99 Luftballons! Am Himmel – sind 99 zu viel


Bunte Luftballons am Himmel wecken Kindheitserinnerungen und haben Symbolcharakter. Wer erinnert sich nicht daran, als Kind einen Ballon losgelassen zu haben, oder verloren und wir rannten hinterher? Staunend, einem Luftballon hinterher blicken, der langsam am Horizont verschwindet. Wer hat diesen Anblick nicht genossen?

Luftballons gehören dazu: zu Parties, Geburtstagen, Hochzeiten, Veranstaltungen aller Art.

Haben wir uns eigentlich dabei überlegt, wo die Reise der bunten Ballons endet? Denn sie endet irgendwo und dann können sie Schaden anrichten.

Mit diesem Artikel möchte ich über die Gefahren durch Luftballons informieren, Alternativen aufzeigen und natürlich mit Euch gemeinsam kreative Ideen entwickeln: Lassen wir unserer Vorstellungskraft ein wenig Raum! Es gibt ganz sicher viele wundervolle Möglichkeiten, die bunten Luftballons am Himmel durch andere schöne Dinge zu ersetzen. Es geht hier nicht um Verzicht, nicht darum jemandem etwas zu nehmen. Sondern darum, der Umwelt etwas zu geben und die Gefährdung der Tiere zu beenden.

Irgendwann endet die Reise jedes Ballons. Und dann?

Sie landen irgendwo, das Helium entweicht. Meistens ist an dem Ballon eine Strippe / Schnur / Band, wie auch immer man das bezeichnet. In diesen Schnüren können sich Tiere verheddern und sterben langsam und qualvoll. Reste der Ballons landen im Nahrungskreislauf der Tiere, werden mit Nahrung verwechselt und gefressen. Was dann passiert, kann sich jeder ausmalen. Oft genug landen die Ballons in Flüssen und Seen.
Selbst Ballons aus Naturkautschuk brauchen Jahre, bis sie zersetzt werden. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes vorgaukelt: Umweltfreundliche Alternativen. Nein! Sie sind eben nicht biologisch abbaubar. Oder nur sehr langsam abbaubar…

Hässliche Reste von Ballons verschmutzen unsere Umwelt, gefährden das Leben von Tieren und das unkontrolliert. Oder rennen wir den Ballons bis zum Ende hinterher und entsorgen sie?

An dieser Stelle eine Anmerkung zu Helium:

Helium ist eine endliche Ressource. Das war mir auch nicht immer bewusst.

Die Zeit schrieb schon 2011 zum Thema: „Die Quellen des Kältetreibstoffs Helium versiegen. Ob in Forschung, Industrie, Technik oder Medizin – der Verbrauch von Helium nimmt zu. Doch das Edelgas ist auf der Erde rar und es gibt keinen Ersatz. … Die einzigen Ressourcen, auf die hier auf der Erde zurückgegriffen werden kann, sind im Wesentlichen die Heliumanteile im Erdgas. Aber nicht jede Lagerstätte hat eine entsprechendes Erdgas-Helium-Verhältnis.“

„Ach, es ist doch nur ein Ballon. Ach, es sind doch nur zehn Ballons. Die tun schon nichts.“

Jedem von uns ist klar, das sind lediglich Ausreden um das Gewissen zu erleichtern und aus einem Ballon werden Tausende. Jeder Ballon weniger zählt. Denn jeder einzelne Ballon kann großen Schaden anrichten: Für ein kurzes Vergnügen, ist es das wert?

In einigen Regionen der Welt gibt es schon Gesetze zum Steigenlassen von Luftballons: Teile von Australien, den USA, Großbritannien (hier vor allem Wales) haben Verbote erlassen.

Und die Alternativen? Keine Alternativen sind: Tauben und Schmetterlinge aufsteigen lassen, chinesische Papierlaternen (Feuer ist zu gefährlich)

Wie wäre es mit Seifenblasen?

Die Lösung dafür kann man umweltfreundlich herstellen. Béa hat das Rezept für Riesenseifenblsen für dm verbloggt.

Seifenblasen sind nicht nur wunderschön anzusehen, wenn sie bunt und zart in den Himmel steigen. Bewusst „Pusten“ ausatmen, fliegen lassen, loslassen: Symbolkraft! Große oder kleine, hier gibt es so viele Möglichkeiten.

Steine bemalen!

Als Erinnerung an eine schöne Zeit (Kindergartenabschluss, Schulabschluss, Familienfeiern). Alleine die Zeit die man miteinander verbringt, diese Steine zu bemalen, ist wertvoll. Im Garten, unter Bäumen, an Zäunen drapiert, sind sie eine schöne und bunte Erinnerung. Und von Zeit zu Zeit kann man an diesen Ort zurückkehren, alle gemeinsam oder jeder für sich. Schaut mal, auch einen Comic-Satz kann man draus machen

Etwas pflanzen!

Zusehen, wie es wächst und gedeiht, daran können wir uns lange erfreuen. Wie wäre es auch mit Saatgutkugeln? Wildblumen? (Natürlich nicht auf fremde Privatgrundstücken oder öffentlichem Raum, das wäre Sachbeschädigung. Hier vorher erkundigen.)

Windräder, Girlanden… was fällt Euch noch ein?

Einzelne Blumen oder Blütenblätter, die in einem Bach von den Wellen weggetragen werden. Loslassen von einer Person, die man verloren hat. Ohne jemanden damit zu gefährden.

Zeit umzudenken, Zeit für umweltfreundliche Alternativen, Zeit kreativen Ideen freien Lauf zu lassen. Dabei können wir auch unsere Kinder mit einbeziehen. Kinder sind empathisch und wollen Tieren keinen Schaden zufügen. Diese Informationen sollten wir auch unseren Kindern nicht vorenthalten!

Oder: Wenn es unbedingt etwas sein muss, was in die Luft geht: Alle mal einen Luftsprung für ein Foto!

Gerne auch von oben fotografiert, die Menschen symbolisch zu etwas aufgestellt. Wunderschönes Erinnerungsfoto, was noch Jahre später ein Lächeln auf das Gesicht zaubern kann. Solche Aktionen vergisst man nie.

Am Ende ist es kein Verzicht, wenn wir uns alle gemeinsam an Alternativen setzen. Es ist ein Gewinn für uns und die Umwelt.

Eure Darksun, die inzwischen mindfulsun heißt. 

(und diesen Beitrag geschrieben hat)

und Béa

(die voll dahinter steht)

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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