Eltern werden, Paar bleiben – Auszug aus „Papa braucht ein Fläschchen“ von Christian Hanne
Liebe Leute, klar ist: Ihr liebt die „Betriebsfamilie“-Bücher… Also die von Christian Hanne, bekannt vom Blog Familienbetrieb. Genau. Da, wo die Familien-Tweets Freitags erscheinen. Eine gewissen Verwandtschaft zum Kindermund gibt es, und das ist gut so. Mehr Lachen für alle.
Auf jeden Fall hat mit Christian wieder einmal gestattet (naja, besser gesagt sein Verlag), euch mal einen Appetithappen aus seinem neuesten Buch zu geben:
Papa braucht ein Fläschchen: Überlebenstipps für das erste Jahr als Vater*
Eltern werden, Paar bleiben
Eine Überschrift, die Scheidungsanwälte nicht gerne lesen, die unangenehm abgedroschen klingt, aber trotzdem ihre Daseinsberechtigung hat. Für Ihre Beziehung ist es wichtig, dass Sie auch noch gemeinsame Zeit als Paar haben und sich nicht nur als Eltern erleben. Spätestens, wenn Sie und Ihre Partnerin sich gegenseitig Mama und Papa nennen, ist es Zeit, zu handeln.
Richten Sie sich einen festen Abend in der Woche ein, der nur für Sie und Ihre Partnerin reserviert ist. Diese Zeit sollte Ihnen heilig sein. Da wird nicht aufgeräumt, keine Wäsche gemacht und auch keine Banküberweisungen erledigt, sondern Sie genießen einfach diese Paar-Momente.
Ich denke, spätestens nach „keine Wäsche gemacht“ hatte ich Sie.
Anfangs ist das gar nicht so leicht. Wacht Ihr Baby um 20 Uhr auf, ist es ihm ziemlich schnuppe, dass Sie seit einer Woche ein Candle-Light-Dinner mit anschließendem Stelldichein geplant haben. Es möchte dann gefälligst gefüttert, gewickelt und wahrscheinlich auch noch bespaßt werden.
Ist Ihr Baby etwas älter, können Sie ab und an einen Babysitter engagieren.
Also, falls Sie im Lotto gewonnen oder reich geerbt haben. Ganz billig wird das nämlich nicht. Sie müssen nicht nur den Babysitter bezahlen, sondern gehen wahrscheinlich in ein etwas besseres Restaurant, das keine Kinderkarte, aber dafür echte Tischdecken aus Stoff hat. Sogar ohne Flecken.
Außerdem gönnen Sie sich den Luxus eines Kinobesuchs, wo Sie Eintrittskarten im Wert eines Mittelklassewagens erstehen und – jetzt ist ohnehin alles egal – die XXL-Tonne Popcorn und den Eimer Cola im Maxi-Super-Spar-Menü nehmen. Ihnen und Ihrer Partnerin wird diese gemeinsame Zeit guttun, auch wenn Sie, um das alles zu bezahlen, möglicherweise eine Niere auf dem Schwarzmarkt verkaufen müssen. Dafür haben Sie dann im Krankenhaus noch ein wenig Me-Time für sich. Die ist ja auch wichtig.
Sex? Davon habe ich schon mal gehört
Es gibt verschiedene Gründe, warum Eltern kurz nach der Geburt sexuell so aktiv sind wie Pandas. Zum einen leiden Mütter noch unter Schmerzen aufgrund von Verletzungen an Scheide, Damm oder Anus oder müssen sich von einem Kaiserschnitt erholen. Auch an der männlichen Libido gehen die Kreißsaal-Erlebnisse nicht immer spurlos vorbei. Zum anderen sind Eltern hormonell bedingt erst einmal mehr auf Nestbautrieb als auf Bunga-Bunga gepolt. Außerdem wissen Sie wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, dass Dauermüdigkeit, Alltagsstress und die vielen Sorgen, die sich junge Eltern machen, nicht wie ein Aphrodisiakum wirken.
Immer schön am Ball bleiben
Damit meine ich nicht, dass Sie jetzt erst mal exzessiv der Selbstbefriedigung frönen sollen. (Wobei das natürlich auch sehr schön sein kann. Legen Sie dazu bitte das Buch weg.)
Sie können Ihre partnerschaftliche Sexualität in den ersten Wochen pflegen, ohne das Werk „365 Sexstellungen: Heiße Sexspiele für ein ganzes Jahr“ akribisch durchzuarbeiten. Umarmungen, Kuscheln, Schmusen und zärtliche Berührungen sind fürs Erste ja auch ganz schön. Und falls das Baby schläft, geht vielleicht noch ein bisschen mehr. Oder Sie setzen sich zu zweit aufs Sofa, essen Schokopudding und schauen ganz gemütlich Ihre Lieblingsserie. Das ist auch richtig geil.
Sex mit Hindernissen
Haben Sie und Ihre Partnerin irgendwann wieder richtig Lust auf den Austausch von Körperflüssigkeiten, sollten Sie spontan sein.
