Die schönsten Ferienerinnerungen – 7 Prinzipien für unvergessliche Kinderabenteuer


Die Ferien sind fast da und viele fragen sich: Was soll man den Kindern bieten für wunderschöne, lebenslange Ferienerinnerungen bieten?

Es bringt etwas, sich selbst zu fragen, was am schönsten war. Ich habe in der Tollabea Community die Fans gefragt – hier die schönsten Ferienerlebnisse aus der Kindheit, als Inspiration – zusammengefasst (die meisten habe ich im Wortlaut gelassen, daher entschuldigt bitte manche typisch social media Tippfehler & Co):

1. Es geht auch Low Cost – Hauptsache alle sind gut drauf

Vanessa Ostiadal Meine schönste Ferienerinnerung waren immer die Fahrten in Freizeitparks. Mit 4 Kids hatten meine Eltern nicht das Geld um in Urlaub zu fahren. Daher ging es jedes Jahr mind. 1x in Freizeitparks. Ich habe dadurch gelernt das es wichtigeres gibt als Geld zu haben, die neusten Sachen oder den schönsten Urlaub. Am wichtigsten war es das die Familie zusammen spass hat und auch mit wenig auskommt.

2. The more, the merrier

Stefanie Lorenz Die Urlaube mit der gesamten Familie, inkl Tanten, Onkel, Omi&Opa, Cousinen, Cousins… In der Schweiz und in Cadzand (NL), aber auch bei meiner Omi daheim.  Bei letzterem muss ich auch immer an den tollen „Autobahnsee“ bei Augsburg denken: Schwimmen, aufm Klettergerüst rumtollen und BumBum-Eis essen!  An der holländischen Nordsee haben wir immer Haifischzähne und versteinerte Muscheln gesammelt, und zum „Abschluss“ des Urlaubs zusammen Bratäpfel gegessen… Und in der Schweiz sind wir stundenlang gewandert, waren im Freichlichtmuseum, haben wilde Beeren genascht und aus Gebirgsbächen getrunken… Ein Traum!

Dani Wolf Eine meiner schönsten Erinnerungen war in Wismar, Ostsee. Die freiwillige Feuerwehr hat mit den Ferienkindern(ich war 8) eine Seetaufe organisiert. Es gab viel Kuchen, Sahne, eine Urkunde und einen tollen Namen, ich hiess kleine Seehexe. Es war wirklich ein wundervoller Tag dort, den ich nie vergessen werde!

3. Camping ist ungeschlagen eines der schönsten Erlebnisse für Kinder

Kathy Kowol „Der Sommer in dem ich in die Schule kam! In den Ferien waren wir in Italien am Gardasee auf einem Campingplatz! Der Platz lag direkt am See und ich bin morgens mit meinem Papa dort immer zum schwimmen üben gegangen! Ich habe im Gardasee schwimmen gelernt! Und in einem Restaurant am See gab es eine Pizza in Bonbon- Form! Mein Vater kam mit Vollbart aus dem Urlaub wieder, weil die Spiegel im Waschraum so schlecht waren, dass er sich nicht rasieren konnte! Bis heute trägt er Bart, und der Urlaub ist 24 Jahre her! Es war ein wunderschöner Urlaub, bis heute bin ich ein Camping- Fan! Wir waren auch fast jeden Sommer zelten!“

Daniela Schulte Wir sind in der Grundschule immer nach St. Peter Ording gefahren. Zum Zelten. Das war immer toll. Denn wir waren auf einem Campingplatz hinterm Deich und genau an dem Strand wo immer “Gegen den Wind“ gedreht wurde. *hach* Wie war ich verliebt in Ralf Bauer. Und die alljährlichen Pfingstzeltlager vom Jugend Rot Kreuz. Das war immer der Hammer.

Sabine Wust Wir sind früher jedes Jahr 2 Wochen in eine Ferienwohnung im Allgäu gefahren. Wunderschön gelegen inmitten eines idyllischen Dorfes, neben einer Kuhweide. In der Nähe ein See. In meiner Erinnerung hat mich vor allem die Beständigkeit geprägt. Dass wir immer in den selben Ort, in die selbe Wohnung gefahren sind. So konnte man sich immer darauf freuen, die alten Plätze wieder zu sehen. Das machen wir jetzt auch mit unseren Kindern. Wir fahren 1-2 mal im Jahr zu einem bestimmten Campingplatz in Holland. Und ich hoffe, dass meine Kinder auch mal sagen werden, das war unser schönster Urlaub

Lisa Veilchen Ich durfte die Sommer meiner Kindheit auf dem Campingplatz verbringen. Dort waren wir behütet, jeder kannte jeden, und hatten trotzdem grenzenlose Freiheit. Oft waren wir den ganzen Tag irgendwo unterwegs, haben Buden aus Stöckern gebaut und gebadet, bis die Lippen blau waren. Wie viel Selbstbewusstsein das mir eher schüchternem Kind gegeben hat, habe ich erst als Erwachsene richtig verstanden. Diese Erfahrung möchte ich an meine Kinder weitergeben, aktuell fahren wir das vierte Jahr in Folge auf unseren Stammcampingplatz. Und ich merke, wie meine Kinder diese Zeit genau so genießen wie ich damals.

