„…erst dann bekommst du etwas Süßes“ – die Nachteile von Schokolade als Belohnung


Fast jeder liebt Schokolade oder ähnlich Süßes. Vor allem Kinder sind von so ziemlich allem begeistert, wo mindestens eine Tasse Zucker vorhanden ist. Wir erklären euch hier, warum Schokolade als Belohnung nicht immer die beste Gegenleistung ist.

Es ist kein Geheimnis, dass eine Gurke gesünder als ein Stück Schoki ist. Natürlich wissen wir, dass Schokolade und Süßkram nicht gerade die Gesundheit fördern und aus diesem Grund auch nicht jeden Tag auf unserem Essplan stehen. Aber wir alle kennen das Gefühl, wenn wir uns etwas Süßes gönnen, genüsslich die Augen schließen und uns am liebsten darin hineinlegen wollen.

Wo ist Schokolade überall präsent?

Die sündhafte Köstlichkeit hat es geschafft, dass man mit ihr ganz bestimmte Ereignisse assoziiert. Wenn ich an Schokolade denke, dann denke ich automatisch auch an Kuchen. Einen Kuchen gibt es nur zu besonderen Anlässen: Auf Geburtstagen, Hochzeiten, Feiern,..

Ich denke außerdem daran, dass ich Schokolade bei verschiedenen Anlässen, z.B zum Abitur oder meinem Führerschein bekam. Und ich denke daran, dass ich am liebsten die ganze Tafel verputzen würde, aber gleichzeitig auch weiß, dass ich nicht sollte.

Aber auch an „Feiertagen“ – Weihnachten, Ostern, Valentisntag, WM, gibt es unendlich viel Schokolade.

Schokolade als Belohnung?

All meine Assoziationen mit Schokolade hängen mit einem Ereignis zusammen, dass mich positiv stimmt. Alle Beispiele knüpfen an ein besonderes Ereignis, das mit Schokolade gekrönt wird. Und nicht nur das, Schokolade symbolisiert eine Belohnung.

In einem Beitrag von der Seite kindererziehung.com habe ich gelesen, dass viele Eltern und Großeltern Schokolade auch als eine Art Erziehungsmethode verwenden, um von dem Kind das zu bekommen, was sie wollen: Motivation, gutes Benehmen, Schaffen und Können, usw. Erreicht das Kind dies, so ist die Konsequenz die Belohnung Schokolade. Erreicht das Kind es nicht, gibt es keine Schokolade.

Der Beitrag kritisiert dieses Schema jedoch auch, weil Kinder somit lernen, sich so zu verhalten, wie es gewünscht wird, weil sie als Belohnung Schokolade bekommen. Tritt eine ähnliche Situation an einem anderen Ort z.B der Schule oder dem Kindergarten auf, dann muss es sich nicht entsprechend verhalten, weil es keine Belohnung bekommt.

Generell sollen Lob und Belohnung in Maßen eingesetzt werden, damit Kinder nicht lernen, davon abhängig zu werden und ständig die Aufmerksamkeit und die Belohnung zu brauchen.

Schokolade sollte keine Genussmittel sein.

Es hat sehr viele Nachteile, wenn Schokolade und ähnliche Naschereien zum Alltag werden und danach gegriffen wird, wenn man sich etwas Gutes tun wird.

Erstens ist Schokolade kein Lebensmittel. Sie sollte nicht den Hunger stillen, weil sie sehr, wenige Nähstoffe enthält.

Zweitens mach Schokolade nicht nur glücklich, sondern auch „süchtig“. Je mehr Zucker drin, je süchtiger…

Es geht darum, bei bestimmten Lebensmitteln weiter zu essen, obwohl man eigentlich schon satt ist. Die Lebensmittelchemiker fanden heraus, dass dieses Phänomen bei einem bestimmten Verhältnis von Kohlenhydraten und Fett auftritt. 50 % und 35 % um genau zu sein. In der Natur gibt es keine Lebensmittel, die auch nur annähernd diesem Verhältnis entsprechen. Produkte wie Chips oder Schokolade schon! So gesehen können wir also nichts dafür, wenn plötzlich die ganze Tafel weg ist!

Fakt ist, dass der lockere Umgang mit Schokolade und die der Wert der Belohnung starke Folgen haben kann. Ich, die aus einem kulturellen Kreis kommt, wo Süßkram traditionell allgegenwärtig ist, weiß, dass es auch die ein oder anderen gesundheitlichen, aber auch psychische Folgen haben kann. Alles, was man in großen Mengen konsumiert, kann irgendwann zur Sucht werden. Und wenn man es als Kind von Anfang an so lernt, dann wird es irgendwann schwer, diesen Grundgedanken wieder loszuwerden.

Warum suchen sich Kinder nicht ihre eigene Belohnung aus?

Wir möchten natürlich nicht, dass die Belohnungen ganz aus dem Rahmen fallen. Schließlich ist es auch sehr schön, hin und wieder für etwas belohnt zu werden. Daher schlagen wir vor, dass Kinder sich selbst aussuchen können, womit sie belohnt werden möchten. Es muss nicht zwangsläufig etwas Materielles sein. Vielleicht kann es bedeuteten, das das Kind länger aufbleiben darf, oder ein mal mehr bei einem Freund übernachten kann. Mit dieser Variante fällt der Fokus auf Schokolade und den restlichen Süßkram aus – und orientiert sich mehr auf Aktivitäten.

Was ist eure Meinung dazu? Habt ihr noch weitere Alternativen für weniger „süße“ Belohnungen?

Liebe Grüße,

Mounia

Mounia
About me

Ich - 24 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und reise- und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten. Und durch ein Praktikum bin ich nun bei Tollabea gelandet und werde hoffentlich weiterhin viel lernen und den Blog damit erweitern. :)

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2 Kommentare

Silke
Antworten 15. August 2018

Ich esse Schoki wenn ich mich belohnen will, ich esse Schoki wenn ich mich entschädigen will und und und... und habe sehr damit zu kämpfen, dieses Verhalten zu ändern. Vor dieser Fehlverknüpfung im Hirn will ich mein Kind unbedingt bewahren.
Belohnungen gibt es bei uns sowieso keine und Essen wäre das letzte, was ich dafür benutzen würde. In Esssörungen rutscht man einfach zu schnell rein.

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