Auswandern mit Baby und Kleinkind – Ein Traum mit Tücken?


Hast du dir auch schon mal gewünscht, einfach an einem anderen Ort zu sein? Vielleicht im Süden noch einmal neu anzufangen? Mit wärmerem Wetter, Sonne satt und der offenen, freundlichen Mentalität der Menschen dort? Einfach raus, das Leben genießen, alles anders machen? Auswandern mit Baby und Kleinkind?

Dieser Beitrag kommt von Sarah, die mit ihrem Mann und ihrer zweijährigen Tochter auf Kreta. Von dort aus bloggt sie seit zwei Jahren zu den Themen Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung und auch Rückbildungsgymnastik. Im kommenden Winter erwartet die Familie zudem ihr zweites Baby. Ob sie dauerhaft auf Kreta bleiben wollen, ist noch nicht ganz klar… Wenn ihr diese Erfahrungen lest, werdet ihr alles nachvollziehen! Und vielleicht sind sie auch für die Auswanderwilligen unter euch besonders wertvoll. Lest selbst:


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Ich höre oft von anderen Familien, dass wir ihren Traum leben.

Dass sie sich das Gleiche wünschen würden, den Absprung aber nicht wagen. Dass sie so gerne herauswollen aus Deutschland und in die Wärme, ans Meer gehen möchten.

Was für viele aussieht wie der gelebte Traum, ist für diejenigen, die ihn leben, doch ganz anders. Nicht schlecht, aber anders. Denn während andere vor allem den Strand, das Meer, die Palmen und Bananenpflanzen sehen, stehen auch wir jeden Tag auf, arbeiten, machen uns Gedanken um die Zukunft und bringen uns selbst und unsere Gefühle mit an jeden Ort der Welt. Wo du auch hingehst: Es wird sich eine Zeit lang anfühlen, wie Urlaub. Aber der Alltag kommt bestimmt. Er lässt sich in der Tat schöner gestalten, wenn Wetter, Landschaft und die Mentalität warm und freundlich sind.

Das stimmt! Aber Unwägbarkeiten gibt es überall, auch im Paradies. Und ganz nebenbei müssen auch wichtige Entscheidungen über die eigene Zukunft und die der Kinder getroffen werden.

In diesem Artikel werde ich euch berichten, wie es tatsächlich ist – zumindest für uns. Welche Schwierigkeiten es gibt, gerade für Eltern. Und warum eine solche Entscheidung mit Bedacht getroffen werden sollte.

Der Traum beim Auswandern mit Baby und Kleinkind – was andere sehen

Bei oberflächlicher Betrachtung leben wir tatsächlich einen Traum: Ein kleines Haus mit großem Garten, keine 10 Minuten Fußweg vom Meer entfernt. Die meisten, die hierher kommen, lieben das Dorf, die Landschaft und die (im Sommer etwas karge) Vegetation.

Im Garten wachsen Bananen und Zitronen. Wenn man ein bisschen die Augen aufhält, kann man bei Spaziergängen und Wanderungen in der Umgebung Feigen, frische Orangen, Granatäpfel oder Mispeln finden. Gemüse anbauen geht das ganze Jahr und auch Nutztierhaltung (wir haben Hühner) macht deutlich mehr Spaß als in Deutschland, weil man sich bei der Pflege von Ausläufen und Ställen nicht durch Schlamm-Massen pflügen, sondern lediglich in kurzer Hose durch den Garten wackeln muss.

Meine Arbeit findet am Computer statt.

Ich unterrichte online und vermarkte digitale Produkte auf meiner Seite über Geburtsvorbereitungskurse, sowie auf meinem Blog über Online Hundetraining. Darüber verdienen wir einen Großteil des Lebensunterhaltes. Ob ich arbeite und wann – das entscheide ich selbst. Manchmal arbeite ich eine Woche gar nicht, manchmal 16 Stunden am Tag. Oft verdiene ich mein Geld, während wir mit Freunden am Strand sind.

Gute und günstige Tavernen gibt es an jeder Ecke. Die Menschen sind entspannter, nehmen sich selbst und das Leben nicht ganz so ernst und es toben fröhliche Kinder durch die Straßen und über den Strand – tagein, tagaus das gleiche, immer schöne Bild.
Es ist das Bild, das man von außen sieht. Und es ist wunderschön. Ebenso, wie unser Garten, das Zirpen der Zikaden, die kleinen Eidechsen und Geckos an den Hauswänden. Dass das Leben draußen stattfindet, dass wir jeden Tag mit den Kindern an der frischen Luft sein können.