4. Der Natur nahe sein

Bella Tarantatella Wir waren als Kinder zweimal im Jahr auf einem Bauernhof am Mondsee in Österreich. Viel Natur, nah an den Tieren und ganz familiär. Ich habe es geliebt, die Nähe zu den Tieren, Grashüpfer auf der Hand, Kälbergebrten im Stroh, und Abends im Kreis der Familie und Gäste bei Brotzeit und Obstler wurde der Bauer Hans gesprächig, holte auch gern mal Kuh oder Ziege in den Speiseraum zur Belustigung aller und erzählte seine Bergsteigergeschichten:-) Daran erinnere ich mich bis heute gern zurück. Und die Liebe zu Tier und Natur ist geblieben!

Nicol Lüdeke meine Urlaube mit meinen Eltern, meiner Schwester, Wohnwagen und Vorzelt auf Fehmarn. Fast jede Sommerferien. Entweder waren meine Eltern mit uns „oben“ oder meine Oma ist mit uns gefahren, wenn meine Eltern arbeiten mussten. Das Besondere waren dort einige Abende, wo wir Kinder lange aufbleiben durften, am Strand Holz gesammelt haben und mit den „Großen“ Lagerfeuer direkt am Meer gemacht haben. Es war friedlich, schön und hat sich ewig eingeprägt. Ich weiß sogar noch, dass an einem Abend meine Turnschuhe die Farbe knallrot mit weißen Streifen hatten. Seit dieser Zeit MUSS ich mindestens einmal im Jahr auf „meine“ Insel zurückkehren und dort aufs Meer schauen

Viktoria Dittrich Angeln mit meiner Familie vom Boot und dann am Ufer eine frische Fischsuppe aus dem geangelten Fisch mit Wasser aus einem Naturbrunnen. Der Geruch von Seerosen und Geschmack von Wassernüßen. Wie meine Mama mir schwimmen beigebracht hat. Das alles war am See wo meine Oma lebt, damals war es schön da, ein kleines Örtchen mitten in Russland

Stina Lina wir waren in der Türkei am Meer. Dort durfte ich mir ein Surfbrett ohne Segel ausleihen und in die Bucht hinaus rudern. Von dem Brett aus beobachtete ich mit meiner Schwimmbrille bunte Fische in den Korallen. Ich schwamm über ihnen und tauchte zu ihnen und ich war frei…ich flog…ich hörte nichts…ich sah überalle wunderschöne Farben und tanzende Lichter und den Schatten meines Körpers auf dem Grund…ich war so glücklich…

5. Ferienverliebtheit und -freundschaft sind etwas Großartiges – und Sprachbarrieren kennt sie nicht

Sylvi Jonathan „Ich war ungefähr 13. Wir waren an der Ostsee. Dort traf ich ein etwas 17 jähriges tschechisches Mädchen. Wir beide haben uns auf russisch verständigt. Damals lief dort im Kino der Film „Dirty Dancing“, allerdings auf deutsch. Aber Clara, so hiess das Mädchen und ich wollten unbedingt rein. Also hab ich ihr den Film, mehr oder weniger gut ins russische übersetzt. Auch Szenen die keiner Übersetzung bedurften. Ich hab also „platsch“ gesagt, wenn sie ins Wasser fiel oder Kussgeräusche gemacht. Ich wollte das allerdings gar nicht..war nur so vertieft, konzentriert und bemüht ihr den Film verständlich zu machen, das ich wohl zu übereifrig war. Wir haben gekichert und gelacht…danach….als sie mich darauf aufmerksam gemacht hat. Nur mich mit ihr über den Film unterhalten, konnte ich mich nicht. Ich hatte keine Ahnung von der Handlung…weil ich wie gesagt, so darauf konzentriert war zu übersetzen. Wir haben den Film dann nochmal zusammen geschaut. Das war eine schöne Zeit mit Clara. Wir haben uns danach noch einige Zeit geschrieben, aber irgendwann schlief das leider ein. So gut russisch kann ich auch nicht mehr. Nachhaltig ist es für mich deswegen, weil ich keine schöne Kindheit hatte und mich solche „Inseln“ gerettet haben. Ich denke heute gern an diese Begebenheit zurück und frage mich, was wohl aus Clara geworden ist.“

Claudia Hartmann „Meine 3-wöchige Sprachreise nach Südengland (Weymouth) … ich hab so mein Faible für die englische Sprache entdeckt, meine Schulnote gravierend verbessert (da war ich ganz schön stolz, als ich gelobt wurde :-), mich zum ersten Mal auch ohne Eltern auf Reisen begeben und durchgeschlagen, ein spannendes Erlebnis mit der englischen Polizei gehabt (sie haben mir aus der Patsche geholfen…mit Blaulicht und damit alle Nachbarn alamiert :-), eine verständnisvolle Gastfamilie erwischt (das Apple Crumble werde ich nie vergessen:-) und eine tolle Zeit mit den anderen Sprachschülern verbracht (inklusive erster Verliebtheit)

