Endlich aufräumen, aber wo anfangen? Kennt ihr schon einen Ordnungscoach? (Gastbeitrag)


Habt ihr schon mal von einem Ordnungscoach gehört? Die liebe Nina von Bitte aufräumen ist Expertin in diesem Gebiet. Hier stellt sie sich für euch vor und erklärt euch zusätzlich das Konzept, das euch das Leben erleichtern kann.

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer kennt es nicht, wenn einem das Zeug förmlich um die Ohren fliegt? Niemand muss sich als Messi bezeichnen, um eine vollgestopfte Rumpelkammer zu haben oder einem Papierhaufen, der dem Schiefen Turm von Pisa Konkurrenz macht. Wir alle haben irgendwo Zeug, das wir nicht aufräumen. Vielleicht, weil wir nicht unsere Ferien mit Aufräumen verschwenden wollen, vielleicht aber auch aus Planlosigkeit. Denn wo soll man anfangen? Wie soll man anfangen? Und überhaupt: Ist dieses ganze Chaos vielleicht nicht sogar auch was psychisches? Herrscht in uns derselbe Tumult?

Aber nun gebe ich das Wort mal an Nina!

Hallo, ich bin Nina von BITTE AUFRÄUMEN.

Ich bin Ordnungscoach und helfe Menschen mit wenig Zeit und viel Zeug, ihren Alltag zu vereinfachen – und so äußere Ordnung und innere Ruhe zu gewinnen. Dafür reicht es mir nicht, nur hübsche Kartons mitzubringen und im Außen zu zaubern (auch wenn mir das auch Spaß macht :-)). Nein, ich möchte vor allem im Innen etwas bewegen.

In meinen Ordnungsberatungen und Coachings schöpfe ich viel aus meinem Hintergrund als systemischer Coach. Meine Überzeugung ist es, dass sich langfristiger (Ordnungs-)Erfolg nur einstellen kann, wenn man eine für sich ganz persönlich funktionierende Lösung gefunden hat. Die sieht eben für jeden ein wenig anders aus und auch der Weg dorthin ist sehr individuell.

Hier ein typisches Beispiel meiner Vorgehensweise bei der Arbeit:

Julie arbeitet in der Marketingabteilung einer großen Firma, hat zwei Kinder und arbeitet ehrenamtlich in der Gemeinde. Sie hat einen vollen Alltag, liebt ihn und möchte nichts missen.

Und trotzdem ist sie da, die Überforderung. Das laute Schreien der Dinge um sie herum.

„Hallo! Siehst Du mich? Hier, ich bin’s, der Laternenstab, der repariert werden will!. Und hier! Der ganze Papierkram auf der Küchenablage. HIER!!“
Überall stapeln sich Papierstöße, Kleinkram liegt auf dem Boden, die Regale und Schränke sind überladen.

Julies 4-Zimmer-Wohnung ist gemütlich. Aber: voll.

Voll mit Zeug und Kram, der ständig um Aufmerksamkeit buhlt, den Fokus auf sich zieht, weg von den eigentlich wichtigen Dingen. So gut wie nichts wird auf Anhieb gefunden. Schon gar nicht am Morgen, wenn es schnell gehen soll.
Eigentlich näht sie so gern und wünscht sich ihre Auszeiten an der Nähmaschine zurück. Aber das Arbeitszimmer ist im Grunde eine große Abstellkammer. Es gibt kaum freie Flächen, überall stapeln sich Dinge von allen Familienmitgliedern. Ihre siebenjährige Tochter macht ihre Hausaufgaben auf dem Boden, was laut Béa grundsätzlich OK ist… aber es nervt Julie: „Ich hab sonst keinen Platz, Mama!“

„Was soll anders sein?“, frage ich sie.

„Weniger. Weniger soll es sein. Von allem. Ich gehe unter! Nur Zeit und Muße für mich und meine Familie – das soll mehr werden.“

Äußere Ordnung bringt innere Ruhe.

Gerade für Menschen, mit einem turbulenten Alltag ist es so wichtig, im Außen Ruhe und Ordnung um sich zu haben – denn alles andere ist ja schon fordernd genug…Wenn zu Hause viele Dinge herumstehen, zieht das unsere Aufmerksamkeit und Energie weg von dem, wofür wir sie eigentlich nutzen möchten. Denn das Zeug fordert uns unbewusst ständig auf, etwas damit zu tun, wir räumen ständig hin und her und können nicht gut zur Ruhe kommen.

