Gemeinsam schlau statt einsam büffeln – Rezension von einem ewigen Kind


Vor einiger Zeit hat mir Béa ihr Buch „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“ geschenkt. Ich bin endlich dazu gekommen, einen Blick hineinzuwerfen und möchte euch gerne aus der Position eines ewigen Kindes meine Rezension mit euch teilen!

Eigentlich gehöre ich nicht zu der Zielgruppe der LeserInnen. Weder bin ich „Kind“ noch habe ich eigene Kinder. Doch aus dem Blickwinkel eines ewigen Kindes konnte ich sehr viel mitnehmen.

Zunächst einmal zum Aufbau von Gemeinsam schlau statt einsam büffeln:

Ich muss euch gestehen, dass es mir extrem wichtig ist, wie die Ästhetik des Buches aufgebaut ist. Wie sieht das Cover aus? Welche Schriftgröße wurde verwendet? Wie beladen sind die Seiten? Wie ist die farbliche Gestaltung? Aber auch der Schreibstil an sich geht nicht an mir vorbei. Wie ist der Schreibfluss? Lässt es sich leicht lesen? Was halte ich von der Kapitellänge?

In dieser Hinsicht hat mich das Buch keineswegs enttäuscht und all meine peniblen Erwartungen übertroffen.

Die Cover-Gestaltung

Das Cover ist ein richtiger Eye Catcher! Bunt, recht beladen, aber keineswegs störend! Obwohl das Buch in die Kategorien Sachbuch oder Ratgeber eingeordnet wird, distanziert es sich von seinem klassischen Stil. Ein Hoch auf Jan von Holleben – Béa hat schon mal die Entstehung des Covers dokumentiert.

Die Buchgestaltung

Das Buch hat eine angenehme Textur, eine schöne Schriftart und ist sehr farbenfroh. Seite für Seite begegnen euch die verschiedensten Farben, Muster und Bilder. Noch dazu wird der Schreibfluss zwischendurch von kleinen Anekdoten der Autorinnen oder Zitaten unterbrochen. Das verleiht dem ganzen Text eine gewisse Authentizität und Nahbarkeit.

Der Schreibstil

Die Kapitellänge gefällt mir auch gut und ist immer wieder in Unterkategorien geordnet. Ich mag es nämlich nicht, wenn Kapitel endlos lang sind – ich verliere da automatisch die Konzentration. Der Schreibstil ist weder trocken noch zäh, sondern wunderbar einfach gehalten. Bei Überschriften wie „Unsportlich wie ein Pfannkuchen“ ist das aber auch schwer hinzukriegen 😛

Dem Aufbau und der Struktur kann ich also nur einen fetten Daumen nach oben geben. Der Duden Verlag und die beiden Autorinnen haben da ein wunderschönes Buch gezaubert!

So, und nun zum Inhalt! Über diesen kann ich nämlich auch nur schwärmen!

Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinschauen und die ersten Seiten überfliegen. Doch ehe ich mich versah, hatte ich die ersten hundert Seiten verschlungen! Und obwohl ich noch nicht einmal ein Drittel gelesen hatte, wurde ich mit vielen neuen Informationen bereichert. Es ist nämlich so: Das Buch enthält einerseits theoretisches Wissen, andererseits praktische Spielideen zum Lernen mit Eltern und Kindern.

Zwischendurch war es ganz witzig zu lesen, weil ich in bestimmten Passagen ganz deutlich die liebe Béa herauslesen konnte. Schon komisch, wenn man die Autorin persönlich kennt…

Gemeinsam schlau statt einsam büffeln – Meine Highlights:

1. Das Konzept Lernen mit Kind


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Besonders gefallen hat mir die Idee hinter allem. Lernen soll viel effektiver und sinnvoller sein, wenn es mit Lust, Spaß und in einer Gemeinschaft bewältigt wird. Nicht allein vorm Schreibtisch, sondern Eltern und Kinder in einer Einheit. Doch es geht nicht darum, dass die Kinder lernen, und die Eltern unterstützen. Nein, BEIDE lernen voneinander – Eltern sowie Kinder.

Des Weiteren wird aufgezeigt, dass „schlau sein“ nichts Angeborenes ist, sondern durchaus erlernt werden kann. Béa und Stephanie weisen immer wieder darauf hin, dass jedes Kind individuell ist und seinen eigenen Weg braucht, zum Beispiel den auditiven, kommunikativen oder motorischen. Und immer sind die Eltern dabei, die das Kind unterstützen!

2. Pädagogische Ratschläge

Das Buch hat aber nicht nur viele Spiele parat, sondern auch viele hilfreiche pädagogische Ratschläge, zum Beispiel das Thema Loben. Dieses soll nämlich gezielt ausfallen und nicht wie Tic Tacs verteilt werden. Auch über die Selbstständigkeit des Kindes und die Trennungsangst der Eltern gibt es eine sehr ehrliche und berührende Passage. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich euch das Lesen nicht vorwegnehmen will, aber einen Blick hineinwerfen lohnt sich!

3. Ein Buch für Faule

Nein, die Worte stammen nicht von mir, sondern von den beiden Autorinnen. „Dies ist ein Buch für Faule, wenn wir ehrlich sind.“ – So steht’s schwarz auf weiß geschrieben. Ich finde das erfrischend ehrlich und wahr. Faul sein ist keine Schande und einen ganzen Wälzer verschlingen kann auch nicht jeder. Deshalb bietet das Buch unzählige kleine Spiele und Tipps, die Eltern und Kinder mal eben aufschlagen und ausprobieren können. Ohne große Vorbereitung, ohne viel lesen. Ich müsst das Buch deshalb nicht der Reihe nach lesen. Ihr könnt mit Teil 3 anfangen und abends immer mal wieder in Teil 1 & 2 schauen!

Was kann ich als ewiges Kind aus diesem Buch ziehen?

Die größte Lehre, die ich aus dem Buch ziehen konnte, ist, dass gemeinsames Lernen immer besser ist. Keine Gruppenarbeit, sondern gemeinsam lernen. Wenn ich an meine Schulzeit und Studienzeit zurückdenke, hat es mir immer geholfen mit anderen zu lernen. Selbst eine Nachhilfe war nicht das Gleiche wie zwei Menschen, die im selben Boot sitzen und sowohl miteinander als auch voneinander lernen.

Da es mir nach wie vor sehr schwer fällt etwas zu lernen, auf das ich salopp gesagt keinen Bock habe, werde ich mir diese Lehre besonders zu Herzen nehmen. Lernen muss nämlich nicht trocken und mühsam sein – es kommt auf das „wie“ an.

Ich bin fast schon sauer, dass die beiden das Buch erst so spät geschrieben haben. Hätte ich das während meines Bachelors gelesen, wären mir sicher viele einsame Stunden vor meinem Schreibtisch erspart geblieben.

So, und falls ich mich noch nicht klarausgedrückt habe: LEST DIESES BUCH!

Es ist einfach schön! Schön und ehrlich und lehrreich und nochmal schön! Es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal!Ich danke Béa von ganzem Herzen, dass sie mir eins ihrer wertvollen Exemplare geschenkt hat und kann es euch wie gesagt nur ans Herz legen!

Liebe Grüße
Mounia

Achso, fall ihr die beiden noch mal sehen wollt, wie sie über das Buch reden, bitteschön:


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Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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