeden Fall gerüstet, wenn
mein kleiner Enkelsohn Linus etwas zur Ostergeschichte wissen möchte.
Eine schöne Osterzeit bei bester
Gesundheit wünscht:
Peter Thomas aus Lünen an der Lippe

Antje
Antworten 19. März 2021

Ich bin über das Paschafest gestolpert. Das hört sich nach dicken kleinen Männern an, die sich viel zu essen bringen lassen von ihren trippelnden Dienerinnen und niemand kann sich vorstellen, warum das von einem ganzen Volk gefeiert werden sollte....?
Bitte: Passafest!

Nine
Antworten 2. April 2021

Das allerwenigste fehlt allerdings noch: warum das alles geschehen ist und was es für uns bedeutet! Nämlich dass Jesus uns sooo sehr lieb hat, dass er das alles auf sich genommen hat, damit er unsere Schuld damit bezahlt und wir dadurch Gott begegnen können. (Jetzt hier nur sehr knapp, damit es Kinder (oder auch Erwachsene) wirklich verstehen müsste man es noch etwas genauer erläutern).
Aber ohne die Bedeutung und Hoffnungsbotschaft ist die Geschichte nicht vollständig.

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