Die Queen der Nicht-Perfektion Nathalie Klüver hat ein Kochbuch geschrieben!


Ihr kennt doch Nathalie, unsere „Ganz normale Mama“ und ihren absoluten Nicht-Perfektionsanspruch. Na bitte. Das gilt auch in der Küche. Ich möchte euch ihr klasse Buch vorstellen und damit auch eine Challenge annehmen – siehe Frage 4 des Interviews hier.

Schon mal vorab: Ich finde „Das Familien-Kochbuch für nicht perfekte Mütter“ klasse!

So, und für alle, die jetzt fragen: „Was ist jetzt mit den Vätern?“ sage ich. Ja. Eben. Denkt ein wenig über die Bezeichnung „nicht perfekte Mütter“… dann sind auch die Väter mit gemeint. Oder? 😁

Was mir besonders gut gefällt ist, wie Nathalie in diesem Buch zunächst mal alle entspannt und mit Mythen und Glaubenssätzen in Sache Kochen und Mahlzeiten aufräumt: Nein, es muss nicht alles immer frisch und warm zubereitet und fettfrei und… usw. sein. Gute Küche für Kinder basiert auf Kompromissen… nur die gilt es, weise zu wählen.

Genau diese Weisheit präsentiert Nathalie in diesem Buch. So einfach, dass ich es auch als Kochbuch für Kinder ab ca. 8 Jahren auch empfehlen würde.

Und nun das versprochene Interview mit unserer „Ganz normalen Mama“:

Béa: Du bist die Queen der Nicht-Perfektion. Wie kamst du überhaupt auf die Idee, dass das ein klasse Thema ist?

Nathalie: Ganz einfach: Weil niemand perfekt ist. und ich ganz besonders wenig. Und doch merke ich immer wieder, dass so viele Mütter es sein wollen! In den sozialen Medien wird es leider viel zu oft suggeriert, dass die Mutter von heute die perfekte Hausfrau, Erzieherin, Köchin, Liebhaberin und Inneneinrichterin sei muss. Dazu perfekt geschminkt, den Kindern nur gesundes Bioessen kredenzend und immer gut gelaunt. Dabei kann man nur scheitern. Ich hatte meinen Blog tatsächlich damals mit dem Anspruch gestartet, den Druck rauszunehmen, anderen zu zeigen, Chaos im Kinderzimmer und Flecken auf den Klamotten sind ganz normal. Das Leben mit Kindern ist halt nicht immer Bullerbü – und deshalb sollten wir es auch gar nicht erst versuchen, anzustreben!

Niemand muss perfekt sein – gut genug reicht und was das ist, bestimmen wir selbst!

Wie wir Unperfekt glücklich sein können und so einem Burnout vorbeugen können, habe ich in „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ geschrieben – und bei meinen Lesungen merkte ich, dass das Thema Ernährung und Benehmen am Tisch Dinge sind, die Mütter sehr unter Druck setzen. Das Kochbuch soll nicht nur diesen Druck rausnehmen und dazu ermuntern, beim Kochen den Perfektionismus abzulegen, es soll auch Inspiration für den Alltag geben.

Und:

Je weniger Druck beim Essen, umso besser klappt es!

Béa: Wenn du nur 3 Rezepte aus dem Buch auf eine einsame Insel mitnehmen könntest (und es wäre garantiert, dass dort die Zutaten dafür verfügbar wären) – welche wären das und warum?

Nathalie:

1. Lasagne! Ohne Lasagne geht gar nix!

2. Schwedischen Kladdkaka. Da kann ich mich reinsetzen. Und ohne mit der Wimper Zucken einen ganzen kuchen allein vertilgen.

3. Und dann die Minestrone. Da kann man so schön alles reinwerfen, was über ist.

Béa: Ganz ehrlich: Wenn schon alles nicht perfekt, warum überhaupt Mengenangaben? Kannst du auch nach Gefühl kochen?

Ich koche nur nach Gefühl. Ich habe mich noch nie an ein Rezept gehalten. Meine Kinder sind auch so. Pfannkuchen können sie super alleine machen und machen den Teig wie ich ganz nach Gefühl! Ich improvisiere gerne und viel und ständig. Es war eine echte Herausforderung, für das Kochbuch Mengenangaben niederzuschreiben. Deshalb gibt es oft auch Angaben wie „1 Tasse“ oder „eine Handvoll“.

Und es gibt immer Varianten in den Rezepten für jeden Geschmack und Vorratsschrank. Damit will ich auch ermuntern, beim Kochen einfach mehr zu improvisieren und sich selbst mehr zuzutrauen, die Mengenangaben sind immer nur Grundgerüst. Nur beim Backen, da halte ich mich genauer an Rezepte, da ist es wichtiger. Aber auch da muss man sich nicht sklavisch an alle Grammangaben halten!

Béa: Gib mir eine Challenge: Welches Rezept soll ich LIVE auf Instagram kochen?

Nathalie:  Du willst live kochen?! Pasta mit grünen Spargel und Kirschtomaten. Da könnte ich mich ja auch reinsetzen.

Challenge angenommen – wir sehen uns im Live-Stream! Ich gebe euch noch Bescheid!

Liebe Grüße,

Nathalie und Béa

Und das Buch bekommt ihr hier* oder im lokalen Lieblingsbuchhandel:

Zur Transparenz *: Ich werde nicht bezahlt für diesen Beitrag – lediglich die Links sind Affiliate Links – also als Mini-Werbung zu deklarieren.

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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