Das türkisblaue Meer, die Berge, die Olivenhaine, Früchte aus dem eigenen Garten, Olivenöl von unseren eigenen Bäumen.
Ein idealer Ort, um Kinder großzuziehen… Oder?

Vielleicht, aber es muss gut überlegt werden. Denn ganz so einfach ist es eben doch nicht!

Familie, Freunde, soziales Umfeld

Zunächst einmal ist ein nicht zu verachtender Punkt, dass die eigene Familie und das starke, soziale Netzwerk, das man unter Umständen zuhause hat, einfach wegfällt. Am neuen Ort werden sich soziale Kontakte finden und auch Freunde, nach und nach. Es dauert aber länger. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir als Eltern oft eingespannt sind: Abends raus gehen, feiern, neue Menschen kennenlernen…

Das klappte wunderbar, bevor wir Kinder hatten. Seitdem stagniert es ein wenig und neue Bekanntschaften finden sich langsamer.

Zudem sehen wir all diese Orte ja auch erst einmal nur zur Touristen-Saison. Und ja: Zu diesen Zeiten gibt es viele Menschen und es ist leichter, Kontakte zu knüpfen. Doch spätestens im November fällt der Vorhang – Tavernen werden geschlossen und die Touristen reisen ab. Was bleibt, ist ein kleines, griechisches Dorf mit einer für sich eingeschworenen Gemeinschaft, in die man nicht immer so leicht herein findet. Denn diese Menschen kennen sich mitunter ein Leben lang. Es braucht Zeit, seinen eigenen Platz zu finden.

Und spätestens dann, wenn die eigenen Kinder anfangen, mit Gleichaltrigen zu spielen und Kontakt aufzunehmen, wird dir auch klar, dass du eine Komponente vielleicht doch unterschätzt hast…

Denn zwischen Arbeit und Mama-Sein ist es gar nicht soooo einfach, noch „mal eben“ eine neue Sprache zu lernen!

Es sei denn, man ist finanziell so gut aufgestellt, dass man nicht besonders viel arbeiten muss und sich täglich eine bis zwei Stunden Zeit nehmen kann… Dies muss man dann natürlich auch durchziehen!

Geschafft habe ich das in den ersten Monaten, in denen ich noch nicht so viele Stunden täglich am PC verbracht habe und das Elterngeld einfach ausreichte. Nun stagniert es eine Weile und ich merke, dass dieser Punkt an Bedeutung gewinnt, denn nicht nur für das eigene soziale Umfeld ist es sehr gut, die Sprache wirklich zu sprechen! Auch für das der Kinder! Denn um Besuch zu empfangen, müssen wir auch mit den Kindern der anderen sauber kommunizieren können! Und damit kommen wir dann zum nächsten Punkt:

Sprachbarriere

Welche Sprachen sprichst du bereits? Welche Sprache spricht man dort, wohin ihr gerne auswandern würdet? Gibt es vielleicht sogar ein anderes Alphabet?

Ich würde behaupten, dass ich neue Sprachen relativ schnell und effizient lerne. Und dann auch ohne Scheu in den Kontakt gehen kann, was natürlich immer gut ankommt. Ich merke aber dennoch, dass selbst meine englischsprachigen Kontakte hier (und Englisch spreche ich täglich und fließend) niemals auf demselben Level mit mir kommunizieren werden, wie es meine deutschsprachigen Freunde tun. Weil Muttersprache tiefer geht. Auf Deutsch kommunizieren wir viel feiner, auch zwischen den Zeilen und verstehen Wortwitze der anderen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachdenken zu müssen.

Das wird bei Englisch bereits etwas schwieriger, selbst wenn man diese Sprache schon lange spricht. Nun haben aber die wenigsten von uns bereits Sprachkenntnisse, die den Ländern entsprechen, in die wir auswandern wollen. Klar, der eine oder andere mag Spanisch oder Französisch in der Schule gelernt haben und darauf zurückgreifen können. Wer aber nun nach Kroatien, Slowenien oder eben Griechenland gehen will, muss wahrscheinlich von vorne beginnen – es sei denn, er hat Glück und ist vielleicht schon mehrsprachig aufgewachsen.
Aber natürlich: Es geht! Es ist machbar und Fleiß wird belohnt! Und dennoch tritt dann spätestens mit dem Grundschulalter ein Phänomen auf, über das man sich dringend im Vorhinein Gedanken gemacht haben sollte: “Ups, ich verstehe die Aufgaben nicht…”

Auswandern und Schule – Wie klappt das?

