Das typischste rumänische Winteressen: Sarmalute!!!


Liebe Leute, nachdem meine Sommerspezialitäten Ardei aka Paprika und Salata de Vinete aka Auberginenpaste, beide mit rumänischem Mitgrationshintergrund, von euch bejubelt und laut Google Analytics des öfteren aufgerufen werden…

…hier noch mal ein typisches Gericht:

Sarmalute – gesprochen „Sermelutze“

Wie immer, kommt hier ein Kochprinzip und kein streng zu befolgendes Rezept. Ich erzähle euch einfach, wie ich den Spaß koche… was auch nicht 100% das ist, was ihr in Rumänien bekommt!  Sondern das wäre, was ihr in Rumänien bekommen würdet, wenn meine Ma noch leben würde.

Na gut, müsst ihr selbst machen. Ist gar nicht so schwer…

Hier ist eure Einkaufsliste für Sarmalute erstmal:

Weinsauerkraut 1 kg

Eine Packung eigelegte Weinblätter (in Salz) – gibt’s in türkischen Lebensmittelläden

500g Rindergehacktes oder das vegane Äquivalent aus Soja

Ca. 100 g Reis

2 Bund glatte Petersilie

2 große rote Zwiebeln und eine Knoblauchzehe

Optional: 2-3 Möhren

Thymian (frisch oder getrocknet)

Olivenöl, Salz, Pfeffer solltet ihr eh zu Hause haben

Crème fraîche

So, und jetzt könnt ihr euch an die Sarmalute ran wagen…

Rechnet mit ca. 1 h Zubereitungszeit. Und wenn ihr das Ganze schon einige Stunden vorkochen und etwas stehen lassen könnt… umso besser!

Also, jetzt aber LOS:

Wir starten mit der Füllung der Sarmalute:

Hackt ca. 1/2 Zwiebel und bratet sie direkt an mit etwas Olivenöl in einer Pfanne… also in etwas wie beim Risotto am Anfang. Roh! Reis nicht vorher kochen.

Sobald die Zwiebeln etwas bräunlich werden, löscht den das mit Wein (egal ob Weißwein oder Rotwein) und lasst es ca. 5 Minuten köcheln. Dann lasst es etwas abkühlen.


In einer Schüssel Fleisch bzw. veganer Fleischersatz (nutze ich öfters, nur wenn die Gäste aufs Original bestehen, gibt’s Rinderhack vom Bio-Metzger wie jetzt auf dem Bild) mit gehackter Zwiebel (die andere Hälfte von den zweien), der ganzen Petersilie (auch gehackt), Thymian, Salz, Pfeffer und ca. 2 EL Olivenöl mixen. Dann auch den Reispamps aus der Pfanne vorher dazu geben und auch gut mixen.

Ggf. nehmt ihr die Hände zum Kneten…

So, jetzt entstehen die Sarmalute:

Nehmt die Weinblätter (nein, nicht als Bikini-Ersatz ;-)… Sondern wickelt einfach um so ca. ein pflaumengroßes Batzen Füllung…

So müssen die aussehen. Entwickelt einfach eure eigene Wickeltechnik.


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Irgendwann habt ihr eine gewissen Anzahl „Päckchen“: Das sind eure Sarmalute. Freut euch daran!


So, jetzt finalisieren wir das Sarmalute-Meisterwerk

In einem backofenfähigen Topf einfach die andere Zwiebel, gehackt, mit dem Sauerkraut in Olivenöl anbraten und ggf. mit etwas Weißwein ablöschen.

Wenn das Sauerkraut gelbgold aussieht stoppen und ca. 2/3 in einer Pfanne oder auf einem Teller „parken“. Dann auf der ersten Schicht Sauerkraut eine Lage Sarmalute legen und dann eine weitere Schicht Sauerkraut.

So muss das aussehen:


Bzw so:

So, dann noch etwas Weißwein oder ein Glas Wasser und ca. 3 EL Olivenöl drüber geben und lasst den Topf erstmal mit Deckel drauf ca. 10 Minuten köcheln.

Anschließend in den vorgeheizten Ofen auf ca. 200° Umluft rein und ca. 30 Minuten schmoren lassen. Achtung, dass euch die oberste Schicht nicht anbrennt. Wenn es den Anschein macht, dass Temperatur runtersetzen oder Deckel drauf.

Sooo… dann wie oben geschrieben etwas stehen lassen bis die Gäste kommen.

Mit crème fraiche servieren! Dazu passt Polenta gut. Oder Back-Kartoffeln.

Und wenn ihr es schafft, Fotos zu machen, bevor die Gäste die Sarmalute verputzen… schickt sie mir!

Liebe Grüße,

Béa

P.S. Noch was zum Thema Wein: Wenn jüngere Kinder mitessen, würde ich auf Wasser oder Brühe umstellen. Auch wenn der Alkohol eigentlich bei den Kochzeiten verkocht.


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Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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5 Kommentare

Jasmin
Antworten 14. Oktober 2020

Könnte ich mal wieder essen.Schmeckt so lecker.

Michaela Ludyk
Antworten 14. Oktober 2020

Hallo Bea,

kommt der Reis roh dazu oder muss ich den vorkochen?

LG, Michaela

    Béa Beste
    Antworten 14. Oktober 2020

    So wie er aus der Pfanne am Anfang kam... vorgeköchelt sozusagen... Also: In der Pfanne roh anbraten wie bei Risotto!

      Birgit
      Antworten 22. Oktober 2020

      hatte auf den Kommentar gehofft, denn leider steht nichts davon, den Reis zu den abgelöschten Zwiebeln zu geben und sie werden nicht weiter verwendet.
      das verwirrt beim Lesen.
      So passt es aber. Muss nun nach Weinblättern Ausschau halten

        Béa Beste
        Antworten 22. Oktober 2020

        Lieben Dank für dein Feedback, liebe Birgit! Ich habe versucht, nun im Text näher zu päzisieren:

        "Hackt ca. 1/2 Zwiebel und bratet sie direkt an mit etwas Olivenöl in einer Pfanne... also in etwas wie beim Risotto am Anfang. Roh! Reis nicht vorher kochen."
        "Sobald die Zwiebeln etwas bräunlich werden, löscht den das mit Wein (egal ob Weißwein oder Rotwein) und lasst es ca. 5 Minuten köcheln. Dann lasst es etwas abkühlen."
        "Dann auch den Reispamps aus der Pfanne vorher dazu geben und auch gut mixen."

        ... fehlt was?
        Liebe Grüße und Danke dir!
        Béa

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