Nicht mehr „die Mütter“ und „die Väter“ in den Köpfen von Personalverantwortlichen – Eltern-Blogger-Trends mit Falk von Papa macht Sachen


Es geht in die nächste Runde der Eltern-Blogger-Trends. Derzeit befragen Yvonne, Alu vor der Blogfamilia 2018 und ich sehr viele Elternblogger*innen wie sich das Bloggen verändern wird und stellen die Interviews vor.

Seid ihr auch Elternblogger*in und wollt dabei sein? Dann meldet euch bei uns.

Heute ist Falk von Papa macht Sachen dabei und hebt gleich gesellschaftlich sehr relevante Themen hoch!

Wenn dein Blog ein Tier wäre, was wäre es?

Mein Blog ist noch ein Welpe. Papamachtsachen.de ist erst seit Oktober vergangenen Jahres online und lernt gerade an ganz vielen Stellen ganz viel dazu. Der Blog riecht und schnuppert an allen Themen und hebt vielleicht auch mal an der falschen Stelle das Bein. Aber das bring ich Ihm alles noch bei. Bis zur Blogfamilia 2018 ist er hoffentlich stubenrein.

Worüber wirst du mehr bloggen in 2018/19?

Ich möchte gern Väter ermuntern, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Da viele Väter genau wie ich Vollzeit arbeiten, werden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und all die Probleme, die damit noch immer verbunden sind, ein großes Thema sein.

Welche Anschaffungen stehen für deine Familie und deine Kinder in der nächsten Zeit an?

Wir sind grad wieder einmal innerhalb unserer eigenen vier Wände umgezogen. Unser Sohn hat ein riesiges wandelbares Bett bekommen, welches stabiler ist als unser eigenes und wohl die nächsten dreißig Jahre halten wird. Das war eine Investition für Generationen. Zum Ende des Jahres wollen wir weit weg in den Urlaub fahren. Da auch bei uns ab März alle Sitzplätze bezahlt werden müssen, wird der Flug eine weitere große Investition werden.

Mit welchen Firmen würdest du gern kooperieren und warum?

Ich bin mit Kooperationen bisher sehr zurückhaltend. Viele Produkte für Eltern und die zugehörige Werbung sind vollständig auf Mütter ausgerichtet. Ich würde gern mit Firmen kooperieren, die sich ganz konkret Gedanken um Väter als Zielgruppe machen. (Und nicht einfach nur anfragen, ob diese rosa Teilchen nicht auch mal von einem Vater beworben werden könnte, weil das ja total ungewöhnlich rüberkommen würde).

Was für Entwicklungen siehst du in der Blogosphäre? Und bei Eltern-Blogger ganz besonders? Eltern-Blogger-Trends?

Gerade beobachte ich eine starke Emanzipation der Elternblogger von bzw. eine harsche Kritik an Facebook. Ich sehe das etwas entspannter und immer noch als gute, grundsätzliche kostenlose, Plattform zur Vernetzung und Werbung für eigene Inhalte.

Elternblogs schaffen es, eine sehr relevante und diskussionsfreudige Zielgruppe zu erreichen.

Ich würde mir wünschen, dass über Firmen hinaus auch Organisationen, Vereine, Parteien den Wert von Elternbloggern als Multiplikatoren stärker erkennen.

Wie stellst du dir die Zukunft deiner Kinder vor?

Mein Sohn wird erst zwei Jahre alt. Ich hoffe, dass er weiter in einer friedlichen Umgebung aufwachsen kann, wie das die letzten Generationen in Mitteleuropa konnten. Ich wünsche Ihm, dass er immer der offene und fröhliche Mensch bleibt kann, der er heute ist.

Dein emotionalster Blogpost und das stärkste Zitat daraus?

Väter – lasst uns etwas ändern!

<< Erst wenn wir Väter all das – und mehr – tun, dann haben Unternehmen endlich keinen Grund, die Väter den Müttern vorzuziehen. Warum? Weil Väter dann ebenso plötzlich ausfallen können wie Mütter. Es wird unberechenbar, wer die Elternzeit nimmt oder wer in der Woche eher mal nach Hause muss und das Meeting um 17.30 Uhr nicht wahrnehmen kann.

Erst dann wird ein Umdenken auch in deutschen Unternehmen stattfinden. Dann gibt es nicht mehr „die Mütter“ und „die Väter“ in den Köpfen von Personalverantwortlichen, sondern nur noch „die Eltern“. Wenn Unternehmen das verstehen, dann landen Männer und Frauen zu gerechteren Anteilen in verantwortlichen Positionen. Meetings werden nicht in Randzeiten, sondern in Kernzeiten abgehalten. Das hilft allen Vätern – und allen Müttern gleichermaßen.>>

Vielen Dank, lieber Falk, für das Eltern-Blogger-Trends-Interview!

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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2 Kommentare

Falk
Antworten 13. März 2018

Danke für die Gelegenheit, mich Euch vorzustellen!

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