Vielleicht gehörst du zu denjenigen, die mit Homeschooling für immer liebäugeln. Immer mehr Eltern tun dies, aus verschiedenen Gründen. Sicherlich hat diese Variante Vorteile, gerade im Ausland und auf Langzeit-Reisen. Dennoch darf insbesondere an dieser Stelle niemals einfach außer Acht gelassen werden, dass Kinder eben auch ein Bedürfnis nach Teilhabe und Sozialkontakt haben. Und wenngleich es manchmal Sinn machen kann, den Schulunterricht nach Hause zu verlagern, so wird es wahrscheinlich in den allermeisten Fällen – auch im Sinne der Kinder – so sein, dass der Besuch einer örtlichen Schule ansteht.

Manchmal findest du im Ausland auch eine deutsche Schule: Jackpot!

Für alle anderen gilt: Das gemeinsame Erledigen der Hausaufgaben und das Lernen für anstehende Tests und Arbeiten wird zu einer deutlich größeren Herausforderung, als es in Deutschland der Fall wäre. In manchen Ländern, wie bei uns in Griechenland, haben wir es dann auch noch mit einem ganz anderen Alphabet zu tun: Δύσκολο (Schwierig), denn in Sachen Rechtschreibung kommen wir hier wahrscheinlich nicht immer so ganz mit.

Hinzu kommt noch, dass das Schulsystem in anderen Ländern nicht unbedingt gut sein muss. In unserem Fall empfinde ich es sogar als mittelschwere Katastrophe, da das griechische System nicht ohne Nachhilfe auskommt! Kaum ein Kind muss nicht nachmittags noch privaten Unterricht nehmen… Möchte man das? Gibt es Alternativen?

Demnach ist es wichtig, sich vor der Entscheidung für eine Beschulung im Ausland Gedanken darüber zu machen, wie wir unsere Kinder im Fall der Fälle unterstützen können. Gegebenenfalls muss dann eine Nachhilfe oder ein Privatlehrer finanziert werden. Zumindest, wenn dieser Aspekt für euch als Eltern und eure Kinder relevant ist. Es gibt ja auch viele, viele deutsche Kinder, die ohne jede Unterstützung irgendwie durch ihre Schulzeit kommen. Schule an sich ist sicherlich ein weiteres, großes Thema, das ich an dieser Stelle nicht weiter thematisieren werde, weil es den Rahmen sprengt.


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Es hängt aber recht direkt zusammen mit einem weiteren Aspekt, der für Kinder wichtig ist:
Aufwachsen im Ausland – Wo bin ich daheim?

Ich habe im Laufe der Jahre viele Menschen kennengelernt, die in einem anderen als ihrem Geburtsland aufgewachsen sind. Deren Eltern zum Beispiel nach Deutschland kamen, als die Kinder klein waren. Oder solche, die als Jugendliche Deutschland verließen und an anderen Orten lebten.

Das war mitnichten immer schlecht. Recht häufig gehört habe ich von diesen Menschen allerdings, dass die Suche nach ihrer Identität und das damit einhergehende Vermissen eines echten “Heimatgefühls” von Zeit zu Zeit als problematisch empfunden wurde.

Wir öffnen unseren Kindern das Tor zur Welt, wenn wir ihnen andere Länder zeigen. Doch zugleich riskieren wir auch, dass sie entwurzelt werden. Dass sie langjährige Freundschaften nicht so weiter pflegen können, wie sie es vielleicht gebraucht hätten. Wenn dann die Eltern im neuen Land auch noch viel arbeiten müssen und wenig für neue Sozialkontakte sorgen können bzw. schlichtweg die Zeit nicht haben, ihren eigenen Kindern die Stabilität zu geben, die sie brauchen, um diesen großen Schritt zu verarbeiten… Dann kann es passieren, dass unsere Kinder später entwurzelt sind.