Carolin Möhle Als ich so12/13 war, bin ich in ein Ferienlager gefahren. Habe mich dort in einen der Betreuer verguckt und natürlich alles mitgemacht, was er angeboten hatte. Und auch abseits der Übungsgruppe habe ich weiter jonglieren geübt, durfte sogar seine eigenen Bälle (deutlich schöner als die anderen) benutzen. Auch in der Akrobatik hatte ich mich versucht, eher unsportlich und eigentlich immer nur gehänselt. Als wir einmal eine Fahrradtour machten, war gerade ein Kinderzirkus dort. Als der besagte Betreuer dann noch meinte, dass ich ja auch da auf die Bühne gehöre, war ich ganz stolz. Ich war als Kind immer „kräftig“ und mir wurde quasi unterstellt, dass ich unsportlich bin, dabei war ich in Teildisziplinen nicht schlecht.

Sabrina Raabe Wir sind 6 oder 7 Jahre jedes Jahr für 3 Wochen nach Ungarn gefahren. Es war toll, die Familie von meiner Mutter kennen zulernen und auch die Heimat meiner Großeltern. Obwohl ich kein Wort ungarisch konnte,hatte ich null Probleme mit anderen Kindern. Man kann sich auch anders verständigen!

Tafjora Mamablog Hofmann Mit 14 war ich auf einer Jugendfahrt der Stadt, 2 Wochen mit Kindern aus den Partnerstädten in Frankreich, Italien und Deutschland/Thüringen. Zum ersten Mal ohne Eltern in den Urlaub das war Freiheit pur. (Mit 19 bin ich dann wieder mit den Eltern in Urlaub). Es war so spannend, Jugendliche aus anderen Ländern kennenzulernen. Von den Franzosen hörte ich damals zum ersten Mal Bob Marley, und meiner großen Liebe Paolo schwörte ich damals ewige Treue. Den Liebeskummer und den Frust als die 2 Wochen um waren könnt Ihr Euch vorstellen. Paolo habe ich zwar nicht geheiratet aber wir haben zumindest über Facebook noch immer Kontakt- nach über 25 Jahren…

6. Wenn man Grenzen überwindet lernt man fürs Leben 

Christine Braun Meine Mama ist mit mir immer an die Ostsee gefahren, wir hatten dort einen Wohnwagen. Von klein an konnte ich dort meine Neugier und meinen Forscherdrang befriedigen und die Natur erleben.
Was mich glaube ich, am meisten geprägt hat, war der Umgang mi
t ganz vielen Kindern. Unter anderem war dort ein Wohnheim für Kinder mit Behinderungen. Meine Mama ist mit mir oft auf den Spielplatz von dem Wohnheim gegangen und ich habe mit den Kindern dort viel gespielt und gelernt das alle Menschen gleich sind egal ob mit oder ohne Behinderung. Dies hat mich mein Leben lang geprägt und ich bin Heilerziehungspflegerin geworden. Ich liebe meinen Beruf und sehe jeden als das was er ist, ein Mensch mit Gefühlen, Sehnsüchten und Bedürfnissen!

Céline Adekunle Wir sind mit dem Fahrrad von der Schweiz aus, einmal nach Italien ans Meer und einmal nach Frankreich ans Meer geradelt. Die ganze Strecke mit dem Fahrrad, mit 2 Kindern, Zelt und Kegel im Schlepptau gings los. Einige Abenteuer wie eine liegengelassene Tasche mit ALLEM (Portemonnaie etc. drin) inklusive. Der Moment an dem man das Meer gesehen hat war was Tolles. Wenn man auf die eigene Leistung zurückblicken kann und merkt wie man richtig fit geworden ist und locker den Hügel raufkommt, bei dem man zu Beginn der Reise echt noch an seine Grenzen gekommen ist. Und wenn man wieder zu Hause ist und wahnsinnig braungebrannte, knackige Waden hat auch

7. Gefährliche Abenteuer werden nie vergessen

Kari Giese Meine schönste Ferienerinnerung war auch gleichzeitig traumatisch: Wir waren in Österreich, ich war 9 und ich wollte Kühe erschrecken. Diese standen auf einer Weide, die mit einem Bach von dem Weg, auf dem ich stand, getrennt war. Meine Idee war es, einen Stein ins Wasser zu werfen und die Kühe sollte wegspringen *kicher*. Okay, ich nahm also einen großen Stein (Lehmklumpen)hoch und hörte es nur summen: Darunter befand sich ein Wespennest. Ich bin zuvor nie so schnell gerannt. Seitdem habe ich eine Wespenphobie

Für mich, ihr Lieben, zählt das auch… Ich bin auf allen Bäumen geklettert wie ein Weltmeister. Die Welt von oben zu sehen und gelegentlich auch Obst zu finden war wunderbar – trotz manchen Schürfwunden, die durch zerbrochenen Äste zusammengekommen sind.

Und bei euch?

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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