Warum ich Sprachnachrichten nicht mag


Wer mein WhatsApp-Profil kennt, weiß, dass ich keine Sprachnachrichten mag. Zumindest nicht die Sprachnachrichten, die NICHT in den Sprachen verfasst sind, die ich gerade aktiv lerne: Spanisch und Italienisch. Komme später dazu.

Für alles andere gilt für mich: Ich mag lieber Buchstaben als Laute!

Das hängt damit zusammen, dass mir Messages am meisten was bringen, wenn sie kurz und knapp sind und sie mich auf den Punkt informieren, wenn ich gerade busy bin. Zum Beispiel, wenn ich in einem Meeting bin. Kurze Infos wie „Komme 10 Min. später“ und „Habe alles eingekauft von der List, nur Petersilie fehlt, hast du andere Kräuter?“ sind hilfreich.


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Alles andere kommt meistens im unpassenden Moment, wenn ich keine Kopfhörer finde und/oder in einer Geräuschkulisse stehe, die mich nichts verstehen lässt. Brabelbrabel… was war das noch mal? Mehrfach eine Sprachnachricht anzuhören ist sooo nervig!

Wenn ich eine Runde Austausch und Schwätzchen brauche, finde ich (haltet mich für ALT!) Telefonieren schöner. Vielleicht bin ich auch wirklich alt: Ich habe die erste Begeisterungswelle mit den Anrufbeantwortern mitgemacht, in den 90ern. Als dann SMS.,E-Mails und später die Messagings-Dienste sich durchgesetzt haben, war ich im siebten Kommunikationshimmel.

Endlich erlöst von minutenlangem Gelaber… was damals, zugegeben, nicht mal richtig mitnehmbar war, sondern fest an der Festnetzdose. Mit dem Einzug der Mobil- und schnurlosen Telefone bewegten sich wenigstens auch die hinterlassenen Sprachnachrichten mit, aber dann…
Wunderwas!
… kamen die kurzen Botschaften aus Buchstaben und Emojis.

Meine Welt. Meine visuelle Welt.

Und jetzt? Sprachnachrichten?

So was wie:

Ach nööö…

Aber es gibt Menschen, die sogar das schätzen?


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Oder?

Und:

Ich muss zugeben, es gibt ganz wenig Menschen bzw. Situationen, bei denen mir die Sprachnachrichten helfen. Im Fälle besonderer Emotionalität kann es sein, dass mir eine Sprachnachricht hilft, den anderen Menschen und seine Gefühle besser zu erfassen. Der Klang der Stimme hilft mir, etwas empathischer zu sein. Und dennoch: Gerade in diesen Fällen ist das eher second best. Der direkte Draht und ein richtiges Gespräch hilft mir viel mehr.

Mein ultimativer Hack ist in der WhatApp die Transkript-Funktion für Sprachnachrichten!
Habt ihr sie auch schon entdeckt?

Zumindest im iPhone geht das so: Wenn ihr einfach auf „Weiterleiten“ drückt und dann in der unteren rechten Ecke auf das Upload-Zeichen klickt, öffnet sich das Menü und an zweiter Stelle steht „transkribieren“.
Sollte das nicht gleich möglich sein, kann es sein, dass Ihr die App „Audio to Text“ besorgen und dann klappt das garantiert.

Achso, noch was zu meinen Lernsprachen: Spanisch und Italienisch. In diesen Sprachen sind mir Sprachnachrichten willkommen.

Das ändert für mich alles, weil ich in diesen Sprachen auch nicht so schnell mit Lesen bin. Daher freue ich mich auf die Gelegenheit, mich reinzuhören. Und dann stört mich auch etwas mehr an „Gelaber“ überhaupt nicht. Wie immer, liegt das an mir selbst: Spaß am Lernen und weniger Effizienz-Anspruch machen mich weniger ungeduldig und toleranter… Dann geht’s.

Wie ist das bei euch? Mögt ihr Sprachnachrichten?
Bzw. wann und wie mögt ihr Sprachnachrichten?

Erzählt mal…

Liebe Grüße,

Béa

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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