Wer weiß schon, wann das Baby wieder schläft? („Feiern Sie die Feste, wie sie fallen!“)
Gehen Sie zügig zu Werke. („In der Kürze liegt die Würze!“)
Längere Vorspiele können, wenn sich das Baby meldet, recht abrupt und im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigend enden. („Wer den Quickie nicht ehrt, ist des Orgasmus nicht wert!“)
Aufwendige Rollenspiele können auch schwierig sein. Wacht Ihr Baby auf, wundert es sich vielleicht, warum es von einer strengen Gouvernante gestillt wird oder wer zur Hölle der Typ im Neandertalerkostüm ist, der gerade seine Windel wechselt. Auch das Familienbett kann ein Problem darstellen. Weniger für das Baby. Ist das erst mal eingeschlafen, könnte eine finnische Death-Metal-Band im Schlafzimmer performen und es würde nicht aufwachen. Vielen Eltern vergeht allerdings die Lust auf gepflegten Beischlaf bei der Vorstellung, dass ihr Baby neben ihnen schlummert. Aber es gibt ja auch andere Orte für das Liebesspiel. Die Couch im Wohnzimmer, die Arbeitsplatte in der Küche oder – für exhibitionistisch Veranlagte – der Balkon. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Hauptsache, es geht schnell.
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Und schnell geht auch unsere Verlosung:
Wer will eines von 3 Exemplaren „Papa braucht ein Fläschchen: Überlebenstipps für das erste Jahr als Vater “ gewinnen? Sagt uns, wie ihr euch genauer den Gesichtsausdruck von Christian hinter seinem Buch vorstellt!
Anschließend hinterlasst ihr uns einen netten Kommentar. Entweder…
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Wir nehmen nur ernst gemeinte Antworten in die engere Auswahl, so was wie nur „dabei“ und „haben wollen“ fliegt raus. Dann entscheidet das Los. Die Glücksfee ist 12 Jahre alt und achtet sehr auf Gerechtigkeit. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner geben wir über das Medium bekannt, über das sie teilgenommen haben. Facebook steht in keinerlei Verbindung mit dem Gewinnspiel und auch nicht als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden.
Einsendeschluss ist der 1. November 2020 – um 23:59!
Update: Unsere GewinnerInnen sind…
Sebastian @dreifachchaos bei Twitter
Ulli hier im Blog
und Anne Brosch bei Facebook
*Zur Transparenz, wie immer: Blogger helfen sich gegenseitig und promoten die Bücher der anderen. Aber nur die, die sie selbst richtig gut finden. Ich finde Christians Bücher alle gut! Deswegen empfehle ich euch, hier noch ein wenig zu stöbern…
…oder im Buchhandel nach den Büchern von Christian Hanne zu fragen. Und dann, mit lauterer Stimme, damit möglichst alle das mitbekommen: „Das ist der mit den Familientweets im Blog Betreibsfamilie!“
- 26. Oct 2020
- 11 Kommentare
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- Betriebsfamilie, Christian Hanne, Flasche, Me-Time, Väter
Ilka Heinen
26. Oktober 2020Ich vermute hinter dem Buch ein verschmitztes Grinsen, weil sich zwischen den Zähnen noch Reste von irgendwas Leckerem (Pesto? Mettbrötchen? Lakritz?) befinden - das aber ja grad egal ist...
jasmin
27. Oktober 2020Hi ist schwierig.Entweder grinsend oder müde..lg Jasmin
Kathrin
27. Oktober 2020Hinter dem Buch versteckt sich das breite Grinsen, das sonst eher selten auf seinen Bildern zu sehen ist.
Sarah Müller
27. Oktober 2020Ich denke er wird breit grinsen...so ein dickes, fettes Grinsen, aber mit tiefen Augenringen, gezeichnet von Müdigkeit.
Jennifer Dittrich
27. Oktober 2020Ich vermute ein breites Grinsen hinter dem Buch. 😁
Ulli
27. Oktober 2020Er hat einen glücklichen Gesichtsausdruck, weil ihm Käsekuchen versprochen wurde. Oder diese Camping-Wecken, wegen der ich unbedingt mal nach Föhr reisen muss.
Béa Beste
14. Dezember 2020Und gewonnen! Du bekommst Mail von mir! Liebe Grüße, Béa
Domi und Katja
27. Oktober 2020Huhu ich stelle mir ihn zwinkernt mit Zunge raus vor. Vlg Domi und Katja
Stefanie Schmidt
27. Oktober 2020Ich vermute ein verschmitztes Grinsen, dazu 2 dicke Augenringe... denn nur mit Humor Pj r übersteht man diese schlaflose Zeit ;-)
Melly
28. Oktober 2020Herausfordernd grinsend 😁
Ich musste herzlich lachen und denke das Buch ist ein tolles humorvolles Geschenk!
Barbara
31. Oktober 2020ich denke er strahlt wie ein Hutschpferd :D