Wir sprechen über all dies. Es leuchtet ihr ein. Nur, wie zum Teufel, fragt sie sich, wie soll ich das nur schaffen?

Das Schubladensystem!

Große Aufgaben werden in kleine Einheiten herunter gebrochen. Wie im Büro auch. Da machst Du ja auch nicht das ganze Projekt auf einmal, oder?

Wir sprechen über realistische Ziele und Ressourcen. Wie viel Zeit ist für das Ordnungsprojekt drin? Wer kann wie unterstützen? 15 Minuten am Tag sollten zu finden sein, meint Julie.

Prima, sage ich. Solche kleinen, realistisch zu bewältigenden Einheiten machen viel zufriedener, denn man erreicht schnell das vorgenommene Ziel. Und wenn doch noch mehr Energie und Zeit da ist: klar, einfach weitermachen. Aber eben nicht mehr machen müssen als geplant. Einen begrenzten Bereich vornehmen und nicht 5 auf einmal – auch das hilft. Schublade für Schublade eben.

Ein Trick wenn das Anfangen schwer fällt: Von 5 rückwärts zählen und direkt starten, ohne sich daran „aufzuhängen“. Damit schlägt das Gehirn dem Schweinehund ein Schnippchen, bevor der zu mächtig wird.

Weniger Zeug = weniger aufräumen = weniger putzen = mehr Zeit und Energie

Nach all der Reflextion machen wir uns an unsere konkrete, handfeste Aufgabe für heute – Ausmisten. Denn die Gleichung ist ganz einfach: weniger Zeug = weniger aufräumen = weniger putzen = mehr Zeit und Energie für anderes.

Der Anfang fällt schwer, wie so oft. Aber, das war doch mal so teuer! Und das hier, das haben wir geschenkt bekommen! Wir sprechen über den Sinn von Geschenken und Verschwendung, die schon entsteht, wenn wir unnötigen Kram kaufen – nicht wenn wir ihn aussortieren.

Irgendwann macht es „Klick“ und ich halte nur noch die Müllsäcke und Kisten auf, die wir später zu einem Sozialkaufhaus bringen.

Pflicht und Kür

Im Außen kommen die Dinge im wahrsten Sinne des Wortes ins Rollen. Während wir uns Schublade für Schublade vorarbeiten, machen wir einen Plan, wie sie den knallvollen Alltag weiter vereinfachen kann.

Was ist Pflicht, was Kür? Wer muss welche Aufgabe erledigen? Was davon übernimmt Julie nur aus Gewohnheit und kann eigentlich auch von jemand anderes erledigt werden? Was kann sie getrost aus ihrem Kopf werfen und Platz für die Dinge machen, die ihr wirklich am Herzen liegen?

Wir visualisieren die Aufgaben und am Abend verteilt die Familie sie neu auf mehrere Schultern. So geht nichts verloren und die Aufgaben schwirren nicht mehr ständig im Kopf herum, sondern haben auch ihren Platz gefunden.

Der Anfang ist geschafft, der erste und schwerste Schritt gemeinsam bewältigt. Als ich nach einigen Stunden gehe, lächelt Julie wieder!

Jetzt wieder ich, Mounia: Ich finde Ninas Konzept wirklich klasse! Erst jetzt wird mir so richtig bewusst, wie viel Unordnung in meinem Alltag herrscht. Und so blöd es klingt, aber an das Meiste (zum Beispiel meinen unordentlichen Schreibtisch) habe ich mich sogar gewöhnt…

Wenn ihr mehr Strategien an die Hand bekommen möchtet, um

*euren Alltag zu vereinfachen,
*euren (Aufräum-)Schweinehund zu ärgern
*euch von Zeug zu befreien und
*Zeit und Muße zu gewinnen

…dann hüpft doch auf ihrer E-Mail-Liste. In ihren wöchentlichen Ordnungstipps bekommt ihr effektive Tipps und Tricks zum Aufräumen, Ausmisten und ins Tun kommen direkt ins E-Mail-Postfach. Schaut gern auch auf ihrem Instagram-Kanal  oder auf ihrer  Facebook-Seite vorbei.

Liebe Grüße

Mounia und Nina

Zur Transparenz: Das ist kein Werbebeitrag. Wir bekommen von Nina kein Geld dafür, dass wir das publizieren. Wir finden das Thema sinnvoll – weil vor allem Béa die Problematik kennt… 

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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