Und das gilt ebenso, wenn ein Neustart im Ausland geplant wird, dieser dann aber nach einigen Jahren rückgängig gemacht wird. Sozialkontakte sind für Kinder enorm wichtig. Ihre Freundschaften sind nicht einfach ersetzbar. Das sollte niemals ein Hinderungsgrund für Veränderung sein – und manchmal tut Kindern ein Ortswechsel sicherlich gut – jedoch sollten wir uns als Eltern dieser Verantwortung immer bewusst sein!

Natürlich versucht jedes Elternteil, seinen Kindern gerecht zu werden und nicht egoistisch alle Entscheidungen im Leben nur für sich zu treffen. Doch gerade der Schritt ins Ausland (oder zurück) kann für unseren Nachwuchs unter Umständen sehr einschneidend sein und sollte sensibel begleitet werden.

Im Idealfall erzielen wir so, dass unseren Kindern die Welt offen steht. Sie erhalten Flügel und Wurzeln, fühlen sich bestenfalls in beiden Ländern zuhause und lernen sowohl ihre eigene, als auch die neue Kultur kennen. Die Mehrsprachigkeit verschafft ihnen weitere Möglichkeiten! Außerdem können sie, zumindest bei uns in Griechenland, ganz anders aufwachsen:

Freiheit, Leichtigkeit, Strandleben

Wenn ich die Kinder am Strand spielen und toben sehe, dann weiß ich jedes Mal, warum wir hier sind…. Kinder brauchen Kinder. Und auch, wenn man im Grunde natürlich bei jedem Wetter raus gehen und Spielplätze erobern kann, so ist es doch etwas, das man bei schlechtem Wetter seltener tut.

Und da wir von diesem Regenwetter eher wenig haben, sind wir sehr unbegrenzt, was unsere Aufenthaltszeit an der frischen Luft angeht.

Hinzu kommt noch, dass ein langer Sandstrand und das gemeinsame Verbringen der Zeit an diesem Ort mit einem ganz anderen Lebensgefühl einhergeht: So viel Freiheit hatten wir in Deutschland eigentlich nie. Die Erwachsenen treffen sich am selben Ort wie die Kinder, es gibt wenig Spielplätze und dergleichen, denn der größte Abenteuerspielplatz liegt direkt vor der Tür. Und damit eben auch genau da, wo sich die Eltern nicht minder gerne aufhalten.

Nicht zuletzt aufgrund dessen sind die Kinder überall und immer mit dabei. Gleichzeitig ist das griechische Volk wahnsinnig tolerant und liebevoll den Kindern gegenüber, sodass diese so frei aufwachsen, wie ich es mir kaum hätte vorstellen können. Und auch im Dorf selbst toben bis tief in die Nacht Horden von Kindern und Jugendlichen aller Altersklassen durch die Gassen. Und das bringt mich zu einem weiteren Punkt:

Unbegrenzte Störenfriede…

Selbst ich erwische mich dabei, wie ich mir an manchen Tagen und in einigen Zusammenhängen wünsche, die Kinder hier würden mehr Regeln mit auf ihren Weg gegeben bekommen. Das würde sicherlich zu weniger Unfällen führen… Denn von deutscher Helmpflicht will man hier genauso wenig wissen, wie von Regeln für den umsichtigen und sicheren Umgang mit anderen (zum Beispiel beim Radfahren auf der viel besuchten Promenade…) Mit anderen Worten: Die Horden fröhlich tobender Kinder sind gar nicht mal immer unproblematisch. Zumindest sicherheitstechnisch.

Da ich nicht nur Deutsche, sondern zu allem Übel auch noch Pädagogin bin, sehe ich natürlich überall Gefahren aufblitzen und finde die Hälfte dessen, was so passiert, mindestens ziemlich unerzogen. Fahrräder fahren wild durcheinander, auf Schwächere wird kaum geachtet, nachgedacht sowieso nicht. Also, zumindest wenig.

Aber sind die Kinder hier deswegen völlig unbegrenzte Störenfriede? Unbegrenzt, ja, ein bisschen. Und frei.

Und das, was an gutem Benehmen und Regeln fehlt, ist das, was ihnen eine besonders unbeschwerte Kindheit voller Abenteuer und Spaß beschert. Davon bin ich überzeugt. Immerhin sind sie überwiegend draußen und mit anderen zusammen. Besser geht es doch kaum, oder?

… Ein bisschen Helmpflicht wünsche ich mir aber trotzdem…

Aber wieso sind die ganzen Kinder eigentlich so wild unterwegs und nicht betreut?

Beruf und Familie im Ausland

Ganz sicherlich ist es so, dass es auch deshalb mehr Freiheit gibt, weil sich die Lebenswelt von Kindern und Erwachsenen hier vermischt. Wenn also Mama und Papa mit Freunden in der Taverne essen, können sich die Kinder zeitgleich in der Umgebung austoben. Das mag im Süden deshalb besonders gut funktionieren, weil es wärmer ist und sich schon alleine aus diesem Grund an weniger Regeln gehalten werden muss: Wer draußen ist, muss nicht unbedingt still sitzen, denn es gibt viel Platz.

Und doch gibt es noch einen ganz anderen Punkt, den man insbesondere dann, wenn man auswandert, dringend beachten muss: Die Arbeitssituation und die Löhne.

Wer hier vor Ort arbeitet, der verdient unsagbar wenig. Wenn nun auch noch Kinder versorgt werden müssen, wird es nicht selten knapp. Die meisten Angestellten verdienen um die 4 Euro die Stunde. Somit verwundert es kaum, dass die Kinder vieler Familien auch aus diesem Grund draußen in Gruppen unterwegs sind: Die Eltern arbeiten zeitgleich und für Betreuung ist eben nicht immer gesorgt.

Wer also auswandern möchte, noch dazu mit Familie, der muss auch finanziell vorgesorgt haben, sofern er auch noch Zeit für Partnerschaft, Kinder und so etwas wie “Freizeit” haben möchte. Und selbst dann, wenn du nicht von den örtlichen Lohn-Niveaus abhängig bist, weil du zum Beispiel online arbeitest, ist es nicht immer leicht:

Ich hatte eingangs beschrieben, dass ich manchmal viel und manchmal gar nicht arbeite.

Der große Nachteil: Du bist immer in der vollen Verantwortung und musst dein eigenes Business voranbringen. Zumindest dann, wenn du selbstständig bist. Wie so Vieles, so hat auch dies Vor- und Nachteile. Unser Ziel ist es irgendwann so gut aufgestellt zu sein, dass wir viel Zeit füreinander haben und nur noch wenig Zeit am Computer verbringen müssen. Der Traum von Laptop und Kaffee am Strand ist aber deutlich weniger romantisch, als oft angenommen: Die meisten digitalen Nomaden müssen nämlich ganz ordentlich ranklotzen, ehe sich echte finanzielle Freiheit einstellt.

Trotzdem kann ich jedem, der ins Ausland gehen möchte, nur empfehlen, die eigene Tätigkeit dem Lohn-Niveau anzupassen. Und wenn dieses sehr gering ausfällt, nach Alternativen zu suchen oder sich selbstständig zu machen.

Fazit Auswandern mit Baby und Kleinkind – Die richtige Entscheidung?

Ein Bericht wie dieser kann nur einen vergleichsweise kleinen Einblick geben und das Thema “Auswandern mit Kindern” niemals in all seinen Facetten zeigen und reflektieren. Zusammenfassend möchte ich vor allem sagen, dass wir als Eltern niemals vergessen würden, dass eine so tiefgreifende Entscheidung mit vielen, teilweise unvorhergesehenen Veränderungen einhergeht.

Wir tragen eine große Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und werden sie im Ausland niemals auf dieselbe Weise unterstützen können, wie wir es in Deutschland zu tun in der Lage sind, Sprachbarrieren, unbekannte Abläufe und eine neue Kultur bieten uns Chancen, aber eben auch viele Stolpersteine. Unsere Kinder wachsen zwischen zwei Kulturen auf und brauchen uns als Fels in der Brandung und verlässliche Begleitung.

Wenn wir es schaffen, den Schritt ins Ausland gewissenhaft zu planen, finanziell vorzusorgen und nicht völlig kopflos in die Welt hinausgehen, dann können wir das Beste aus den uns gegebenen Möglichkeiten herausholen und unseren Kindern auf diese Weise ein großes Geschenk machen.

Eure Sarah

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Wer von euch hat auch den Schritt Auswandern mit Baby und Kleinkind gewagt und möchte berichten?

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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